Moin Moin,
dass „Innenminiskushinterhornriss zusammen mit
einem Ganglion“ hat (was auch immer das heisst?!)
das bedeutet folgendes:
Erstmal das hier http://www.lengerke.de/knie/frame/index/a-band.htm angucken. Auf dem Bild siehst du M1 und M2. Das sind die Menisken. Sie bestehen aus Knorpel und liegen unter der Kufe des Oberschenkelknochens. Um das Kniegelenk herum befindet sich eine sogenannte Gelenkkapsel (wie in nahezu jedem Gelenk). Dort wird u.a. auch eine Gelenkflüssigkeit gebildet, die das problemlose Auf- und Zuklappen eines Gelenkes ermöglicht.
Das heißt: Ist der Meniskus verletzt, scheuert irgendwann wann die Kufen des Oberschenkelknochens mit dem Wadenbein (vergl. mit Bremsscheiben beim Auto. Sind die Bremsscheiben runtergefahren, quietscht, kratzt, knarrt es auch).
Ein Ganglion bedeutet, dass sich auf dem Meniskus eine Geschwulst gebildet hat (auch „Überbein“ genannt). Diese bilden sich gerne in Gelenkkapseln oder auf Sehnen. Da das Ganglion physiologisch dort nicht hingehört, fordert es Raum ein und es kommt zu Beeinträchtigungen in der ursprünglichen Funktion des Gelenkes.
„Innenminiskushinterhornriss zusammen mit einem Ganglion“ heißt also nichts weiter, als das ein Meniskus im Kniegelenk (und zwar der innere) an einer Stelle (Hinterhorn) einen Riss hat. Auf dem Riss hat sich ein Überbein gebildet.
Der Orthophäde hat zu einer OP geraten, in welcher
die „Ganglion“ und der eingerissene Minikus entfernt werden
solle…
Das ist nicht unklug, immerhin kann durch eine Dauerbelastung (dein Freund läuft ja auch und die Kniegelenke halten ja den Gesamten oberen Teil des Körper und federn die Belastung ab) zu weiteren Komplikationen führen in der Zukunft.
Mein Freund hat jedoch Bedenken, ob diese OP zwingend
erforderlich ist, bzw. ob er ohne diese OP ein großes
Gesundheitsrisiko (Folgeschäden) in Kauf nimmt. Er spielt viel
Fussball und würde sich die OP gerne ersparen.
Meiner Meinung nach (ich bin kein Orthopäde) kann er das Fussballspielen irgendwann ganz vergessen, wenn er das nicht behebt oder beheben lässt.
Was denken die Wisenden dazu, könnt ihr eine Empfehlung geben?
Ich würde sagen, er soll sich noch ein paar Beratungsgespräche geben lassen und sich ganz genau informieren. Über alle Komplikationen, die auftreten können, was ganz genau in seinem Knie los ist (nicht vom Fachchinesisch abschrecken lassen, ganz genau nachfragen, wenn was nicht verstanden wurde. Dem Arzt keine falsche Scham entgegenbringen, ganz klar sagen, was verstanden wurde und was nicht. Wenn er die Ausdrücke immer noch nicht verstanden hat, wieder so lange den Arzt nerven, bis er es in einem verständlichen Deutsch erklärt hat. Mit Modellen, Zeichnungen etc etc.).
Er soll sich auch über die Folgeschäden einer Nicht-OP beraten lassen. Und dann abwägen, ob er die Folgeschäden mit einer Routinemäßigen Knie-OP vereinbaren kann.
Über Antworten würde ich mich freuen,
danke im voraus
bitte
levi