Hallo,
am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Auch in Deutschland nach wie vor ein aktuelles Thema: Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Dabei spielen weder Alter noch Herkunft eine Rolle.
M.E. dürften 2016 bezüglich einer größeren Gruppe von Frauen in Deutschland die Ereignisse vom Jahresanfang in Köln, bei einer einzelnen Frau das aktuelle Ereignis in Hameln und bei einer
Minderjährigen die Tat von Hamburg https://www.welt.de/regionales/hamburg/article158926643/Von-ihren-Peinigern-zum-Objekt-herabgewuerdigt.html die einschneidendsten nationalen Gewalttaten gegenüber dem weiblichen Geschlecht gewesen sein. Ich hoffe, dass die Opfer nicht zeitlebens unter dem Trauma leiden, sondern sich recht bald erholen!
Gab es schlimmere Ereignisse und Opfer, die ich vielleicht übersehen habe?
Gruß
rakete
Hallo,
zB die mindestens 331 Frauen, die lt. BKA in 2015 Opfer von Mord und Totschlag in der Partnerbeziehung wurden ?
&Tschüß
Wolfgang
Du hast recht.
Gruß
rakete
Hi.
Nicht gesehen hast Du keine, aber im-übersehen.
Die, die (ganz im wesentlichen der - ganz - Gänze) klar mit Informationsweitergabe die Eigenart innehätten, nicht in den News zu kommen vielleicht, sehr bestimmt aber die Gesamtheit.
urheberreste.
Was bitte sind denn „nationale Gewalttaten“?
Ich verstehe nicht so recht, was Du sagen möchtest. Dass es nur zwei „echte“ Gewalttaten an Frauen im Jahr 2016 gab? Und der überwiegende Teil den Taten in Köln zum Opfer fiel?
Ist das Dein Ernst?
Auf die Schnelle habe ich Zahlen für die Jahre davor gefunden: https://de.statista.com/infografik/6915/weibliche-opfer-von-partnerschaftlicher-gewalt-bis-2015/
Da steht was von 104.290 Gewalttaten in Partnerschaften, davon 82% an Frauen.
Sind also so an die 80.000 Frauen, die allein in Partnerschaften Opfer von Gewalt wurden. Sind irgendwie mehr als Deine zwei genannten… Von der Dunkelziffer ganz zu schweigen.
Erkläre doch mal bitte, was Du meinst.
Bufo
Ich meinte Übergriffe aus 2016 in Deutschland, die in Bezug auf Art/Umstände der Gewaltausübung bzw. Alter des/der Opfer die Öffentlichkeit besonders bewegt hatten. Dazu gehören die zitierten Fälle mit Sicherheit. Gleichwohl treten sie hinter jeder anderen Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang, wie @Albarracin zu recht bemerkt hatte, zurück.
Gruß
rakete
Was bewegt denn die Öffentlichkeit besonders? Wie misst man das?
Meist entscheiden doch die Medien, auf was sie gern und lang herumreiten.
Mich bewegt eine Zahl von über 100.000 Opfern von Gewalttaten.
Das Thema hätte ich gerne komplexer diskutiert. Gewalt in Beziehungen wird freilich dominiert von Gewalt gegen Frauen.
Wir sind so fortschrittlich in der Gleichstellung - de jure -.
Es muss doch aber grundsätzlich um Gewalt in Partnerschaften gehen.
Es gibt nicht nur die Gewalt des Mannes gegen die Frau, es gibt auch dieselbe umgekehrt und es gibt die Gewalt gegen die Kinder in diesen Beziehungen. Wenn nur die eine Gewalt fokussiert wird, kann man die Ursachen nicht wirklich eruieren und behandeln. Man behandelt ein Symptom.
Ich finde es widerlich, wenn die körperlich Überlegenen ihre Kraft gebrauchen, um den körperlich Schwächeren zu unterdrücken. Das ist die Horrorvorstellung schlechthin.
Dass es verboten ist, Kinder körperlich zu züchtigen, finde ich geradezu revolutionär und ich unterstütze diese Gesetzesvorgabe. Allerdings sind damit die Ursachen für Gewalt bis hin zu Gewaltexzessen keinesfalls verringert. Die Gewalt verschiebt sich auf den schwer greifbaren Bereich der psychischen Gewalt.
Diese psychische Gewalt ist offenkundig und wird unverblümt ausgeübt. Im entsprechenden Milieu erlebt man, wie Kinder erzogen werden wie Hunde, ganz ohne körperliche Gewalt.
Diese Kinder sind reine Befehlsempfänger. Es ist gruselig.
Wir müssen uns viel mehr den Ursachen zuwenden,
Wir laufen auch Gefahr, die Differenzierbarkeit zu verlieren wenn Männer als die Gewalttäter stigmatisiert werden.
Viele Männer sind nicht anders als Frauen, ich behaupte, dass das sogar die Mehrheit betrifft.
Sie sind nicht gewalttätiger als ihre Partnerinnen. Wenn die Partnerin ihm eine Ohrfeige gibt, weil er sich ungeschickt formalierte, da redet keiner drüber. Dasselbe umgekehrt (ohne Verletzungen, sprich, tatsächlich wirklich nur die Ohrfeige, z.B. für eine schwere Beleidigung) wird ihm als Gewalttat gegen die Frau angelastet.
Wir brauchen aber die Differenzierbarkeit, damit zwischen der unterdrückenden brutalen Gewalt und der harmlosen Ohrfeige unterschieden werden kann.
Und immer muss es darum gehen, warum.
Das Warum soll nicht Gewalt rechtfertigen, sondern das Warum ist notwendig, um Gewalt vermeiden zu können.
Es gibt die kleine Ohrfeige für schwere Beleidigung (geschlechtsunabhängig verständlich).
Es gibt die Ausraster, die zumeist über die Ohrfeige hinausgehen, die psychologisch, psychiatrisch und auch politisch zu behandeln sind, Es gibt die vorsätzlich unterdrückende Gewalt, die völlig inakzeptabel ist.
Wir müssen differenzieren.
Das gesprochen habe oder haben ich gut und sogar wir besser ist darüber und ganz im besonderem.
Gruß
rakete
Du meinst, dass die meisten Männer genauso mehr oder wenig gewalttätig sein können, wie Frauen? Oder meinst du das Männer weicher, femininer geworden sind?
Das stimmt wohl. Beim Mann ist es allerdings meist nur gekränkter Stolz, während Frauen mit einem gebrochenen Kiefer in der Ecke liegen.
Das haben Frauen schon immer drauf gehabt, wenn MANN Pech hat. Da hilft nur Trennung im Notfall.
Gruß
rakete