Hermann, darf ich Dich korrigieren, der GPS- Kompass
funktioniert auch im Stillstand, zumindest bei meinem Dakota
20 ist das so.
Jörg hat’s ja schon geschrieben, das Dakota 20 enthält einen echten Kompass. Das Mißverständnis mag daraus resultieren, dass in den Garmin-Spezifikationen vom ‚elektronischen Kompass‘ die Rede ist, wo man einen ‚magnetischen Kompass‘ erwarten würde. Jedoch liegt dem elektronischen Kompass ein Magnetometer zugrunde, das die Ausrichtung zum Erdmagnetfeld auch im Stillstand erkennt.
Bei einem reinem GPS-Kompass wird die Richtung hingegen aus der Positionsdifferenz zwischen zwei Messungen errechnet. Aufgrund des Meßfehlers bei jeder GPS-Messung setzt das für eine halbwegs verläßliche Aussage eine Minimalgeschwindigkeit in gleichbleibender Richtung voraus.
Bewegt man sich zu langsam oder bleibt stehen, bleibt deswegen nicht auch die Nadel stehen - dann schlägt vielmehr der Meßfehler zu. Das Ergebnis ist ein hübsch kreiselnder (aber leider kein Kreisel-) Kompass.
Ein Bergsteiger z. B. kann sich auf einen GPS-Kompass keinesfalls verlassen - obwohl’s bei dem eher um nuff oder nunner geht, als um Nord oder Süd. Richtig aufgeschmissen ist man mit so einem Ding z. B. auch im dichten Unterholz, im Gebüsch oder im Dschungel, wenn man keinen anderen Anhaltspunkt über die eigene Bewegungsrichtung mehr hat. Oder im dichten Nebel in den eigentlich ganz gemütlichen Highlands, wo aber doch ein paar hübsche Katarakte und Steilwände schnelle Ortsveränderungen verbieten.
Ich persönlich lass mich in solchen Fällen von der tanzenden Nadel hypnotisieren, greif mir irgendein herumliegendes Stöckchen als Wünschelroute und lass mich davon leiten…
Nach Diktat verschollen