hallo,
wenn ich etwas hinzufügen darf…
Die Logik eines Urknall heisst für mich,
dass er sich an einem Punkt ereignet hat
das ist ein Irrtum. Der Urknall in einem Friedmann-Kosmos ist
keine Explosion, die an einem bestimmten Punkt im Raum
stattgefunden hat, sondern der Raum (also x,y,z) war zum
Zeitpunkt 0 auf einen einzigen Punkt zusammengepresst. Der
Urknall fand an jedem Ort im Universum statt.
das universum ist auf einen punkt „zusammengepresst“, wenn man sich „außerhalb“ des universums befindet, wenn man das so spekulativ sagen kann. allerdings darf man die vorstellung vom „außerhalb“ nicht als erklärung nutzen, denn außerhalb gibt es ja nicht wirklich und diese vorstellung führt zu verwirrungen.
es ist eigentlich nicht wirklich bildlich erklärbar, wie ein raum ohne raum drumrum 1. existiert und sich 2. auch noch dehnt, da existenz und dehnung für unsere vorstellung raum voraussetzt.
vielleicht kann man es auch so beschreiben, dass das universum damals sehr konzentriert war. es war aber für alles, was darin war, schon unendlich. d.h. alle lebensformen, die damals mutmaßlich existiert haben, haben das universum nicht als punkt wahrgenommen, denn sie waren ja drin, sondern nur als energiereiches universum ohne grenze mit unglaublich hoher energie(-dichte).
zum zeitpunkt des urknalls(wie lange auch immer dieser gedauert hat), begann das universum sozusagen, sich merklich beschleunigt auszudehnen - incl. allem, was auch schon vorher drin war.
von dem wir uns ähnlich wie ein sich aufblähender Ballon
entfernen.
Der Raum stellt in dieser bildhaften Darstellung allerdings
nur die Oberfläche des Ballons dar. Die Richtung senkrecht zur
Oberfläche dient lediglich der Anschaulichmachung.
müssten wir uns grob gerechnet in 14Mrd.Jahren ca.6,1
Mrd.Lichtjahre bewegt haben.
Tatsächlich haben wir uns seit dem Urknall überhaupt nicht
nennenswert bewegt. Es hat sich lediglich der Raum zwischen
uns und den anderen Galaxienhaufen u. s. w. ausgedehnt. Daher
ergibt sich auch das Hubble-Gesetz als linearer Zusammenhang
zwischen Entfernung und Entfernungsänderung je Zeiteinheit
(scheinbare Flucht-„Geschwindigkeit“).
Die Entfernungsänderung je Zeiteinheit ist keine Bewegung und
daher nicht durch die Lichtgeschwindigkeit beschränkt. Zu weit
entfernte Objekte entziehen sich durch die so schnell größer
werdende Entfernung lediglich unserer Beobachtung, da das
Licht uns nie erreicht.
wenn ich richtig informiert bin, ist die dehngeschwindigkeit des raumes im schnitt knapp 80km/s pro 1 mio parsec. das heißt, dass sich die luftballonoberfläche(wenn man die vorstellung eines gekrümmten universums nutzt) auf grob 3 mio lichtjahre pro sekunde um 80km dehnt. d.h. wiederum, pro jahr dehnt sich jedes stück raum um uns herum um weitaus weniger als einen millimeter. man kann sich das vielleicht mit raumteilchen oder raumeinheiten vorstellen, die sich fortpflanzen.
umgekehrt bedeutet das für das gesamte universum, dass es sich nicht nur einfach dehnt, sondern dass sich die summe aller sich fortpflanzenden raumeinheiten ständig zunimmt und dass das universum ein einer entfernung von ca. 14mrd lichtjahren lichtgeschwindigkeit als dehngeschwindigkeit erreicht.
es dürfte also nicht möglich sein, weiter als 14 mrd. lichtjahre zu sehen, weil es das licht nicht erlaubt, weil sich der raum in summe zu schnell dehnt.
(80km/s * 4000 sind ca. 300.000km/s und 3 mio lichtjahre * 4000 sind ca. 14 mrd. lichtjahre)