Dr. Titel noch lohnenswert bei Dipl.-Ing. und Msc der TU?

Hallo zusammen!
ich befinde mich derzeit im Endspurt meines Studiums 
(Wirtschsftsingebieurwesen reg. Energien) und habe mit meinen 
25 Jahren bereits einen Dipl-Ing und demnächst auch den Master der TU.
lohnt es sich eurer Meinung, im Anschluss eine Promotion durchzuziehen?
mein Schnitt mit schlechtestenfalls 1,3 würde mir dies erlauben - nur weiß ich nicht,
wie lange ich für eine Promotion muss bzw ob ich die Opportunitätskosten wieder
reinholen kann.
Ich habe kommende Woche ein VorstellungsgespräcH bei einem größeren 
Unternehmen. Derzeit würde ich, sofern ich mit 48k € einsteigen kann, die Promotion 
in den Hintergrund rücken lassen (Position als Vertriebsingenieur/Produktmanagement).

Über eure Beiträge zu meinen Gedanken freue ich mich - auch darüber ob das anvisierte 
Gehalt angemessen ist.
viele Grüße

Der neue Vorname - Für und Wider
Moin,

lohnt es sich eurer Meinung, im Anschluss eine Promotion
durchzuziehen?

sei mir nicht böse, aber das klingt so wie:
Lohnt es sich, einen Porsche zu kaufen, oder reicht ein A4

Wenn Du in der Lehre bleiben willst, wirst Du nicht ohne Dr. auskommen.
Wenn Du in den Vertrieb gehen willst, sehr wohl.
Fürs gehobene Management ist er zuträglich.

Was willst Du mit dem Dr. genau anfangen?

Zudem gibt es Fakultäten, da ist eine Promotion nahezu obligatorisch (Chemie oder Medizin (wobei man sich über den akademischen Wert eine Dr. Med. sicher trefflich streiten kann)) und andere, wo es eher selten vorkommt (Elektrotechnik, Maschinenbau oder gar Architektur (da laufen auch viele Profs ohne Dr. durchs Leben).
Wie sieht es da in Deinem fachlichen Umfeld aus?

Eine Promotion dauert (mal wieder von den Medis abgesehen) 3 Jahre +, bei den ‚richtigen‘ Ingenieuren (E-Technik, Maschinenbau) auch schon mal 5 + Jahre.

Jetzt rechne gegen, wieviel Du in diesen Jahren als Master verdienen würdest.
Doktoranden kriegen meist eine halbe E13-Stelle, selten mehr.

Also ein generelles ja oder nein wirst Du nicht kriegen, as musst Du schon selber entscheiden.

Gandalf

Hallo,

als Zusatz zu Gandalf:

gerade im Ingenieursbereich würde dieser Titel ja auch mit der Bezahlung in Verbindung stehen. Da geht man davon aus, dass ein Doktor auch nachher mehr Geld verlangen wird. Titel bringen die Mittel. Und wenn bei einer Stellensuche der Dipl.Ing das gleich kann wie der Doktor, wird man Ersteren nehmen.

Haelge

  • auch
    darüber ob das anvisierte 
    Gehalt angemessen ist.

Ist es denn für einen Wirtschaftsingenieur so unendlich schwer, im Internet unter „Einstiegsgehälter Ingenieure“ zu suchen? Und da ich dir schon den Link für „Null k“ gespendet habe, schaue –falls möglich- in dem Artikel auch auf das, was nicht „Tabelle“ ist. Ansonsten schlage ich dir eine Hartz IV abgehärtete Versicherung gegen nicht eingespielte Opportunitätskosten vor. Oder gehe zur Wahrsagerin.

gerade im Ingenieursbereich würde dieser Titel ja auch mit der
Bezahlung in Verbindung stehen. Da geht man davon aus, dass
ein Doktor auch nachher mehr Geld verlangen wird. Titel
bringen die Mittel. Und wenn bei einer Stellensuche der
Dipl.Ing das gleich kann wie der Doktor, wird man Ersteren
nehmen.

Die Zeiten sind lang vorbei. Ein Doktortitel ist zwar das Tüpfelchen auf dem i, aber Erfahrung ist das Hauptargument beim Lohn.

Hallo,

ein Dr. kann wegen der höheren Lohnkosten und ev. auch der Speziallisierung in Punkto Arbeitsmöglichkeiten auch nach hinten losgehen.
Kommt darauf an, was Du berufsmäßig machen möchtest.

Wenn Du an der Uni oder in der Forschung arbeiten möchtest oder z.B. als selbst. Gutachter ist ein Dr. verm. nützlich.
Wenn Du eine Arbeit in der Industrie anstrebst, würde ich mal schauen, wie die derzeitigen Jobangebote aussehen, was dort verlangt/gesucht wird.

Und wie ist es mit deinem Interesse bestellt?
Hast Du ein Spezialgebiet, in dem Du gern forschen und den Dr. machen möchtest oder wäre die Doktorarbeit für Dich nur eine zu erledigende Arbeit ohne persönliches Interesse? Letzteres wäre keine optimale Voraussetzung.

Gruß, Paran