hallo, du Miranda!
So formuliert:
a) „Zigaretten seien gesundheitsgefährdend.“
b) „Zigaretten wären gesundheitsgefährdend.“
sind beide Sätze nicht richtig analysier- und erklärbar. Erst in einem Kontext können beide eingeschätzt werden.
a) würde ich so formulieren:
Professor XY sagte in seinem Vortrag, Zigaretten seien gesundheitsgefährdend.
Das ist dann die klassische indirekte Rede mit dem Konjunktiv I (fälschlicher- und irrführenderweise auch Konjunktiv Präsens genannt). Ein Reporter hat den Vortrag gehört und berichtet nun darüber.
b) hieße bei mir besser:
Zigaretten wären gesundheitsgefährdend, wenn man nachweisen könnte, dass sie krebserregende Stoffe enthielten (enthalten würden).
Hier haben wir nun einen irrelaen Bedingungssatz mit dem Konjunktiv II (fälschlicher- und irrführenderweise auch Konjunktiv Perfekt genannt) vor uns.
Und nach der guten alten Grammatik (aber die hat es nie wirklich gegeben) sind das die einzgen korrekten Verwendungsmöglichkeiten der beiden Konjunktive.
ich verstehe jetzt
a) so, daß derjenige, der diese aussage macht, dies auch glaubt.
und im fall b) bezweifelt er es.
Da hast du was Vages und Halbrichtiges in Erinnerung. 
In der Tat werden die drei Aussagefomen
a) Indikativ
b) Konjunkitv I
c) Konjunktiv II
auch zum Ausdruck der subjektiven Stellungnahme des Sprechers zum Gesagten gebraucht.
Glaubt der Sprecher, was er gehört hat und jetzt wiedergibt, so verwendet er den Indikativ.
a) Peter sagt, er ist krank. Und ich glaube ihm, da ich ihn seit Jahren kenne und sicher bin, dass er nicht lügt.
Lässt der Sprecher offen, was er vom Wahrheitsgehalt der Aussage hält, so nimmt er den Konjunktiv I.
b) Peter sagt, er sei krank. Ob das stimmt, weiß ich nicht.
Bezweifelt der Sprecher den Wahrheitsgehalt der Aussage, so nimmt der den Konjunktiv II, also den Irrealis, der etwas nicht Wirkliches bedeutet.
c) Peter behauptet (!), er wäre krank. Aber ihr wisst ja, sonntags abends hängt er immer in der Kneipe rum und dann macht er montags blau!
So wird es auch in den Lehrbüchern für Ausländern dargestellt.
Beste Grüße und *freu*
Fritz