Kriminologisches Gutachten "Köln" hier: Tätermotivation

Hallo,

inzwischen liegt auch das Ergebnis des kriminologischen Gutachtens der Silvesternacht-Vorfälle vor.

Ganz abgesehen davon, dass die Polizei vor Ort – m.E. aufgrund entsprechender Anweisungen der NRW-Landesregierung und des Polizeipräsidenten - unangemessen agierte, vermisse ich im Gutachten allerdings die Schlussfolgerung, dass die Übergriffe überwiegend auch aus fremdenfeindlichen und frauenverachtenden Motiven erfolgt sein könnten,

da diese Taten

  • ausschließlich an jungen Mädchen

  • lediglich einer ethnischen Gruppe

  • zu verschiedenen Tageszeiten, an verschiedenen Orten (auch Bundesländern)

  • von verschiedenen Einzeltätern

  • einer anderen bestimmten ethnischen Gruppe verübt wurden,

  • die ihre Vorgehensweise dazu offenbar nicht vorher untereinander abgesprochen und geplant hat,
    wobei
    die regelmäßig erfolgte sexuelle Demütigung eher das Hauptmotiv bzw. die wohl nicht regelmäßig erfolgte Beraubung lediglich das Nebenmotiv darstellte.

„Ich fühlte mich in dieser Nacht nicht wie ein Mensch, sondern eher wie ein Gegenstand.“ Oder: „Als Frau kam man sich unter den ganzen ausländischen Mitbürgern vor wie im Zoo.“

„…Sie zeigen die Zügellosigkeit der Täter – und die Passivität der Polizei. Bei insgesamt 1580 Anzeigen ging es in 46,8 Prozent um sexuelle Übergriffe, davon 17,2 Prozent in Verbindung mit Diebstählen…

„….„Am 31. Dezember und 1. Januar sind insgesamt 227 Anzeigen eingegangen. Das sind schon über 20 Prozent der Fälle. Worauf die sich bezogen haben, müssen wir noch auswerten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es nur Diebstähle waren…

„….1000 Anzeigen untersucht und wurde am vergangenen Dienstag von den Abgeordneten lange dazu befragt. Dabei stellte sich auch heraus, dass viele Anzeigen bereits an Neujahr vorlagen……

„….Ziel war es, mich zu beklauen.“… Kriminologe Egg vertritt in seinem Gutachten die Ansicht, „dass es sich bei der Vielzahl der Täter nicht um eine bezüglich des primären Tatmotivs homogene Gruppe gehandelt hat, sondern dass in dieser Nacht unterschiedliche, möglicherweise auch wechselnde Motive – je nach Tatgelegenheit und Situation – bedeutsam waren“.

Die Frage ist, ob ein strafverschärfender Tatbestand „Fremden-/Frauenfeindlichkeit“ bei Gewalt- und Raubdelikten überhaupt -zumindest rein theoretisch- in Erwägung gezogen werden könnte. Vermutlich mangelt es am Tatbestand „politische Motivation“, oder ?


Wie sehr Ihr das ?

Gruß
rakete

Moin,

ohne Gutachten kein Ergebnis des Gutachtens. Ich lese nur einige fragmentarische Gesprächsfetzen. Und die WELT bettet das natürlich genauso in ihr Erklärmodell wie es der SPIEGEL vor zwei Tagen tat. Beide so, dass die jeweils eigene Agenda (bzw. zu verbreitendes „Dogma“) gestärkt erscheint.

Da wundert es mich nicht, dass die WELT hier Verantwortlichkeiten bei der (rot-grünen :wink:) NRW-Landesregierung als bestätigt erscheinen lässt, während der SPIEGEL die Behauptung in den Vordergrund stellt, dass es sich nicht um OK handelte. Ähhh … nö … aber in weiten Teilen bandenmäßiges Vorgehen, dass wiederum von sehr wohl organisierten Kleinbanden initiiert wurde. Darüber verliert der SPIEGEL kein Wort. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/koelner-silvesternacht-gutachter-sieht-keine-anzeichen-fuer-organisierte-kriminalitaet-a-1118049.html

Wen wundert es, wenn schon lauter selbsternannte Gefängnispsychologen kürzlich vom Schreibtisch aus die Suizidgefährdung eines U-Häftlings zu beurteilen wussten und auch die Verantwortung bei der Landesführung sahen und nicht bei der Psychologin :grin: . #postfaktischediagnosekunstdurchlaien

Ich habe gestern bereits auf dem Portal des NRW-Parlaments vergeblich versucht, das Gutachten zu finden. Es wäre vorstellbar, dass das Gutachten erst nach Abschluss des U-Ausschusses veröffentlicht werden wird. Denn es gibt noch weitere Zeugenbefragungen, die bei einer sofortigen Offenlegung wahrscheinlich beeinflusst werden würden :wink:.

Sollte ich mich aber irren und das Gutachten bereits öffentlich zugänglich sein, dann bitte nur her mit dem Link. #nervenzerfetzendeanspannung

Falsch. Es waren mehrere, aber deutlich überwiegend aus muslimischen Mehrheitsgesellschaften oder mit (mutmaßlich) entsprechendem MiHiGru.

Ach, Du hast alle Protokolle gelesen? Mit dem ausschliesslich wäre ich aber vorsichtig. Es wird sich weit überwiegend um Mädchen/junge Frauen gehandelt haben, weil die eben um die Uhrzeit auf Party in der Gegend unterwegs waren.

Das wird den Gutachter wenig interessieren, da er die Vorgänge in einer Stadt zu begutachten hatte.

Nein. Es gab zwei unterschiedliche Tätertypen. Die einen wollten gezielt klauen/rauben (Antänzer). Die anderen gezielt übergriffig werden und evtl. bei der Gelegenheit zusätzlich noch „abziehen“ (Gelegenheit macht Diebe).

Ich halte rein gar nichts von diesen dämlichen Sondertatbeständen. Mich juckt es auch nicht, ob jemand wg. Geld, Eifersucht oder Hautfarbe einem anderen die Birne einschlägt.

Und richtig verlogen wird es, wenn jemand zwar härtere Strafen für „Hassverbrechen“ fordert, aber zwei Tage später die Reform des Mord-§ fordert, weil der während 33-45 geändert wurde und es u.a. genau um solche „niederen Beweggründe“ geht.

Du rüttelst übrigens an einem goldenen Kalb, wenn Du unterstellst, dass auch Ausländer Deutschen gegenüber fremdenfeindlich sein könnten. Ich bin dazu mal auf die Abwiegelversuche gespannt.

Gruß
vdmaster

Wäre es denkbar, das es nicht veröffentlicht wird? Polizeitaktische Gründe, Jugendschutz, Datenschutz oder ein anderer vorgehaltener Mist?

es waren doch wohl weit überwiegend „Nordafrikaner“

so wurde es zumindest bisher kolportiert.

Etwas entsprechendes ist schwer zu konstruieren. Aber mal angenommen, vor der Semperoper muss eine größere Gruppe saudischer Frauen über den stark belebten Platz (z.B. Treff von Dynamo-Fans o.ä.), wird in ähnlicher Weise traktiert und bestohlen wie in den Köln-Vorfällen. Hassverbrechen oder nicht?
Gruß
rakete

Hallo

Wahrscheinlich.

Allerdings bezweifele ich, ob bei rechts-, links- oder anders-radikalen Straftätern wirklich immer die politische Motivation im Vordergrund steht. Wenn, dann würden sie sich doch vielleicht mehr Gedanken über die politische Wirkung ihrer Taten machen. Ich glaube, dass die politischen Parolen oft eher ein vorgeschobener Grund sind, um Gewaltphantasien mit irgendeiner moralischen ‚Berechtigung‘ ausleben zu können.

Viele Grüße

Ne, glaube ich nicht. Denn die Daten der Personen stehen sicher nicht drinnen, Jugendschutz ist nicht nötig und mittlerweile wird auch sicher nicht mehr polizeilich rumermittelt, falls der mutmaßliche Täter nicht bereits identifiziert ist.

Von den 183 Beschuldigten gelten 55 als Marokkaner, 53 als Algerier, 22 als Iraker, 14 als Syrer und 14 als Deutsche. 73 Beschuldigte sind Asylsuchende, 36 hielten sich illegal in Deutschland auf, elf hatten eine Aufenthaltserlaubnis; bei den Übrigen ist der Status ungeklärt. Acht Beschuldigte befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

IMHO wird die Masse der Beschuldigten wg. Hehlerei/Diebstahl beschuldigt, weil man bei ihnen gestohlene Gegenstände fand. Da hat man vergleichsweise leichtes Spiel. Die wenigsten dürften aufgrund eines sex. Übergriffs belastet worden sein. Denn dafür benötigt man eine Personenidentifikation, was i.d.R. bei diesem Massenphänomen deutlich schwieriger zu bewerkstelligen sein dürfte. Auf frischer Tat wurde - falls ich mich recht entsinne - wurde kein einziger „Grapscher“ dingfest gemacht.

Und die „Nafris“ sind ja auch in der Gegend für den Antanzertrick ganz besonders berüchtigt.

Ist mir völlig wurscht, weswegen ich auch keinen Hirnschmalz investieren. Das Label „Hassverbrechen“ ist ganz klar ein Etikett zur Durchsetzung einer pol. motivierten, besonderen Strafjustiz. Als nächster Schritt folgt dann die Umkehr der Beweislast, wenn man keinen Riegel vorschiebt :unamused:. #vglginalisadasjustizopfer

Gruß
vdmaster

Natürlich ist das ein ideologisch motivierter Abschreckungstatbestand nach US-Vorbild. Aber wir müssen damit nun mal leben. Und gesetzliche Regelungen müssen Art. 3 GG auch in der Form gerecht werden, als dass sie nach jeder Richtung gelten müssten. Es sei denn, es wäre als „lex specialis“-also nur Toleranzvergehen Deutscher bestraft- konzipiert, was hier nicht der Fall ist.
Gruß
rakete

Leider zitiert die Presse das Gutachten nur. Aber hier:

Deutsche werden verachtet: Eindeutig war aber auch die Verachtung der muslimischen Täter nicht nur für Frauen, sondern für alle Deutschen, wie die von einem Beamten wiedergegebene Diebstahls-Anzeige eines aus Syrien stammenden Arztes belegt, der in einer Gaststätte kurz auf die Toilette ging:

„Als er (wieder) zu seinem Platz gekommen sei, sei eine männliche Person an seiner Tasche gestanden. Diese Person habe ihm gesagt, dass er die Tasche gestohlen hätte, wenn er nicht zufällig zurückgekommen wäre. Da er (Hinweisgeber/Anzeigenausstatter) aber Moslem wäre, würde er die Tasche nun nicht stehlen. Die männliche Person habe ihn aufgefordert, sich an Diebstählen zum Nachteil der ‚Kufar‘ (Ungläubige) zu beteiligen.”

Der Gutachter fürchtete offenbar den üblichen Vorwurf, man dürfe nicht pauschalisieren und fügte gleich danach hinzu: „Dabei handelt es sich selbstverständlich um eine Einzelbeobachtung, die nicht verallgemeinert werden kann.“ Doch auch andere Anzeigen liefern Hinweise auf diese Haltung der Täter:

„So äußert sie, dass sie den Mann, der sie am Gesäß angefasst hatte, zur Rede gestellt habe. Er habe sie allerdings nur ausgelacht und ihr gesagt, dass sie sich nicht so anstellen solle. Als sie ihm entgegnete, dass das nicht in Ordnung sei, habe er sie als ‚Schlampe‘ bezeichnet.”

Ich denke mal, ein „gutwilliger“ Richter hätte daraus vielleicht eine politische Motivation basteln können.

Gruß
rakete


Auch wenn bei diesem neuen Schwimmbadfall der älteste Täter erst 14 war, reißen diese Beweise mangelnden Respekts offenbar nicht ab. Ein Erziehungsversagen der Eltern oder -bei „UMF“ amtlicher Betreuer-? Hat man aus „Köln“ nichts gelernt und seitdem nichts besseres gelehrt?
Gruß
rakete

Doch! Mindestens einer.
Der WDR hat über diesen Fall in der letzten „frau tv“-Sendung am 20.10.16 berichtet. Täter wurde In Handschellen abgeführt, aber am 01.01. wieder laufengelassen - und nun ist er nicht mehr auffindbar.

Link zur Mediathek klickmich

Gruß
.

2 Like

Auf der Domplatte kann ein Beamter nicht die sozialen Probleme diskutieren.
Er kann sich auch nicht mal „gschwind ne Kultur-CD runterladen“ und im Einsatzfahrzeug
reinziehen, bevor er handelt. Er kann auch nicht vor Ort Gesetzbücher aufschlagen.
Aus meiner Sicht hat die Befehlskette nicht funktioniert … und vieles mehr.
Ein Einschreiten von normalen Bürgen halte ich hier für zu gefährlich.
Insgesamt schwierig. In solch einem Fall wirken Hunde m.E. wahre Wunder.
Allein der Anblick macht Eindruck.