Hallo Christian,
Ob das mit einem Laser geschliffen wurde, mit Sandpapier oder mit einem Schleifstein oder sonst was… Entscheidend für die Schärfe und die Schnitthaltigkeit ist der Werkstoff, nicht die Art, wie er geschliffen wurde. Je höher die Anforderung an ein Messer, umso aufwendiger ist die Schärfung.
Beispiel: Ein Messer, mit dem ich aus dem Pflaster das Unkraut kratze, und ein Rasiermesser, das auch die kleinsten Bartstoppeln abschneiden muß.
Während bei dem einen es völlig ausreicht einen groben Schleifstein zu verwenden muß ich beim Rasiermesser die feinsten Schleifmaterialien verwenden und noch zusätzlich den Schneidgrat auf einem LEder ausarbeiten.
Mal was grundsätzliches zu Schneiden: http://www.mikroskopie-muenchen.de/cut-messer.html es geht hier zwar um Mikrotom-Messer, aber vom Prinzip her…
Das ist das eine… das Andere ist das Material des Messers.
Je weicher ein Messerstahl, umso schneller ist er stumpf, aber umso leichter kann er geschärft werden. Je härter ein Stahl, umso länger hält er die Schärfe, aber umso schwieriger ist das schärfen. Eine Sonderstellung nehmen Keramikmesser ein, hier kannst Du nur als sehr geübter Schleifer was machen, aber eben mit Diamant-Schleifmitteln…
Beispiel: Das gute alte Opinel-Messer: Nicht rostfrei, weicher Stahl, aber mit jedem Kiesel am Wegesrand sauscharf zu bekommen. rel. schnell wieder stumpf. Andererseits: Victorinox(nur als Beispiel) Taschenmesser: lange scharf, aber das richtig zu schleifen, das dauert und Du mußt wissen was Du tust…
Wer es sich antun will: http://www.tardy.de/1211.html Grundsätzliches zu Stahl, zur Härtung usw
interessant!!
In der Küche spielen persönliche Vorlieben die größte Rolle. Manche bevorzugen harte Stähle, manche weiche.
Wobei es wohl so zu sein scheint, dass Profis gerne eher zu weicheren Stählen tendieren. Die hat man mit einem Wetzstahl (den übrigens jeder in der Küche haben sollte) innerhalb kürzester Zeit wieder scharf. Und mit Stahlmesser kann ich halt auch mal was auslösen, ein Gelenk abknacken usw… bei einem Keramikmesser ist das Totalschaden…
Dann natürlich die Schleifart: gerade, Wellen, Zacken, Zier-Schliff usw usw… je nach EInsatzzweck die richtige Schneide…
So, hoffe weitergeholfen und die Verwirrung ein wenig erhellt zu haben
Grüße
Midir