Hi Stefan
Eine magnetnadel hat nun die Tendenz, sich immer paralell zu
den Feldlinien einzuordnen.
Aus diesem Grund sind die Magnetnadeln auf der Nordhalbkugel
am Südende ein bissle schwerer als am Nordende der Nadel.
irgendwie erklärt das nicht wirklich warum man einen
südhalbkugel-kompaß GARNICHT auf der nordhalbkugel benutzen
können sollte.
Gar nicht ist natürlich übertrieben. Einen Südhalbkugel-Kompass kann man ausgezeichnet auf der nordhalbkugel verwenden, wenn man auf der nach Nord weisenden Nadel ein kleinen Gewicht befestigt.
angenommen ich nehm den kompaß aus der tasche, dann zeigt die
nadel irgendwohin … wenn sich jetzt auf grund eines gewichts
die nadel nicht wirklich frei drehen könnte, dann hätte JEDER
kompaß mit so einem gewicht das problem sich korrekt
auszurichten.
Also wir reden jetzt mal nicht über den Kompass zum selberbasteln aus dem Yps-Heft
))
Zum einen fallen die magnetischen Feldlinien hier bei uns mit ca 60 ° neigung zur Erdoberfläche ein. es wirkt also eine erhebliche neigende Kraft auf die Nadel ein.
jede Magnetnadel im Kompass liegt auf einem nadellager oder ähnlichem (Öllager etc), dadurch werden die regionalen Unterschiede in der Inklination auch ausgeglichen.
bei den kompanten, die ich bisher gesehen und in der hand
hatte, ist die nadel in der mitte um 2 achsen schwenkbar …
auf einem nadellager z.b.
damit kann sich die magnetnadel nach N-S ausrichten und von
mir aus auf einer seite etwas richtung boden zeigen oder auch
nicht - für das ablesen der N-S richtung ist das ja egal weil
die feldlinien im großen und ganzen parallel zur oberfläche
sind.
Tja, leider falsch…
bei Uns sind das so 60 ° Einfallen…
Nimm nun einen Kompass, der auf diese Inklination eingestellt ist, und bring ihn nun in ein Feld, dass in die Andere richtung einfällt. dadurch verkippt die nadel so extrem, dass sie klemmen kann und man den Kompass Schief halten muß, damit die nadel wieder frei schwingt (selber erlebt, ich musste meinen Kompass für Namibia umbauen… das war ein Gefummele)
Auch flüssigkeitsgelagerte Kompanten können so stark verkippt werden, dass die frei schwimmende Scheibe an dem Rand scheuert und sich verhakt. (das ist saublöde, wen man das Peilfernglas immer schief halten muß)
Für halbwegs exakte Messungen ist ein Kompass, den man verkippt halten muß, natürlich wenig geeignet.
das man so wischiwaschi die nordrichtung feststellen kann, ist auch klar.
noch besser sind nat. öl-gelagerte nadeln weil sich die nadel
dann „frei“ bewegen kann.
ich hab noch nie einen kompaß gesehen, bei den die nadel auf
dem untergrund aufliegt wie die zeiger einer analogen uhr!
Tut er auch nicht.
Das "Reitgewicht liegt auf der frei schwebenden Magnetnadel, Es dient dazu, die Nadel horizontal zu halten. es Bremst die nadel nicht im Geringsten
Gruß
Mike