Komisch, ich schrieb nur etwas von Schlaglöchern. Die Sache
mit „aus jeglichem widrigen Verhalten“ stammt ganz allein von
Dir.
Ja genau, komisch, aus einer Pfütze ein Schlagloch zu
konstruieren, geht in die Richtung „aus jeglichen widrigen
Verhältnissen“.
Ach so.
Allerdings fand das Ereignis laut UP auf einem Radweg statt
und der Grund für das Bremsmanöver war nicht die Angst vor dem
Ertrinken, sondern vor nassen „Seidenstrümpfen“.
Komisch, das steht da gar nicht: „Angenommen, eine Radfahrerin
ohne Schutzbleche und mit Seidenstrümpfen würde plötzlich
bremsen, vor einer Pfütze.“
Wir dürfen getrost annehmen, dass die im UP gemachten Angaben
zu dem Fall kein toter Ballast sind, sondern zur Lösung
desselben beitragen sollen.
Du scheinst ohnehin viel anzunehmen, was Dir gerade in den Kram paßt.
Auch wenn die Person einen
Taucheranzug und eine Ritterrüstung angehabt hätte, hatte sie
das Recht, vor einem potentiell gefährlichen Hindernis zu
bremsen.
Das ist als Vorstellung ganz nett, tut hier aber nichts zur
Sache, weil du irrig davon ausgehst, ein potentiell
gefährliches Hindernis habe vorgelegen.
„Irrig“ schreibst Du, weil Du
a) vor Ort warst,
b) in die Rübe der radfahrenden Person schauen kannst oder
c) jetzt nicht mehr zurückrudern willst?
Und wieso muß überhaupt ein gefährliches Hindernis vorgelegen haben? Es reicht ja, wenn die Pfütze aus Sicht der radfahrenden Person ein gefährliches Hindernis vorgelegen haben könnte.
Aus genau diesem Grunde hat man nämlich Bremsen und
genau aus diesem Grunde hat man auch als Radfahrer Abstand zu
halten.
Und man hat Augen, um vorausschauend zu fahren.
Damit meinst Du vermutlich die nachfolgende Person, oder?
Aus welchem Grunde die Person gebremst hat, wird sich noch
herausstellen müssen und ist für die Beurteilung des Vorgangs
von herausragender Bedeutung. Bei aktuellem Wissensstand kann
man beide Varianten sicherlich erwähnen bzw. besprechen, nur
sollte man sich mit einer endgültigen Bewertung zurückhalten.
Für die Beurteilung ist weiterhin ausschlaggebend, für wie
glaubhaft die eventuelle Einlassung der Radfahrerin gehalten
würde, vor der Pfütze aus Angst vor Ertrinken gebremst zu
haben. Ob mit oder ohne Taucheranzug oder Ritterrüstung.
Ich hätte vor ungefähr 15 Artikel geschrieben, daß die Variante mit dem Hindernis durchaus einer Erwägung wert ist und bis dahin nicht klar ist, ob unrechtmäßig gebremst oder unrechtmäßig aufgefahren ist. Jeder hat ja so seinen eigenen Stil, aber daß Du alle anderen implizit als vollkommen verblödet darstellst, die zumindest beide Varianten für möglich halten, geht m.E. schon ein bißchen zu weit.