https://www.google.de/search?q=mandrill&biw=1366&bih=605&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwirrKGn_fDKAhXsE5oKHYJTBYUQ_AUIBigB
Hallo.
Die Frage ist einfach falsch gestellt. Mit genau der gleichen Berechtigung könnte man etwa fragen: „Warum benutzen Löwen keine Jagdgewehre zur Antilopenjagd?“
Es hat sich einfach nicht ergeben. Evolution ist Zufall, Mutation, meistens negativ, selten genug positiv, wobei dann zur positiven Veränderung auch noch der selektive Vorteil kommen und sich wirksam gegen die Stammform, die ja stets in der Überzahl ist, durchsetzen muss.
Vor etlichen Jahren traten hier in der Gegend recht viele Amseln auf, die, warum auch immer weiße Federn, mal mehr, mal weniger, richtige weiße Flecken hatten. Sie vermehrten sich sogar, über etliche Generationen hinweg. Heute sind sie wieder alle verschwunden, was ich bedaure, aber die Stammform hat sich eben einfach wieder durch gesetzt. Sie waren hübsch, aber einen selektiven Vorteil, wie ihn etwa die Elster hat, hatten sie eben nicht.
Und andere Farben waren halt nicht „drin“ im Fell des Ursäugetieres. Es reicht anscheinend. Gelegentlich sind allerdings Faultiere grünlich getarnt, weil sie sich Algen im Pelz wachsen lassen.
https://www.google.de/search?q=faultier&biw=1366&bih=605&source=lnms&tbm=isch&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwi73d2FhPHKAhVmQpoKHZ9-DWcQ_AUIBigB
Was man bei solchen Überlegungen noch berücksichtigen muss, ist das, was ich, mangels eines besseren Ausdrucks, mal Supereffekt nennen möchte: Eine Tierart, die mittels einer oder mehreren Mutationen so erfolgreich wird, dass sie sich selbst sämtliche Ressourcen weg frisst und sich damit dann selbst ausrottet.
Das hat es in der Vergangenheit mehrfach gegeben.
Aber das beste Beispiel der Gegenwart ist natürlich Homo sapiens!
Gruß, Nemo.