Haarausfall bei Katzen

Hallo Ihr Lieben,

mein Kater macht mir mal wieder Sorgen. Kurze Beschreibung:

Bin in den letzten 1,5 Jahren dreimal umgezogen, ein Jahr davon konnten die Katzen raus, im Moment sind sie wg. des letzten Umzugs & noch fehlender Impfung nur in der Wohnung (seit September). Einer der Kater verliert seit dem Umzug Haare, d.h. in den Umzugsvorbereitungen fing das schon an. Dann wurde es wieder besser (nachdem ich 2 Wochen Urlaub hatte und kurz danach 2 Wochen krank geschrieben war). Inzwischen rupft er wieder. Die Katzendame fängt mittlerweile genauso an, soll heißen, sie hat am Hintern und den Hinterbeinen nur noch ganz kurzes Fell. Beide verhalten sich aber völlig normal, fressen, spielen, schmusen, schnurren, kommen zu mir, zanken sich untereinander - wie eh und je.

Ich bin der Meinung, dass der Fellverlust einfach nur mit fehlender Aufmerksamkeit und den häufigen Umzügen und dem Im-Haus-Sein zu tun hat (habe noch einen weiteren Kater, der völlig normal aussieht), wollte aber doch nochmal nachfragen, ob nicht noch jemand eine andere Idee dazu hat.

Mit dem Kater (ohne Fell) war ich letztes Jahr vor dem Umzug schon beim Doc, habe ein großes Blutbild machen lassen usw. Völlig gesund.

Bin gespannt
Grüße
Natascha

Hallo Natascha,

scheint als handelt es sich bei deinen beiden Tigern um ein seelisches Problem und das sie es einfach nicht verarbeiten koennen , so haeufig die Umgebung zu wechseln.
Versuch es doch mal mit Bachblueten. Vielleicht sprechen sie darauf gut an.
Ich wuerde aber auf jeden Fall nochmal bei einem TA vorsprechen. Nicht das sie vielleicht eine Allergie haben oder aehnliches.

Eine meiner Katzendamen hatte vor Jahren genau das gleiche Symptom- und es fing just an als wir begannen alles fuer den Umzug in Kartons zu verstauen. Am schlimmsten wurde es dann in der neuen Wohnung, da hatte sie sich den Hals total kahl gekratzt, bis auf die Haut. Haben dann vom Doc eine Salbe bekommen , ihr einen Verband gemacht damit sie nicht weiterkratzen konnte - und nach einigen Wochen war es vorbei.

Du solltest versuchen deinen Tigern ein ruhiges Zuhause zu verschaffen, auch wenn du haeufig umziehst. Einige sind halt sehr sensible. Sie sollten so wenig wie moeglich vom Umzug selber mitbekommen und davor und danach halt viel aufmerksamkeit bekommen .

Gute Besserung fuer deine beiden.

Viele Gruesse Manu

Hi Natascha,

Teufelsweib kann ich mich nur anschliessen.
Versuchs doch mal ganz mild…mit Katzenminze…und zwar reichlich. Das gibts auch lose zu kaufen. damit füllst Du dann kleine Beutelchen und verteilst sie in der Wohnung.

Es gibt da eine nette Anekdote…die ich mal in einem witzigen Katzenbuch fand…man sollte der Katze die Pfoten mit Butter bestreichen *fg* wie nett :wink:
Mach das aber besser nich…wer weiss ob sie nicht den Flotten davon bekommt.

Die Katze einer Freundin von mir litt so extrem an einem zugelaufenen Neuzugang, daß sie ihn schleinigst wieder abgeben mußte. In dieser Zeit, bis sie einen neuen Platz für die zugelaufene Katze hatte, bekam sie Tranquilizer für den anderen, was auch wirklich geholfen hat. Sprich doch mal Deinen TA darauf an, sollte es nicht bald besser werden.

Gruß
Maja

Hallo Natascha,

als Erstes solltest du Flöhe als mögliche Ursache ausschließen. Kämme deine Katze gründlich durch; falls du schwarze Stippen findest, die sich in Verbindung mit Wasser rot auflösen, handelt es sich um Flohkot, und deine Katze hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine allergische Reaktion auf Flohspeichel. Diese würde nach erfolgreicher Flohbekämpfung verschwinden.

Falls der Flohtest negativ ausfällt, kommen, wie schon erwähnt, psychische Ursachen in Frage. Katzen, die unter Stress leiden oder unausgelastet sind, können u.U. durch verstärktes Putzen, Fellrupfen und Kratzen teilweise haarlos werden. Die Haarspitzen sind dann deutlich geschädigt und meist wird auch die Haut in Mitleidenschaft gezogen, d.h. es gibt Kratzspuren, ekzematöse Veränderungen und evtl. bakterielle Sekundärbesiedlung. Als Behandlung gilt es die Stressursachen so weit wie möglich auszuschalten; bei starker Selbstverstümmelung evtl. mit einer Halskrause das Lecken verhindern und eine symptomatische Behandlung der Hautveränderungen durchführen.

Relativ häufig tritt bei manchen Katzen auch eine sog. endokrine Alopezie auf. Ursache dafür ist eine Disharmonie in der Hormonproduktion der verschiedenen Hormondrüsen (Nebennierenrinde u. -mark, Hypophyse, Schilddrüse, …). Die Hormondrüsen für sich funktionieren zwar einwandfrei, das Zusammenspiel ist aber gestört. Typisches Merkmal ist die beginnende Haarlosigkeit in der Leistengegend, die sich bis zur Brust fortsetzt und unter Umständen die Oberseite der Arme und Beine mit einschließt. Diese Veränderungen verursachen i.d.R. keinerlei Juckreiz und die Haut selbst ist völlig unauffällig, d.h. man sieht keine Pusteln, keine Rötung, keine Krusten u.s.w. - Nach einer gewissen Zeit wachsen die Haare meist wieder nach, um dann wieder irgendwann auszufallen. Als unterstützende Therapie kann man z.B. Cortison und Progesteron als Depotpräparate verabreichen.

Gruß

Johnny

Danke erstmal für Eure Antworten - das mit dem Durchkämmen werde ich dann gleich heute abend mal machen, habe aber bisher keine Flöhe gesehen (ich erinnere mich, dass früher mal ein Kater Flöhe hatte, und es hat nicht lange gedauert, bis wir das bemerkten…), ich denke, das kann ich eher ausschließen. Aber versuchen werde ich es. Katzenminze habe ich schon daheim, ich versuche, möglichst viel mit ihnen zu spielen, sie beim Futter zu verwöhnen usw. Das Problem ist, dass ich morgens um zehn nach sechs aus dem Haus muss und erst abends um zwanzig vor acht wieder daheim bin. Sie sind es nicht gewohnt, so lange alleine zu sein. Bachblüten werde ich dann auch doch mal besorgen. Und wenn das alles nix hilft, kommt der TA. Ist halt schwer, da hinzugehen, weil ich ca. 160 km von daheim entfernt arbeite. Aber für die Kleinen würde ich mir klaro auch Urlaub nehmen. :smile:

Bis denne
Natascha

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auch von mir: danke!
Hallo,

auch von mir ein Danke an alle Antworten, immerhin war ich auch mal mitverantwortlich für die Drei!

Krankheiten halte ich auch für ausgeschlossen, weil der TA schon häufig genug zu Rate gezogen wurde und die Tiere immer kerngesund waren - bis auf den Fellverlust und das Kratzen…

Bin mal gespannt, wie die Bachblüten wirken!!!

LG,

Cess