Hi Rätselfüchse,
hat sich schon mal einer von Euch mit dem Voynich-Manuskript beschäftigt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript
Was haltet Ihr davon?
MfG
Tai
Hi Rätselfüchse,
hat sich schon mal einer von Euch mit dem Voynich-Manuskript beschäftigt?
http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript
Was haltet Ihr davon?
MfG
Tai
Hi Rätselfüchse,
hat sich schon mal einer von Euch mit dem Voynich-Manuskript
beschäftigt?http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript
Was haltet Ihr davon?
MfG
Hallo Tai
Ich glaube nicht, dass der Inhalt des Manuskripts wirklich wichtig
ist. Es ist nicht schwer, eine neue Schrift zu erfinden
http://www.fasala.com/new_alfabet.jpg
(Das ist eine aeltere Version. In der neuesten Variante sehen manche
Zeichen aesthetischer aus.)
So eine Schrift ist nuetzlich, wenn man etwas aufschreiben will, das
keiner lesen soll. Bedeutsam muss das aber noch lange nicht sein,
ausser fuer den Autor. Vielleicht ist es auch nur ein Jux, weil es
Spass macht, anderen das Gefuehl zu geben, man haette ein grosses
Geheimnis.
Gruss, Tychi
Hi Tychi,
Ich glaube nicht, dass der Inhalt des Manuskripts wirklich
wichtig ist. Es ist nicht schwer, eine neue Schrift zu erfinden
Es geht ja um das Rätsel, nicht um die Wichtigkeit des Textes. Sicher kann man in ein paar Minuten ein neues Alphabet erfinden, aber das Besondere dieses Manuskriptes ist ja, daß es sich einer Entschlüsselung entzieht. Und das, obwohl sich bereits viele Sprachwissenschaftler und Entschlüsselungsexperten diverser Geheimdienste daran versucht haben.
Vielleicht ist es auch nur ein Jux, weil es Spass macht, anderen das Gefuehl zu geben, man haette ein grosses Geheimnis.
Stimmt schon, aber:
„Vergleicht man die Häufigkeiten der einzelnen Buchstaben und der einzelnen Wörter, so ergibt sich eine sinnvolle sprachliche Struktur. Es muss sich daher um ein vollständiges Sprachsystem handeln. Das schließt zwar auch eine erfundene Sprache ein; deren Entwicklung hätte jedoch viel Zeit gekostet.“
Faszinierend
MfG
Tai
Möglicherweise Schwindel
Hi,
ich hab das gefunden:
http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id856.htm
Der Text beschreibt im Wesentlichen, dass es mit denjenigen Mitteln, die zur Entstehungszeit des Manuskripts üblich waren, relativ leicht möglich ist, ein ähnlich aussehendes Dokument zu erzeugen.
Das stützt die Hypothese
„Es handelt sich um Schwindel“.
Ausserdem sollte ein derart langer und zusammenhängender Text mit den heutigen Mitteln leicht zu entschlüsseln sein, vorrausgesetzt es handelt sich um sinnvollen Text.
Das stützt ebenfalls die zuvor genannte Hypothese.
Gruss,
Hi,
(…)
aber das Besondere dieses Manuskriptes ist ja, daß
es sich einer Entschlüsselung entzieht. Und das, obwohl sich
bereits viele Sprachwissenschaftler und
Entschlüsselungsexperten diverser Geheimdienste daran versucht
haben.
(…)
„Vergleicht man die Häufigkeiten der einzelnen Buchstaben und
der einzelnen Wörter, so ergibt sich eine sinnvolle
sprachliche Struktur. Es muss sich daher um ein vollständiges
Sprachsystem handeln. Das schließt zwar auch eine erfundene
Sprache ein; deren Entwicklung hätte jedoch viel Zeit
gekostet.“
Der letzte Satz
„deren Entwicklung hätte jedoch viel Zeit gekostet“
ist sehr leicht widerlegbar.
Siehe mein anderes Posting.
Auch die anderen von dir weiter oben beschriebenen Sachverhalte verlieren ihre Fazszination, wenn man anstelle diese zu erklären, versucht, einen einfachen Mechanismus zu finden, der ein vergleichbares Ergebnis liefert.
Gruss,
Hi Helge
Auch die anderen von dir weiter oben beschriebenen
Sachverhalte verlieren ihre Fazszination, wenn man anstelle
diese zu erklären, versucht, einen einfachen Mechanismus zu
finden, der ein vergleichbares Ergebnis liefert.
Stimmt, die Idee einer Schablone hat schon was für sich. Damit kann man natürlich sehr schnell echt wirkende Texte produzieren.
MfG
Tai
Hi Tychi,
Das schließt zwar auch eine erfundene
Sprache ein; deren Entwicklung hätte jedoch viel Zeit
gekostet."
hm, das stimmt so auch nicht.
Tolkien hat alleine mehrere komplette Sprachen ‚erfunden‘, inc. Schrift, Syntax und Etymologie. Sie lehnen sich zwar an (früher) existierende Sprachen an, sind aber weitestgehend eigenständig.
Gandalf
Bleibt noch die Frage…
Hi,
…weshalb jemand derart ausführlich und umfassend schwindeln sollte.
Meiner Meinung nach muss da ein ganz bestimmter Zweck vorhanden gewesen sein.
Spontan fällt mir ein, dass dies eine Art Machtinstrument („Geheimwissen“) gewesen sein könnte.
Möglicherweise konnte der Verfasser selbst nicht einmal lesen.
Dieses Dokument könnte bei den damals Lesenden tierisch Eindruck geschunden haben. (Bei den Nicht-Lesenden ja sowieso).
Gruss,
Hi Rätselfüchse,
hat sich schon mal einer von Euch mit dem Voynich-Manuskript
beschäftigt?http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript
Was haltet Ihr davon?
Irgendein Schwachkopf hatte damals die Idee, das Rad neu zu erfinden. Vielleicht auch nur aus Spaß??
Erinnert mich irgendwie an Brainfuck! (Wen’s wirklich interessiert; Brainfuck googeln!)
H.A.N.D.: emptyvi
(Wen’s wirklich
interessiert; Brainfuck googeln!)
Hab ich grad gemacht und du hast recht: Hat was von das Rad neu erfinden
so long
Andy
Des Räsels Lösung, eine Geschichte
Ein Adliger hat damals dieses Dokument geschrieben (einer der ganzen Tag in der prallen Sonne auf den Acker schuften musste, hätte wohl kaum Zeit dafür gehabt ;o).
Ein Mönch scheidet ebenfalls aus, der hätte wohl früher oder später mit der Kirche Ärger gekriegt.
Nun gut, unser Adliger war ein bischen autistisch veranlagt, während die anderen Adligen den damals üblichen Vergnügungen der „besseren Leute“ nachgingen, verkroch sich unser Adliger in seine Bücher. Bei den Frauen hatte er leider auch kein Glück, da half ihm auch sein ganzes Geld nicht.
Er wollte Anerkennung als Gelehrter finden und lud auch einige großen Köpfe dieser Zeit zu sich ein, doch sogar die Gelehrten nahmen ihn nicht richtig ernst. Der Adlige nahm sich vor, etwas besonderes zu erreichen und berühmt zu werden.
Die geisteserweiternde Wirkung von Drogen war auch schon im Mittelalter bekannt. Unser Adliger
machte auch reichlich Gebrauch davon. Im berauschten Zustand hatte er geniale Ideen, doch niemand interessierte sich dafür.
Eines Tages meinte das Schicksal doch gut mit ihm und beendete seine Einsamkeit. Ein verkrachter Bettelstudent klopfte bei ihm an der Tür. Schließlich und endlich nahm der Adlige den Studenten als seinen Sohn auf. Endlich hatte er jemand, mit dem er tagelang kluge reden führen konnte. Nie gingen die beiden raus an die frische Luft doch die vielen Bücher lieferten immer neuen Gesprächsstoff. Die Bediensteten des Hauses mussten sich wie Schatten verhalten um den Disput der beiden nicht zu stören.
Im Laufe der Jahre entwickelten die beiden ihre eigene Sprache, die dazu dienen sollte, wissenschaftliche Inhalte besonders gut zu vermitteln und langfristig Latein ersetzen sollte. Leider fielen die Entwürfe dieser Sprache dem Kaminfeuer zum Opfer, weil der Adlige nun mal eine pathetische Ader hatte, und nichts unvollkommenes existieren ließ. Der Schlüssel zur Sprache existierte nur in den Köpfen der beiden. Der Adlige hatte den Studenten mit seiner Bessenheit angesteckt, die beiden perektionierten die Sprache und schrieben das erste wissenschaftliche Traktat in dieser neuen Sprache. Frauen spielten im Leben dieser Männer keine Rolle, doch auf dem Papier waren sie reichlich vorhanden.
So vergingen die Jahre und die Wahnvorstelllungen des Adligen wurden immer schlimmer, bis er schließlich schwer krank wurde und verstarb. Was mit dem Studenten geschah, das wissen wir heute nicht sicher. Viele Historiker meinen, er habe sich aus Verzweiflung über der Tod seines Mentors das Leben genommen, doch so genau weiss das keiner. Andere Historiker meinen, der Student habe aus Not die Schriften verkauft, an jemanden der sich mit fremden Federn schmücken wollte aber eigentlich gar nicht wusste, welchen Schatz er in Händen hielt.
So wusst schon damals niemand mehr etwas mit der wissenschaftlichen Sprache anzufangen, deshalb sprechen und schreiben die Gelehrten unserer Tage ihre weltweiten Veröffentlichungen in Englisch, einer Sprache, die aufgrund ihrer mangelnden Präzision viele Missverständnisse zulässt.
Merke: Silicone bedeutet auf deutsch einmal Siliziumein, ein anderes mal tatsächlich Silikon
One Billion ist im Deutschen lediglich eine Milliarde.
Das Wort cluster hat bestimmt an die 500 verschiedene Bedeutungen.
Hi Gerold,
jetzt wo Du es sagst! Auf die einfachsten Lösungen kommt man doch immer zuletzt *g*
MfG
Tai
…viel Zeit…
Hi Gandalf,
zum einen ist die Formulierung „…hätte viel Zeit gekostet“ schwammig genug um wenig Angriffsfläche zu liefern, andererseits ist Dein Gegenbeispiel (für Dich ungewöhnlich) wenig griffig: Wenn ein Oxford Sprachstudent und späterer Prof. im 20sten Jahrhundert mit all seinen Mitteln und Quellen (und geregeltem Einkommen) über Jahrzehnte hinweg verschiedene Sprachen entwickeln kann, so entkräftet das nicht den Aufwand „viel Zeit“ für selbiges Unterfangen im frühen 17ten Jhd.
Oder?
Allerfreundlichste Grüße
Zaphod
Das schließt zwar auch eine erfundene
Sprache ein; deren Entwicklung hätte jedoch viel Zeit
gekostet."hm, das stimmt so auch nicht.
Tolkien hat alleine mehrere komplette Sprachen ‚erfunden‘,
inc. Schrift, Syntax und Etymologie. Sie lehnen sich zwar an
(früher) existierende Sprachen an, sind aber weitestgehend
eigenständig.Gandalf
Moin Zaphod,
machen wir mal folgendes Gedankenspiel.
Da ist ein Mönch (oder mehrere) im 17. Jahrhundert, der auch recht viel Zeit hat und sich um sein Auskommen nicht sonderlich kümmern muß.
Es war zu diesr Zeit auch nicht ungewöhnlich, daß solche Menschen mehrere Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch) recht gut beherrschten, sodaß ein Mönch durchaus Mittel und Muße gehabt haben könnte, solch ein Projekt zu realisieren.
Wenn dann noch ein spinnerter Edelmann so was unterstützt, warum sollte das nicht gehen?
Samuel Pepys hat seine Tagebücher z.B. in einer von ihm entwickelten Kurzschrift geschrieben, die zwar relativ leicht zu entziffern war, aber wenn er mehr Mühe darauf verwendet hätte, wäre das Knacken sicher schwieriger geworden.
Gandalf
Gandalf, mein Mausebärchen! (du bist mir schon soo ans Herz gewachsen!)
Du hast ja recht, klar ist das machbar.
Ich hatte mich lediglich gewundert, dass Du der Aussage „…das dauert viel Zeit…“ mit der klaren Botschaft „…das stimmt so nicht…“ widersprichst.
Derartige Ungenauigkeiten bin ich von dir nicht gewohnt…
Eine üblichere Gandalfsche Botschaft wäre gewesen: es mag sein dass es Zeit dauert, aber deshalb ist der Ansatz dennoch möglich bis wahrscheinlich, weil…
Slainte!
Zaph