Schimmelbildung in „Ecken“

Hallo zusammen,

meine Eltern vermieten eine Wohnung (BJ 2015)
Die aktuellen Mieter melden nun erstmals Probleme mit Schimmelbildung.
Da dies ausschließlich um die Fenster herum ist stellen wir uns die Frage ob „falsches“ Lüften hier ggf die Ursache sein kann?

Bei baulichen Mängeln wäre das ja sicher nicht erst nach so später Zeit aufgetaucht.

Vielen Dank vorab für eure Meinungen

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Hallo,
bei den Fenstern/Türen nach außen könnte es sich um bauliche Mängel handeln (Kältebrücken zwischen Wand und Tür/Fenster). Dort wurde vermutlich mit Bauschaum ausgefüllt. Bei der Dusche scheint mir eine nicht sehr gut ausgeführte Verfugung als mögliche Ursache, es haben sich Staub und Schmutz angesammelt. Müsste man aber vor Ort genauer in Augenschein nehmen, bevor man falsches Lüftungsverhalten unterstellt.

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Ja, könnte. Leider sind die Fotos von der Qualität und der Ausschnitte nicht ausreichend, um sich einen guten Eindruck von den Gegebenheiten und vom Schaden zu machen. Es fehlen bspw. Fotos von den Fensterstürzen. Da es den Anschein hat, dass die Schimmelbildung an den Fenstern von oben nach unten erheblich zunimmt, ist es durchaus möglich, dass ständig auf Kipp stehende Fenster ursächlich für den Schimmelbefall sind, was wiederum typisch für starke Raucher wäre. Ein weiteres Indiz wäre insofern ein Anstieg der Heizkosten nach Einzug der aktuellen Mieter.

Von der Dusche würde ich auch gerne mehr und vor allem schärfere Bilder sehen.

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Vielen Dank für die beiden Antworten.

Leider liegen uns auch nicht mehr Fotos vor - diese haben wir so von den Mietern erhalten.
Da wir grundsätzlich ein gutes Verhältnis haben wollen wir eben auch ungern direkt dem ganzen mit „Vorwürfen“ eines falschen Lüftens begegenen.

Andererseits wundern wir uns eben, dass dies nach knapp 10 Jahren nun erstmals auftritt und auch in benachbarten Wohnungen im gleichen Komplex uns nichts von derartigen Probleme bekannt ist.

Anscheinend macht es aber tatsächlich wohl nur Sinn einen Fachmann da Ganze vor Ort begutachten zu lassen.

Hallo,

von manchen Energieversorgern wird eine sog. Schimmelberatung angeboten, die neutral an die Sache rangeht. Wenn es so etwas bei Euch gibt, wäre das natürlich eine Möglichkeit, sich dem Thema weiter zu nähern.

Gruß
C,

Hi!

Genau in diesen Ecken habe ich in meiner Wohnung (im Schlafzimmer) auch Schimmel festgestellt. Es kann aber kaum am Lüften liegen - morgens und abends gehört Stoßlüften zu meinen festen Gewohnheiten, im Winter stehen die Fenster nie auf Kipp.

Allerdings habe ich in meinem Schlafzimmer meist nur um die 16 Grad: Die Heizung rauscht ein wenig und ich stelle sie nachts ab, da ich sonst nicht schlafen kann.
Tagsüber läuft sie, es ist aber schwer, das Zimmer warm zu bekommen.
Vielleicht hat das was damit zu tun, dass das Haus in den Hang gebaut ist und die Schlafzimmer eben an der Hangseite liegen. Im Sommer ist das schön kühl, im Winter - äh, auch!

Gruß, Diva

Dann ist die Luft draußen aber weniger feucht als drin.

HI!

Und das bedeutet?

Ich lüfte 2 x am Tag. Stoßlüften, 2 gegenüberliegende Fenster.
Wenn ich im Winter die Fenster auf Kipp ließe, würde der Raum extrem auskühlen.

Kann man es also immer nur falsch machen? Auf Kipp ist falsch, Stoßlüften ist falsch.

Dann erklär doch bitte mal, wie man es richtig macht.

Danke und Gruß, Diva

Nein nein, du machst es schon richtig.
Wie stark ein Raum auskühlt, hängt von der Dauer und der Wärmezufuhr aus dem übrigen Gebäude ab.
Wir schlafen bis -5° immer bei offenem Fenster ohne Schimmelprobleme.

Servus,

dann kennst Du Dich sicher mit Frostbeulen aus. Helfen da auch Tabletten wie Isoirchentwatt?

Dank & Gruß
Ralf

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Das ist kein systemischer Schimmel sondern kühlere Ecken in sehr feuchten Räumen werden schlecht trocken und begünstigen dort den Schimmel. Ich würde erst mal mit einem Schimmelspray (Natrium Hypochlorit) behandeln und dem Mieter sagen, dass er nach jedem Duschen oder Baden für 12 Stunden das Fenster öffnen soll, respektive das Bad intensiver heizen und auch lüften sollte.
Nicht jede Schimmelbildung ist auch gleich als ein Gesundheitsproblem anzusehen.
Udo Becker

Lüften hat zwei Funktionen:

  • Hygienischer Luftaustausch (Sauerstoff, Schadstoffe)

  • Ausgleich der Luftfeuchtigkeit

Letzteres ist nur dann sinnvoll, wenn auch entsprechend geheizt wird, um die Oberflächentemperaturen so hoch zu halten, dass keine Schimmelbildung stattfindet. In disponierten Bereichen wie Fenster oder Raumecken bedeutet dies viel Luftumwälzung im Raum (geht Richtung Klimaanlagen).
Oder dann doch eher gekippte Fenster im Schlafzimmer über Nacht, um der anfallenden Luftfeuchtigkeit entgegen zu wirken.

In früheren Zeiten waren Fenster/Türen extrem undicht, und es war kalt. Es gab Eisblumen auf den Fensterscheiben und Wärmflaschen für das gröbste. Aber es gab damals keine Schimmelprobleme und es hat viele sicherlich vor dem Tod durch Ersticken wegen der offenen Kohle- und Holzheizungen bewahrt.

Die Schadstoffe findet man heute eher außerhalb der Häuser und Wohnungen und nicht innerhalb. Und wenn Luft als abgestanden wahrgenommen wird, liegt das nicht an zu wenig Sauerstoff, sondern an zu viel Kohlendioxid.

Ausgleich zwischen was? Wenn Du damit meinst, dass überschüssige Feuchtigkeit raus soll, ist das prinzipiell richtig.

Schimmel ist nicht primär eine Frage der Temperatur, sondern der Luftfeuchtigkeit bzw. des Taupunktes und genau der ist der Grund dafür, dass man mitunter in eigentlich gut geheizten Räumen in den oberen Ecken Schimmel findet. Dorthin steigt nämlich die warme Luft hin, die den Wasserdampf von Herd, Dusche oder Atemluft noch aufnehmen konnte. Dort trifft sie auf kälteres Mauerwerk, der Taupunkt wird unterschritten und schon haben wir kondensiertem Wasserdampf auf Tapete einen wunderbaren Lebensraum für Schimmelpilze.

Natürlich gab es Schimmel, nur anders als heute. Die Eisblumen im Zimmer schmolzen tagsüber im Sonnenschein, das Wasser sammelte in den Ecken, drang in die hölzernen Fensterrahmen ein und bot dem Schimmel ein einladendes Zuhause.

Dass es Wände bzw. Ecken mit Schwarzschimmel nicht so häufig gab wie man angesichts der niedrigeren Innenraumtemperaturen und undichten Fenster eventuell meinen könnte, lag am völlig anderen Umgang mit Wasser(dampf) und Heizung. Gekocht wurde in der Küche und dort war es warm, weil der Ofen - zumindest in der kälteren Jahreszeit - durchgängig befeuert wurde. Duschen gab es nicht, gebadet wurde in der Küche. Entscheidend war also nicht, dass die Fenster „so schön“ undicht waren, sondern dass einfach weniger Wasserdampf in der Luft war, weil man die beheizte Küche (die eben der einzige Ort war, an dem Wasserdampf in größeren Mengen entstehen konnte) von den anderen, unbeheizten Räumen trennte.

Was es übrigens durchaus häufiger gab, war ein Befall mit dem sogenannten Arsenpilz (Scopulariopsis brevicaulis oder auch Penicillium brevicaule), der an Wänden und Tapeten, die mit dem sogenannten Schweinfurt Grün gestrichen waren, Arsendämpfe freisetzen konnte und so viele Todesfälle durch Nierenversagen und Infektionen verursachte.

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Ich belass es nur auf den Anfang deines „Beitrags“:

  1. Ob man Schadstoffe eher außerhalb oder innerhalb findet, ist völlig belanglos. Du kannst selbstverständlich auch draußen lüften, wenn du möchtest.
  2. Ob du Luft als abgestanden oder nicht betrachtest ist dein subjektives Empfinden und nicht relevant (ich habe das so nicht benannt). Gelüftet wird (hygienischen Luftwechsel betreffend), um der Raumluft fehlenden Sauerstoff zuzuführen. Meine Ansage ist keineswegs falsch.

Fazit:

  1. Dein ausuferndes Gelaber (Schadstoffe findet man heute eher blabla) ist wieder mal völlig unnötig, weil du Sachen behauptest, die fachlich so nicht richtig sind.
  2. Du stalkst wieder einmal, versuchst dich wichtig zu machen und schreibst hier zusammengelesenes Halbwissen, so dass man deine fehlende fachliche Ausbildung sofort erkennt.

Antworte den Fragestellenden, aber lass mich bitte in Ruhe, wenn du keine fachlichen Argumente gegen mich vortragen kannst.

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Welcher Teil von

war so unverständlich, dass das Bedürfnis hattest, mit diesem Quatsch

zu antworten?

Das ist eben nicht der Fall. Das Thema ist das Kohlendioxid - nicht nur, aber auch, wenn

  • die Luft abgestanden erscheint oder
  • man bei Hitze glaubt, schlecht Luft zu bekommen,

Aus dem zweitgenannten Grund ist auch der Ratschlag - insbesondere in Richtung alte Menschen - bei Hitze die Fenster geschlossen zu halten, lebensgefährlich.