Hallo Herr Schmitt,
die Investition in (gute) Fonds halte ich für äußerst sinnvoll. Ob das nun unbedingt mit einer Versicherung gekoppelt sein sollte, wird auch hier im Forum sehr kontrovers diskutiert. Meine Meinung: In der Regel nicht!
Bedenken Sie bitte, dass die Jahre zwischen 2000 und 2010 die mit großem Abstand schlechteste Decade seit über 80 Jahren war. Trotz Weltkrieg und zahlreicher Krisen hat es noch nie eine derart miese Börsenentwicklung gegeben. Soll heißen, das Pferd war jetzt nicht so über, aber die Rennstrecke enorm schlecht geeignet.
Wie dem auch sei, sollten Sie ernsthaft überlegen, ob Sie nicht zum zweiten Mal auf das falsche Pferd setzen. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren massiv in die Höhe geschossen und für mich stellt sich da schon die Frage, ob da nicht in absehbarer Zeit eine Korrektur fällig wird. Die Stimmung ist für mich schon fast zu gut. Jeder will in Betongold investieren und das passt nicht zu meinem Ansatz des antizyklischen Investierens.
Letztlich ist es natürlich Ihre Entscheidung, aber bei den Rahmenbedingungen sollte man schon mal ein wenig intensiver über die nächsten Schritte nachdenken. Und vor allem: Nicht alles auf EIN Pferd setzen!!
Doch nun zu Ihrer eigentlichen Frage: Wer das meiste zahlt, ist nach meiner Erfahrung nicht pauschal zu beantworten, da die Annahmekriterien der einzelnen Anbieter unterschiedlich sind. Es ist also immer eine individuelle Sache. Ich empfehle Ihnen daher, jedem Anbieter die Rahmendaten zu übermitteln und sich dann die Angebote anzuschauen.
Vielleicht gibt es in Ihrer Fondspolice aber auch den einen oder anderen guten Fonds, in den es sich zu investieren lohnt. Das wäre ja auch noch eine Überlegung, denn ihr Altvertrag ist immerhin steuerfrei und das sollte man ebenfalls in die Überlegung einfließen lassen.
Das war jetzt alles ganz schön viel und vor allem viel drumherum, aber ich hoffe, ich konnte trotzdem ein wenig weiterhelfen.
Alles Gute und viel Erfolg
S. Heddinga