Renteneintrittsalter - wozu?

Nun ja, ein Busfahrer in München mag ca. 1.500 Eur netto
verdienen. Eine ordentliche Wohnung für eine 4-köpfige Familie
im Umkreis von 40 Km um München kostet mindestens 900 Eur
warm.
Was soll er denn machen?

Seine Frau zum Arbeiten schicken und keine Kinder bekommen wenn er sich diese nicht leisten kann. Mit 5.000 Euro Netto würde ich mir auch keine nicht arbeitende Frau und zwei Kinder in MUC leisten.

Guten morgen,

Wieso müssen die Bedingungen geschaffen werden? Sollte es
vielmehr nicht so sein, daß man seine Ausgaben an die
Einnahmen anpassen sollte?

Nun ja, ein Busfahrer in München mag ca. 1.500 Eur netto
verdienen. Eine ordentliche Wohnung für eine 4-köpfige Familie
im Umkreis von 40 Km um München kostet mindestens 900 Eur
warm.
Was soll er denn machen?

erstens sich beim Staat bedanken, daß er in den Wohnungsmarkt und in den ÖPNV eingreift, was dazu führt, daß a) günstiger Wohnraum selten wird und b) der ÖPNV nicht kostendeckend arbeitet, was zu seinem Gehaltsniveau beiträgt. Und zweitens seine Ausgaben an die Einnahmen anpassen, was - wie schon erwähnt - u.a. heißt, daß er die Zahl der Nichtverdiener nur so weit erhöht, wie er das auch bezahlen kann. Was im übrigen kein neues Konzept ist, nur daß Kinder früher eine Altersvorsorge waren.

Wäre es dann nicht vielleicht besser, überhaupt zu vermeinden,
daß es Geringverdiener gibt? Ein Anfang wäre es, wenn man
dahin käme, daß 4% eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluß
verlassen.

Es gibt keine ausreichenden Anreize, sich um eine Karriere zu
bemühen.

Vielleicht sollte man dann die Anreize erhöhen. Das ALG 2-Konzept geht ja schon in diese Richtung.

Welche Steuergeschenke meinst Du, die nicht auch all all jene
nutzen könnten, die nicht reich sind? Und wie viel Prozent des
Steueraufkommens sollten Deiner Ansicht nach die
bestverdienenden - sagen wir - zehn Prozent denn beisteuern?

15, 25, 35% auf alle Einnahmen. Wie Merz es damals vorschlug.

Es ging mehr um den Anteil, den bestimmte Einkommensgruppen am Steueraufkommen leisten sollen.

Siehe oben: das Problem fängt schon mit dem fehlenden
Schulabschluß an.

Wer nicht will, muss eben am absolut untersten Ende leben.
Der Druck muss so groß sein, dass die Leute sich um einen
Schulabschluss und einen Beruf bemühen.
Jobs gibt es ohnehin wie Sand am Meer. Wer gerade stehen kann
und keinen Job findet, sucht nicht richtig.

Oder er hat nicht die richtige Schul-/Ausbildung oder wohnt im falschen Landesteil.

Gruß
C.

Hallo,

1.) Müssen Bedingungen geschaffen werden, dass ein Alleinverdiener eine Familie mit zwei Kindern und eine ausreichend große Mietwohnung bezahlen kann.

Wieso müssen die Bedingungen geschaffen werden? Sollte es vielmehr nicht so sein, daß man seine Ausgaben an die Einnahmen anpassen sollte?

Das auch, aber es muss den Leuten auch klar gemacht werden, dass ein durchschnittlicher Alleinverdiener eben nicht mehr einem Ehegatten und zwei Kindern und einem Rentner und einem ALG-Empfänger Wohnung, Essen, Bekleidung und Krankenversorgung bezahlen kann. Da muss schonmal jemand mehr arbeiten gehen. Hierfür müssen dann eben auch die Voraussetzungen geschaffen werden, wobei Herdprämien eher in die falsche Richtung gehen.

2.) Muss es eine staatlich zugesicherte Mindestrente geben, weil die Geringverdiener KEINE private Altersvorsorge aufbauen können.

Wäre es dann nicht vielleicht besser, überhaupt zu vermeinden, daß es Geringverdiener gibt? Ein Anfang wäre es, wenn man dahin käme, daß 4% eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluß verlassen.

Das wäre optimal, trotzdem sollte auch an die gedacht werden, die es trotzdem nicht schaffen. Das darf aber eben nicht so attraktiv gestaltet werden, dass es Massen an Unwilligen anlockt…

7.) Bin ich für eine Qualifizierungsoffensive von schwer vermittelbaren Arbeitssuchenden (die nicht immer zum Erfolg führen wird, vor allem dann wenn es am Willen fehlt)

Siehe oben: das Problem fängt schon mit dem fehlenden Schulabschluß an.

und an einem öffentlichen Dienst, der schwer vermittelbare einfache Arbeiten gibt

Ist das ein Worträtsel?

Mein Lösungsvorschlag (für das Rätsel): Im öD sollen Stellen für Minderbemittelte/Unwillige geschaffen werden. Keine Ahnung was da noch zu tun ist, damit es dazu kommt und was die da Sinnvolles tun können.

Grüße

Hallo,

Nun ja, ein Busfahrer in München mag ca. 1.500 Eur netto verdienen.

Das ist der Durchschnitt? Für welche Art von Busfahrer? Wenn ich das hier lese, komme ich schon beim Einstiegsgehalt auf höhere Beträge. Man selbst, der Ehepartner und die Kinder können sehr kostengünstig oder umsonst den ÖPNV nutzen. Kindergeld für beide Kinder wird es auch noch geben.

Eine ordentliche Wohnung für eine 4-köpfige Familie im Umkreis von 40 Km um München kostet mindestens 900 Eur warm.
Was soll er denn machen?

Mehr verdienen. Er und/oder seine Frau. Alternativ zunächst mit ALG-II oder Wohngeld aufstocken.

Möchtest Du, dass die arbeitenden „Unterschichtler“ mit ihren zwei Kindern in 1,5 Zimmern leben? Und das zumal ein Hartz4-Bezieher diese Probleme nicht hat. Er bekommt eine angemessene Wohnung vom „Amt“.

Klingt erstmal doof, aber auch den voll Arbeitenden steht es frei, aufstockend ALG-II zu beantragen.

Irgendwann sitzen wir „Bildungsbürger“ in unseren netten Wohnungen und putzen und fahren selbst, weil kein Mensch in einem einfacheren Dienstleistungsjob mehr die Mieten im Umkreis von 200 Km bezahlen kann.

Das wird der Markt regeln. Was glaubst Du, was passiert, wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist? Die Preise, in dem Fall die Löhne, steigen.:

Es gibt keine ausreichenden Anreize, sich um eine Karriere zu bemühen.

Richtig, der bestehende Sozialstaat setzt an (zu) vielen Stellen Anreize genau in die andere Richtung. Zuletzt wurde mit der Rente ab 63 ein neuer Anreiz nicht zu arbeiten gesetzt.

Zudem haben wir zu viele Menschen im Land, die mit unserem Bildungs- und Erwerbsarbeitssystem nichts anfangen können.

Dann muss man die dazu bringen.

Mehr Druck, härtere Einwanderungsregeln und geringere Steuern sind allerdings aktuell nicht allzu populär, auch wenn dies mittelfristig schon mal 30-50% des Problems lösen würde.

Einfach mal überlegen, warum die Einwanderung nach Deutschland so attraktiv für viele ist. Ein Teil des Problems wird der Sozialstaat sein, der soviel für Nichtarbeiten aufwendet.

Das Leitmotiv muss sein, unter größten Anstrengungen so schnell wie möglich aus der Abhängigkeit der Gesellschaft heraus zu kommen und sich wieder selbst zu versorgen.

Ja, dabei darf der Staat aber gerne denen ganz dolle helfen, die diese Hilfe benötigen.

Keine Schlupflöcher. Weder für Privatleute, noch für
Unternehmen. Wer hier lebt, versteuert hier. Wer hier nicht
lebt und versteuert, hat keinen Anspruch auf Leistungen des
deutschen Staates. Er darf als Tourist 3 Monate im Jahr
einreisen. Hält er den deutschen Pass, ist sein Einkommen in
Deutschland zu versteuern. Egal wo es erzielt wird.

Und was ist mit Deutschen, die ja einen deutschen Pass haben, aber nicht hier leben? Versteuern die nun hier, weil deutscher Pass oder woanders, weil sie woanders leben?

und an einem öffentlichen Dienst, der schwer vermittelbare einfache Arbeiten gibt

Wir benötigen kein Herumdoktern an Symptomen, sondern einen Paradigmenwechsel hin zu deutlich weniger Staat, mehr Eigenverantwortung der Bürger, mehr Chancen für Willige. Keine Chancen mehr für Wirtschaftsflüchtlinge und Faulpelze.

Absolut richtig.

Dazu müssen wir zunächst, als allererste Maßnahmen, raus aus dem Euro, die Grenzen nach Osten schliessen,

Das würde welches Problem lösen? Ist Dir klar, wieviele Ärzte und Pflegepersonal aus Osteuropa in deutschen Krankenhäusern arbeiten? Von der häuslichen Plege will ich gar nicht erst anfangen.

Steueroasen mit Wirtschaftssanktionen und ggf., Grenzblockaden belegen,

Da bräuchten wir erstmal eine etwas größere Bundeswehr, die auch an alle Steueroasen rankommt. Die grenzen ja nicht alle an Deutschland.

ein vernünftiges Steuersystem einführen, mit welchem Unternehmen ins Land gelockt werden können,

Die würden dann angelockt, wenn sie weniger als zu hause zahlen müssen, was dann dort als Steueroase wahrgenommen würde?

ein zentral organisiertes Ganztagesschulsystem einführen, die Anzahl der Bundesländer von 16 auf 4 reduzieren,

Warum den 14? Zehn reichen auch.

die Beamten in die Renten- und Sozialversicherung aufnehmen und alle Privilegien bis auf die Unkündbarkeit abschaffen,

Nö. ich würde das schon beibehalten. Aber eben für hoheitliche Aufgaben.

die Rente ab 70 einführen, eine Grund-KV für alle, verpflichtend, zu einem Pauschalpreis einführen. Aufstpocken kann man privat, sich aus dem System verabschieden kann man nicht. Ein strenges Punktesystem für Migranten einführen. Nur Leute, die hier ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien dauerhaft bestreiten können, erhalten ein Aufenthaltsrecht für länger als 3 Monate.
Ausnahme: echte Flüchtlinge aus Krisengebieten. Diese müssen sofort nach Ankunft, je nach Leistungsfähigkeit, in der Gemeinde mitarbeiten. Die Kinder unterliegen sofort der Schulpflicht.

Da würden die meisten sofort mitmachen. Ich glaube, im Moment legt ihnen da der Staat die meisten Steine in den Weg.

Wer straffällig wird, fliegt.
Die Leitkultur wird klar definiert als eine christlich geprägte.

Warum das denn?

Wer z.B. den radikalen Islam predigt oder als Sharia-Polizist durch die Straßen marodiert, wird umgehend ausgewiesen, mitsamt seinen Verwandten ersten Grades.

So ein bißchen Sippenhaft? Wenn sich das aus der Scharia ableiten lässt, bin ich dafür, auch wenn ich bekenne, dass es dann ein wenig inkonsistent würde.

Was glaubt Ihr, wie schnell Deutschland wieder in der Spur wäre.

Also noch besser als jetzt, wo wir in Europa schon gar nicht so schlecht dastehen?

Grüße

Das ist derartig absurd dass man hierüber nur lachen kann.

Was soll daran absurd sein, so war es vor 30 Jahren noch, dass man mit einem Gehalt eine Familie ernähren konnte. Wer darüber lacht, dass sich Geringverdiener keine Kinder leisten können, bzw. deren Kinder ins Armutsmilieu abrutschen, hat seine eigene Dummheit nicht begriffen. Spätestens dann wenn ein Kind einer solchen armen Familie Dir eine Waffe an den Kopf hält, um Dich auszurauben, begreifst Du vielleicht doch etwas.

Die Reichen werden bereits exorbitant zur Kasse gebeten. Ich zahle bei nur 120.000 Euro Jahreseinkommen mehr Steuern als viele Geringverdienerhaushalte verdienen.

Dann lass uns mal einen Geringverdiener, Steuerklasse 1 anschauen, der genau 1/5 von Deinem Bruttoverdienst hat. Der zahlt ca. 30% seines Bruttoverdiensts an Steuern und Abgaben. Zahlst Du auch effektiv 30% Steuern? Das wäre ja schließlich gerecht und Dir bleibt immer noch genug für ein Luxusleben.
Oder wie viel von Deinen Steuern schiebst Du wieder über Abschreibungsgeschenke ein?
Z.B. Immobilienfinanzierung auf Kosten der Allgemeinheit ist ja eine beliebte Methode, mit der die Staatskasse ausgetrocknet wird.

Da fast niemand durchgängig sein ganzes Leben in einem Beruf arbeitet ist das Humbug.

Für die, die körperlich sehr harte Arbeit ausüben ist das kein Humbug. Ich habe zumindest eine kurze Zeit in meinem Leben hart gearbeitet und weiss, was das bedeutet.

Im halbwegs qualifizierten Bereich ist immer genug Bedarf vorhanden.

Da fehlt es wohl am Willen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, flexibel zu sein.

Nur zur Info: Ich bin nicht so reich wie Du, aber auch nicht arm. Ich sehe aber mit Erschrecken, wie das Sozialniveau der Mitbürger um mich herum sinkt.

Das ist derartig absurd dass man hierüber nur lachen kann.

Was soll daran absurd sein, so war es vor 30 Jahren noch, dass
man mit einem Gehalt eine Familie ernähren konnte.

Mit einem Gehalt kann man auch heute noch eine Familie ernähren. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das Gehalt ist. Insofern ist Deine Aussage für den Eimer. Hinzu kommt, daß die Ansprüche heute höher sind als früher. Heute erwartet jedes Familienmitglied über 8 sein eigenes Zimmer, seinen eigenen Mobilfunkvertrag und natürlich ein substantielles Taschengeld. Das zumindest war vor 30 Jahren noch anders.

Die Reichen werden bereits exorbitant zur Kasse gebeten. Ich zahle bei nur 120.000 Euro Jahreseinkommen mehr Steuern als viele Geringverdienerhaushalte verdienen.

Dann lass uns mal einen Geringverdiener, Steuerklasse 1
anschauen, der genau 1/5 von Deinem Bruttoverdienst hat. Der
zahlt ca. 30% seines Bruttoverdiensts an Steuern und Abgaben.

Wie viel entfällt denn von den 30% auf Renten- und Krankenversicherung?

Zahlst Du auch effektiv 30% Steuern?

Ich zahle ziemlich genau 30% Steuern und bekomme keine 120.000 Euro brutto.

Das wäre ja schließlich
gerecht und Dir bleibt immer noch genug für ein Luxusleben.
Oder wie viel von Deinen Steuern schiebst Du wieder über
Abschreibungsgeschenke ein?

Irgendwie fällt mir auf, daß Du Eva und mir die Antwort schuldig bleibst, welche Geschenke Du meinst? Kannst Du auch anhand von Fakten argumentieren oder reicht es nur dazu, Behauptungen aufzustellen?

Z.B. Immobilienfinanzierung auf Kosten der Allgemeinheit ist
ja eine beliebte Methode, mit der die Staatskasse
ausgetrocknet wird.

Wie genau funktioniert denn das? Interessiert mich wirklich.

Mit einem Gehalt kann man auch heute noch eine Familie
ernähren. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das Gehalt ist.
Insofern ist Deine Aussage für den Eimer.

Er wird womöglich die Gehälter gemeint haben, mit denen das nicht mehr geht und jetzt halt dich fest, das sind keine Einzelfälle! Insofern stellt sich die Frage welche Aussage hier für den Eimer ist.

Hinzu kommt, daß die
Ansprüche heute höher sind als früher. Heute erwartet jedes
Familienmitglied über 8 sein eigenes Zimmer, seinen eigenen
Mobilfunkvertrag und natürlich ein substantielles Taschengeld.
Das zumindest war vor 30 Jahren noch anders.

Vor 30 Jahren kann nicht sein, totaler Unsinn den du das schreibst. Es war zu der Zeit genauso (bis auf den Mobilfunkvertrag).

Kannst Du auch
anhand von Fakten argumentieren oder reicht es nur dazu,
Behauptungen aufzustellen?

Wo sind deine?

Z.B. Immobilienfinanzierung auf Kosten der Allgemeinheit ist
ja eine beliebte Methode, mit der die Staatskasse
ausgetrocknet wird.

Wie genau funktioniert denn das? Interessiert mich wirklich.

„auf Kosten der Allgemeinheit“ -> " wird Staatskasse ausgetrocknet" bezieht sich auf steuerliche Tricks, wenn dich das interessiert wie so was funktioniert hilft dir google sicher weiter http://igtfy.com/?q=Steuertricks wie viel Geld jährlich am Fiskus vorbei geschafft wird, sollt dir auch bekannt sein, vorallem, wenn man darauf besteht mit Fakten zu argumentieren, dann sollte man solche auch in petto haben.

Das ist derartig absurd dass man hierüber nur lachen kann.

Was soll daran absurd sein, so war es vor 30 Jahren noch, dass
man mit einem Gehalt eine Familie ernähren konnte.

Unbelegbares Gewäsch. Ein Geringverdiener konnte vor 30 Jahren genauso gut oder wenig gut eine Familie ernähren. Lebensmittel dürften heute Inflationsbereinigt sogar viel viel billiger sein als früher, die Sozialen Wohltaten für Geringverdiener sind explodiert, die Mieten außerhalb der Ballungsräume kaum gestiegen.

Wer darüber
lacht, dass sich Geringverdiener keine Kinder leisten können,
bzw. deren Kinder ins Armutsmilieu abrutschen, hat seine
eigene Dummheit nicht begriffen. Spätestens dann wenn ein Kind
einer solchen armen Familie Dir eine Waffe an den Kopf hält,
um Dich auszurauben, begreifst Du vielleicht doch etwas.

Armut hat mit Kriminalität nichts zu tun und hat vorwiegend kulturelle Ursachen. Auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird. Ich kann dir einige dritte Welt Länder nennen in denen man nachts betrunken auf der Straße schlafen kann und nichts passiert. In anderen hingegen (vor allem Lateinamerika) ist es trotz viel höherem Wohlstand viel gefährlicher.

Zahlst Du auch effektiv 30% Steuern? Das wäre ja schließlich
gerecht und Dir bleibt immer noch genug für ein Luxusleben.
Oder wie viel von Deinen Steuern schiebst Du wieder über
Abschreibungsgeschenke ein?

Ich kann nichts abschreiben, wohne nicht in D. Groß irgendwas abzuschreiben ist eh Selbständigen vorbehalten, als AN hat man da nicht viel Möglichkeiten.

Für die, die körperlich sehr harte Arbeit ausüben ist das kein
Humbug. Ich habe zumindest eine kurze Zeit in meinem Leben
hart gearbeitet und weiss, was das bedeutet.

Es gibt gerade in besonders harten körperlichen Tätigkeiten kaum jemand der dies mit über 50 noch macht. Bei den meisten Tätigkeiten kannst du die Zahl dejenigen die über Jahre in die Rentenkasse einzahlen ehe an einer Hand abzählen, oder wie viel Deutsch sprechende Personen siehst du so auf Baustellen?

Moin!

Nun ja, ein Busfahrer in München mag ca. 1.500 Eur netto verdienen.

Das ist der Durchschnitt? Für welche Art von Busfahrer? Wenn
ich das hier lese, komme ich schon beim Einstiegsgehalt auf
höhere Beträge. Man selbst, der Ehepartner und die Kinder
können sehr kostengünstig oder umsonst den ÖPNV nutzen.
Kindergeld für beide Kinder wird es auch noch geben.

Merkst Du wenigstens, wie arrogant das klingt?
Ich habe bei mehreren Wohnungsverkäufen in München von dieser Sitaution profitiert und lebe nun sehr ordentlich mit meiner Familie in einem großen Haus an einem schönen See nahe München. Aber ich weiß, dass andere es nicht so leicht haben.
Wenigstens dieses Bewusstsein für das Problem sollte man haben.
Und nicht einem VZ Arbeitenden die „Aufstockung“ empfehlen.

Eine ordentliche Wohnung für eine 4-köpfige Familie im Umkreis von 40 Km um München kostet mindestens 900 Eur warm.
Was soll er denn machen?

Mehr verdienen. Er und/oder seine Frau. Alternativ zunächst
mit ALG-II oder Wohngeld aufstocken.

Möchtest Du, dass die arbeitenden „Unterschichtler“ mit ihren zwei Kindern in 1,5 Zimmern leben? Und das zumal ein Hartz4-Bezieher diese Probleme nicht hat. Er bekommt eine angemessene Wohnung vom „Amt“.

Klingt erstmal doof, aber auch den voll Arbeitenden steht es
frei, aufstockend ALG-II zu beantragen.

Irgendwann sitzen wir „Bildungsbürger“ in unseren netten Wohnungen und putzen und fahren selbst, weil kein Mensch in einem einfacheren Dienstleistungsjob mehr die Mieten im Umkreis von 200 Km bezahlen kann.

Das wird der Markt regeln. Was glaubst Du, was passiert, wenn
die Nachfrage größer als das Angebot ist? Die Preise, in dem
Fall die Löhne, steigen.:

Wohl kaum. Eher verzichtet man auf die Putzfrau und der Mittelstand muss noch mehr kämpfen, weil allein die Anreise des Klempners 300 Eur kostet.

Es gibt keine ausreichenden Anreize, sich um eine Karriere zu bemühen.

Richtig, der bestehende Sozialstaat setzt an (zu) vielen
Stellen Anreize genau in die andere Richtung. Zuletzt wurde
mit der Rente ab 63 ein neuer Anreiz nicht zu arbeiten
gesetzt.

Eben.

Zudem haben wir zu viele Menschen im Land, die mit unserem Bildungs- und Erwerbsarbeitssystem nichts anfangen können.

Dann muss man die dazu bringen.

Mehr Druck, härtere Einwanderungsregeln und geringere Steuern sind allerdings aktuell nicht allzu populär, auch wenn dies mittelfristig schon mal 30-50% des Problems lösen würde.

Einfach mal überlegen, warum die Einwanderung nach Deutschland
so attraktiv für viele ist. Ein Teil des Problems wird der
Sozialstaat sein, der soviel für Nichtarbeiten aufwendet.

So ist es.
Das gipfelt dann im Kindergeld für Migranten, deren Kinder nicht in D leben.
Ich denke, wir haben langsam genug an Reparationen für den 2. WK bezahlt.

Das Leitmotiv muss sein, unter größten Anstrengungen so schnell wie möglich aus der Abhängigkeit der Gesellschaft heraus zu kommen und sich wieder selbst zu versorgen.

Ja, dabei darf der Staat aber gerne denen ganz dolle helfen,
die diese Hilfe benötigen.

Die Förderprogramme scheinen nicht viel zu bringen.
Ich denke es würde reichen, Schulausbildung und Ausbildungsplätze in städt. / staatl. Unternehmen anzubieten und die Transferleistungen zu kürzen oder zu streichen, wenn jemand, der könnte, sich nicht bemüht.

Keine Schlupflöcher. Weder für Privatleute, noch für
Unternehmen. Wer hier lebt, versteuert hier. Wer hier nicht
lebt und versteuert, hat keinen Anspruch auf Leistungen des
deutschen Staates. Er darf als Tourist 3 Monate im Jahr
einreisen. Hält er den deutschen Pass, ist sein Einkommen in
Deutschland zu versteuern. Egal wo es erzielt wird.

Und was ist mit Deutschen, die ja einen deutschen Pass haben,
aber nicht hier leben? Versteuern die nun hier, weil deutscher
Pass oder woanders, weil sie woanders leben?

Hier.
Wie in den USA. Wer einen US-Pass hält, versteuert sein Einkommen in den USA.

Wer das nicht möchte, kann seinen Pass abgeben und sich einen Pass desjenigen Landes besorgen, in welchem er lebt.

und an einem öffentlichen Dienst, der schwer vermittelbare einfache Arbeiten gibt

Wir benötigen kein Herumdoktern an Symptomen, sondern einen Paradigmenwechsel hin zu deutlich weniger Staat, mehr Eigenverantwortung der Bürger, mehr Chancen für Willige. Keine Chancen mehr für Wirtschaftsflüchtlinge und Faulpelze.

Absolut richtig.

Dazu müssen wir zunächst, als allererste Maßnahmen, raus aus dem Euro, die Grenzen nach Osten schliessen,

Das würde welches Problem lösen? Ist Dir klar, wieviele Ärzte
und Pflegepersonal aus Osteuropa in deutschen Krankenhäusern
arbeiten? Von der häuslichen Plege will ich gar nicht erst
anfangen.

Kein Problem. Diese Leute können ja eine Arbeitsgenehmigung beantragen und erhalten.

Steueroasen mit Wirtschaftssanktionen und ggf., Grenzblockaden belegen,

Da bräuchten wir erstmal eine etwas größere Bundeswehr, die
auch an alle Steueroasen rankommt. Die grenzen ja nicht alle
an Deutschland.

Diese würden schon ausreichen.
Militärische Intervention sehe ich nicht als nötig an.
Embargos reichen völlig.
Wenn die Schweizer erst mal keine Überflugrechte und keine Ersatzteile für ihre Autos mehr haben, ist der Spuk schnell vorbei.

ein vernünftiges Steuersystem einführen, mit welchem Unternehmen ins Land gelockt werden können,

Die würden dann angelockt, wenn sie weniger als zu hause
zahlen müssen, was dann dort als Steueroase wahrgenommen
würde?

Das ist nicht so, denn Faktoren wie Infrastruktur, Arbeitskräfteangebot, Rechtssicherheit und Sicherheit sind ebenfalls wichtig. Man muss nicht alle anderen unterbieten, aber eben realistisch sein.

Noch wichtiger wäre mir dabei das Schliessen der Schlupflöcher für Konzerne. Geld das mit deutschen Kunden verdient wird, sollte auch in D versteuert werden müssen.

ein zentral organisiertes Ganztagesschulsystem einführen, die Anzahl der Bundesländer von 16 auf 4 reduzieren,

Warum den 14? Zehn reichen auch.

Vier!

die Beamten in die Renten- und Sozialversicherung aufnehmen und alle Privilegien bis auf die Unkündbarkeit abschaffen,

Nö. ich würde das schon beibehalten. Aber eben für hoheitliche
Aufgaben.

die Rente ab 70 einführen, eine Grund-KV für alle, verpflichtend, zu einem Pauschalpreis einführen. Aufstocken kann man privat, sich aus dem System verabschieden kann man nicht. Ein strenges Punktesystem für Migranten einführen. Nur Leute, die hier ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien dauerhaft bestreiten können, erhalten ein Aufenthaltsrecht für länger als 3 Monate.
Ausnahme: echte Flüchtlinge aus Krisengebieten. Diese müssen sofort nach Ankunft, je nach Leistungsfähigkeit, in der Gemeinde mitarbeiten. Die Kinder unterliegen sofort der Schulpflicht.

Da würden die meisten sofort mitmachen. Ich glaube, im Moment
legt ihnen da der Staat die meisten Steine in den Weg.

Na dann mal los!

Wer straffällig wird, fliegt.
Die Leitkultur wird klar definiert als eine christlich geprägte.

Warum das denn?

Weil wir nach diesen Werten unser Gesellschafts- und Rechtssystem aufgebaut haben, welches wir nun u.a. gegen den radikalen Islam und gegen völlig werte-lose Schwerstkriminelle aus Osteuropa verteidigen müssen.

Wer z.B. den radikalen Islam predigt oder als Sharia-Polizist durch die Straßen marodiert, wird umgehend ausgewiesen, mitsamt seinen Verwandten ersten Grades.

So ein bißchen Sippenhaft? Wenn sich das aus der Scharia
ableiten lässt, bin ich dafür, auch wenn ich bekenne, dass es
dann ein wenig inkonsistent würde.

Klar. Wo ist das Problem?

Was glaubt Ihr, wie schnell Deutschland wieder in der Spur wäre.

Also noch besser als jetzt, wo wir in Europa schon gar nicht
so schlecht dastehen?

Wir stehen im Vergleich mit noch schwächeren Ländern gut da. Das reicht mir persönlich nicht aus, denn ich habe Kinder.

M.

Tach!

Nun ja, ein Busfahrer in München mag ca. 1.500 Eur netto
verdienen. Eine ordentliche Wohnung für eine 4-köpfige Familie
im Umkreis von 40 Km um München kostet mindestens 900 Eur
warm.
Was soll er denn machen?

erstens sich beim Staat bedanken, daß er in den Wohnungsmarkt
und in den ÖPNV eingreift, was dazu führt, daß a) günstiger
Wohnraum selten wird und b) der ÖPNV nicht kostendeckend
arbeitet, was zu seinem Gehaltsniveau beiträgt. Und zweitens
seine Ausgaben an die Einnahmen anpassen, was - wie schon
erwähnt - u.a. heißt, daß er die Zahl der Nichtverdiener nur
so weit erhöht, wie er das auch bezahlen kann. Was im übrigen
kein neues Konzept ist, nur daß Kinder früher eine
Altersvorsorge waren.

O.K. Welche Partei vertritt dies?

Wäre es dann nicht vielleicht besser, überhaupt zu vermeinden,
daß es Geringverdiener gibt? Ein Anfang wäre es, wenn man
dahin käme, daß 4% eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluß
verlassen.

Es gibt keine ausreichenden Anreize, sich um eine Karriere zu
bemühen.

Vielleicht sollte man dann die Anreize erhöhen. Das ALG
2-Konzept geht ja schon in diese Richtung.

Nein, denn ein Streichen der Stütze bei Unwilligkeit ist nach wie vor nicht vorgesehen.
Hier geht noch deutlich mehr.

Welche Steuergeschenke meinst Du, die nicht auch all all jene
nutzen könnten, die nicht reich sind? Und wie viel Prozent des
Steueraufkommens sollten Deiner Ansicht nach die
bestverdienenden - sagen wir - zehn Prozent denn beisteuern?

15, 25, 35% auf alle Einnahmen. Wie Merz es damals vorschlug.

Es ging mehr um den Anteil, den bestimmte Einkommensgruppen am
Steueraufkommen leisten sollen.

Wer wenig verdient, weniger. Wer mehr verdient mehr. Das sagen die Zahlen doch aus.
Oder habe ich Dich mißverstanden?

Siehe oben: das Problem fängt schon mit dem fehlenden
Schulabschluß an.

Wer nicht will, muss eben am absolut untersten Ende leben.
Der Druck muss so groß sein, dass die Leute sich um einen
Schulabschluss und einen Beruf bemühen.
Jobs gibt es ohnehin wie Sand am Meer. Wer gerade stehen kann
und keinen Job findet, sucht nicht richtig.

Oder er hat nicht die richtige Schul-/Ausbildung oder wohnt im
falschen Landesteil.

Dann muss er eine Ausbildung machen und ggf. umziehen.

M.

Moin!

Diese Ansicht drängt sich auf, das weiß ich auch.
Dennoch ist sie arrogant.

Ein Gehalt eines VZ-Arbeitenden sollte ausreichen, eine Familie zumindest auf bescheidenem Niveau zu ernähren.

M.

Seine Frau zum Arbeiten schicken und keine Kinder bekommen
wenn er sich diese nicht leisten kann. Mit 5.000 Euro Netto
würde ich mir auch keine nicht arbeitende Frau und zwei Kinder
in MUC leisten.

Ich weiss ja nicht ob Du 120.000 Euro im Jahr verdienst oder einfach nur bekommst. Natürlich ist es praktischer für Dich wenn andere Menschen im kapitalistischen System die Arbeitssklaven spielen dürfen und nicht Du.
Aber Sorry, was ist das für ein angeblich so reiches Drecks- Deutschland in dem man mit einem einfachen Gehalt und einem ehrlichen Vollzeitberuf nicht in Würde leben und eine Familie gründen kann?

Die einzige mathematische Lösung des Problems ist, durch Abgaben der Reichen die Asymmetrie der Besitzverhältnisse zu reduzieren, auf ein Maß dass die einfache Bevölkerung ein Mindestniveau an Wohlstand hat.

Mit einem Gehalt kann man auch heute noch eine Familie ernähren. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das Gehalt ist.

Sinnfreier hätte das ein Politiker auch nicht formulieren können. Jemand muss auch die Toilette putzen, auf die sich der Akademiker setzt.

Insofern ist Deine Aussage für den Eimer.

Nein ich brauche gleich einen Eimer :stuck_out_tongue:

Hinzu kommt, daß die Ansprüche heute höher sind als früher…

Blabla die Kinder einfacher Familien gehen tatsächlich leer aus, wenn der Papa über 50% von seinem Gehalt für die Miete hinblättern kann.

Wie viel entfällt denn von den 30% auf Renten- und Krankenversicherung?

Rechne das selber aus.

Ich zahle ziemlich genau 30% Steuern und bekomme keine 120.000 Euro brutto.

klingt noch ziehmlich fair, würden alle 30% bezahlen, wäre der Staat wahrscheinlich ziehmlich schnell saniert.

Irgendwie fällt mir auf, daß Du Eva und mir die Antwort schuldig bleibst, welche Geschenke Du meinst?

Eine ganze Berufgruppe kennt sich perfekt mit Steuergeschenken aus, frage die.

Wie genau funktioniert denn das? Interessiert mich wirklich.

Das Geld, das eigentlich für den Staat bestimmt war, wandern über die Immobilienfinanzierung zur Bank. Weil Deutschland nur ein Land für die Reichen ist, wird natürlich selbst bewohntes Eigentum nicht steuerlich gefördert sondern nur Mietobjekte. Klar man muss es den Leuten, die mehr Wohnungen besitzen, als sie tatsächlich brauchen, noch die Steuererleichterungen hinten reinschieben, auf dass die Schere weiter wachse. Die Alternative wäre, dass der Staat selber den Wohnraum schafft.

Mit einem Gehalt kann man auch heute noch eine Familie ernähren. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das Gehalt ist.

Sinnfreier hätte das ein Politiker auch nicht formulieren

Es ergibt einen Sinn, wenn man den von Dir unterschlagenen Satz davor berücksichtigt.

Nein ich brauche gleich einen Eimer :stuck_out_tongue:

Hinzu kommt, daß die Ansprüche heute höher sind als früher…

Blabla die Kinder einfacher Familien gehen tatsächlich leer
aus, wenn der Papa über 50% von seinem Gehalt für die Miete
hinblättern kann.

Zur Höhe der Mieten sagte ich schon etwas und wenn 50% für Miete draufgehen, bleiben noch 50% übrig. Das ist nicht nichts.

Wie viel entfällt denn von den 30% auf Renten- und Krankenversicherung?

Rechne das selber aus.
Irgendwie fällt mir auf, daß Du Eva und mir die Antwort schuldig bleibst, welche Geschenke Du meinst?
Eine ganze Berufgruppe kennt sich perfekt mit Steuergeschenken
aus, frage die.

Mit anderen Worten: Du stellst Behauptungen auf, die Du entweder nicht belegen kannst oder willst und das ist der rote Faden, der sich durch all Deine „Beiträge“ zieht.

Ich zahle ziemlich genau 30% Steuern und bekomme keine 120.000 Euro brutto.

klingt noch ziehmlich fair, würden alle 30% bezahlen, wäre der
Staat wahrscheinlich ziehmlich schnell saniert.

Warum sollte man die Steuern für die Bezieher niedriger Einkommen erhöhen? Alle, die im oberen Bereich liegen, zahlen nämlich schon >30%, weswegen deren Anteil an der Steuerlast überproportional hoch ist, wie Eva schon erwähnte.

Wie genau funktioniert denn das? Interessiert mich wirklich.

Das Geld, das eigentlich für den Staat bestimmt war, wandern
über die Immobilienfinanzierung zur Bank. Weil Deutschland nur
ein Land für die Reichen ist, wird natürlich selbst bewohntes
Eigentum nicht steuerlich gefördert sondern nur Mietobjekte.
Klar man muss es den Leuten, die mehr Wohnungen besitzen, als
sie tatsächlich brauchen, noch die Steuererleichterungen
hinten reinschieben,

Auch wenn es nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird: Mieteinnahmen sind genauso zu versteuern wie Einkommen aus unselbständiger Arbeit. Genau, wie bei Arbeitnehmern kann ein Vermieter die zur Erzielung seiner Einnahmen erforderlichen Aufwendungen von der Steuer absetzen.

Wenn der Vermieter einen neuen Fassadenanstrich bezahlt oder die sanitären Anlagen erneuern läßt, kann er diese Aufwendungen also von der Steuer absetzen. Nur hat er das Geld zu 100% ausgegeben, mindert seine Steuerlast aber nur um den ausgegebenen Betrag mal persönlichem Steuersatz. Er gibt also mehr Geld aus als er von der Steuer „wiederbekommt“.

Selbst die vielgerühmten Abschreibungen kennt der Arbeitnehmer in Form der Entfernungspauschale. Mit anderen Worten: der Arbeitnehmer bekommt sogar die Abschreibung auf sein Fahrzeug vom Staat bezahlt, wenn er stattdessen Bus und Bahn benutzt.

Das mit den Steuererleichterungen für Vermieter fällt also auch in die Kategorie moderne Sagen wie der meiste andere Kram, den Du hier von Dir gibst.

Hallo,

so weit erhöht, wie er das auch bezahlen kann. Was im übrigen
kein neues Konzept ist, nur daß Kinder früher eine
Altersvorsorge waren.

O.K. Welche Partei vertritt dies?

mutmaßlich keine. Diese Denkweise ist schließlich nicht opportun, weil ja Kinder das höchste Gut sind, Kinder keine Frage des Einkommens sein dürfen usw. - blablabla. Widersprüchlich ist dabei nur, daß der Staat prinzipiell genauso denkt, daß nämlich Kinder eine finanzielle Belastung sind (was sie jenseits von allen anderen Aspekten auch sind): er zahlt Kindergeld, Elterngeld, gewährt Steuervorteile, gewährt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, erläßt Kindergartenbeiträge ab Jahr x der Betreuung, berechnet Kindergartengebühren nach dem Einkommen, gewährt Ausbildungsbeihilfe usw.

Außerdem ist ja auch schon der Staat auf den Gedanken gekommen, daß es vielleicht eine gute Idee wäre, wenn die, bei denen man aufgrund des Einkommens davon ausgehen darf, daß sie leistungswillig, gebildet usw. sind, ein paar mehr Kinder in die Welt setzen als mittellose Ausbildungsabbrecher. Das genau war ja das Argument für die Einführung des Elterngeldes.

Welche Steuergeschenke meinst Du, die nicht auch all all jene
nutzen könnten, die nicht reich sind? Und wie viel Prozent des
Steueraufkommens sollten Deiner Ansicht nach die
bestverdienenden - sagen wir - zehn Prozent denn beisteuern?

15, 25, 35% auf alle Einnahmen. Wie Merz es damals vorschlug.

Es ging mehr um den Anteil, den bestimmte Einkommensgruppen am
Steueraufkommen leisten sollen.

Wer wenig verdient, weniger. Wer mehr verdient mehr. Das sagen
die Zahlen doch aus.
Oder habe ich Dich mißverstanden?

Ja, es ging darum, daß die Besserverdiener einen deutlich überproportionalen Anteil am Einkommensteueraufkommen zahlen.

Gruß
C.

Auch wenn es nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird: Mieteinnahmen sind genauso zu versteuern wie Einkommen aus unselbständiger Arbeit.

Das zahlt ja in letzter Konsequenz der Mieter.

Genau, wie bei Arbeitnehmern kann ein Vermieter die zur Erzielung seiner Einnahmen erforderlichen Aufwendungen von der Steuer absetzen.

Die Aufwendungen bestehen in der Regel darin, sich Geld bei der Bank zu beschaffen. Also werden die Kapitalströme vom Staat und dem Mieter zur Bank und zum Wohnungseigentümer umgeleitet und damit die Staatskasse ausgetrocknet. Den Trick mit der absichtlichen Verschuldung kann der blöde Kleinverdiener nicht anwenden, wenn jeder Euro für das Leben draufgeht.

Wenn der Vermieter einen neuen Fassadenanstrich bezahlt oder die sanitären Anlagen erneuern läßt, kann er diese Aufwendungen also von der Steuer absetzen. Nur hat er das Geld zu 100% ausgegeben, mindert seine Steuerlast aber nur um den ausgegebenen Betrag mal persönlichem Steuersatz. Er gibt also mehr Geld aus als er von der Steuer „wiederbekommt“.

Das wertvolle ist der Mehrwert durch die Renovierung und die Bezahlung des Mehrwerts bekommt er zum Teil von der Allgemeinheit geschenkt, damit er danach eine höhere Miete verlangen kann.

Selbst die vielgerühmten Abschreibungen kennt der Arbeitnehmer in Form der Entfernungspauschale. Mit anderen Worten: der Arbeitnehmer bekommt sogar die Abschreibung auf sein Fahrzeug vom Staat bezahlt, wenn er stattdessen Bus und Bahn benutzt.

Oder sogar das Fahrrad. In der Praxis ein paar Krümel für die Geringverdiener mehr nicht.

Das mit den Steuererleichterungen für Vermieter fällt also auch in die Kategorie moderne Sagen wie der meiste andere Kram, den Du hier von Dir gibst.

Werd mal nicht frech, im Gegensatz zu Dir kann ich rechnen, weil ich mir die Abschreibungsmodelle angeschaut habe und den legalen Betrug, der dahintersteht verstanden habe. Betrug in dem Sinne, dass die Arbeitsleistung der Allgemeinheit in die Taschen einer Oberschicht privatisiert wird.

Ein Gehalt eines VZ-Arbeitenden sollte ausreichen, eine
Familie zumindest auf bescheidenem Niveau zu ernähren.

Nein, von zwei Vollzeit arbeitenden.

Der Anspruch „ich muss mir auch eine Wohnung in Monaco oder London leisten können als alleinverdienener Familienvater“ ist einfach nur daneben.

In D gibt es vielfältige Hilfen wie das Elterngeld. Das kann man doch mal ein Jahr in Anspruch nehmen und dann wieder arbeiten. Wo ist das Problem?

Ich denke das ist ein gutes, bissiges Video zu diesem Thema
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedde…

Finde es traurig, dass ausgerechnet ein geistig Behinderter mehr kapiert, als die Mehrheit in diesem Land.

Auch wenn es nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird: Mieteinnahmen sind genauso zu versteuern wie Einkommen aus unselbständiger Arbeit.

Das zahlt ja in letzter Konsequenz der Mieter.

Und Gehälter zahlt der Arbeitgeber. Worauf willst Du hinaus?

Genau, wie bei Arbeitnehmern kann ein Vermieter die zur Erzielung seiner Einnahmen erforderlichen Aufwendungen von der Steuer absetzen.

Die Aufwendungen bestehen in der Regel darin, sich Geld bei
der Bank zu beschaffen. Also werden die Kapitalströme vom
Staat und dem Mieter zur Bank und zum Wohnungseigentümer
umgeleitet und damit die Staatskasse ausgetrocknet.

Wenn ein Arbeitnehmer seine Werbungskosten absetzt, trocknet das genauso die Staatskasse aus. Worauf also willst Du hinaus?

Den Trick
mit der absichtlichen Verschuldung kann der blöde
Kleinverdiener nicht anwenden, wenn jeder Euro für das Leben
draufgeht.

Wo dabei der Trick liegen soll, wirst Du erklären müssen. Die Zinsen zahlt der Vermieter nämlich erst einmal selbst und sie mindern damit seinen Ertrag aus seinem Vermögen. Wesentlich mehr hätte er von der Veranstaltung, wenn er sich für die Hütte nicht verschulden müßte bzw. sie abbezahlt wäre.

Wenn der Vermieter einen neuen Fassadenanstrich bezahlt oder die sanitären Anlagen erneuern läßt, kann er diese Aufwendungen also von der Steuer absetzen. Nur hat er das Geld zu 100% ausgegeben, mindert seine Steuerlast aber nur um den ausgegebenen Betrag mal persönlichem Steuersatz. Er gibt also mehr Geld aus als er von der Steuer „wiederbekommt“.

Das wertvolle ist der Mehrwert durch die Renovierung und die
Bezahlung des Mehrwerts bekommt er zum Teil von der
Allgemeinheit geschenkt, damit er danach eine höhere Miete
verlangen kann.

Nur, weil die Hütte instandgehalten wird, kann er noch lange nicht die Miete erhöhen. Außerdem vermehrt der Arbeitnehmer seine Einnahmen und damit sein Vermögen auch dadurch, daß er seine Werbungskosten absetzen kann. Worauf willst Du also hinaus?

Selbst die vielgerühmten Abschreibungen kennt der Arbeitnehmer in Form der Entfernungspauschale. Mit anderen Worten: der Arbeitnehmer bekommt sogar die Abschreibung auf sein Fahrzeug vom Staat bezahlt, wenn er stattdessen Bus und Bahn benutzt.

Oder sogar das Fahrrad. In der Praxis ein paar Krümel für die
Geringverdiener mehr nicht.

Das hängt ja wohl vom Einkommen und der Entfernung ab. Aber wahrscheinlich sollte der Staat Deiner Ansicht nach ohnehin die Arbeitnehmer durch Staatsdiener zum Arbeitsplatz tragen lassen.

Das mit den Steuererleichterungen für Vermieter fällt also auch in die Kategorie moderne Sagen wie der meiste andere Kram, den Du hier von Dir gibst.

Werd mal nicht frech, im Gegensatz zu Dir kann ich rechnen,

Ja, mit Zahlen habe ich es nicht so.

weil ich mir die Abschreibungsmodelle angeschaut habe und den
legalen Betrug, der dahintersteht verstanden habe. Betrug in
dem Sinne, dass die Arbeitsleistung der Allgemeinheit in die
Taschen einer Oberschicht privatisiert wird.

Au, dann verrate uns doch mal die tollen Tricks. Aber wenn möglich nur solche, die heute noch aktuell sind. Ich habe demnächst nämlich wieder ein paar Steuererklärungen zu machen, in denen die ein oder andere Immobilie drin vorkommt.

Moin!

so weit erhöht, wie er das auch bezahlen kann. Was im übrigen
kein neues Konzept ist, nur daß Kinder früher eine
Altersvorsorge waren.

O.K. Welche Partei vertritt dies?

mutmaßlich keine. Diese Denkweise ist schließlich nicht
opportun, weil ja Kinder das höchste Gut sind, Kinder keine
Frage des Einkommens sein dürfen usw. - blablabla.
Widersprüchlich ist dabei nur, daß der Staat prinzipiell
genauso denkt, daß nämlich Kinder eine finanzielle Belastung
sind (was sie jenseits von allen anderen Aspekten auch sind):
er zahlt Kindergeld, Elterngeld, gewährt Steuervorteile,
gewährt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, erläßt
Kindergartenbeiträge ab Jahr x der Betreuung, berechnet
Kindergartengebühren nach dem Einkommen, gewährt
Ausbildungsbeihilfe usw.

So ist es.

Daher plädiere ich ja für die Abschaffung solcher Subventionen bei gleichzeitiger Einführung eines leistungsanerkennenden Steuersystems.

Außerdem ist ja auch schon der Staat auf den Gedanken
gekommen, daß es vielleicht eine gute Idee wäre, wenn die, bei
denen man aufgrund des Einkommens davon ausgehen darf, daß sie
leistungswillig, gebildet usw. sind, ein paar mehr Kinder in
die Welt setzen als mittellose Ausbildungsabbrecher. Das genau
war ja das Argument für die Einführung des Elterngeldes.

Hat irgendwie nicht geklappt.
Die Väter in meinem Umfeld nahmen die 2 Monate bezahlten Sonderurlaub mit und fertig.
Das war aber klar, schließlich funktionieren staatliche Subventionen nur in seltenen Fällen.

Welche Steuergeschenke meinst Du, die nicht auch all all jene
nutzen könnten, die nicht reich sind? Und wie viel Prozent des
Steueraufkommens sollten Deiner Ansicht nach die
bestverdienenden - sagen wir - zehn Prozent denn beisteuern?

15, 25, 35% auf alle Einnahmen. Wie Merz es damals vorschlug.

Es ging mehr um den Anteil, den bestimmte Einkommensgruppen am
Steueraufkommen leisten sollen.

Wer wenig verdient, weniger. Wer mehr verdient mehr. Das sagen
die Zahlen doch aus.
Oder habe ich Dich mißverstanden?

Ja, es ging darum, daß die Besserverdiener einen deutlich
überproportionalen Anteil am Einkommensteueraufkommen zahlen.

Das machen sie auch wegen der Verteilung der Einkommen.
Die Schere öffnet sich.

Dass ich generell einen höheren Prozentsatz an Einkommenssteuern bezahle, als ein Busfahrer, ist für mich o.k.
Mich stört nur, wofür diese meine Steuerleistung häufig verwendet wird.

Aber ich schätze, wir sind uns hier ausnahmsweise ohnehin weitgehend einig.

Gruß,
M.