Hallo Wolfgang!
und dass man nicht die gesamte Menge an Rohöl (abzgl. von
Schmutz) in ein bestimmtes Endprodukt (z.B. Diesel)
raffinieren kann. Richtig oder falsch??
Wenn du ausdrücklich nur die Raffination (also fraktionierte Destillation) als Herstellungsmethode zulässt, hast du recht. Die Mengenanteile hängen dann von der Zusammensetzung des Rohöls ab.
Wenn du zusätzlich Cracken und Reformieren zulässt, kannst du das Produktspektrum in gewissen Grenzen variieren. Dies ist die aktuell überwiegend ausgeführte Methode.
Wenn du alle Register der organischen Synthese ziehst, kannst du unter erheblichem Arbeits- und Energieaufwand so ziemlich deine gesamtes Rohölmenge in Diesel oder was auch immer verwandeln. Dafür musst du dann aber garantiert mehr Energie aufwenden, als in deinem Krafstoff nachher enthalten ist. Fazit: Praktisch nicht sinnvoll.
Stichwort dazu: Fischer-Tropsch-Synthese oder z.B. das Gas-to-Liquid-Verfahren von Sasol. Bei bei den genannten Verfahren werden Kohle bzw. Erdgas zu einem breiten Spektrum von flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen umgewandelt. Das macht dann Sinn, wenn man sehr günstig an einen der Ausgangsstoffe herankommt oder wenn man halt von allen Rohölquellen abgeschnitten ist.
Gruß
Stefan