Der Maulwurf nervt - wie bekomme ich ihn los?

So ca 3 Jahre kämpfe ich gegen einen Maulwurf, der den Rasen (Wäscheplatz eines Mietshauses) immer wieder durch seine aufgeworfenen Erdhaufen zerstört. Anfangs haben wir die Haufen einfach eingeebnet, inzwischen haben wir so ca. 5 m² total zerstörten Rasen und alle paar Tage woanders einen neuen Haufen.
Einer Empfehlung nach habe ich mehrere mit Terpentin getränkte Stofflappen in seine Gänge gedrückt. Interessiert ihn überhaupt nicht, er wühlt fleißig weiter. Die Mieter sind ärgerlch, der Wäscheplatz ist nur schwer benutzbar. Wer weiß Rat? Wer hat Erfahrung mit einem solchen Bewohner? Danke im voraus.

Hallo Ingrid,

bist du sicher, dass es ein Maulwurf ist, und keine Wühlmaus? Denn Wühlmäuse darf man töten, Mauwürfe aber stehen unter Naturschutz, obwohl ihre Wühlerei weit intensiver und die Haufen größer sind. Lebend kriegst du aber keins der Tiere.

Ich hatte lange Zeit und immer wieder mit dem Problem zu kämpfen, weil immer wieder neue Gäste einwanderten. Alles, was es an angeblichen Methoden dagegen gibt, habe ich ausprobiert -vergeblich. Ich könnte hier seitenlang berichten, was ich alles versucht habe. Aber wie gesagt, es bringt absolut nichts.

Ich habe mir dann Fachliteratur beschafft, um Lebensgewohnheiten, Struktur des Baus usw. kennen zu lernen, in der Hoffnung, Hilfreiches daraus zu lernen, auch das brachte nichts.

Zum Schluss habe ich dann verschiedene Arten von Fallen probiert. Lebendfallen funktionieren alle nicht. Schlagfallen, lösen oft nicht aus, werden umgangen, oder durch die Erde ausgelöst, die das Tier vor sich her schiebt. Gerät das Tier ausnahmsweise doch einmal hinein, hängt es oft nur mit einem Bein fest und zappelt stundenlang herum, bis du es findest und erlöst.

Das einzige sichere Mittel und zudem schmerzlos wirksam ist eine Schussfalle. Kostet (im Jagdgeschäft) leider rund 25 Euro plus Munition, dabei handelt es sich um Platzpatronen. Sie löst bei der geringsten Berührung aus, daher beim Auslegen aufpassen Einen relativ neuen Haufen vorsichtig entfernen, ein Loch graben und fühlen, an welcher Stelle der Gang abgeht. Besser sind zwei Fallen, denn in der Regel wirst du zwei Abgänge finden. Meist gibt es dann schon nach einer halben Stunde einen dumpfen Knall und du kannst das Opfer suchen, das zuweilen ein Stück in den Gang zurückgeschleudert wird. Der Tod tritt durch den Druck ein, den die Explosion auf die Lunge ausübt, er wirkt auch durch Erde hindurch, die das Tier vor sich herschiebt. Es ist sofort tot, meist siehst du ihm nicht einmal etwas von außen an.

Sollte es aber ein Maulwurf sein, und keine Wühlmaus, und ein Mieter will dich ärgern, hast du anschließend eine Anzeige am Hals.

Deshalb in diesem Fall besser ein Foto eines Maulwurfs (ist ausgesprochen possierlich!) aufhängen und die Mieter bitten, ebensoviel Verständnis wie die Schöpfer des betreffenden Paragraphen des Tierschutzgesetzes aufzubringen. Und dann die Miete erhöhen: schließlich hat nicht jeder die Ehre, sich das Grundstück mit einem Tier teilen zu dürfen, das unter Naturschutz steht! ´:wink:

Gruß
Peter

PS Was die Fachliteratur angeht: Alle Autoren betonen, wie nützlich Maulwürfe sind, verweisen auf das Schutzgesetz und empfehlen deshalb, das Tier nur zu vertreiben. Was aber, wie gesagt, nicht klappt. Sollte es dir aber ausnahmsweise doch gelingen, wandert es zum Nachbargrundstück aus und kommt nach einiger Zeit wieder zurück.

Einzige Ausnahme was der Urvater Brehm. Er bezeichnete den Maulwurf als einen unangenehmen Quälgeist und empfahl, rund um das erkennbare Siedlungsgebietes des Tieres einen ein Meter tiefen Graben auszuheben und dann mit Erde zu verfüllen, die mit Glasscherben vermischt ist.

Falls du das tun willst, wünsche ich dir viel Spaß bei der Arbeit und einen guten Rechtsanwalt!

Hallo Ingrid,

da gibt es ein ganz einfaches Mittel: Auf der Erde herumtrampeln. Das nervt den Maulwurf und er verzieht sich. Also organisier Dir eine KInderrasselband und lass sie sackhüpfen oder ähnliches.

Grüsse
Anna

Gerade lese ich den Artikel hier drunter über das Herumtrampeln, der noch nicht da war, als ich mmeinen Beitrag anfing.

Das stimmt natürlich - nur muss dann ständig getrampelt werden! Auf dem Spielplatz neben meinem Grundstück hat sich noch nie ein Tier betätigt, die kommen immer zu uns!

Aber selbst im Sommer, wenn unsere Kinder im Garten spielen - und an Geburtstagen auch Sackhüpfen :wink: - war das Tierchen nur tagsüber friedlich - am nächsten Morgen aber waren 12 (zwölf!) neue Haufen da!

Gehe in´s nächste Fischgeschäft und lasse Dir 10-20 Fischköpfe zurücklegen. Die kannst Du dann als Vorrat einfrieren. Jetzt jeden Maulwurfshügel mit einer kleinen Schaufel öffnen und in den Laufgang jeweils 1-2 Fischköpfe legen, wieder Erde drauf und das war´s. Sollte sich das Tierchen nicht umgehend verziehen und wieder einen Hügel aufwerfen - siehe oben. Irgendwann stinkts ihm wortwörtlich und er sucht sich angenehmere Gefilde.
Bei uns hat´s geholfen.
Gruß
Peter

Hallo,
wir haben Kaiserkronen gepflanzt und seit diesem Jahr keine Maulwürfe mehr.
Schöne Grüße
Sabine

off topic
Peter,
das Thema interessiert mich nicht, und ich habe mich auch nur „quasi-versehentlich“ in dieses Brett verirrt.

Aber Dein Artikel gehört zum Besten, das ich hier in letzter Zeit lesen konnte.
Sowas muß mal gesagt werden!

Otto

Hi Ingrid,
mein erster Maulwurf ist schließlich nach ca fünf Jahren an Altersschwäche (vermute ich) eingegangen. Bis zu dieser Erlösung hatte ich auch -zig verschiedene Mittel erfolglos ausprobiert.
Nun ist nach längerer Ruhepause (zwei, drei Jahre) ein Nachfolger erschienen, und bei dem habe ich einen neuen Trick probiert: Hundehaare. Es scheint zu funktionieren. Habe einen großen Hund im März bezupft - ging prima, weil er gerade sein Winterfell loswurde - und dann im Zentrum der Wühlaktivitäten mehrere Maulwurfhaufen vorsichtig aufgebuddelt und in den Gang je ein hühnereigroßes Haarknäuel gesteckt, dann wieder zugebuddelt. Der Maulwurf ist zwar noch in meinem Garten, meidet aber einen Bereich von ca 10 - 15 Metern rund um die verbuddelten Haare. So bleiben meine Beete frei von ihm, und auf der Wiese verteile ich seine Haufen immer schön mit der Harke. Ist doch wenigstens ein Teilerfolg. Ich vermute, man könnte - mit einer entsprechenden Menge an Hundehaaren ausgerüstet - auch eine größere Fläche auf diese Weise maulwurffrei halten.
Viel Erfolg!
Henry

Hallo,

gerade hat mir mein Chef genau zu diesem Thema erzählt, wie er seine Maulwürfe losgeworden ist.
Er hatte nämlich jahrelang alles mögliche ausprobiert: Haare, alle möglichen Stinkesachen in die Gänge, Rasseln, die sich mit dem Wind drehen… Nichts hat geholfen.
Jetzt hat er (und das bestätigt den Tipp von Sabine) ein paar Kaiserkronen gepflanzt - und die Tierchen sind weg!

Der Nachteil dabei soll aber sein, dass diese Blumen zwar sehr schön sind, aber auch überirdisch heftig stinken. Also beim Pflanzen auf die Hauptwindrichtung achten! Nicht, dass sich da der Kaffeekränzchen-Tisch oder ein sowieso schon empfindlicher Nachbar befindet… :wink:

Gruß,
Salzmann

Hallo !

Ja, die Kaiserkrone, sie muß immer wieder herhalten als Maulwurfschreck.

Nur - was nützt es, wenn sie wirklich mal auswächst und nicht von Schnecken gefressen wird, sie blüht nur sehr kurze Zeit und ist dann wieder weg. Der Maulwurf macht 12 Monate den Untergrund unsicher.
Nur - eine Kaiserkrone auf einem Rasen, der auch noch zum Wäschetrocknen benutzt wird, wie soll das gehen?

Grüße Max

Hallo !

Es gibt kein Mittel, ihn einfach so los zu werden, außer mit Fallen und ihn töten.

Mach es so, wie die Landwirte und Gärtner. Dort findest Du kaum einen Maulwurfshaufen oder hat schon mal jemand beim Erdbeerselberpflücken diese Haufen gesehen?.
Also mach es so und dünge Deinen Rasen so oft, daß der Maulwurf angeekelt zurückgeht. Würmer und Larven sind sowieso keine mehr da, sie sind vergiftet durch die Überdüngung der Felder.

Kurzzeitig wird man ihn nicht los!

Grüße Max.

Hallo !

Mach Dir keine großen Hoffnungen, er kommt wieder sobald die Jungen da sind und er Futter braucht.
Er benutzt immer die alten Gänge.

Grüße max.

Hallo !

Schon mal selbst probiert?? Dann benutzt kein Mensch mehr den Rasen, weil es auch ihnen stinkt. Wurde hier alles ausprobiert. Z.B. mit Fischmehl ganze Rasenflächen „düngen“, Fische einbuddeln.
Kein Mensch hielt es mehr aus und nach einer Weile hatte der Maulwurf den Rasen ganz für sich.

Grüße Max.

Hallo Max,

Nur - was nützt es, wenn sie wirklich mal auswächst und
nicht von Schnecken gefressen wird, sie blüht nur sehr kurze
Zeit und ist dann wieder weg. Der Maulwurf macht 12 Monate
den Untergrund unsicher.

So weit ich es verstanden habe, hat die Wirkung der Kaiserkrone nichts mit der Blüte zu tun. Denn schon die Knollen stinken wohl erbärmlich. Und die sind es wohl, die Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben.

Nur - eine Kaiserkrone auf einem Rasen, der auch noch zum
Wäschetrocknen benutzt wird, wie soll das gehen?

„…sie blüht nur sehr kurze Zeit…“ :wink:

Gruß,
Salzmann

Hallo Anna!

Wir haben drei Windmühlen aufgestellt mit einem Schmied, der auf den Ambos klopft. Ein Höllenlärm!! Die drehten sich wie verrückt. Am nächsten Morgen war eine umgefallen, da Herr Maulwurf genau an einer Stange, seinen Haufen gemacht hatte.

Grüße Max.