Buch literarisch und gramatisch korrigieren

Du bräuchtest zuerst einen Übersetzer!

Franz

Hallo!

Schon vor etwa 2 Stunden machte ich die Leseprobe und wollte spontan etwas zu Deinem Lektoratswunsch schreiben. Ließ ich bleiben, wäre hart gewesen. Immerhin kann ich mir vorstellen, welche Mühe in all dem steckt.

Ich versuch’s mal mit konstruktiver Kritik: Mit Lektorat ist es kaum getan. Mit Abstrichen taugt der Text als grobe Richtung, um komplett neu zu schreiben, neu zu formulieren.

Es ist gar nicht so ungeschickt, mit einem tatsächlich stattgefundenen Ereignis zu beginnen, um dann in die Fiktion zu wechseln. Dafür sollte aber das tatsächlich stattgefundene Ereignis wenigstens in groben Zügen zutreffend wiedergegeben werden, sonst gibt der Griff auf Realität keine Spannung her. Leider gibt es dabei gravierende Mängel.

Die Passage mit den auf die unfeine Art ins Jenseits beförderten Gruppenmitgliedern, die es vorzogen, nicht weiter teilzunehmen, vermittelt den Eindruck, von einem ähnlich gestrickten Film abgekupfert zu sein ( irgendwas mit Gert Fröbe, Goldfinger o. ä.).

Mit Korrektur ist es nicht getan. Es wäre richtig viel Arbeit, professionell durchzuführende Arbeit. Das aber hat nur einen Sinn, wenn es Verkaufschancen gibt. Meine Beurteilung ist dafür irrelevant. Solche Beurteilungen und auch das Lektorat gehören nämlich zu den Kernaufgaben von Verlagen, die dann ins finanzielle Risiko gehen - oder auch nicht. Mit der Vorstellung, ohne Verlag für lau professionelle Bearbeitung zu bekommen, bist Du auf dem Holzweg. Der Markt ist schier überschwemmt mit laienhaften Machwerken und eBooks, die keiner haben will.

Gruß
Wolfgang

Mir ist klar das es nicht einfach ist.
Mir gefällt dir Geschichte sehr und glaube das es Potenzial hat, da ich es geschrieben habe , ist meine Meinung natürlich anders.
Auch wenn es nicht richtig geschrieben ist, wäre mir dein sehr Meinung wichtig wenn du die Geschichte komplett lesen würdest.mir wäre jetzt wichtiger ob dir die Geschichte gefällt. Danach konnte ich mir um die literarische sache kümmern.
Danke trotzdem.

Wenigstens einer…

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Das war auch meine nächste Überlegung, nachdem ich den katastrophalen Text gelesen habe: sollte die Geschichte in der Muttersprache etwas taugen, wäre es gut investiertes Geld, einen Übersetzer damit zu beauftragen. Der macht das aber auch nicht für lau. Deswegen müsste der UP von seinem hohen Ross runterkommen und kapieren, dass niemand für lau eine Arbeit macht, damit er hinterher Geld damit verdienen kann (sofern sich überhaupt ein Verlag findet, der das veröffentlichen will). Ich weiß nicht, hinter welchem Mond er lebt, wahrscheinlich schon im Jahr 2020. So langsam wird’s auch knapp mit dem „in die Zukunft schauen“, wir haben schon das Jahr 2017. :stuck_out_tongue:

Hat nicht viel zu tun mit dem Film. Ich persönlich kenne kein annäher Geschichte wie mein Buch.

Die Geschichte taugt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in keiner Sprache der Welt etwas, denn sie enthält so grobe inhaltliche und stilistische Schnitzer, dass diese offenkundig nicht auf eine schlechte Übersetzung zurückzuführen sind.

:paw_prints:

Hallo!

Ich lese einen beträchtlichen Teil eines jeden Tages (eine sehr stabile Betondecke hat ihre Vorzüge), bin auch daran gewöhnt, mich erst einmal in den Stil des Autors/der Autorin einlesen zu müssen und genau dafür genügten mir die ersten Seiten. Es geht wirklich nicht. Wo man mit sprachlich-stilistischen Mitteln viel mehr machen könnte, passiert gar nichts, während Belangloses in nervtötender Länge dargestellt wird, von Grammatik und sonstigen Feinheiten gar nicht zu reden, weil reparabel. Nein, bitte, verlange das nicht!

Ohnehin bin ich ganz und gar ungeeignet. Ich hab’ noch nicht mal den Stapel von über 20 St. Donna Leon geschafft, „Niemand ist bei den Kälbern“ wird noch lange warten müssen, gar nicht zu reden von etlichen antiquarischen Sachen, die ich nach langer Suche fand und die noch ungelesen herumstehen. Ich komme von Fachliteratur kaum weg.

Atomkriegsszenarien? Pah, Kinderkram, seit FJS und Schmidt dran gewöhnt! So richtig spannend wird es erst, wenn man eine Idee zur Minimierung der Zahl bewegter Teile und zur Reduzierung der Beanspruchung von Dichtungen in 700 bar-Pumpen mit elektronisch gesteuerten Ein- und Auslassventilen zum Betanken von Wasserstoff-betriebenen Autos hat und alles verschlingt, was es als pdf, als Buch oder Patentschrift zum Thema gibt. Ist beinahe so spannend wie Kondenswasserbildung in erdberührten Bauwerksteilen in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit. Das sind Meter!. Ich hab beim besten Willen keine Zeit. Außer am 25. des Monats. Dann findet nämlich ein Treffen von WWW-Mitgliedern statt und ich freu` mich wie Bolle. Wenn ich jetzt noch verrate, dass auch eine Lektorin dabei sein wird, wird sie mich teeren und federn. Deshalb verrate ich es nicht.

Gruß
Wolfgang

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Kein Problem. Danke

Nochmal Hallo!

Es gibt Naturtalente. Aber die meisten Menschen müssen Tätigkeiten erlernen, bevor sie zufriedenstellend agieren können. Außerdem gibt es in allen Bereichen, die nicht ausdrücklich formale Ausbildungsabschlüsse voraussetzen, Leute, die sich zu bestimmten Tätigkeiten berufen fühlen. Dies ganz unabhängig davon, ob sie dafür taugen oder nicht. Bei Hochseilakrobaten erledigen sich solche Probleme von allein, sozusagen biologisch. Bei anderen Leuten, seien es verkannte Schumi-Nachahmer auf öffentlichen Straßen, selbsternannte Mediziner und Elektrik-Genies erledigen irgendwann Staatsanwälte und Richter das Problem. In anderen Fällen, etwa bei talentfreien Pianisten und Malern, erledigt der Markt die ordnende Funktion. Bei einigen Berufsgruppen versagen aber alle Mechanismen. Anders ist kaum zu erklären, wie so manche Polit-Stümper hochgespült werden.

Neuerdings - seit jedermann E-Books und Ergüsse in Blogs hochladen kann - versagen Schutzmechanismen auch bei Autoren. Kauft zwar keiner, aber der Markt wird hoffnungslos überschwemmt. Autoren unterscheiden sich aber von Politikern dadurch, dass Erstgenannte die Basics ihres Geschäfts z. B. in einschlägigen Kursen der Volkshochschulen erlernen können. Dabei kommen nicht unbedingt Literatur-Nobelpreisträger heraus, aber womöglich Menschen mit Gespür für Gliederung und stilistische Gestaltung. Hat nichts mit Heruntermachen zu tun, ist ehrlich wohlmeinend: Belege einen einschlägigen VHS-Lehrgang!

In der schier unüberschaubar gewordenen Masse von Autoren beinahe aller Genres ist es ein Akt der Selbsterhaltung, elementare handwerkliche Fertigkeiten zu erlernen, bevor man mit ersten Arbeiten an die Öffentlichkeit geht. Natürlich nur mit einer wirklich gelungenen Arbeit und professioneller Verlagsbetreuung, die alles von Lektorat, gekonnter Covergestaltung, bis zu Werbung beinhaltet. Übrigens: Beim vorliegenden Text würde ein Verlag schon am Seitenlayout verzweifeln und die rote Karte zücken. Verlage haben eingängig formulierte Richtlinien, wie ein Manuskript auszusehen hat. Wer mit seinem Manuskript oder Leseprobe auch nur den Schatten einer Chance haben will, hält sich tunlichst daran.

Der Eigenverlag mit „Druck on demand“ ist abgesehen von wenigen Ausnahmen (Dissertationen, Tagungsberichte, spezielle Fach- und Firmenliteratur) ein Holzweg. Daran ändern auch E-Books wenig, vermeiden nur die Blockade der Garage mit Paletten voller unverkäuflicher Bücher.

Gruß
Wolfgang

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Mitunter nehmen wir Lektoren auch Schmerzensgeld :slight_smile:

(Aber ich bin nicht mehr geeignet für solche Selbstquälereien.)

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HAHAHAHAHA! Sagst du auch deinem Bäcker, wenn du dort Brötchen kaufst: „Wenn ich durch deine Brötchen stark werde, zahle ich dir 1 % von meinem Gehalt - falls ich dann endlich einen Job bekomme.“ ? :joy: :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Wir sprechen uns noch! :rage: :boom: :wink:

Hola Carlos

Perdón, no hablo portugués…

He leído sólo el inicio, pero me basta:

Oye, no has escrito una novela (o parecido) sino un resumen de un libro o, más aún, de una película. Lo que haces es sólo describir lo que pasa y algunos sentimientos de tus personajes, pero ¡no lo cuentas! ¿Entiendes la diferencia?

LM

Bonsoir

Pardon, ich spreche nicht Portugiesisch…

Ich habe nur den Anfang gelesen, aber das reicht mir:

Was du geschrieben hast, ist kein Roman (o. ä.), sondern die Zusammenfassung eines Buchinhalts oder eher noch einer Filmhandlung. Du beschreibst nur, was geschieht bzw. geschehen soll und was Personen der Handlung empfinden, aber du erzählst es nicht! Verstehst du den Unterschied?

LM