Abgleich
und wie es wohl den anschein hat ihr
dieselben nicht erhalden was wir Sehr bedauern
Denn in beiden Briefen waren kertgen(?also: Kärtchen?)
Die Kertgen habe ich auch als Kärtchen verstanden…
und
Bilder
beigelegt und es wehre wohl zu schade falls dieselben
auf der Post verloren gegangen Zwar legen
wir diesem briefe keine kertgen(?) bei um Erst
Fest zu stellen ob sie diesen Brief erhalden
Ich Eure Schwester bin schon seit 1948 Widwe
Da war ich mir mit meiner 1918 auch nicht sicher, aber in der Fragestellung hieß es, de Brief sei etwa von 1920. Damit blieben nur noch 1908 und 1918 übrig.
und
lebe allein in meinem Hauße den die kinder
Sint alle verheirated und haben ihre Eigne Familie
und leben zum teihl zerstreut im lande; aber
dennoch besuchen sie mich ab und zu in den Sommer-
Monaten und …
danken
euch auch sie(?) …
für Eure
liebe
Briefe und die warme hertzlichste
grüßen an sie und
die ihrigen lieben. Wir hatten Folgende Kinder
Peter Konrad Lena und Rubin auch lebt der
Bruder Peter noch und lebt an …
Sieht mir nach Pension aus…
schon(?) seit
Jahren er und seine Frau waren kinderlos
Doch haben sie sich ein Juge alls Kind angenommen
und Jetzt ist auch er verheirated und hat seine
Familie und wohnen auch nicht weit von mir
und laßen euch hertzlich grüßen Habe deren im
letzten Briefe beigefügten Briefgen
Anscheinend wirklich mit g…
angegeben
ich bin nun 95(?85?75?)
Ja, die Zahl hat mir auch Probleme bereitet…
Ich hätte ja schon fast auf 15 getippt, aber das kommt mit dem „verwitwet“ nicht ganz hin…
Aber da wird der Fragesteller ja wissen, wie alt sie sein könnte.
Jahre alt aber immer noch gut
gerichtet und versehe meine arbeit im hauße; doch
arbeiden tuhe ich nicht mehr. Nun
Da ziehe ich mein „Mein“ lieber zurück, „nun“ klingt sinnvoller 
lieber Bruder
und alle deine lieben schließen wir unser schreiben
mit warmen hertzlichen Grüßen in dem wir
hoffen das euch dieser unser brief erreichen
werde und gesund zudem
Eure Schwester Katharina
War bei mir Katherina. Naja, ansonsten habe ich auch nur ein paar ß-s- oder g-ch-Stellen u.ä. anders gelesen.
Waren „Briefgen“ oder „Juge“ egentlich wirklich gebräuchlich oder hat sich da jemand verschrieben?
mfg,
Ché Netzer