Hallo,
mir ist da was aufgefallen: wir kennen ja das man Sachen die man ungerne macht einfach immer auf später schiebt. Auch wenn man weiß das man das früher oder später machen muss, entscheidet man sich lieber fürs später.
Man kennt das aus der Schule mit den Hausaufgaben (nein die Streber kennen das nicht ) oder einfach auch von Zuhause, wenn man sich vornimmt die Wohnung komplett zu Putzen und das Monate dauert bis man ran geht.
Habe aber gemerkt, das man auch Sachen verschiebt die einem eigentlich spaß machen. Ich kenne das aus dem Studium, das was ich mache ist echt toll. Die Aufgaben die ich lösen und entwicklen muss machen spaß. Aber ich brauche selber oft einfach soviel Zeit bis ich endlich mal rangehe. Schon komisch sowas - aber ich habe gemerkt, das es Menschen gibt die diese Art von „etwas“ auf eine extreme Ebene betreiben: Ein Kumpel von mir Studiert auch auf der gleichen Uni. Er ist wie ich finde, deutlich schlauer als ich. Löst Probleme deutlich schneller und besser, kriegt alles hin - ABER - nur wenn wir da sind und er sieht die anderen machen ihre Aufgaben also macht er auch mit. Zuhause macht er einfach gar nichts (wie ich, nur fange ich am Ende dann doch an wenns kritisch wird). Er macht einfach nichts. Er kommt wieder in die Uni und müsste eigentlich was abgeben was wer natürlich gemacht hätte können, aber nix hat er. Er müsste für Klausuren lernen, was er könnte, aber macht er einfach nicht. Ich habe ihn mal gefragt was da los ist und er sagt: Wenn er zuhause ist hat er Zeit aber irgendwie kann er nicht anfangen. Ich meinte ich kenne das auch, aber irgendwann gibt man sich ja selber nen Arschtritt und das geht los. Darauf sagte er das er schon schwitzt weil er anfangen würde (zu lernen, zu arbeiten, das zeug zu machen…) aber er kann das nicht! Er meint er macht einfach nichts, er sitzt da und versucht anzufangen, es geht aber nicht.
Irgendwie verwunderlich. Schon extrem sowas. Ich meine wenn etwas spaß macht und man das auch kann und dann trozdem nichts unternimmt. Ist das sowas wie eine Krankheit? Ich meine von Faulsein kann man ja nicht mehr reden, wenn man einfach da sitzt und nichts macht und schon schwitzt weil man eigentlich anfangen möchte und versucht sich selber zu zwingen…und es doch nicht klappt.
Und je mehr ich nachdenke, ich würde mir auch viel ärger ersparen, wenn ich nicht immer alles aufschieben würde. Ich meine das ist doch sooo logisch: Ich muss das Zeug eh machen und kann es auch - also wenn ich das verschiebe und später anfange habe ich mehr stress, mehr stress beudetet auch ich mache es schlechter und ist unangenehm. Irgendwie will das mein Gehirn auch nicht ganz aufnehmen und ich brauche länger bis ich loslege. Verstehe ich irgendwie nicht, warum ist das so? Habe ehrlich gesagt fast angst das ich auch mal irgendwann soweit bin wie er… das wäre nicht so gut!
Also warum ist das so? Und was kann man dagegen machen?
Danke!