Hallo Steffen Rempp.
Ich habe meine Bemerkungen in ihren Text unten eingetragen.
Hoffentlich kann ich ihnen damit helfen.
Gruß F. Harte
wer-weiss-was-Expertenanfrage [No Reply] schrieb:
> Hallo Frank Harte,
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> Steffen Rempp hat dir bei wer-weiss-was eine Anfrage mit dem Titel "holzbau " gestellt und dich als Experten ausgewählt.
> Wir bitten dich, die Anfrage in jedem Fall zu beantworten - zur Not mit dem Hinweis, dass du nicht weiterhelfen kannst.
>
> Zum Lesen der Anfrage und zum Beantworten klicke bitte hier:
> http://www.wer-weiss-was.de/app/query/display_query?..
>
> * Bitte achte zu deinem eigenen Schutz darauf, in deiner Antwort keine persönlichen Daten zu veröffentlichen.
> * MISSBRAUCH meldest du bei [email protected].
>
>
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> Liebe/-r Wer-Weiss-Was-Experte/-in!
>
> Folgende Problemstellung:
>
> Wir haben von einem Holzhaushersteller ein Holzhaus in Ständerbauweise erstellen lassen. Der Rohbau wurde im Dezember 2009 erstellt. Im März/April 2010 haben wir das Haus dann streichen (lasieren) lassen.
> Die Konstruktion sieht folgendermaßen aus:
> Ständer, dazwischen, leicht zurückgesetzt, Blockbohlen, 42 mm stark (Nut-und Feder), dahinter Zelluslosedämmung und schließlich Innenwand (Sichtschalung Fichte, bzw. Fermacellplatten).
> Jetzt haben wir nach den letzten heißen Tagen festgestellt, dass die Bohlen zwischen den Holzständern „geschrumpft“ sind. Im Fachjargon heißt es glaub ich „reduziert“.
> Die Zimmerleute nennen das „Arbeiten des Holzes“. Damit ist das Quellen und Schwinden gemeint.
>
> Dies hat zur Folge, dass nun eigentlich rund um das Haus die ungestrichenen Stellen (Nut und Feder) mal mehr mal weniger hervortreten. Ich empfehle deshalb auch immer die Bretter für die Verschalung vor dem Einbau min. 1x zu streichen.
>
> Im Westbereich (Balkon mit Wintergarten) hat sich das Holz derart reduziert, dass sich die Bohlen mit der Hand rauf und runter schieben lassen, sodass die einzelnen Bohlen bis zu 2-3 cm auseinandergeschoben werden können.
> Die Bretter sind wohl gar nicht befestigt worden. Wenn sie angeschraubt, angenagelt oder angetackert wären, ließen sie sich nicht verschieben. Das stellt für mich einen Mangel dar.
>
> Habe den Mangel unserem Haushersteller mitgeteilt. Die Firma will Ende nächster Woche kommen und die Mängel beheben. Allerdings ist mir nicht ganz klar wie. Der gute Mann hat gemeint, dass die losen Bohlen irgendwie nach oben geschoben werden und ein Teil dann irgendwie eingefügt wird. Bezüglich der übrigen Bohlen, bei denen „nur“ die ungestrichenen Stellen zu sehen sind, hat der Haushersteller sinngemäß gemeint: Pech für die Kuh Elsa, die müssten wir halt nochmal streichen (das Haus streichen zu lassen hat uns schlappe 6500 Euro gekostet, abgesehen davon müssten wir nochmals komplett ein Gerüst stellen).
> Um das Streichen werden sie kaum herumkommen. Jedoch wird der ungestrichene Teil der Bretter weniger sichtbar, wenn es wieder feuchter wird und die Bretter wieder „Quellen“. Bei der nächsten Trockenperiode werden sie aber wieder sichtbar.
>
> Vielleicht noch zum Hintergrundwissen: In der Bau und Leistungsbeschreibung des Herstellers steht: „Durch die eigens entwickelte und ausgereifte …(Name Hersteller)-Holzständerkonstruktion, ohne Setzungsprozesse wie im herkömmlichen Blockhausbau und ohne Schwund- und Verformungen durch Verwendung von Brettschichtholz“
> Das bezieht sich auf die Konstruktionshölzer aus Brett-Schicht-Holz (auch Leimholz genannt). Dieses hat stark verminderte Quell- und Schwindmaße, sowie weitere formstabile Vorteile. Ich kann dies nur allen empfehlen!
>
> Jetzt (endlich) zu meiner Frage(n): Wie müsste die fachgerechte Mängelbehebung aussehen?
> Ist nicht der Haushersteller auch verpflichtet, für die „optische“ Mängelebeseitigung (sichtbare ungestrichene Nut- und Federteile) Sorge zu tragen, bzw. dafür aufzukommen?
> Es kommt drauf an, was vereinbart wurde. Sollten die Bretter in ungestrichenem Zustand eingebaut werden und erst später gestrichen werden, so ist wie beschrieben mit dem o.g. Effekt zu rechnen.
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> Der Haushersteller hat noch gemeint, dass die Bohlen vermutlich bei zu nassem Wetter gestrichen worden sind! Das ist zum einen nicht der Fall, zum anderen kann dies doch nicht als Ursache herangezogen werden, oder?
> In gewisser Weise hat er ja recht. Wenn sie gewartet hätten, bis es so trocken wie im Moment ist, hätten sie später nie was von den ungestrichenen Stellen zu sehen bekommen. Diese Vorgehenweise setzt aber gewisse Fachkenntnisse voraus. Trotdem ist es ehe ungewöhnlich. Das von mir oben beschriebene Verfahren (erst streichn und anschl. einbauen) ist zu bevorzugen.
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> Falls ich es schlecht beschrieben habe, oder etwas unklar ist, kann ich gerne auch Bilder/Videos, zukommen lassen.
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> Im Voraus besten Dank für die Mühen und Grüße,
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> Steffen Rempp
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