Hallo!
Bringt nichts ohne vorherige Zielsetzung. Die kann nur von Dir kommen, weil niemand wissen kann, was Du erreichen möchtest.
Ich kenne die Größe Deines Haushalts nicht. Ein durchschnittlicher 1-Personen-Haushalt braucht ungefähr 2.000 kWh p. a, ein 3- bis 4-Personen-Haushalt etwa 4.000 kWh. Der Verbrauch ist heftig von Nutzung, Ausstattung und Art der Warmwasserbereitung abhängig, die Zahlen sind deshalb nur Größenordnungen. Trotz dieser Unbekannten ist zu erkennen, dass man mit einem Speicher für knapp 7 kWh neben der Sache liegt. So etwas kommt über Spielkram zur Überbrückung kurzen Stromausfalls nicht hinaus. Außerdem sollte man wissen, dass Photovoltaik zwischen Spätherbst und Frühlingsbeginn nur geringen Ertrag bringt, während trüber Monate so gut wie nichts.
Das Jahr hat 8760 Stunden. Für Photovoltaik kann man in D mit höchstens 1000 Volllaststunden p. a. rechnen. Für 1 kW Leistung braucht man 6 m² Photovoltaik, die übers Jahr höchstens 1.000 kWh Energie bringt. Wenn ein aus Photovoltaik gespeister Speicher wirksam sein soll, braucht er um Zehnerpotenzen größere Kapazität als die Dinger der verlinkten Seite. Zur Deckung des el. Energiebedarfs eines Haushalts mit 4.000 kWh braucht man 24 m² Photovoltaik. Die Photovoltaik müsste einen 2.000 kWh-Speicher für die dunkle Jahreszeit laden. Die angegebenen sechskommaund kWh sind einfach nur Kinderkram.
Energiespeicher wirklich brauchbarer Größenordnung sind mit Akkus für Privatleute nicht darstellbar, schlicht unbezahlbar. Nur zur Veranschaulichung: Der Starterakku eines Pkw bringt es auf 0,5 bis 1 kWh. Daran erkennt man, dass Batterien für den Energiebedarf eines Haushalts die ungeeignete Technik sind. Zu Zeiten des Kalten Kriegs betrieb die BEMAG in Berlin die weltweit größte Akku-Anlage zur Notstromversorgung lebenswichtiger Einrichtungen Berlins. Das war eine riesige, mit Akkus gefüllte Halle. Geld spielte keine Rolle, aber so kann kein Privatmensch rechnen.
! Liter Benzin wiegt etwa 0,85 kg und bringt es auf 10 kWh. Diese Energie in Bleiakkus erfordert je nach Technologie um die 200 kg Masse (in Lithium-Ionen-Technik ist es immer noch viel zu groß und insbesondere teuer), aber Wasserstoff bringt 33 kWh Heizwert/kg bzw. 300 g für 10 kWh. Einige entscheidende Details und Probleme lasse ich an dieser Stelle beiseite. Der entscheidende Punkt ist die Energiedichte, die mit Akkus nicht darstellbar ist. Man hat es mit einem Problem wie bei E-Autos mit Akkus zu tun: Die in Akkus darstellbare Energiedichte liegt in der falschen Größenordnung,. Solche Technik ist deshalb (abgesehen von Nischen) ein Holzweg.
Um bei kurzem Stromausfall den PC oder Server nicht abstürzen zu lassen oder Riesenschaden beim MRT im Krankenhaus zu vermeiden, kann man mit Akkus puffern. Das ist seit Jahrzehnten übliche Technik. Aber für nennenswerte Effekte in der Hausstromversorgung mit Photovoltaik fallen Speicher in der 7 kWh-Größenordnung unter Alterungseffekte und Rechenungenauigkeit. Man denkt entweder in der 1.000 kWh-Größenordnung oder lässt es wegen Nutzlosigkeit/Spielkram bleiben. 1.000 kWh entspricht dem Heizwert von 100 l Heizöl, aber die verlinkten 7 kWh haben mal gerade den Heizwert/Energiegehalt von einer Flasche Strohrum. Das ist einfach nichts, keinen Gedanken, schon gar keine Investition wert. Wenn Du ein Angebot einholst, werden die Leute für den Energiegehalt der erwähnten Flasche Rum einen fünfstelligen Betrag haben wollen und darauf hoffen, dass der Anfragende nicht versteht, worum es geht.
Gruß
Wolfgang