Hallo liebe Forenmitglieder,
unserer eigentlich sehr robusten Mischlingshündin, 14 Jahre, mittelgroß, fallen seit Herbst die Haare aus. Erst dachte ich, das käme vom Fellwechsel, aber mittlerweile wird sie zunehmend kahler. Sie bekommt Seniorenfutter, Hefeflocken und viel Obst und Gemüse. Das frisst sie, ebenfalls seit vergangenem Herbst, sehr gerne. Kann man den Haarausfall stoppen?
LG
Johanna
Hallo,
wenn sie wirklich kahl wird, hat das nichts mit normalen Alterserscheinungen zu tun. Von Futtermittelunverträglichkeit über Schilddrüsenproblem bis Autoimmunerkrankung, Pilzinfektion und so weiter kommt da alles mögliche in Frage. Was sagt denn der Tierarzt?
Gruß,
Myriam
Hallo liebe Forenmitglieder,
unserer eigentlich sehr robusten Mischlingshündin, 14 Jahre,
mittelgroß, fallen seit Herbst die Haare aus. Erst dachte ich,
das käme vom Fellwechsel, aber mittlerweile wird sie zunehmend
kahler. Sie bekommt Seniorenfutter, Hefeflocken und viel Obst
und Gemüse. Das frisst sie, ebenfalls seit vergangenem Herbst,
sehr gerne. Kann man den Haarausfall stoppen?
Tierarzt fragen, klar aber:
hatte der gut gepflegte und ernährte Dackel meiner Tante auch. Splitterfasernackig war der im letzten Lebensjahr. Der Tierarzt meinte auch, das wär so, bei manchen Hunden, wenns zu Ende geht, aber das Ende könne noch dauern…
LG
Johanna
Auch LG
Allu
[MOD: überflüssiges Vollzitat entfernt]
Danke, Myriam. Die Ärztin meinte eben, dass das im Alter schon vorkommen kann. Zur Sicherheit könnte man diverse Laboruntersuchungen machen lassen, die aber sehr aufwändig wären und eine anschließende Behandlung noch aufwändiger. Sie meinte, wenn es dem Hund ansonsten gut ginge, würde sie nicht unbedingt das gute Befinden durch Medikamentenvergabe verschlechtern wollen, da bei dieser Behandlung mit Nebenwirkungen zu rechnen sei. Ich finde die Stellungnahme sehr ehrlich, denn schließlich könnte die Ärztin mit einer Behandlung mehr verdienen, als mit einem Ratschlag.
Gruß
Johanna
[MOD: überflüssiges Vollzitat entfernt]
Hallo Allu,
danke für Deine Antwort. So ähnlich hab ich mir das auch gedacht. Die Tierärztin hat das auch mehr oder weniger bestätigt. Wie ist denn Deine Tante damit umgegangen? Hat der Dackel Beschwerden bekommen? Hat er sich im Sommer freiwillig in den Schatten gelegt? Unsere Hündin knallt sich immer in die pralle Sonne, und da denke ich, dass das einem nackten Hund nicht unbedingt gut tut. Sie geht erst nach mehrmaliger Aufforderung in den Schatten, da ist sie stur. Dass sie bei Kälte friert, hat sie ziemlich rasch bemerkt und kommt einfach früher als gewohnt in die warme Stube zurück. Hat der Dackel Deiner Tante auch viel getrunken? Wie lange lebte er noch mit seiner Nacktheit?
Liebe Grüße
Johanna
Hallo Johanna!
Ich gehe da aber so gar nicht mit der Kollegin konform!!! Was Du beschreibst kann u.a. sein:
hormonelle Imbalanz der Eierstöcke (falls sie nicht kastriert ist) mit möglichem Tumor
Diabetes mellitus
Schilddrüsenunter / -überfunktion
Morbus cushing
kompensierte Niereninsuffizienz
Mit einer gründlichen Blutuntersuchung bekommt man Hinweise, in welche Richtung zu suchen ist! Einen Tumor solltest Du schnell entfernen lassen, sofern er oparabel ist.
Diabetes mellitus ist einfach zu behandeln, hat aber schwere Folgeschäden bis zum Tod des Tieres, wenn es nicht gemacht wird!
Schilddrüsenüber / -unterfunktion führt zu reduziertem Allgemeinbefinden, der Hund ist nicht wirklich krank, fühlt sich aber auch nicht wohl, ist ebenfalls mit Medikamenten gut zu behandeln.
Morbus cushing ist komplizierter, kann aber, unbehandelt, ebenfalls zu Diabetes führen, die Lebenserwartung bei Behandlung ist höher und die Lebensqualität besser!
Eine kompensierte Niereninsuffizienz wird irgendwann dekompensieren, dann hat Dein Hund ein akutes - häufig irreparables und damit tödliches - Nierenversagen!
Ich bin nicht der Ansicht, daß man einfach, weil der Hund älter ist, auf weitere Diagnostik verzichten sollte. Schließlich haben auch unsere Senioren ein gesundes und angenehmes Leben verdient!
Liebe Grüße
Archie
Die Ärztin meinte eben, dass das im Alter schon
vorkommen kann.
Zur Sicherheit könnte man diverse
Laboruntersuchungen machen lassen, die aber sehr aufwändig
wären und eine anschließende Behandlung noch aufwändiger.
Für mich bedeutet das übersetzt: ich weiß keine Erklärung und scheue mich, teure Tests anzuordnen, weil ich den Eindruck habe, für den alten Hund lohnt es sich nicht mehr.
Sie
meinte, wenn es dem Hund ansonsten gut ginge, würde sie nicht
unbedingt das gute Befinden durch Medikamentenvergabe
verschlechtern wollen, da bei dieser Behandlung mit
Nebenwirkungen zu rechnen sei.
Sie weiß doch gar nicht die Ursache. Wenn es z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion ist, dann haben die Medikamente praktisch keine Nebenwirkungen. Diese Aussage finde ich ziemlich daneben.
Ich finde die Stellungnahme
sehr ehrlich, denn schließlich könnte die Ärztin mit einer
Behandlung mehr verdienen, als mit einem Ratschlag.
Ich denke, sie geht hauptsächlich den Weg des geringsten Widerstandes.
Durch meine Tierschutz-Connections sehe ich eine unglaubliche Menge von Hunden. Gelegentlich sind auch welche mit größeren kahlen Stellen dabei, das ist aber nie einfach Alter, sondern i.d.R. Räude, Symptom einer Krebserkrankung oder ein Problem der Schilddrüse.
In meiner Nachbarschaft war ein Airedale-Rüde mittleren Alters, der große kahle Stellen hatte, deren Ursache man angelblich nicht finden konnte. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass er Tumore in der Leber hatte, an denen er schließlich recht schnell verstarb.
Gruß,
Myriam
Hallo und danke für die aufschlussreiche Antwort.
Genau aus diesem Grund, den Sie zum Schluss beschreiben, suche ich erst noch auf diese Art Rat, bevor ich den Tierarzt wechsle.
Liebe Grüße
Johanna
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Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar und möchte mich auf diese Weise - wenn man so will - „munitionieren“, um gegebenenfalls auch einen Arztwechsel in Kauf zu nehmen. Unserer Hündin geht es ansonsten wirklich prächtig. Dem Alter entsprechend schläft sie mehr als noch vor zwei, drei Jahren. Der Schlaf ist auch sehr ruhig. Sie frisst normal und auch ihr Verhalten hat sich in keiner Weise geändert.
Danke für die aufschlussreiche Auskunft und liebe Grüße
Johanna
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Allu,
danke für Deine Antwort. So ähnlich hab ich mir das auch
gedacht. Die Tierärztin hat das auch mehr oder weniger
bestätigt. Wie ist denn Deine Tante damit umgegangen? Hat der
Dackel Beschwerden bekommen?
Halt die ganz normalen Alterswehwehchen
Hat er sich im Sommer freiwillig
in den Schatten gelegt?
Ja
Hat der Dackel
Deiner Tante auch viel getrunken?
eigentlich nicht übermäsig
Wie lange lebte er noch mit
seiner Nacktheit?
Von dem Zeitpunkt, als das Fell lichter wurde und nicht mehr nachwuchs, über den Verlust aller Zähne noch gut 2 Jahre.
Liebe Grüße
Johanna
Auch liebe Grüße!
Allu
Ps.: In meinem nächsten Leben werd ich Hund bei dir…