Grüne Säugetiere

Hi Peter

manchmal sogar wurde in anderen Fällen, die sich auf den ersten Blick
gar nicht so sehr von dem jeweiligen Beispiel unterschieden,
das „pure Gegenteil“ des Merkmals verwirklicht.

Du meinst, wenn einerseits gesagt wird (besonders bei Insekten, Reptilen, Amphibien und Fischen), Tarnfarben helfen der Art, aber auch Schockfarben :wink: Wobei ich Schockfarben eigentlich nie hilfreich oder nachvollziehbar fand, außer vielleicht für die Werbung, jedoch nicht für die Abschreckung.

MfG

Tai

Hi,
ich habe ja nun eine Menge guter Antworten & Ideen gelesen, wollte aber den Thread nicht abwürgen. Wenn Ihr weitere Einfälle oder Kommentare habt, laßt Euch nicht davon abhalten, weiter zu posten :smile:

MfG

Tai

[OT] ‚Homo Greenkopp‘
Hi Fritz,
oder die hier :wink:

http://www.mgmscifinews.com/vol27/images/story12.jpg

MfG

Tai

Hi Peter

Hallo!

Tarnfarben helfen der Art, aber auch Schockfarben

Es kann wie gesagt beides sein, aber ich meinte damit nicht innerhalb der Art sondern zwischen versch.Arten einer Gruppe.

Wobei ich Schockfarben
eigentlich nie hilfreich oder nachvollziehbar fand, außer
vielleicht für die Werbung, jedoch nicht für die Abschreckung.

Warum denn ?

Du meinst, wenn einerseits gesagt wird (besonders bei
Insekten, Reptilen, Amphibien und Fischen),

Nun, ich meinte eigentlich nur, daß die Festlegung der wirklichen Ursache eines vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Merkmals nur selten so direkt möglich ist; zuviele Faktoren spielen da eine Rolle, selbst wenn „der Grund“ offensichtlich auf der Hand liegt.

Als Beispiel eines aus der einheimischen Tierwelt:
Bei uns gibt es 2 Arten von Salamandern der zool.Gattung Salamandra. Das ist der Feuersalamander S. salamandra [das ist der vom Schuhhaus, der „Lurchi“] und der Alpensalamander S. atra.
Bei beiden ist die Grundfärbung der Haut total schwarz. Aber der Feuersalamander (daher der dt.Name) hat noch gelbe Färbung darüber verteilt. Falls Du sie nicht kennen solltest, kannst Du ein Bild von ihnen bestimmt in einem guten Lexikon finden oder im Internet.
Verhalten beider ist recht ähnlich, Lebensweise und Vorkommen auch, allerdings geht der Alpensalamander höher ins Gebirge rauf. Sie sind auch noch systematisch recht nahe verwandt, wie oben geschrieben, gehören sie der gleichen Gattung an (das ist eine systematische Einheit mit verwandten Arten).
Das Gelb des Feuersalamanders ist sicherlich auffälliger als der Alpensalamander. Man könnte zu fragen geneigt sein, warum denn der eine so und der andere nicht? (noch dazu wo es doch „enge Verwandte“ sind?)
Aber: auch gelb-schwarz kann mitunter zur Tarnung beitragen (siehe hierzu auch anderes Beispiel, der "auffällig"gestreiften Katze Tiger!).Außerdem ist sicherlich auch das Pechschwarz das der Alpensalamander trägt, nicht REINE Tarnung, so unauffällig ist das mitunter auch nicht. Du siehst, es hängt auch viel davon von der jeweiligen Situation ab und wie häufig diese vorkommt.
Darüberhinaus hat die Färbung bei diesen Arten vielmehr eine Bedeutung als Warnung (Salamander sind giftig) an potentielle Freßfeinde. Der auf den ersten Blick einleuchtende Schluß der Auffälligkeit bzw.Unauffälligkeit tritt da etwas zurück.

Um eine „exakte“ Aussage treffen zu können, sind alle Lebensbereiche zu erfassen (was wie im letzten Text geschrieben sehr schwer ist) und es müssen Untersuchungen zur Vererbung der Merkmale durchgeführt werden (populationsgenetische Forschungen über die Häufigkeit der betreffenden Gene und die Stärke des Selektionsdruckes, der auf dieser Entwicklung liegt.

LG
Peter

Hi Tai, es gibt da das Faultier, das ist manchmal grün. Aber nur deswegen, weil auf ihm Algen wachsen, und es zu faul ist, die abzumachen. In der Gegend (Südamerika) gibt es auch Indianer, hab ich gelesen, die aufgrund einer Mutation grüne Hautfarbe haben. Aber ich denke, das ist nicht wirklich knallgrün, sondern eher oliv oder so, zählt also eigentlich nicht. Vögel, Insekten, Reptilien, Fische sind oft grün nicht aufgrund eines grünen Pigmentes, sondern, weil ihre Federn, Schuppen, Chitinpanzer eine dünne durchsichtige Schicht haben, die grad so dünn ist, dass alle nichtgrünen Farben sich darin auslöschen und nur das grüne Licht reflektiert wird. Also so, wie in einer grün schillernden Spiegelsonnenbrille. Anorganische grüne Farbpigmente sind oft giftig (Chrom, Kupfer). Bleibt nun die Frage: Wie macht der Laubfrosch das, grün zu sein???

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