Brauche Beratung/Tipps für Fahrradkauf Mountainbike (Straße/Alltag/Berg)

Hallo Leute,

da ich jetzt in der Nähe meines Arbeitsplatzes wohne, möchte ich mir gern ein Fahrrad zulegen.
Es sind ca. 3km bis zur Arbeit, mit einem recht steilem Berg (28m steigung auf 300m) auf Beton.
Ich brauche kein Profi-Rad, aber es sollte den täglichen Gebrauch eine Weile standhalten.

Ich kenne mich mit Fahrrädern nicht wirklich gut aus, darum stelle ich die Frage hier. Ich möchte den Berg möglichst nicht hochschieben, darum sollte das Fahrrad dafür ausgelegt sein. Mir ist es auch recht wenn ich langsam, dafür ohne großen Wiederstand voran komme. Ich möchte ja nicht verschwitzt auf Arbeit ankommen.

Habt Ihr tipps für ein passendes Fahrrad?
Könnte Ihr mir helfen ein passendes Rad für bis zu 400€ zu finden?

Das beste (glaube ich), was ich bisher gefunden habe ist dieses hier von Serious auf „Fahrrad.de“
Was sagt ihr dazu?

Liebe Grüße
Maik

Hallo!

Das verlinkte Fahrrad ist für den Weg zur Arbeit unbrauchbarer Müll. Du darfst damit auf keine öffentliche Verkehrswege, weil das Ding keine Beleuchtung hat. Du möchtest nicht verschwitzt zur Arbeit kommen, aber von oben bis unten eingesaut geht in Ordnung? Das bist Du nämlich, nachdem Du auf feuchter Fahrbahn mit einem Fahrrad ohne Schutzbleche unterwegs warst. Einmal durch die Hinterlassenschaft eines Hundes gefahren, kleben Dir die Leckereien an Hose und Rücken. Und ein Fahrrad ohne Gepäckträger ist sowieso nicht alltagstauglich.

Der abgebildete Drahtesel ist was für Freizeitspaß im Gelände, aber als Verkehrsmittel nicht zu gebrauchen.

Die erwähnte Steigung mag anfänglich mühsam erscheinen, ist aber mit etwas Übung und einer beliebigen Gangschaltung im kleinen Gang kein ernstes Hindernis.

Gruß
Wolfgang

Hallo und danke für deine Antwort =)

Schutzbleche und Stecklampen lassen sich ja problemlos und günstig nachrüsten :wink:

Natürlich fällt es einem mit der Zeit immer leichter, ich bin jetzt aber auch nicht unsportlich. Wenn ich aber ein Fahrrad kaufe möchte ich nicht „Das Falsche“ kaufen und mich dann jeden Tag ärgern, dass ein anderes vlt besser gewesen wäre.

Ich würde Dir in dem Fall auch eher zu einem leichten Trekkingrad raten. Steht ja auch da, dass das Bike für den moderaten Geländeeinsatz gedacht ist. Da kannst Du immernoch schauen ob Du eher ein Crossbike möchtest, das Du für die Straße aufrüsten kannst oder lieber in richtiges Trekkingbike.

Ich selbst habe auch bei Fahrrad damals mein Rad gekauft (Crossbike) und bin damit super zufireden. Ich hatte Schutzbleche dran und mache mir elektrische LED-Beleuchtung dran, wenn Gefahr von Dunkelheit besteht.

Eine Nachrüstbarkeit solide befestigter Schutzbleche ist den Abbildungen nicht zu entnehmen und Stecklampen sind nicht alltagstauglich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Akku leer, wenn man ihn braucht. Ein Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit hat deshalb einen Nabendynamo oder ist für diesen Zweck nicht zu gebrauchen. Wer je erlebte, wie gefährlich es ist, wenn so eine Pest von unbeleuchtetem Fahrrad entgegen kommt (natürlich zetert und schimpft so ein dämlicher Ignorant hinterher, wenn der ins Krankenhaus führende Unfall im letzten Moment vermieden werden konnte), nutzt auf öffentlichen Straßen kein Fahrrad ohne Beleuchtung vom Feinsten. Dazu gehört immer ein Nabendynamo. Weil heutige LED-Scheinwerfer sehr leistungsfähig sind und ordentlich montiert und ausgerichtet sein müssen, verbietet sich schon von daher irgendwelcher Steckkram.

Chinamüll gibt’s für kleines Geld, aber ein verkehrssicheres Fahrrad in irgend alltagstauglicher Qualität gibt es ladenneu nicht für die von Dir gewünschten 400 €. Entweder Du legst noch etwa 200 € drauf oder kaufst ein gebrauchtes Fahrrad.

Richtig! Deshalb kauft man ein Fahrrad auch nicht vom Online-Shop, sondern vom Fachhändler vor Ort. Dort kann man das Teil nämlich probefahren und bemerkt, ob Geometrie des Fahrrads und Physis des Nutzers zusammenpassen.

Nebenbei: „… der Eight Ball Trail im Süden Kaliforniens eine Top-Adresse: In mitten eines reizvollen Naturreservats gelegen, bietet er von allem etwas - spektakuläre Naturdenkmäler, endlose Schotterpisten unterbrochen von flowigen Singletrails …“
Das soll ‚ne Produktbeschreibung sein. Die Leute spinnen und disqualifizieren sich mit ihrem hohlen Gedröhne! Das sind offenkundig ahnungslose Sprücheklopfer ohne den Schatten einer Ahnung von Fahrrädern. Dann kauf‘ doch gleich vom Chinamann. Dann weißt Du wenigstens von vornherein, dass Du das Teil nach kurzer Zeit in die Tonne treten kannst.

Gruß
Wolfgang

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Wow, Wolfgang, Du bist ja hart drauf. Ich finde Deinen Ton etwas „hart“. Wenn sein Budget nun mal nur bei 400 Euro liegt, dann ist es doch seine Entscheidung was er damit anfängt oder anfangen kann. Einfach mal so 50% oben drauf zu legen kann nicht jeder.

Ich kann auch Deine Ausführungen bezüglich der LED-Lampen nicht bestätigen. Ich habe damit keine Probleme. Zusätzlich sind am Fahrrad ja auch noch Reflektoren dran und möglicherweise führt der Fragesteller ja auch mit reflektierender Kleidung.

Ich möchte Dir sicher nicht zu Nahe treten und schätze die hohen Ansprüche, die Du hast. Vergiss aber bitte nicht, dass die Deinigen Ansprüche allgemeingültig sind :wink:

LG
Niklas

Ergänzung:

Im verlinkten Shop-Angebot vermisse ich u. a. Angaben zur Bereifung. Pannengeschützte Reifen sind für den Weg zur Arbeit ein MUSS!

Gruß
Wolfgang

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Es gibt kein Muss - es ist eine Wunschvorstellung und ein „schön wäre es“. Es sind 3 km, im schlimmsten Fall läuft man 1,5 km in eine der beiden Richtungen.

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Aha. Von den geltenden Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung hast Du noch nichts gehört? Hier in leicht lesbarer Form: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradbeleuchtung#Deutschland

Mit der Formulierung hast Du Dich wohl vergaloppiert und Dich unbeabsichtigt zutreffend ausgedrückt. Und ja, hinsichtlich Beleuchtung sind meine Ansprüche zumindest in D allgemeingültig. Hinsichtlich Schutzblechen für ein Fahrrad für den Weg zur Arbeit sind meine Vorstellungen das Ergebnis eigener Erfahrung. Keiner ist gezwungen, sich die Erfahrung zu eigen zu machen, muss dann eben selbst merken, wie eingesaut die Klamotten nach kurzer Zeit sind. Dann frage ich mich aber, wie jemand auf die komische Idee kommt, ein Forum zu bemühen. Unbelehrbare Zeitgenossen sind nicht gehindert, Hunderte Euro für Unbrauchbares zum Fenster hinaus zu werfen.

Gruß
Wolfgang

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Ich finde den Ton angemessen: Der Käufer hat einige Wünsche, die mit dem ausgewählten Rad schlecht zusammenpassen, wischt aber sehr berechtigte Einwände einfach weg („Schutzbleche und Lampe? - egal, rüste ich eben nach“).

Ich hab den Eindruck, er möchte eigentlich nur bestätigt haben, was für ein tolles Rad er sich da ausgesucht hat. Und da der erste EInwand offenbar nicht ankam. ist Wolfsgangs Ton in seiner Deutlichkeit angebracht.

Nein, deshalb hat ja Wolfgang auch eine Alternative genannt. Hast Du die nicht gelesen. EIn ungeeignetes Rad für 400€ zu kaufen und es dann doch nur herumstehen zu haben … das kann sich erst recht nicht jeder leisten.

Das ist schön für Dich. Wenn andere geblendet werden, dann ist das ein Problem, was DU natürlich nicht hast. Und stets eine gut geladene LED-Lampe (plus Rücklicht) am Rad zu haben ist etwas, was ich im Alltag als für mich zu anspruchsvoll empfinde. Für das Kinder-spiel)-rad habe ich mal einen China-Steck-Billig-Dings gekauft, der war ruck zuck geklaut, also das Risiko sollte man auch bedenken.

Wenn ich das als „Empfehlung“ lese, ohne funktionierendes Licht Fahrrad zu fahren, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das sind die echten Kampfradler, im Dunklen ohne Licht. Da sind Geschwindigkeit und Fahrstil dann auch eher unbedeutend.

Solche Ratschläge machen leider auch den Ruf „der Radfahrer“ recht nachhaltig kaputt, auch darum reagiere ich da angefressen.

Und zu guter Letzt: wenn zwei solcher Reflektoren-Heinis auf dem Weg zur Arbeit zusammenstossen, weil ohne Licht die Funktion des Reflektors doch überraschend gering ist, dann spart die (Versicherung der) Berufsgenossenschaft vermutlich gleich doppelt :slight_smile:

Die elementaren Verkehrsregeln sind das aber schon …

Sebastian

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ich habe das Anliegen so verstanden, dass der Frager einen Rat haben wollte. Wenn er nur einen Wunschabgleich machen möchte aber ohnehin schon gewählt hat, dann ist die Veranstaltung hier nicht so sinnvoll… es sei denn, es geht darum Werbelinks zu posten.

Sebastian

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Danke für deine Antwort,

es gibt ja hier tatsächlich Leute die mir helfen möchten! Danke!

Ich habe mich dazu etwas belesen und bin von der Federung weggekommen. Die meisten empfehlen eine Federung die man feststellen kann, das gibt aber in der Preisklasse leider nicht.
Optisch gefallen mir die Crossbike’s auch gut, es gibt auch einige mit einer guten Übersetzung für Berge. Ich werde mal noch etwas im Netz stöbern und mal den Händler ausfragen. Vielen dank für den Anstoß in eine andere Richtung!

Servus,

verabschiede Dich von der Optik. Die wird irgendwann in der allerletzten Auswahl eine Rolle spielen, aber vor das allerliebste Wimpernklimpern und irgendwelche „Modefarben“ hat der Herr das Pflichtenheft gesetzt.

Ein Rad, mit dem Du den täglichen Weg fährst, hat eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen, und es muss (dabei kann Dir keiner helfen außer dem Händler, der sieht, wie Du auf einem Rad sitzt) eine für Dich passende Rahmengeometrie haben.

Um knapp zehn Prozent Steigung zu fahren, braucht es kein besonderes Gedöns, insbesondere keine Bereifung, die mehr saugt als rollt, und vor allem keinen überlangen Rahmen, auf dem Du hängst wie ein Aff auf dem Schleifstein. Zehn Prozent habe ich mit der Torpedo-Dreigangnabe von Fichtel&Sachs ohne besondere Anstrengung im zweiten, dann runter im ersten Gang gemacht.

Normal verwendbare Fahrräder gibt es unter der Überschrift „Trekking“, wie @Unsheis schreibt. Mit der minimal für einen normalen Betrieb notwendigen Ausstattung - ordentlicher Sattel, Nabendynamo / Standlichtfunktion, Alu-Hohlkammerfelgen, Ständer statt Spielzeug, Bremsen statt Firlefanz, Kettenblätter - Kette - Ritzel möglichst nicht aus Zinkdruckguss, im Idealfall Stahlrahmen muffengelötet, ist der erste Schritt, um den es geht, das Budget mit dem Faktor drei zu multiplizieren.

Und dann - wie gesagt: Erst Pflichtenheft aufstellen - dann Angebote suchen.

PATRIA rulez!

MM

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Also das Fahrrad ist für den angedachten Zweck Mist. Ich fahre täglich hügelige 7,5km einfach zur Arbeit. (Über deinen „Berg“ kann ich nur müde lächeln)

Meine Erfahrung: investiere ca. 600-800€ und du bekommst ein Fahrrad, an dem du auch Freude hast. Kaufe es im Fachgeschäft, wo du Probe sitzen und fahren kannst und Beratung bekommst.

Ich empfehle ein Trekkingrad mit Schutzblechen, Gepäckträger, Nabendynamo, pannensicheren Reifen. Schau dir auch Fahrräder mit Nabenschaltung an, die brauchen viel weniger Wartung.

Dazu ein gutes Schloss, eine dünne dichte Regenjacke und Rainlegs, dazu eine wasserdichte Aktentasche von ortlieb.

Die Mehrkosten hast du schnell wieder eingespart über Fitness, Benzinersparnis, Parkgebühren etc.

Krötengrüße

Was Beleuchtung am Fahrrad angeht, denke bitte noch einmal über deine Worte nach. Ein Nabendynamo kostet nicht die Welt- den hat man aber immer dabei und das Licht funktioniert eigentlich immer (Dank led so hell wie nie vorher). Das ist mit reflektierender Kleidung nicht zu ersetzen!
Bufo

Ehrlich gesagt habe ich den Verdacht auch ein wenig…