Copybefehl - was für einen Sinn

Hallo Experten,

was für einen Sinn macht das?
COPY Bild1.bmp + Bild2.bmp Bild3.bmp
(ob die Syntax genau stimmt, weiß ich nicht).

Mir kommt es nur darauf an, was für einen Sinn das macht.
Habe das einmal getestet.
Wenn ich danach Bild3.bmp starte, wird nur die erste
BMP angezeigt.
Wie komme ich aber an die zweite BMP?
Die zweite BMP ist praktisch weg, oder gibt es einen
speziellen Trick (Befehl)?
Kann man Bild3.bmp wieder in 2 BMP’s zerlegen?

Wie ist das mit 2 EXE?
COPY PROG1.EXE + PROG2.EXE PROG3.EXE

Was für einen Sinn macht das?

Gruss
Klaus

Moin, Klaus,

COPY PROG1.EXE + PROG2.EXE PROG3.EXE

keinen. Das Aneinanderhängen von Dateien ist nur dann sinnvoll, wenn die Dateien keine innere Struktur haben, so wie zB ASCII-Dateien.

Dateiendungen kannst Du jederzeit selbst erfinden, eine .exe muss auch nichts Ausführbares enthalten und eine .bmp keine Bitmap. Deshalb prüft der Copy keine Dateiendung.

Was passiert nach dem copy bild1.bmp + bild2.bmp bild3.bmp? Wenn Du nun die bild3.bmp anklickst, öffnet Windows die Datei mit dem vereinbarten Bildbearbeitungsprogramm. Das findet den Einstiegspunkt und somit auch den Endpunkt, nämlich das Ende von bild1.bmp.

Gruß Ralf

keinen. Das Aneinanderhängen von Dateien ist nur dann
sinnvoll, wenn die Dateien keine innere Struktur haben, so wie

Oder wenn man ein größeres File in Happen zerlegt hat (um es, z.B. auf mehreren kleinen Datenträgern zu transportiern und dann wieder zusammensetzen will. Ich weiß, daß das mit dem Windows Copy befehl geht, es ist aber mit Tool wie WinRar zig mal komfortabler.

Hallo Klaus,

was für einen Sinn macht das?keinen :wink:

Man kann mit Buntstiften ein Bild auf Papier malen oder einfach nur die Tapete versauen.
Letzteres macht aber die Buntstifte nicht unnütz :smile:

Der COPY-Befehl stammt noch aus DOS-Zeiten und Disketten hatten eine Kapazität von 360 kByte.

Wer schon eine Festplatte besass hatte schnell mal Dateien, welche nicht auf eine Diskette passten.
Es gab dann einen Befehl/Programm SPLIT, welcher dann eine Datei auf mehrere Disketten verteilen konnte. Mit dieser Syntax von COPY konnte man diese dann wieder zusammen bekommen.
Besonders bei Programminstallationen fand man diese Form von COPY regelmässig in den Batchjobs für die Installation.

Ein anderer Einsatz waren z.B. Druckjobs. Es gab ja noch keine Druckertreiber als Teil des Betriebssystems.
Wenn man also spezielle Einstellungen am Drucker haben wollte, musste man erst Befehle an diesen senden (Papierformat, Schrift usw.). Eine Methode war, diese Druckerbefehle in eine kleine Datei zu Packen und dann mit
COPY Befehle.DAT + Text.txt LPT1:
auszudrucken.
Konnte man natürlich noch mit einem Batchjob vereinfachen.

MfG Peter(TOO)

Moin, Peter(TOO),

Es gab dann einen Befehl/Programm SPLIT, welcher dann eine
Datei auf mehrere Disketten verteilen konnte.

nicht im DOS. split gibt es unter Unix, was der tut, weiß ich allerdings nicht so genau. Was Du meinst, ist vermutlich ein Tool namens split.

Mit dieser Syntax von COPY konnte man diese dann wieder
zusammen bekommen.

Verklärt da die Erinnerung so manches? Wenn ich was Zerlegtes hatte, bekam ich das immer nur mit dem Tool wieder zusammengeleimt.

Gruß Ralf

Hallo Ralf,

Es gab dann einen Befehl/Programm SPLIT, welcher dann eine
Datei auf mehrere Disketten verteilen konnte.

nicht im DOS. split gibt es unter Unix, was
der tut, weiß ich allerdings nicht so genau. Was Du meinst,
ist vermutlich ein Tool namens split.

Lies mal die alten DOS-Dokus.
Es wurde nur zwischen internen und externen Befehlen unterschieden. Die Internen waren direkt in Command.com eingebaut, alles andere lag als COM-Datei auf der Platte rum.
SPLIT war bei Norton-Commander oder Norton-Tools, oder wie die hiesen, dabei.

Mit dieser Syntax von COPY konnte man diese dann wieder
zusammen bekommen.

Verklärt da die Erinnerung so manches? Wenn ich was Zerlegtes
hatte, bekam ich das immer nur mit dem Tool wieder
zusammengeleimt.

Nö, da ist nichts verklärt. Da gabs sogar Anleitungen von MS und anderen Herstellern, wie man zerhackte Dateien wieder mit COPY zusammen hängt.

Du hast sicher PKZIP oder sowas verwendet.
DOS, gabs aber schon vor diesen TOOLs.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

nicht im DOS. split gibt es unter Unix, was
der tut, weiß ich allerdings nicht so genau. Was Du meinst,
ist vermutlich ein Tool namens split.

Lies mal die alten DOS-Dokus.
Es wurde nur zwischen internen und externen Befehlen
unterschieden. Die Internen waren direkt in Command.com
eingebaut, alles andere lag als COM-Datei auf der Platte rum.

ob das nur com-dateien waren oder auch exe-dateien weiß ich nihct mehr, mit dem Anderen hast du Recht.

Dir z.B. war/ist in der Command.com mitdrin, ich habe dann seinerzeit mal aus Spass, das Wort „Dir“ in der Commandcom mit xyz überschrieben was bewirkte daß Dir bei der Eingabe von xyz ausgeführt wurde.
Aber der wahre Gag kam erst wenn man „dir“ eingabe, dann wurde meine „Dir.bat“ ausgeführt, dadrin kam zufallsgesteuert,weiß gar nicht mehr wie ich das machte, per Echo-Befehle eine von mehreren Antworten, „Sie haben keine Berechtigung für diesen Befehl“ und sowas, das sorgte schon für große Verwirrrung bei unbedarften Benutzern *hihi*

SPLIT war bei Norton-Commander oder Norton-Tools, oder wie die
hiesen, dabei.

Nein, beim Norton Commander nicht, den (weiß gar nicht, Version 2.0 oder 3.0) benutze ich heute noch immer anstatt des Win Explorers.

Vielleicht meinst du PcTools bzw. PcShell, die waren umfangreicher als Norton.
Damit konnte man z.B. „eine einzelne Datei formatieren“, das half oft bei Dateien,die nicht mehr lesbar waren durch einen Lesefehler.
Wie genau da PcShell vorging weiß ich nicht, aber gewissermaßen wurden die Dateibytes irgendwie doch komplett eingelesen, an den Stellen wo sie standen wurde die Festplatte formatiert, dann die Dateibytes wieder hingeschrieben.
Wie gesagt, war oft sehr hilfreich bei maroden Dateien auf den Disketten um die Dateien wieder normal lesen zu können.

Mit dieser Syntax von COPY konnte man diese dann wieder
zusammen bekommen.

Wenn das Split-Programm sauber die Datei auftrennt ohne da irgendwas miteinzufügen wird das wohl so klappen.
Aber besser war es allemal das (Un-) Split-Programm auch wieder zu benutzen um die Datei wieder zusammenzusetzen.
Meist wurde durch das Splitprogramm eine Datei in die durch Auswahl der Splitgröße gewünschten Einzelbytefolgen zerlegt, diese irgendwie benannt S1,S2,S3 usw. und es wurde dann eine S0 erstellt wo drin steht wieviele Einzeldateien,S1,S2 usw. es gibt und wie die Datei mal hieß, dementsprechend wurde die originaldatei wieder zusammengebastelt.

Du hast sicher PKZIP oder sowas verwendet.
DOS, gabs aber schon vor diesen TOOLs.

Ja, Dos gabs schon vor Bill Gates.
Er hat es einem Studenten abgekauft für 1500 Dollar, veränderte am Code evtl. irgendwas, aber nicht viel, er konnte besse verkaufen/reden als programmieren, dann ging er zu IBM und schloß mit denen die Mutter aller Verträge ab…

Zu IBM PCs, vielleicht kennt ihr ja noch die PS/2 Computermodellreihe von IBM?

Ein PS/2-PC (50-061) mit 1 MB Hauptspeicher, 60 MB Festplatte, mit 286er Prozessor mit 10 MHz getaktet kostete 7.895 DM

Ein 12 Zoll Farbbildschirm 1.914 DM.

Eine Standardtastatur 620 DM

Stand der Preise: 10 Okt. 1989

Gruß
Reinhard

Hi Klaus,

COPY Bild1.bmp + Bild2.bmp Bild3.bmp
(ob die Syntax genau stimmt, weiß ich nicht).

Mir kommt es nur darauf an, was für einen Sinn das macht.
Habe das einmal getestet.
Wenn ich danach Bild3.bmp starte, wird nur die erste
BMP angezeigt.

das ist korrekt. Ich müßte jetzt testen aber ist wohl nicht nötig, entweder wird eine Bild3.bmp neu erstellt, oder aber deine Bild1.bmp existiert nicht mehr weil sie jetzt Bild3.bmp heißt und einen anderen Inhalt hat.

Nun zu bmp-Dateien. Es gibt da eine Internetseite da kann man die Dateiformate bekannter Dateiendungen herunterladen, leider habe ich den Namen der Seite vergessen, irgendwie war das wie whatis.org o.ä.

Eine bmp-Datei ist so aufgebaut daß zu Anfabg, also im Header/Kopf in einer genau festgelegten Bytefolge wichtige Infos zu dieser Datei abgespeichert sind.
Nach dieser Bytefolge folgen die Daten der einzelnen „Bildpunkte“ des Bildes.
In der genannten Bytefolge steht u.A. drin, ab welchem Byte die Werte der einzelnen „Bildpunkte“ beginnen und wie groß die Byteanzahl der gesamten „Bildpunkte“ ist.

Das Programm was nun diese Bild3.bmp anzeigen soll, liest sich den header/Kopf durch und „malt“ dann das Bilod auf den Bildschirm.
Es weiß ja durch den Headr/Kopf wo die eigentlichen Bildpunktedaten stehen und wie groß dieser Bytebereich ist.

Was danach noch in der datei an Bytes steht, also das zweite Bild, das interessiert das Programm nicht.
Deshalb siehst du nur das erste Bild.

Wie komme ich aber an die zweite BMP?
Die zweite BMP ist praktisch weg, oder gibt es einen
speziellen Trick (Befehl)?
Kann man Bild3.bmp wieder in 2 BMP’s zerlegen?

Kein Thema, du mußt dich nur schlau machen was genau wo im Header Kopf von Bild3.bmp steht, dementsprechend die ersten x Bytes löschen, dann entspricht Bild3.bmp wieder Bild2.bmp

Wie ist das mit 2 EXE?
COPY PROG1.EXE + PROG2.EXE PROG3.EXE

Auch Exe-Dateien haben ein festgelegtes Dateiformat, insofern müßtest du dich auch da mit dem Dateiformat beschäftigen, danach kannst du PROG3.EXE auch wieder sauber trennen.

Was für einen Sinn macht das?

Wurde ja schon richtig gesagt, es dient dazu große Dateien die wegen Diskettentransport oder sonstwarum gesplittet wurden wieder zusammenzuführen.

Gruß
Reinhard

Gruss
Klaus

Hallo Reinhard,

DOS, gabs aber schon vor diesen TOOLs.

Ja, Dos gabs schon vor Bill Gates.
Er hat es einem Studenten abgekauft für 1500 Dollar,
veränderte am Code evtl. irgendwas, aber nicht viel, er konnte
besse verkaufen/reden als programmieren, dann ging er zu IBM
und schloß mit denen die Mutter aller Verträge ab…

Es hiess QDOS (Quick and Dirty Operating System) und war weitgehend ein Clone von CP/M.

Zu IBM PCs, vielleicht kennt ihr ja noch die PS/2
Computermodellreihe von IBM?

Diese Baureihe habe ich ausgelassen :wink:

Mein Einstieg auf die IBM-PC-Linie war zu Zeiten des IBM-XT, dann kam der IBM-AT. PS/2 kam dann später, war aber wegen dem neuen Bus-System und der entsprechenden Lizenzpolitik von IBM, im Industriesektor nicht brauchbar. Es fehlte einfach an den nötigen Erweiterungskarten.

MfG Peter(TOO)
P.S. Beruflich ging es bei mir 1976 los. 6502 Hardwareentwicklung und schreiben von Testprogrammen in Assembler mit KIM-I. Dann folgten S-100 Systeme mit 8080 und später Z80 mit CP/M 1.4, da musste man die Hardwaretreiber noch selber anpassen. Dann folgte APPLE ][ und erste Hälfte 80er die IBM-PCs.

Hallo Reinhard,

COPY Bild1.bmp + Bild2.bmp Bild3.bmp

das ist korrekt. Ich müßte jetzt testen aber ist wohl nicht
nötig, entweder wird eine Bild3.bmp neu erstellt, oder aber
deine Bild1.bmp existiert nicht mehr weil sie jetzt Bild3.bmp
heißt und einen anderen Inhalt hat.

Bei dieser Syntax wird BILD3 neu erstellt und Bild1 und Bild2 werden nicht verändert.

Was danach noch in der datei an Bytes steht, also das zweite
Bild, das interessiert das Programm nicht.
Deshalb siehst du nur das erste Bild.

Die wird z.B. beim EXE-Format unter Windows ausgenutzt.
Vorne sitzt eine EXE-Programm für DOS, dahinter ist erst das eigentliche EXE für Windows abgelegt. Wird dieses Programm unter DOS gestartet führt DOS nur das Erste Programm aus, vom zweiten dahinter weiss DOS nichts. Meist gibt das DOS-Programm dann die Meldung aus, dass dieses Programm nur unter Windows läuft.
Im Prinzip könnte man da aber auch eine ganze Applikation für DOS reinpacken.
Windows wiederum überspringt das erste Programm in der Datei und führt dann nur das Zweite aus.

MfG Peter(TOO)
P.S. So langsam wird uns der MOD hier ins Nostalgie-Brett verbannen :wink:

Hallo Peter,

P.S. So langsam wird uns der MOD hier ins Nostalgie-Brett
verbannen :wink:

das soll er mal wagen der Jungspund *Krückstock schwing* :smile:

Interessant was du schriebst, wußte ich nicht.

Gruß
Reinhard

Danke für alle Antworten

Klaus