Reisetipps für Wohnmobil - Europa

Hat jemand ein paar Tipps für einen 10-tätigen Urlaub mit dem Wohnmobil?

Start ist in Freistadt (Österreich) mit Frau, 7jähriges Kind und einen Hund; Ende Juli, Anfang August.
Wir wollen uns überwiegend Abseits des klassischen Urlaubstourismus aufhalten. Den Süden (Kroatien, Italien, usw…) will ich eher vermeiden, da ich diese Ziele 1. mit dem Auto + Hotel anfahre wenn ich sie bereisen will, und ich 2. sehr hitzeempfindlich bin.
Berge, Bäche, Seen, Wälder - das stelle ich mir vor. Ein paar idyllische Orte und Plätzchen, wo man auch wandern und die Natur genießen kann. Auf Städtetrips bzw. Stadtbesichtigungen kann ich auch gerne verzichten; zumal dies auch nichts für unsere scheue Hündin ist.

Ich habe mir schon überlegt in Richtung Polen zu fahren - die haben auch ein paar schöne Flecken Natur?
Deutschland ist mir zu viel Flachland, und Schweden fällt aufgrund der kurzen Urlaubsdauer von nur 10 Tagen auch schon mal weg.

Hat jemand von euch ein paar Tipps für mich?
Österreich selbst habe ich schon sehr viel gesehen. Wenn, dann möchte ich ins Ausland.

Was ich ebenfalls so gut wie möglich vermeiden will, sind die öffentlichen Campingplätze, wo ein Wohnmobil nach dem anderen im Schachbrettmuster aufgestellt ist.
Da gibt es doch auch irgend eine Möglichkeit, sich bei privaten Anlagen/Parkplätzen abzustellen - hab ich mal gehört. Soll sogar eine eigene App dafür geben?

Ich mache das heuer zum ersten Mal, und borge mir ein Wohnmobil aus. Ich bin zwar ein erfahrener Wildcamper mit dem Zelt in freier Natur, aber wenn ihr ein paar hilfreiche Tipps zum Thema „Campen mit dem Wohnmobil“ sowie Ausflugsziele habt, bin ich um jeden Hinweis dankbar!

Vielen Dank!

Baumi

Hi,

Schau mal…

Reiseziele

  1. Polen :
  • Die Masurische Seenplatte ist ein Paradies für Naturliebhaber. Hier könnt ihr wandern, paddeln und die Ruhe genießen.
  • Der Białowieża-Nationalpark bietet unberührte Wälder und die Möglichkeit, Wisente in freier Wildbahn zu sehen.
  1. Tschechien :
  • Das Böhmische Paradies (Český ráj) ist bekannt für seine Sandsteinfelsen, Burgen und malerischen Wanderwege.
  • Der Šumava-Nationalpark an der Grenze zu Bayern bietet dichte Wälder, klare Bäche und viele Wanderwege.
  1. Slowakei :
  • Die Hohe Tatra ist ideal für Bergliebhaber. Es gibt zahlreiche Wanderwege, die auch für Kinder geeignet sind.
  • Der Slowakische Paradies-Nationalpark bietet Schluchten, Wasserfälle und abenteuerliche Stege.
  1. Deutschland (Bayern) :
  • Die Bayerischen Alpen bieten Berge, Seen und Wälder. Der Königssee und der Nationalpark Berchtesgaden sind besonders idyllisch.

Apps für private Stellplätze

  • Park4Night : Diese App ist perfekt, um private Stellplätze, versteckte Parkplätze und naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten zu finden

[powered by KI] Hoffe da ist was dabei.

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Definiere Flachland.

Erwarte mit Kind und Hund nicht zu lange Etappen.
Ich würde an der Alpenkette entlang durch Deutschland bis zum Bodensee fahren. Das dürfte ganz nett sein. Und dann, nach einigen Tagen, wenn Ihr Euch an das Wohnmobil gewöhnt habt, weitersehen.

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Die Frage ist halt, ob es um die großen Highlights geht oder darum, einfach mal das Land zu erkunden. Es gibt überall schöne Dörfer und Städte, geschichtlich interessante Stätten und einfach interessante Örtlichkeiten. Wie wäre es damit, einfach eine Bundessstraße auszuwählen und die ganz entspannt von Süd nach Nord oder West nach Ost zu befahren und einfach da Station zu machen, wo es sich gerade anbietet?

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Danke für die Tipps, schau ich mir an!

alles unter 1.000m :smile:

Ich lebe an der Alpennordseite - direkt am/im Gebirge…

Ja - so in die Art habe ich mir das auch gedacht; nur einen „groben Plan“ bzw. Zielorte möchte ich schon haben. Ich möchte nicht an den schönsten Orten vorbeifahren, nur weil ich mich vorher nicht erkundigt habe wo welche sind ^^

Wie sieht es aus mit Frankreich? Es gibt einige recht wenig erschlossene Ecken in den französischen Alpen und auch das Zentralmassiv bietet sich an. Für Frankreich gibt es mit dem Guide Officiel des aires de services camping-cars eine Zusammenstellung von kleinen (Gemeinde-) Campingplätzen, die oft für wenig Geld Stellplätze mit geringem bis mäßigen Komfort anbieten, teilweise sogar kostenlos.

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Frankreich habe ich tatsächlich auch schon angedacht.
Über die Schweiz nach Frankreich, und beim Zurückfahren noch das Stilfser Joch mitnehmen - das wollt ich schon immer mal sehen…
Officiel des aires de services camping-cars --> Danke für den Tipp!

Es gibt viele wunderschöne Mittelgebirge, die ihren ganz eigenen Charme haben. Mit: „Ich hab die Alpen vor der Haustür, und deshalb interessiert mich nichts, was nicht Hochgebirge ist“, bringt man sich um viele sehr schöne Gegenden, tolle Naturerlebnisse und interessante Städte und Dörfer. Es sollte im Urlaub - gerade mit Kindern - doch nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um eine für die ganze Familie tolle Erfahrung mit Entspannung und dem ein oder anderen anregenden Highlight gehen.

Ich möchte jedenfalls die diversen Urlaube in der Eifel oder im Schwarzwald, die Tagestouren in den Harz, … ganz sicher nicht missen.

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Das Stilfser Joch liegt da ja nur bedingt auf dem Weg. Ich weiß auch nicht, ob ich das ausgerechnet im Hochsommer mit Wohnmobil machen würde. Da gibt es im Zielgebiet andere schöne, wenn nicht schönere Pässe. Wobei man zu den französischen Alpen natürlich auch erinnern muss daran, dass die ordentlich hoch werden können und man deine Mindesthöhe von 1000 m schon auf Talsohle hat, was bedeutet, dass man auch entsprechend draußen/ im Wohnmobil schläft. Je nach Ort landet man da unter 10 Grad. Das muss man wissen oder tiefer bleiben. Und Passstraßen sollte man mit Wohnmobil fahren können, auch bei engen Kehren.

Und wenn du nicht ganz so an den 1000 m klebst, bist du mit einer Runde Schwarzwald, Elsass, Vogesen auch sehr schön dabei.

Na, da ist ja fast ganz Deutschland raus.

Und jetzt im Ernst: Wenn Du das Wohnmobil nach 10 Tagen zurückgeben wirst, wird das am Ausgangspunkt sein?

Mit welchen Etappenlängen rechnest Du?

Aus den Antworten kannst Du einen Radius konstruieren, in dem Du Dich bewegen kannst. Das sollte die Planung einfacher machen. Wenn Du möchtest, kannst Du noch zusätzlich mit der 1000 m-Höhenlinie arbeiten …

@Wiz
ich wurde von @Joerg_Zabel um die Definition von „Flachland“ gefragt.
Dass du mit meiner Antwort „unter 1000m“ gleich ein eigens ausgedachtes Konstrukt von „Ich hab die Alpen vor der Haustür, und deshalb interessiert mich nichts, was nicht Hochgebirge ist“ kreierst, ist dein eigenes Konstrukt einer Aussage die ich so nie getätigt habe.
Da fragt man höflich in diesem Forum um ein paar konstruktive Vorschläge und hilfreichen Tipps, und schon wird jedes Wort zerlegt und eigens interpretiert.
Das ich an den Nordalpen wohne sollte lediglich der Hinweis dafür sein, dass ich diese Gebiete bereits kenne und ich (hoffentlich verständlicher weise) auch mal etwas anderes sehen will.
Ich will hier keine Diskussion entfachen, ich frage nur höflichst um Ratschläge für einen Familienurlaub mit dem Wohnmobil!

Zurück zum Thema.

Richtig. Ich habe nur 10 Tage Zeit, und die Etappen möchte ich so gestalten, dass ich nicht jeden Tag 10h im Wohnmobil herumfahre. Ich denke mit ca. 300-400km je Etappe kommt man schon ein Stück.
Basiernd auf den Vorschlägen würd ich mich so vorarbeiten.
Erste Etappe in Richtung Böhmische Paradies (basierend auf den Vorschlag von Little_H, sind ca. 300km), dort 1 Tag verweilen, und dann weiter in Richtung Polen… oder sonst wo hin.
Hätte einfach gerne ein paar Vorschläge hier gesammelt, die jemand persönlich empfehlen kann.

Dahingehend, dass ich im Norden Österreichs starte, war meine erste Überlegung auch die gesamte Reise in Richtung Norden zu verlegen.
Ich brauche auch nicht zwingend Berge oder ähnliches.
Abseits des Tourismus, Natur, Seen, Bäche, idyllische Plätzchen, und dankbar um jeden „insider-Tipp“.
Das einzige „no-go“ das ich habe sind Städtetrips; die brauch ich wirklich nicht - aus vielerlei Gründen.

Bedenke, dass das Wohnmobil grundsätzlich nicht so schnell ist, und dass Du sicher nicht ausschliesslich auf der Autobahn fährst.

Da ist die Mittelgebirgsregion wahrscheinlich das Interessanteste für Dich.

Diese Strecken werden so nicht funktionieren. Wenn du 3-400 km pro Tag einplanst und das nicht nur zur Anreise, sondern für die ganze Zeit, machst du nichts anderes als im Auto sitzen. Jedenfalls dann, wenn du abseitsvder Autobahn fahren willst. So etwas wie das von dir genannte Stilfser Joch schlägt da als Tagestour rein, da hast du maximal 150 km Strecke gemacht und bis oben mal ausgestiegen, um ein paar Fotos zu machen. Abgesehen davon, dass das wahrscheinlich auch euch keinen Spaß macht, kenne ich keinen 7-Jährigen, der nich allerspätestens am dritten Tag sich weigert, einzusteigen.:kissing_smiling_eyes:
Wenn du wirklich nur die 10 Tage inklusive An-/Abfahrt hast, würde ich 5-600 maximal ins Zielgebiet kalkulieren, davon einen Teil Autobahn. In dem Radius liegt das Riesengebirge, in dem Ihr Euch auf polnischer und tschechischer Seite tummeln und ein paar Tage rumgurken könnt. Bei Gefallen auch mal 2Nächte am Ort und ansonsten fährt man maximal 2, eher eine Stunde bis zum nächsten Nachtlager. Dann bleibt auch ausreichend Zeit für Wandern, Baden, Volleyball, Lesen, Spielen und so komische Dinge wie Einkaufen und Kochen.

Das ist allerdings für uns nur geplantes Ziel, Erfahrungen kann ich nicht liefern.

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Wenn Du das so nicht verstanden wissen wolltest, ist es doch gut. Allerdings haben es hier wohl fast alle so verstanden. Wenn Mittelgebirge dann doch nicht ausgeschlossen sind, würde ich tatsächlich auch mal Richtung Grenzgebiet D/F mit Schwarzwald, Elsass, Vogesen denken.

Und was die Strecken angeht: Ich habe zwar noch nie WoMo-Urlaub gemacht, aber dafür schon einige größere Auto-Rundreisen (auch mit Kindern). Wenn man von zuhause aus startet, kann man sicherlich eine größere An- und Rückreisestrecke für ein bestimmtes Zielgebiet einplanen, und ggf. da auch noch einen Zwischenstopp für machen. Aber schon diesen sehe ich bei insgesamt nur zehn Tagen recht kritisch. Und den Rest der Zeit sollte man sich dann auf Touren beschränken, die einem am Morgen ein gewisses Ausschlafen und Zeit für ein gemütliches Frühstück und ggf. noch etwas Aktivitäten lässt, und bei denen man über Mittag noch ohne Hetze irgendwo nett einkehren/Aktivitäten haben, und im Laufe des Nachmittags so ankommen kann, dass man auch noch einen schönen Abend hat.

Wir haben selbst den Fehler gemacht, dass wir vor sechs Jahren in vier Wochen die Ostküste USA/Kanada sehr großflächig abgegrast haben, und das ging dann mit zwei oder drei Tagen an einem Standort und dazwischen dann Strecken, wie Du sie Dir vorstellst. Letztes Jahr an der Westküste haben wir uns deutlich von der Fläche und den Fahrzeiten begrenzt. Und denke daran, dass so ein WoMo kein Rennwagen ist, und Du nicht nur auf großen Straßen unterwegs sein wirst. 200Km würde ich da eher als Maximum annehmen, wenn Ihr auch noch Zeit für die ein oder andere Aktivität haben wollt.

Nein, es war nicht nur die Antwort, sondern auch die vorherige Aussage

Wie soll man das sonst interpretieren?

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Nach nochmaligem Lesen ist das ggf. missverständlich. WomoErfahrung auch mit Roadtrips vorhanden, aber nicht im Riesengebirge.

Da hätte ich jetzt glatt geglaubt, diese hätte sich schon zur nächsten Stufe der Erkenntnis „Künstliche Weisheit“ emporgeschwungen. Besonders tief beeindruckt hat mich

No ja, umso besser - es ist ja auch gelungen, die dummen fetten Amis in Rothenburg o.T. und die Chinesen im Zwölfdutzenderpack in Köln zusammenzufassen, dann wird es wohl auch möglich sein, die Blechlawinen so zu konzentrieren, dass sie Leute, die gerne und mit Interesse reisen, nicht gar so sehr stören.

Schöne Grüße

MM