Hallo,
Möglicherweise machst Du einen klitzekleinen Denkfehler:
Der Draht ist nicht eckig, sondern rund… und ausserdem
unregelmäßig.
Das ist doch egal, wenn die Fläche kleiner ist, dann muss nämlich auch gleichzeitig das Gewicht der angehängten Masse um den selben Faktor kleiner gewählt werden, damit der Draht nicht reißt. Somit ändert sich der Druck überhaupt nicht.
Das heisst, es gibt immer kleine Flächen, auf denen sich der
Druck konzentriert, und da schmilzt das Eis dann, Draht sinkt
ein bissle ein, die Stelle wird entlastet, an anderen Stellen
baut sich dafür der Druck auf… usw usw usw:
Ach, das sind doch alles Futzeleffekte. Um die Schmeltemperaturerniedrigung von den 0,1K auf die erforderliche 8K zu bringen, fehlen aber fast zwei Größenordnung. Da kannst du Nebeneffekte noch und nöcher einbringen auf den Faktor 80 kommst du schwer.
Auch „rasiermesserscharf“ Geschliffene Schlittschuhkufen
liegen nicht glatt auf dem Eis auf, sondern sind „wellig“.
Sprich, der Druck konzentriert sich nicht auf die Gesamte
Fläche, sondern auf diskrete kleine Punkte.
Na, jetzt hör aber auf. So unregelmäßig, dass die Schlittschuhe auf „diskreten Punkten“ aufliegen, sind Schlittschue nun auch wieder nicht.
Kann ja sein, dass der Druck hier und da etwas größer ist, aber das macht nicht so viel aus, um das Eis zum Schmelzen zu bringen. Und hier ist der aufliegende Druck sogar noch kleiner als als beim Eisblock-Faden-Versuch und die Schmelztemperauterniedrigung im Bereich von 0,07K. (bei einer angenommenen Schlittschuhlänge von 29cm, einer Dicke von 3mm, und einer Personenmasse von 60 kg) Und fällt damit wohl wirklich nicht ins Gewicht.
Gruß
Oliver