Heldentod

Dürfen SAZ bzw. Berufssoldaten verweigern, wenn sie nach
Afghanistan geschickt werden sollen ?

Ja, denn jeder Soldat hat das Recht, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Dies ist dann verbunden mit seinem Kdv-Antrag, dem - wird er positiv beschieden - die Entlassung aus der Bundeswehr und somit freilich auch die Befreiung von der Pflicht zum Dienst in Afghanistan folgt.

Es ist jedoch nicht möglich, explizit die Teilnahme an einem bestimmten Einsatz zu verweigern, denn zu der Teilnahme haben sich ja alle, die freiwillig Soldat sind, freiwillig entschieden. Dass man ihnen ein Recht einräumen sollte, sich gerade dann, wenn es drauf ankommt, aus ihrer Selbstverpflichtungen entledigen zu dürfen, sehe ich nicht.

Gruß
tigger

Wieso nicht ?
nun … Afghanistan ist ja -ob man will oder nicht- ein Kriegseinsatz. Wenn es wirklich eine Friedensmission wäre, dann könnte man doch einfach Zivilisten hinnschicken.
Solange die Soldaten „nur“ umkommen oder getötet werden, und bei SelbstVerteidigung mit Todesfolge noch vor Gericht zitiert werden,dann sehe ich es einfach nicht ein, dass man gezwungen wird hin zu gehen.
Wenn die Regierung aufrichtig wäre, und es klar sagen würde, was Sache ist, dann OK. Aber so …

Hallo,
Mal so in Kurzform anhand des Gelögnisses, verpflichtet sich der Soldat der Bundesrepublick treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.
Nur wo steht geschrieben, dass Soldaten dabei nur zu Friedensmissionen ausrücken müssten?

Gruß
Werner

treu zu dienen ?
Treu zu dienen ? wenn die Parlamentarier durch Mogelei Krieg in Friedensmission umbenennen, dann Frag ich mich, ob das Gelöbnis überhaupt noch einen Wert hat …

Hallo,

was soll man dazu sagen?
Soll das ein Argument für irgendwas sein?
Wahrscheinlich ist es die versteckte selbstaussage, dass du nicht weißt was es bedeutet!?

Gruß
Werner

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Hallo,
ja wenn das Leben so einfach wäre und alles so offensichtlich.

Ein Soldat muss zunächst mal seinen Auftrag/Befehl erfüllen. Ob dieser Auftrag besonders klug oder letztlich gerechtfertigt ist kann er sich fragen, aber er muss ihn trotzdem erfüllen. Davon gibt es einige wenige Ausnahmen.

In weniger drastischer Form gilt es für fast jeden Beruf, dass man den Anweisungen von Vorgesetzten zu folgen hat, selbst wenn man den Chef für einen Deppen hält, nur ist bei Soldaten die Verbindlichkeit und wohl oft auch das Risiko höher.

Soldaten verpflichten sich zu Pflichterfüllung und dazu gehört auch Gehorsam. Kann ja sein, dass du nicht bereit bist dich auf so etwas einzulassen und du einzig und allein deiner Meinung verpflichtet bist, dann solltest du darauf achten welchen Beruf du ergreifst.

Gruß
Werner