CO2-Reduktion und Energiebedarf

Hallo,

Dazu muss etwas Neues Zusaetzliches Grosses her, damit jemand
daran Geld verdienen kann. Am besten noch genau dieselbe
Branche, die das schlechtere Produkt hinterher nicht mehr
verkaufen kann.

ich denke, das ist auch der Grund, warum die Energiekonzerne durchaus einen Fuß in der Tür zum Ökostrom haben. Man will schließlich jederzeit auf den fahrenden Zug aufspringen können.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

Ich schätze mal, dass allein durch den generellen Einsatz von
Wasserspararmaturen mehr Energie bzw. CO2-Emission gespart
werden könnte als durch die verlängerten Laufzeiten alter
AKWs.

Noch mehr können wir sparen, wenn wir die Kernkraft ausbauen und gleichzeitig Wasserspararmaturen verwenden. Wir kommen in eine Zeit, wo nicht mehr eine einzige Maßnahme oder eine einzelner Energieträger als Allheilmittel für Klima und Energie helfen, sondern viele Dinge sich ergänzen müssen. Da gehört für mich die Kernenergie unbedingt dazu.

Gruß
Tilo

Hallo,

ich halte es nur nicht unbedingt für sinnvoll, sich von einer begrenzten Resource zur nächste zu hangeln und dafür auch noch Geld auszugeben.

Gruß, Niels

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Hallo Niels,

Uran reicht noch lange genug, um durch die Kernfusion abgelöst zu werden. Bei Verwendung von schnellen Brütern reicht es noch vieeeeel länger.
Geht man von einer Ablösung durch die Kernfusion in 50-60 Jahren aus, dann ist Uran und daraus erbrütetes Plutonium für diese Zeitspanne praktisch unbegrenzt vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen
Tilo

Hallo Niels,

Uran reicht noch lange genug, um durch die Kernfusion abgelöst
zu werden. Bei Verwendung von schnellen Brütern reicht es noch
vieeeeel länger.

Hi,
wenn man unter Kernfusion auch natürliche Kernfusion sieht, dann
stimmt die Aussage natürlich.
Dann muß man diese nur noch nützen, Anlagen gibts alle Jahre wird der
ohnehion schon gute Wirkungsgrad weiter gesteigert.
Und das alles in sicherer Entfernung vom großen Fusionsreaktror.
Ob die Künstliche jemals wirklich funktionieren wird, wird man erst
wissen, wenn Sie funktioniert.
Kernenergie würde, so wie diese jetzt angewendet wird, und einen
erheblichen Anteil an der Stromversorgung bieten würde, innerhalb der
Bauzeit der Kraftwerke keinen Brennstoff mehr haben.
Um den Enegiebedarf der Menschheit zu decken, müssten 4000 KKWs
gebaut werden. Also mehr als 10 Jahre lang jeden Tag ein Kraftwerk in
Betrieb gehen.
Wenn man bedenkt, das sich in der Praxis alle 20 Jahre ein schwerer
Unfall ereignet hat , der zwar theoretisch nur alle 100000Jahre
ereignen dürfte, dann kann man sich auch leicht ausrechnen, das nicht
nur 10x soviel schwere Unfälle passieren würden, sondern auch daß die
Umgebungsradioaktivität kontinuierlich zunehmen würde.
Die ja jetzt immer wieder auch abnimmt.
Plutoniumtechnik (Brüter)zu befürworten kann man eigentlich nur mit
einer doppelt rosa Brille, das deshalb da man ja weder in der Lage
ist das vorhandene Plutonium, geschweigedenn aufgelassene Uranminen
soweit zu kontrollieren, daß das Material nicht in falsche hände
gerät.
Mit schnellen Reaktoren(EA) mag es vielleicht anders sein, falls
diese funktionieren, die befinden sich aber erst Versuchsaufbau.

Ich frage mich schon wozu sich die Menschheit diesen Wahnsinn antun
will, da es zwangsläufig zu Unfällen und Opfern kommen wird, wo es
doch wirkliche Alternativen regenerativer Art gibt, ganz abgesehn vom
Sparpotential.

Geht man von einer Ablösung durch die Kernfusion in 50-60

Die Kernfusion stand bereits vor Jahrzehnten kurz vor dem Durchbruch.

Jahren aus, dann ist Uran und daraus erbrütetes Plutonium für
diese Zeitspanne praktisch unbegrenzt vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen
OL

Hallo,

Uran reicht noch lange genug, um durch die Kernfusion abgelöst
zu werden. Bei Verwendung von schnellen Brütern reicht es noch
vieeeeel länger.

nun sind aber praktisch alle schnellen Brüter eingemottet worden. Das geschah sicher nicht aus Liebe zu den Naturschützern sondern aus technischen Gründen. Schnelle Brüter werden mit flüssigem Natrium gekühlt. Offensichtlich sind tonnenweise hochreaktives heißes Metall nicht in den Griff zu bekommen.

Gruß, Niels

Hallo,

Ob die Künstliche jemals wirklich funktionieren wird, wird man
erst
wissen, wenn Sie funktioniert.

Sie funktioniert bereits. Der erste Energieerzeugende Reaktor wird ab 2008 in Südfrankreich als echtes internationales Gemeinschaftsprojekt gebaut. Gleichzeitig ist ein zweiter Reaktor in Greifswald bereits im Bau. Dieser benutzt ein verbessertes Plasmaeinschlußverfahren, ist aber nicht auf Energieerzeugung, sondern auf Erforschung des Plasmaeinschlusses ausgelegt. Aus den Ergebnissen beider Anlagen ist die Errichtung eines Versuchskraftwerkes in ca. 20-25 Jahren geplant, welches dann möglicherweise nach dem Prinzip der Greifswalder Anlage arbeiten wird.
Alle bisher arbeitenden Forschungsanlagen, waren nicht auf Energieerzeugung ausgelegt. Dadurch war auch der Einsatz von radioaktivem Tritium nicht notwendig, was die Forschungen zum Plasmaeinschluß wesentlich vereinfachte. Das in diesen Versuchsanlagen trotzdem bereits Energie (16MW Leistung) mit einem über etwa 2 Sekunden stabilen Plasma erzeugt werden konnte, führt jetzt zum Bau des erfolgversprechenden Versuchsreaktors in Südfrankreich.

Kernenergie würde, so wie diese jetzt angewendet wird, und
einen
erheblichen Anteil an der Stromversorgung bieten würde,
innerhalb der
Bauzeit der Kraftwerke keinen Brennstoff mehr haben.

Deswegen ist es auch notwendig, Plutonium zu erbrüten.

Um den Enegiebedarf der Menschheit zu decken, müssten 4000
KKWs
gebaut werden. Also mehr als 10 Jahre lang jeden Tag ein
Kraftwerk in
Betrieb gehen.

Das will allerdings niemand. es geht nur darum, der Kernkraft einen wesentlichen Anteil im Energiemix zu erhalten.

Wenn man bedenkt, das sich in der Praxis alle 20 Jahre ein
schwerer
Unfall ereignet hat , der zwar theoretisch nur alle
100000Jahre

Wie definierst Du „schwerer Unfall“. Ein wirklich schwerer Unfall hat sich bisher nur in Tschernobyl ereignet. Eine vorsorgliche Reaktorabschaltung wegen einer porös gewordenen Dichtung ist für mich ein normaler Betriebsvorgang.

ist das vorhandene Plutonium, geschweigedenn aufgelassene
Uranminen
soweit zu kontrollieren, daß das Material nicht in falsche
hände
gerät.

Um dieses sicherzustellen, gibt es Regierungen. Die sich aber zugegebenermaßen z.B. in Deutschland lieber damit beschäftigen, wie sie ihre eigenen Taschen füllt und dabei den Wählern möglichst das Geld abnimmt, ohne das diese es merken.

Mit schnellen Reaktoren(EA) mag es vielleicht anders sein,
falls
diese funktionieren, die befinden sich aber erst
Versuchsaufbau.

Zumindest in fortschrittlichen Staaten wird an solchen Dingen gearbeitet. Hier bei uns hat man den Ausstieg beschlossen.

Ich frage mich schon wozu sich die Menschheit diesen Wahnsinn
antun
will, da es zwangsläufig zu Unfällen und Opfern kommen wird,
wo es

Die Anzahl der Todesopfer durch CO2-Kraftwerke wird um Größenordnungen höher liegen. Da diese Toten sich aber mehrheitlich in der dritten Welt befinden, scheint das aber niemanden zu interessieren.

doch wirkliche Alternativen regenerativer Art gibt, ganz
abgesehn vom
Sparpotential.

Nein, regenerative Energien sind keine Alternative, sondern eine Ergänzung.
Hat sich mal jemand damit beschäftigt, wie das Rohsilizium für Solaranlagen produziert wird? Warum wird das ausschließlich in Ländern der dritten Welt gemacht? Weil die dabei in Kauf genommenen Umweltverschmutzung hier bei uns niemals zu genehmigungsfähigen Anlagen führen würde!

Gruß
Tilo

Auch Hallo

Hallo,

Ob die Künstliche jemals wirklich funktionieren wird, wird man
erst
wissen, wenn Sie funktioniert.

Sie funktioniert bereits. Der erste Energieerzeugende Reaktor
wird ab 2008 in Südfrankreich als echtes internationales
Gemeinschaftsprojekt gebaut. Gleichzeitig ist ein zweiter
Reaktor in Greifswald bereits im Bau. Dieser benutzt ein
verbessertes Plasmaeinschlußverfahren, ist aber nicht auf
Energieerzeugung, sondern auf Erforschung des
Plasmaeinschlusses ausgelegt. Aus den Ergebnissen beider
Anlagen ist die Errichtung eines Versuchskraftwerkes in ca.
20-25 Jahren geplant, welches dann möglicherweise nach dem
Prinzip der Greifswalder Anlage arbeiten wird.
Alle bisher arbeitenden Forschungsanlagen, waren nicht auf
Energieerzeugung ausgelegt. Dadurch war auch der Einsatz von
radioaktivem Tritium nicht notwendig, was die Forschungen zum
Plasmaeinschluß wesentlich vereinfachte. Das in diesen
Versuchsanlagen trotzdem bereits Energie (16MW Leistung) mit
einem über etwa 2 Sekunden stabilen Plasma erzeugt werden
konnte, führt jetzt zum Bau des erfolgversprechenden
Versuchsreaktors in Südfrankreich.

Ja wie gesagt, mal abwarten obs und wies funktioniert, dann kann man
immer noch dagegen sein:wink:

Kernenergie würde, so wie diese jetzt angewendet wird, und
einen
erheblichen Anteil an der Stromversorgung bieten würde,
innerhalb der
Bauzeit der Kraftwerke keinen Brennstoff mehr haben.

Deswegen ist es auch notwendig, Plutonium zu erbrüten.

Nun ja da haben wir erstens ein Gefahrenpotential das eben in Augen
von verantwortungsbewusten Politikern (demokratisch gewählt)
offenbar nicht gewünscht wird.
Zweitens gibts eben die beiden kerntechnischen Alternativen, die
erste benötigt kein Plutonium, die zweite könne es sogar
„verbrennen“. müsste aber nicht da diese mit weitaus harmloseren
Elementen arbeiten würde,

Um den Enegiebedarf der Menschheit zu decken, müssten 4000
KKWs
gebaut werden. Also mehr als 10 Jahre lang jeden Tag ein
Kraftwerk in
Betrieb gehen.

Das will allerdings niemand. es geht nur darum, der Kernkraft
einen wesentlichen Anteil im Energiemix zu erhalten.

Wenn man bedenkt, das sich in der Praxis alle 20 Jahre ein
schwerer
Unfall ereignet hat , der zwar theoretisch nur alle
100000Jahre

Wie definierst Du „schwerer Unfall“. Ein wirklich schwerer
Unfall hat sich bisher nur in Tschernobyl ereignet. Eine
vorsorgliche Reaktorabschaltung wegen einer porös gewordenen
Dichtung ist für mich ein normaler Betriebsvorgang.

Eine Unfall ist wenn Radioaktivität austritt, ein schwerer wenn
Menschen kontaminiert werden oder auch stärker verstrahlt wird.
ein Schwerer dann zb.: Sellafield 1957, Majak 1958, Harrisburg 1979,
Tschernobyl 1986, aber durchaus auch Tokaimura 1999, wenn auch nicht
mit soo weitreichenden Folgen (INES 4).
Gut ich habe mich geirrt, Ines 4 ist eigentlich schon schwerer
Unfall, der eigentlich relativ oft vorkommt, bei dem es eben nur ein
paar tote Menschen gibt und vielleicht 100-200 verstrahlte oder
kontaminierte Personen.
Umsoweniger ist es angebracht diese Zahl noch zu erhöhen.
allerdings

ist das vorhandene Plutonium, geschweigedenn aufgelassene
Uranminen
soweit zu kontrollieren, daß das Material nicht in falsche
hände
gerät.

Um dieses sicherzustellen, gibt es Regierungen. Die sich aber
zugegebenermaßen z.B. in Deutschland lieber damit
beschäftigen, wie sie ihre eigenen Taschen füllt und dabei den
Wählern möglichst das Geld abnimmt, ohne das diese es merken.

Na das betrifft aber nicht nur Deutschland, es passiert praktisch an
mehreren Orten Weltweit, wo die Atomwirtschaft tätig war.

Mit schnellen Reaktoren(EA) mag es vielleicht anders sein,
falls
diese funktionieren, die befinden sich aber erst
Versuchsaufbau.

Zumindest in fortschrittlichen Staaten wird an solchen Dingen
gearbeitet. Hier bei uns hat man den Ausstieg beschlossen.

Ich frage mich schon wozu sich die Menschheit diesen Wahnsinn
antun
will, da es zwangsläufig zu Unfällen und Opfern kommen wird,
wo es

Die Anzahl der Todesopfer durch CO2-Kraftwerke wird um
Größenordnungen höher liegen. Da diese Toten sich aber
mehrheitlich in der dritten Welt befinden, scheint das aber
niemanden zu interessieren.

Nein das ist nicht wahr, daß es niemanden interessiert, aber es ist
kein Argument gegen erneuerbare Energie.

doch wirkliche Alternativen regenerativer Art gibt, ganz
abgesehn vom
Sparpotential.

Nein, regenerative Energien sind keine Alternative, sondern
eine Ergänzung.

Ja aber den Rest was von der Ergänzung übrigbleibt kann man bei einem
einergermasen interligentem Energieeinsatz einfach ersatzlos
streichen, also Sparen.
Es wird doch nicht so schwer zu begreifen sein, daß die Erde eine
Kugel ist, also bis auf die Strahlung die von außen kommt, die
Vorräte begrenzt sind. Also bleibt nur Sonnenergie und kosmische
Strahlung die sich letzlich wieder in Materie manifestiert hat.
Natürlich ist die direkte Energienutzung weit unproblematischere als
die Materiezertrümmerung etc. Es sollte aber wenn man der
Zivilisation eine längere Überlebschance einräumen will auch hier
sich in dem Maß halten was neu entsteht.

Hat sich mal jemand damit beschäftigt, wie das Rohsilizium für
Solaranlagen produziert wird? Warum wird das ausschließlich in
Ländern der dritten Welt gemacht?

Weil dort der Quarzsand überall herumliegt
Weil die dabei in Kauf

genommenen Umweltverschmutzung hier bei uns niemals zu
genehmigungsfähigen Anlagen führen würde!

Na das ist natürlich nicht schön und das Übel beim Uranabbau macht
das auch nicht besser, wobei eine Umweltbelastung immer noch besser
ist als eine Arbeitnehmer(innen)belastung und Umweltbelastung. der
Arbeitschutz dürte beim Sandschmelzen nicht so das Problem sein.

Gruß
Tilo

OL

Hallo,

Deswegen ist es auch notwendig, Plutonium zu erbrüten.

Nun ja da haben wir erstens ein Gefahrenpotential das eben in
Augen
von verantwortungsbewusten Politikern (demokratisch gewählt)
offenbar nicht gewünscht wird.

Diese Politiker gehen in ihren Entscheidungen leider meist nicht von Fachkompetenz aus, sondern suchen, von wo der geringste Widerstand kommt. Die wenigsten sind Atomphysiker. Ein Atomphysiker muß ca. 5 Jahre studieren um ein Anfänger zu sein. Einem Anwalt, der als Politiker arbeitet ist es auch nach Anhörung von Fachleuten unmöglich, eine fachlich fundierte Entscheidung auf diesem Gebiet zu fällen. Er kann politisch entscheiden, fachlich hat er aber nicht die geringste Ahnung.

Eine Unfall ist wenn Radioaktivität austritt, ein schwerer
wenn
Menschen kontaminiert werden oder auch stärker verstrahlt
wird.
ein Schwerer dann zb.: Sellafield 1957, Majak 1958, Harrisburg
1979,
Tschernobyl 1986, aber durchaus auch Tokaimura 1999, wenn auch
nicht
mit soo weitreichenden Folgen (INES 4).
Gut ich habe mich geirrt, Ines 4 ist eigentlich schon schwerer
Unfall, der eigentlich relativ oft vorkommt, bei dem es eben
nur ein
paar tote Menschen gibt und vielleicht 100-200 verstrahlte
oder
kontaminierte Personen.
Umsoweniger ist es angebracht diese Zahl noch zu erhöhen.

Der CO2-Ausstoß wird Millionen Menschenleben kosten. Nicht mit 0,1 oder 2% Wahrscheinlichkeit, sinder mit 100%iger Sicherheit. Die Gefahr, die uns die Atomwirtschaft bringt, ist viel geringer als das, was uns die Verbrennung von fossilen Brennstoffen bereits gebracht hat.
Es geht mir nicht darum, die Kernkraft anzuhimmeln. Da die Verbrennung fossiler Brennstoffe jedoch momentan das weitaus größere Problem darstellt, sollten vor der Abschaltung der KKW’s erst die Verbrennungskraftwerke abgeschalten werden. Das auf lange Sicht auch die Kernspaltung abgeschafft gehört, das ist vermutlich jedem klar.

Die Anzahl der Todesopfer durch CO2-Kraftwerke wird um
Größenordnungen höher liegen. Da diese Toten sich aber
mehrheitlich in der dritten Welt befinden, scheint das aber
niemanden zu interessieren.

Nein das ist nicht wahr, daß es niemanden interessiert, aber
es ist
kein Argument gegen erneuerbare Energie.

Das soll auch gar kein Argument gegen erneuerbare Energien sein. Sondern ein Argument dafür, vor den KKW’s die Verbrennungskraftwerke abzuschaltung, die uns mit 100%iger Sicherheit über den Klima-Umweg viel mehr Tote schaffen, als jeder Supergau im Kernkraftwerk.

doch wirkliche Alternativen regenerativer Art gibt, ganz
abgesehn vom
Sparpotential.

Nein, regenerative Energien sind keine Alternative, sondern
eine Ergänzung.

Ja aber den Rest was von der Ergänzung übrigbleibt kann man
bei einem
einergermasen interligentem Energieeinsatz einfach ersatzlos
streichen, also Sparen.

Evtl wird das irgendwann möglich sein. In den nächsten 100 Jahren aber sicher nicht. Bis dahin wird es ein Mix bleiben. Und den wünsche ich mir so schnell wie möglich ohne CO2 aus Kraftwerken. KKW’s sind nichts zum bejubeln, aber sie könnten vielen Menschen das Leben retten.

Gruß
Tilo

Hallo Tilo

Diese Politiker gehen in ihren Entscheidungen leider meist
nicht von Fachkompetenz aus, sondern suchen, von wo der
geringste Widerstand kommt. Die wenigsten sind Atomphysiker.
Ein Atomphysiker muß ca. 5 Jahre studieren um ein Anfänger zu
sein. Einem Anwalt, der als Politiker arbeitet ist es auch
nach Anhörung von Fachleuten unmöglich, eine fachlich
fundierte Entscheidung auf diesem Gebiet zu fällen. Er kann
politisch entscheiden, fachlich hat er aber nicht die
geringste Ahnung.

Naja, es war eigentlich etwas ironisch gemeint, es ist eigentlich das
Argument warum in den 60er70er Jahren eine ganze Menge Reaktoren
gebaut wurden.
Trotzdem halte ich rechtstatliche demokratische Reguierungsformen für
einen gewissen Fortschritt.

Das
auf lange Sicht auch die Kernspaltung abgeschafft gehört, das
ist vermutlich jedem klar.

Naja denen die an Schnellen Reaktoren arbeiten und die diese
Befürworten eben offenbar nicht.

Ich denke daß der Umstieg auf erneuerbare Energie längst vollzogen
hätte sein können, bei entsprechendem Wollen, und keineswegs noch
Jahrzenhnte benötigen würde.
Das Wissen, daß es zur Klimakatastrophe kommen wird (bei Co2Technik)
ist seit mehreren Jahrzehnten bekannt.
Alternativen die ebenfalls seit Jahrzehnten bekannt sind, die auch
funktionieren wurden bis vor kurzem (teilweise auch heute noch) nicht
ernstgenommen und gemoppt um nur ja die gewohnten Pfründe nicht
verlassen zu müssen.

Ol

Hallo,

Diese Politiker gehen in ihren Entscheidungen leider meist
nicht von Fachkompetenz aus, sondern suchen, von wo der
geringste Widerstand kommt. Die wenigsten sind Atomphysiker.
Ein Atomphysiker muß ca. 5 Jahre studieren um ein Anfänger zu
sein.

wenn ich 5 Jahre Atomphysik studiert hätte, würde ich mich auch nicht bei den AKW-Betreibern unbeliebt machen indem ich behaupte, AKWs sind unsinnig. „Wes Brot ich es des Lied ich sing.“

Es geht mir nicht darum, die Kernkraft anzuhimmeln. Da die
Verbrennung fossiler Brennstoffe jedoch momentan das weitaus
größere Problem darstellt, sollten vor der Abschaltung der
KKW’s erst die Verbrennungskraftwerke abgeschalten werden. Das
auf lange Sicht auch die Kernspaltung abgeschafft gehört, das
ist vermutlich jedem klar.

Gehen wir von der beschränkten Resource Geld aus.
Der Bau eines AKWs plus Rückstellungen für Abriss plus Betriebskosten dürfte so bei 25 Mrd Euro liegen (2 Blöcke). In 40 Jahren Betriebszeit liefert es ungefähr 600 Mrd kWh.

Ein altes Ein- oder Zweifamilienhaus mit Vollwärmeschutz zu versehen kostet im Mittel ca. 50.000 Euro. Mit 25 Mrd. Euro könnten also 500.000 derartige Häuser Zu Niedrigenergiehäusern gemacht werden. Typischer Verbrauch der Häuser liegt bei 5.000 Liter Heizöl pro Jahr. Geht man davon aus, dass er sich durch diese Maßnahmen auf 2.000 Liter reduzieren lässt, so sind das 3.000 Liter Einsparung oder 30.000 kWh pro Haus. Bei 500.000 Häusern macht das in 40 Jahren (oh Wunder) 600 Mrd kWh.

Natürlich ist das eine vereinfachte Rechnung. Die Dämmung kostet mehr Zinsen, da der Aufwand sofort anfällt. Andererseits ist in der AKW-Leistung nicht der Energieverbrauch für die Bereitstellung der Brennstoffe eingegangen (Exploration, Bergbau, Trennung und Anreicherung des Urans, Entsorgung).

Nutzt man das Geld nicht zur Komplettfinanzierung sondern zur 50%igen Förderung der Modernisierung, so kann die Anzahl der Häuser schätzungsweise aud 700.000 bis 800.000 erhöht werden. Das heißt, mit dem gleichen Geld kann eine deutlich höhere Reduzierung an CO2 erreicht werden als mit Neubau von Kernkraftwerken. Noch unsinniger wird es, wenn Brutreaktoren eingesetzt werden, da hier noch erheblicher Forschungsbedarf besteht.

Einziges Manko an der Berechnung ist, dass das Geld den AKW-Betreibern gehört und die werden sicher nicht so freundlich sein, es der Allgemeinheit zu schenken.

Gruß, Niels

1 Like

Hallo Niels,

Gehen wir von der beschränkten Resource Geld aus.
Der Bau eines AKWs plus Rückstellungen für Abriss plus
Betriebskosten dürfte so bei 25 Mrd Euro liegen (2 Blöcke). In
40 Jahren Betriebszeit liefert es ungefähr 600 Mrd kWh.

Ein altes Ein- oder Zweifamilienhaus mit Vollwärmeschutz zu
versehen kostet im Mittel ca. 50.000 Euro. Mit 25 Mrd. Euro
könnten also 500.000 derartige Häuser Zu Niedrigenergiehäusern
gemacht werden. Typischer Verbrauch der Häuser liegt bei 5.000
Liter Heizöl pro Jahr. Geht man davon aus, dass er sich durch
diese Maßnahmen auf 2.000 Liter reduzieren lässt, so sind das
3.000 Liter Einsparung oder 30.000 kWh pro Haus. Bei 500.000
Häusern macht das in 40 Jahren (oh Wunder) 600 Mrd kWh.

Nutzt man das Geld nicht zur Komplettfinanzierung sondern zur
50%igen Förderung der Modernisierung, so kann die Anzahl der
Häuser schätzungsweise aud 700.000 bis 800.000 erhöht werden.
Das heißt, mit dem gleichen Geld kann eine deutlich höhere
Reduzierung an CO2 erreicht werden als mit Neubau von
Kernkraftwerken. Noch unsinniger wird es, wenn Brutreaktoren

Mit Deinen Ausführungen bin ich fast komplett einverstanden. Nur der wesentliche Punkt, um den es mir geht, ist verdreht. Eine solche Modernisierung sollte nicht dazu verwendet werden um KKW’s einzusparen. Wir haben im Moment ein gewaltiges und zeitkritisches Problem mit CO2. Deshalb muß jede Einsparmöglichkeit genutzt werden, um schnellstmöglich sämtliche Kohle-, Gas-, und ÖL-Kraftwerke abzuschalten. Wenn das passiert ist, dann können wir bei den KKW’s weitermachen.
Atommüll haben wir schon. Wenn sich dessen Menge in den nächsten 50 Jahren verdreifacht, dann ist das ein geringeres Problem, als weiter CO2 in die Luft zu blasen.
Für mich persönlich habe ich so weit es geht an der CO2-Einsparung gearbeitet. Ich kaufe Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien, mein Auto fährt mit Pflanzenöl vom ortsansässigen Bauern (Loremo ist vorbestellt), mein Motorrad verbraucht nur 2L/100km Diesel, mein Haus wird mit einer Wärmepumpe mit einer Leistungszahl von 5-7 im Zusammenhang mit einer aufwendigen Heizungsanlage beheizt, ich habe eine Lüftungsanlage mit 96% Wärmerückgewinnung, die Firma meiner Frau bezieht Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien. Demnächst ist eine elektrische Solaranlage (ca. 70qm) geplant.
Da die meisten Menschen eben nicht so leben, sondern den Weg des geringsten Widerstandes gehen, wird diese Einstellung nicht in erheblichem Umfang zur CO2-Reduzierung beitragen. Auch deshalb bin ich dafür, zuerst Verbrennungskraftwerke und erst danach die KKW’s abzuschalten.

Gruß
Tilo

Hallo Niels,

Mit Deinen Ausführungen bin ich fast komplett einverstanden.
Nur der wesentliche Punkt, um den es mir geht, ist verdreht.
Eine solche Modernisierung sollte nicht dazu verwendet werden
um KKW’s einzusparen. Wir haben im Moment ein gewaltiges und
zeitkritisches Problem mit CO2. Deshalb muß jede
Einsparmöglichkeit genutzt werden, um schnellstmöglich
sämtliche Kohle-, Gas-, und ÖL-Kraftwerke abzuschalten.

wie ich ja schon geschrieben habe, ist das geld eine beschränkte Resource. „Sowohl als auch“ steht folglich eher nicht zur Debatte. Das vorhandene sollte also so eingesetzt werden, dass möglichst viel erreicht wird. Dabei sind natürlich auch Dinge wie Risiko und Zukunftssicherheit zu berücksichtigen. Da die aktuelle Kernkrafttechnik ein Auslaufmodell ist (schon wegen des schwindenden Vorrats) und bei der Bruttechnik noch ein zu großer Forschungsbedarf besteht, sollten die Mittel sinnvollerweise eher in die Dämmvariante gesteckt werden. Dabei sind sowohl geringes Risiko als auch Zukunftsicherheit gegeben. Statt die entsprechenden Kraftwerke abzuschalten senkt man eben den privaten Verbrauch an Öl, Gas und Kohle. Der Effekt ist derselbe.

Du sprichst jetzt auch nur noch vom Einsparen von Kraftwerken. In deinen anderen Postings wolltest du aber noch die Kernkraft massiv ausbauen!

Zum schwindenden Vorrat an Uran sei noch anzumerken, dass man es vielleicht einmal bedauern wird, die Vorräte „verheizt“ zu haben. Spätestens wenn in der Zukunft der nukleare Raketenantrieb (NERVA, Timberwind, Prometheus) wieder interessant wird. Den kann man leider nicht durch einen „Ökoantrieb“ ersetzen. Und wie lange es dauert, Fusionsantriebe zu konstruieren, das weiß wirklich kein Mensch.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

Du sprichst jetzt auch nur noch vom Einsparen von Kraftwerken.
In deinen anderen Postings wolltest du aber noch die Kernkraft
massiv ausbauen!

Kernkraft ausbauen ja, aber nur soweit das nach Nutzung aller Möglichkeiten der erneuerbaren Energien notwendig ist, um die konventionellen Verbrennungskraftwerke abzuschalten. Es gibt durchaus Leute, die behaupten, dass man bereits in naher Zukunft ausschließlich mit erneuerbaren Energien auskommen kann. Das halte ich für Unfug.
Und um es nochmal deutlich und unmißverständlich zu sagen: Mein Anliegen ist es, KKW’s erst nach den Verbrennungskraftwerken abzuschalten. Ob dazu schnelle Brüter weiterentwickelt werden müssten oder nicht, darüber will und kann ich nicht spekulieren, dazu gibt es Atomphysiker.

Zum schwindenden Vorrat an Uran sei noch anzumerken, dass man
es vielleicht einmal bedauern wird, die Vorräte „verheizt“ zu
haben. Spätestens wenn in der Zukunft der nukleare
Raketenantrieb (NERVA, Timberwind, Prometheus) wieder
interessant wird. Den kann man leider nicht durch einen
„Ökoantrieb“ ersetzen. Und wie lange es dauert,
Fusionsantriebe zu konstruieren, das weiß wirklich kein
Mensch.

Das halte ich auch in relativ weiter Zukunft für extrem gewagt, spaltbares Material mit Raketen durch die Gegend zu schießen.

Gruß, Tilo