Dauerölfilter von NTZ

Hallo Technik-Freaks,

ich habe da ein Problem:

Vor Jahren habe ich mal in mein Auto einen Ölfilter von der Firma NTZ eingebaut. Das ist ein Bypass-Ölfilter, der „so nebenbei“ das Öl sehr effektiv filtert. Laut Herstellerangabe kann das Motoröl ca. 100 Tkm im Motor verbleiben, ohne es wechseln zu müssen. Verbrauchtes Öl sollte man schon nachfüllen.
Nun habe ich die Adresse verschlampt, wo ich diesen Filter bezogen habe. Ich bräuchte mal langsam eine neue Filterpatrone.
Soweit ich mich erinnere, war das ein Händler in der Nähe von Koblenz.

Vielen Dank

Waldi Niedzielski

Hallo Waldi!

Wo ist denn Dein merkwürdiges Filter eingebaut? Als by-pass!
Natürlich kann dieses Filter 10.000.000 km im Motor bleiben, wenn die normal, vom Werk eingebauten Filter weiterhin regelmäßig gewechselt werden.
Das Öl bleibt durch ein Superfilter, wie Du es hast, aber nicht schmierfähig. Es verliert irgendwann seine Schmierfähigkeit und der Motor verschleißt dann sehr schnell. Es sei denn, Du hast so große Schmierölverluste, dass Du wöchentlich nachfüllen mußt, das wäre dann in Ordnung.

Und eine andere Bedingung, Du nimmst sehr gutes Schmieröl, bei dem der Schmutz sich nicht in der Kurbelwanne ablagert, sondern in der Schwebe bleibt und dadurch immer in Deine Filter gelangt.

Gruß Werner

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Na,jetzt hast Du aber Glück: Ich habe bis letztes Jahr beim Hersteller der Gehäuse für diese Filter gearbeitet! Die Firma NTZ befindet sich in Witten an der Ruhr. Jahnstr. 13, Tel. (02302) 57909, Fax (02302) 50713. Die nennen Dir den Händler oder schicken Dir Filterpatronen. Die Adresse ist auch im Filtergehäuse eingegossen. Meine persönliche Frage: Wie alt ist Dein Filtergehäuse?(Datumsstempel) Außerdem: Auch ich kann Dir nur empfehlen: Wechsele das Öl trotz des Filters! Auch wenn Du nun, je nach Fahrgewohnheiten, die Ölwechselintervalle halbiern kannst. (statt bisher alle 10.000- mit Filter nur alle 20.000 km wechseln). Das Öl wird durch den Filter zwar ganz gut gereinigt, aber die Schmierfähigkeit nimmt doch ab und das Öl altert chemisch und physikalisch. Die Firma NTZ ist sehr optimistisch in ihren Angaben. Herzlichen Gruß, Gerhard http://www.stud.uni-wuppertal.de/~ta0159

Hallo Gerhard!

Ein Filter, so wie Du es beschreibst, muß doch riesige Ausmaße haben!
Der Schmutz von 20000 km muß von diesem Filter so gut aufgenommen werden, wie der Schmutz von 10000 km bei normalem Filter.

Du schreibst selbst, das Öl wird g a n z gut gereinigt. Was heißt das? Ganz gut ist ja nichts besonderes!
Die Werbung für dieses Filter gaukelt den Leuten doch vor, dass das Öl im Bestzustand ist, wenn dieses Filter benutzt wird.
Ein Filter holt nur die festen Bestandteile raus, sonst macht es nichts!
Die Schmierfähigkeit ist auch nach einer bestimmten Kilometerzahl weg oder nach einer bestimmten L a u f z e i t!
Gruß Werner

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durch den Filter zwar ganz gut gereinigt,
aber die Schmierfähigkeit nimmt doch ab
und das Öl altert chemisch und
physikalisch. Die Firma NTZ ist sehr
optimistisch in ihren Angaben. Herzlichen
Gruß, Gerhard
http://www.stud.uni-wuppertal.de/~ta0159

Hallo Gerhard!

Ein Filter, so wie Du es beschreibst, muß
doch riesige Ausmaße haben!
Der Schmutz von 20000 km muß von diesem
Filter so gut aufgenommen werden, wie der
Schmutz von 10000 km bei normalem Filter.

Du schreibst selbst, das Öl wird g a n z
gut gereinigt. Was heißt das? Ganz gut
ist ja nichts besonderes!
Die Werbung für dieses Filter gaukelt den
Leuten doch vor, dass das Öl im
Bestzustand ist, wenn dieses Filter
benutzt wird.
Ein Filter holt nur die festen
Bestandteile raus, sonst macht es nichts!
Die Schmierfähigkeit ist auch nach einer
bestimmten Kilometerzahl weg oder nach
einer bestimmten L a u f z e i t!
Gruß Werner

Hi Werner, der NTZ-Filter läuft im Bypass, also in nicht im Hauptölkreislauf(wie der serienmäßige Ölfilter) sondern es wird ein T-Stück eingebaut und etwas Öl zur Filterung abgezweigt. Er ist wesentlich feiner. Er ist also ein zusätzlicher(!) Filter. Er besteht aus einer speziellen Papierrolle, die eben eine zusätzliche Feinstfilterung des Öls vornimmt. Das Öl durchdringt die Papierrolle von außen nach innen, wo das Papier feiner wird. Deshalb kommt es mit einer relativ geringen Oberfläche aus. Das Papier soll außerdem Kondenswasser (und damit auch Säuren) binden. Und dieser Filtereinsatz wird dann statt des Ölwechsels ausgetauscht. Das spart Öl und Geld und schont die Umwelt. Zur Schmierfähigkeit: Deine Meinung teile ich auch! s.o. Die Firma NTZ sagt, das mit der Schmierfähigkeit wäre wegen dem Ölverbrauch und dem Nachfüllen nicht so wild.-Aber mein Volvo 440 Diesel braucht nach 210.000km praktisch gar kein Öl- Das dazu in Kürze. Aber: Fast alle modernen LKWs haben solche Filtersysteme und auch deshalb -bei Langstreckeneinsatz- Ölwechselintervalle von 60.000 bis 75.000km. Aber ich will den Filter hier gar nicht bewerten. Ich hatte ihn beruflich bedingt in zwei Fahrzeugen und dann die Ölwechselintervalle verdoppelt. Schäden sind offensichtlich am Motor nicht entstanden. Wie auch immer, ich trau dem ganzen eben auch nicht so ganz. Grüße, Gerhard

durch den Filter zwar ganz gut gereinigt,
aber die Schmierfähigkeit nimmt doch ab
und das Öl altert chemisch und
physikalisch. Die Firma NTZ ist sehr
optimistisch in ihren Angaben. Herzlichen
Gruß, Gerhard
http://www.stud.uni-wuppertal.de/~ta0159

Hallo Gerhard!

Ein Filter, so wie Du es beschreibst, muß
doch riesige Ausmaße haben!
Der Schmutz von 20000 km muß von diesem
Filter so gut aufgenommen werden, wie der
Schmutz von 10000 km bei normalem Filter.

Du schreibst selbst, das Öl wird g a n z
gut gereinigt. Was heißt das? Ganz gut
ist ja nichts besonderes!
Die Werbung für dieses Filter gaukelt den
Leuten doch vor, dass das Öl im
Bestzustand ist, wenn dieses Filter
benutzt wird.
Ein Filter holt nur die festen
Bestandteile raus, sonst macht es nichts!
Die Schmierfähigkeit ist auch nach einer
bestimmten Kilometerzahl weg oder nach
einer bestimmten L a u f z e i t!
Gruß Werner

Hi Werner, der NTZ-Filter läuft im
Bypass, also in nicht im
Hauptölkreislauf(wie der serienmäßige
Ölfilter) sondern es wird ein T-Stück
eingebaut und etwas Öl zur Filterung
abgezweigt.

Hallo Gerhard!
Genau das meinte ich bei meiner Frage mit „by-pass“. Ein by-pass-Filter kann voll sein, schadet aber den Motor nicht. Ist nur ein Anhängsel. Deshalb kann man dem Verbraucher auch erzählen, das Ding kann 1000000 km dran bleiben.

Er ist wesentlich feiner. Er

ist also ein zusätzlicher(!) Filter. Er
besteht aus einer speziellen Papierrolle,
die eben eine zusätzliche Feinstfilterung
des Öls vornimmt. Das Öl durchdringt die
Papierrolle von außen nach innen, wo das
Papier feiner wird. Deshalb kommt es mit
einer relativ geringen Oberfläche aus.

Diese Papierfilter werden in der gesamten Technik verwendet. Sind aber bei Verbrennungsmotoren nur sinnvoll, wenn man sie regelmäßig wechselt.

Das Papier soll außerdem Kondenswasser
(und damit auch Säuren) binden.

Sobald so ein Filter Wasser aufsaugt, löst es sich auf und die Wasser/Schmutz Klumpen geraten in den Motor.

Und

dieser Filtereinsatz wird dann statt des
Ölwechsels ausgetauscht. Das spart Öl und
Geld und schont die Umwelt. Zur
Schmierfähigkeit: Deine Meinung teile ich
auch! s.o. Die Firma NTZ sagt, das mit
der Schmierfähigkeit wäre wegen dem
Ölverbrauch und dem Nachfüllen nicht so
wild.-Aber mein Volvo 440 Diesel braucht
nach 210.000km praktisch gar kein Öl-

Welcher moderne Motor verbraucht Öl?

Das

dazu in Kürze. Aber: Fast alle modernen
LKWs haben solche Filtersysteme und auch
deshalb -bei Langstreckeneinsatz-
Ölwechselintervalle von 60.000 bis
75.000km. Aber ich will den Filter hier
gar nicht bewerten. Ich hatte ihn
beruflich bedingt in zwei Fahrzeugen und
dann die Ölwechselintervalle verdoppelt.
Schäden sind offensichtlich am Motor
nicht entstanden. Wie auch immer, ich
trau dem ganzen eben auch nicht so ganz.

Man kann ihnen getrost trauen, wenn sie als zusätzliche by-pass-Filter in Betrieb sind. Wie gesagt, als zusätzliche Filter. Solange der, vom Werk eingebaute Filter seine Arbeit macht, kann der zusätzliche Filter keinen Schaden anrichten.
Gruß Werner

Grüße, Gerhard

Hallo Gerhard!
Genau das meinte ich bei meiner Frage mit
„by-pass“. Ein by-pass-Filter kann voll
sein, schadet aber den Motor nicht. Ist
nur ein Anhängsel. Deshalb kann man dem
Verbraucher auch erzählen, das Ding kann
1000000 km dran bleiben.

Diese Papierfilter werden in der gesamten
Technik verwendet. Sind aber bei
Verbrennungsmotoren nur sinnvoll, wenn
man sie regelmäßig wechselt.

Sobald so ein Filter Wasser aufsaugt,
löst es sich auf und die Wasser/Schmutz
Klumpen geraten in den Motor.

Man kann ihnen getrost trauen, wenn sie
als zusätzliche by-pass-Filter in Betrieb
sind. Wie gesagt, als zusätzliche Filter.
Solange der, vom Werk eingebaute Filter
seine Arbeit macht, kann der zusätzliche
Filter keinen Schaden anrichten.
Gruß Werner

Grüße, Gerhard

Hallo Werner,
wie gesagt, ich stehe dem Nutzen des Flters auch skeptisch gegenüber. Aber die Firma NTZ schreibt eben genau das vor: Den Filter zu den ursprünglichen Ölwechselintervallen zu wechseln.
Außerdem löst sich der Filter nicht auf: Der hat ungefähr das Aussehen einer Klopapierrolle, innen einen Pappkern (durchlöchert) und der sitzt auf einer Drahtspirale. Er wird von außen nach innen durchströmt. Und das Papier ist schon speziell, das flust natürlich nicht und löst sich auch nicht auf. Auch bei längerem Gebrauch kann er also im Extremfall zugesetzt sein, ohne Schaden anzurichten.

Alle Klarheiten beseitigt?
Grüße, Gerhard

Hallo Gerhard!

Ja, alles verstanden. Ist aber trotzdem Blödsinn, dieser Filter!
Eine geringere Maschenweite als vom Hersteller vorgeschrieben/empfohlen, erreicht nur, dass der Filter sehr schnell dicht ist, kein Öl mehr gereinigt wird, weil nichts mehr durchfliesst. Der Filter also nur noch am Motor rumhängt.
Gruß Werner

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Hallo Werner,
wie gesagt, ich stehe dem Nutzen des
Flters auch skeptisch gegenüber. Aber die
Firma NTZ schreibt eben genau das vor:
Den Filter zu den ursprünglichen
Ölwechselintervallen zu wechseln.
Außerdem löst sich der Filter nicht auf:
Der hat ungefähr das Aussehen einer
Klopapierrolle, innen einen Pappkern
(durchlöchert) und der sitzt auf einer
Drahtspirale. Er wird von außen nach
innen durchströmt. Und das Papier ist
schon speziell, das flust natürlich nicht
und löst sich auch nicht auf. Auch bei
längerem Gebrauch kann er also im
Extremfall zugesetzt sein, ohne Schaden
anzurichten.

Alle Klarheiten beseitigt?
Grüße, Gerhard

Hallo Gerhard!

Ja, alles verstanden. Ist aber trotzdem
Blödsinn, dieser Filter!
Eine geringere Maschenweite als vom
Hersteller vorgeschrieben/empfohlen,
erreicht nur, dass der Filter sehr
schnell dicht ist, kein Öl mehr gereinigt
wird, weil nichts mehr durchfliesst. Der
Filter also nur noch am Motor rumhängt.
Gruß Werner

Hallo Werner,
im Prinzip hättest Du Recht. Der Filter soll aber nach einem Ölwechsel eingebaut werden und wird ja auch regelmäßig erneuert. Das Öl bleibt also doch länger sauber von Verunreinigungen. Deshalb glaube ich schon, daß sich zumindest eine Verlängerung der Ölwechselintervalle um das Dopppelte erreichen läßt.

Grüße, Gerhard

Hallo Gerhard!

Irgendwann müssen wir damit aufhören!
Öl in einem Verbrennungsmotor wird nicht gewechselt/erneuert weil es verdreckt ist, sondern weil es seine Viskosität/Schmierfähigkeit verliert, was Du auch schon mehrmals bestätigt hast.
Fährt man nur wenige km im Jahr, wechselt man vernünftigerweise trotzdem das Öl.
Es sei denn, wie bei Großdieseln, man setzt täglich Öl zu, dann erübrigt sich eine Erneuerung.
Ansonsten müßte so ein by-pass-Filter eine Differenzdruckanzeige haben, damit bei Erreichen eines Durchflußstopps, der Filter erneuert wird.
Ich habe mich 35 Jahre mit diesem Problem rumgeärgert und kenne nur im „by-pass betriebene Filter“, welche sich automatisch reinigen, sobald ein bestimmter Differenzdruck erreicht ist. Oder nach der Anzeige gereinigt werden.
Kein Konstrukteur einer technischen Anlage würde Filter einbauen, welche im by-pass betrieben werden, ohne eine Kontrolle über den Verschmutzungsgrad zu haben.
Gruß Werner

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Hallo Gerhard!

Irgendwann müssen wir damit aufhören!
Öl in einem Verbrennungsmotor wird nicht
gewechselt/erneuert weil es verdreckt
ist, sondern weil es seine
Viskosität/Schmierfähigkeit verliert, was
Du auch schon mehrmals bestätigt hast.
Fährt man nur wenige km im Jahr, wechselt
man vernünftigerweise trotzdem das Öl.
Es sei denn, wie bei Großdieseln, man
setzt täglich Öl zu, dann erübrigt sich
eine Erneuerung.
Ansonsten müßte so ein by-pass-Filter
eine Differenzdruckanzeige haben, damit
bei Erreichen eines Durchflußstopps, der
Filter erneuert wird.
Ich habe mich 35 Jahre mit diesem
Problem rumgeärgert und kenne nur im
„by-pass betriebene Filter“, welche sich
automatisch reinigen, sobald ein
bestimmter Differenzdruck erreicht ist.
Oder nach der Anzeige gereinigt werden.
Kein Konstrukteur einer technischen
Anlage würde Filter einbauen, welche im
by-pass betrieben werden, ohne eine
Kontrolle über den Verschmutzungsgrad zu
haben.
Gruß Werner

Ja, da hast Du wieder Recht! Den Filter nach starren Intervallen auszuwechseln macht weniger Sinn. Die Firma NTZ hat seinerzeit auch an einer solchen Anzeige gearbeitet, aber aus Kostengründen verworfen. Für den typischen PKW-Fahrer sind starre Wechselintervalle einfach, weil mit den bisherigen Ölwechselintervallen identisch. Ob sie jetzt sowas anbieten, weiß ich nicht.
Grüße, Gerhard

Moinmoin…

In der Kleintechnik lohnt sich wohl eine Druckanzeige dicht. Ausserdem erwartet man vom Benitzer keinerlei technisches Verständnis (im gegensatz zum Schiffsinginieur).

Überigens: Was soll das quoten bis zum Überdruss???

mfg Marcus

Moinmoin…

In der Kleintechnik lohnt sich wohl eine
Druckanzeige dicht.

Wenn ich mich unter meine Schreibtischplatte bücke, steht da ein Drucker mit Farbpatronen, der eben so eine Anzeige hat.
(Keine Kleintechnik?).

Ausserdem erwartet

man vom Benitzer keinerlei technisches
Verständnis (im gegensatz zum
Schiffsinginieur).

Ein Autobesitzer, der sich so ein Filter einbauen läßt, ist sicher kein Technikkrüppel! Und rot und grün kann heute jede/r Oma/Opa unterscheiden

Überigens: Was soll das quoten bis zum
Überdruss???

Wir haben auf Dich gewartet, dass es weitergeht!

mfg Marcus

Hallo Werner, habe heute erst die Antwort gelesen.
Ihre Aussage ist schlichtweg falsch!
Feinstfilter entnehmen dem Motorenöl den Schlamm und die Oxidationsstoffe. Dadurch wird das Öl weniger belastet und doch gereinigt.Die Wirksamkeit ist durch lange Versuche der TH Aachen erwiesen.
Bezugsquelle: Neffgen GmbH in Koblenz 0261/800393