HI Leute
Wann lohnt es zu den teureren CL2 Riegeln zu greiffen?
HI Leute
Wann lohnt es zu den teureren CL2 Riegeln zu greiffen?
Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht wirklich die teuren Riegel einzusetzen, denn der Unterschied ist bestenfalls messbar, aber nicht spürbar. Die üblichen CL2.5 oder CL3 Module tun auch ihren Dienst und kosten wesentlich weniger.
Das kann man IMHO nicht so pauschal sagen, denn erstens spielt nicht nur die CAS-Latenz eine Rolle für die Datenübertragungsgeschwindigkeit (die CL allein nützt gar nix, alle Timings müssen niedrig sein) und zweitens hängt der Einfluss der Latenzzeiten auch sehr stark vom Typ des Speichersystems ab.
Im Maximalfall (Single Channel, Speichercontroller limitiert) kann der Unterschied in der Datenübertragungsrate zwischen CL2.0-2-2-4 und CL3.0-4-4-8 sehr viel ausmachen. Die niedrigeren Latenzzeiten bringen dann unter günstigen Umständen soviel, wie eine Erhöhung des Speichertaktes von 200 MHz auf 266 MHz.
Bei einem Athlon 64 oder Pentium 4 mit Dual Channel - Anbindung ist der Zugewinn an Übertragungsgeschwindigkeit jedoch viel niedriger, da die Möglichkeit des wechselseitigen Zugriffs auf zwei Speichermodule die Latenzzeit des Speichercontrollers ohnehin schon sehr erniedrigt. Der Prozessor muss dann nicht warten, bis Speichermodul 1 wieder bereit ist, sondern schreibt in der Zwischenzeit einfach in Speichermodul 2.
Viel wichtiger ist jedoch, dass eine höhere Datenübertragungsrate nicht zwangsläufig zu einer allgemeinen Performancesteigerung in den Programmen führt. Ein hoher Speicherdurchsatz beeinflusst nur Programme positiv, welche große Datenmengen zu verarbeiten haben. Das sind im Wesentlichen 3D-Spiele sowie Video- und Audiobearbeitungsprogramme.
Zusammengefasst könnte man sagen: Wenn du mit einem Athlon XP auf einem Single Channel-Board und PC2100 - Speicher Games zocken willst, lohnen sich schnellere Timings schon, für Office oder DVD gucken auf einem Athlon 64 - Rechner mit PC3200 - Speicher im DCM lohnt sich Speicher mit CL2 überhaupt nicht.
In der Praxis viel wichtiger als Argument für den Kauf teureren Speichers ist aber folgendes:
Teurerer Markenspeicher (Kingston, Mushkin, Corsair…) mit schnellen Timings ist meist hochwertiger verarbeitet und hat eine sauberere BIOS-Programmierung, als Noname-Billigspeicher mit CL3. Dadurch ist er besser kompatibel (macht keine Zicken mit diversen Boards und produziert keine Fehler) und hat schon bei exakt denselben Timings (z.B. CL3.0-4-4-8) einen wesentlich höheren Datendurchsatz, als Billigspeicher.
Ausnahmen bestätigen aber immer die Regel und es ist nicht alles Gold, was glänzt. Im Zweifelsfall hilft es immer nur, Testberichte zu einem favorisierten Speichermodul zu lesen, um herauszufinden, ob es wirklich was taugt. Was auf einem Speichermodul an Werbeaussagen draufsteht und was es davon wirklich hält, sind oft zwei sehr verschiedene Paar Schuhe. So mancher Riegel für CL3.0 schafft dagegen auch locker CL2.0 und 50 MHz mehr, als angegeben (wenn zufällig die „richtigen“ Chips drauf sind).
Es gibt preiswerte Hersteller (TakeMS, MDT), die in letzter Zeit mit diversen Modulen recht positiv aufgefallen sind, wogegen auch bei teuren Markenherstellern (Corsair, OCZ) nicht jeder Speichertyp ganz das erfüllt, was von ihm in Sachen OC & Timings erwartet wird).
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin
Wann lohnt es zu den teureren CL2 Riegeln zu greiffen?
Kauf lieber CL3 und dafür mehr RAM, als CL2 und zuwenig.
cu
Kannst du mal n paar gute Ram Marken aufzählen?
Als ich meinen Rechner damals gekauft habe hatte ich ja noch keine ahnung davon und hab 1x256 von Apacer und 1x256 von Elixir (ich glaub das ist noname)
Kannst du mal n paar gute Ram Marken aufzählen?
Als ich meinen Rechner damals gekauft habe hatte ich ja noch
keine ahnung davon und hab 1x256 von Apacer und 1x256 von
Elixir (ich glaub das ist noname)
Ja, Elixir ist so ein häufig verbauter Noname-Speicher. Der geht i.d.R. schon i.O., performt aber nicht sonderlich gut und macht auf etlichen Boards Probleme. Apacer war früher mal eine gute Marke (zu PC2100-Zeiten), ist dann aber in der Versenkung verschwunden.
Klar kann ich ein paar gute RAM-Marken aufzählen. Es kommt aber (habe ich ja schon geschrieben) nicht nur auf die Marke an, sondern immer auf das konkrete Speichermodul incl. Rev.-Nr. Von Mercedes gibt es ja auch eine A-Klasse und eine S-Klasse.
Eine weitere Überlegung sollte sein, ob der Speicher zu deinem Computer kompatibel ist. Kingston HyperX rennt z.B. auf einem nForce2-Board wie Schmidts katze, macht aber auf Athlon 64 - Boards gern Problemchen… Hier helfen im Zweifelsfall die Kompatibilitätslisten der Boardhersteller.
Dann ist noch die Frage, wieviel du ausgeben willst.
Für 80 - 90 EUR a 512 MB DDR400 (PC3200) - Speicher würde ich Corsair Value Select CL2.5, MDT CL2.5 oder TakeMS CL2.5 kaufen. Auch bei Samsung CL2.5 kannst du evtl. guten Speicher erwischen, das hängt aber von den verbauten Chips ab und du kannst auch reinfallen.
Wenn du Glück hast, bekommst du für ca. 90 EUR auch den sehr soliden (und gut übertaktbaren) Kingston Value RAM CL2.5 (KVR400X64C25) zu kaufen. Das ist mein persönlicher Lieblingsspeicher und Preis-/Leistungsfavorit:
http://www.geizhals.at/a44404.html
In der Preiskategorie von 120 EUR aufwärts ist Corsair XMS LL oder XL sehr gut. Andere Hersteller von ultraschnellen Speichermodulen sind GeiL, Mushkin und OCZ und auch Kingston (HyperX UL). Hier musst auf die Spezifikationen schauen, wenn du 120 - 140 EUR für 512 MB DDR-RAM rauskloppst, dann sollte er bei 400 MHz schon CL2.0-2-2-5-1 schaffen…
Ich persönlich würde allerdings so teuren Speicher nicht kaufen, weil es sich ned wirklich lohnt, für 3% mehr Leistung 30% mehr Geld auszugeben.
was würdest vorschlagen für PC2100 und wenig geld also gutes preisleistungsverältnis
was würdest vorschlagen für PC2100 und wenig geld also gutes
preisleistungsverältnis
Ach, kauf einfach günstigen PC2700- oder PC3200-Speicher von Samsung oder Infineon. Bei 266 MHz rennt jeder PC2700/PC3200-RAM mit schnellen Timings (mindestens 2.0-3-2-6), auch wenn er bei 333 MHz nur für CL2.5 oder bei 400 MHz nur für CL3 spezifiziert ist. Lohnt sich nicht, für ein veraltetes System noch viel Geld rauszuschmeißen.
Wenn du nur aufrüsten willst, musst du auch bedenken, dass dein neuer Speicherriegel nur so schnell laufen kann, wie derjenige, der schon im Rechner steckt. Wenn du also ein langsames PC2100/ CL3.0-4-4-8 - Modul im PC hast und ein sauteures PC4000 - Modul mit CL2.0-2-2-5 dazusteckst, läuft dieses dann auch nur 266 MHz mit CL3.0-4-4-8, da logischerweise immer das schwächste Glied der Kette die Performance bestimmt.
Richtigen Performance-Speicher würde ich an deiner Stelle nur kaufen, wenn du vor hast, in absehbarer Zeit auf ein neues System (Athlon 64 oder Pentium 4) umzusteigen, das mit DDR-RAM@400 MHz Speichertakt läuft, und den gekauften Speicher dort weiternutzen willst. Dann hängt die Speicherempfehlung natürlich stark davon ab, welche Plattform du konkret im Auge hat.