Supraleitung (Meissner-Effekt)

Hallo,

kann mir jemand erklären wieso in der Oberflächenschicht des Supraleiters Wirbelströme fließen? Der Meissner- Ochsenfeld-Effekt besagt ja, dass der Supraleiter ein äußeres Magnetfeld verdrängt, d.h das Innere des Supraleiters feldfrei bleibt. Dies liegt daran, dass Oberflächenwirbel-Ströme fließen, woraus ein magnetische Feld resultiert, das dem äußeren Feld entgegengesetzt ist. Wieso fließen aber diese Wirbelströme in der Oberflächenschicht des Supraleiters???

HRS

Bitte nicht Cross-Posten… ein Brett reicht (nt)
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Hallo,

meine Erklärung wäre so: Wirkt auf einen Supraleiter ein Magnetfeld ein, so beginnen Induktionsströme zu fließen. Da nun der elektr. Widerstand gegen null geht und damit die el. Leitfähigkeit gegen unendlich, wird die Abklingzeit sehr groß, d.h. der Induktionsstrom hört nicht mehr auf zu fließen. Dadurch wird nun ein konstantes gegengerichtetes Magnetfeld aufgebaut, welches das äußere kompensiert.
Gruß

Dirk

Hi,

meine Erklärung wäre so: Wirkt auf einen Supraleiter ein
Magnetfeld ein, so beginnen Induktionsströme zu fließen.

Der Meissner-Effekt ist definitiv kein Induktionseffekt. Das
erkennt man daran, dass das Feld auch dann verdrängt wird,
wenn man einen Magneten in die nähe eines noch nicht
supraleitenden Materials bringt und erst dann die Temperatur
unter die Sprungtemperatur abkühlt. Weil sich bei der
Abkühlung der magnetische Fluß ja nicht ändert, kann auch
kein Induktionsstrom generiert werden.

Der Meissner Effekt ist ein rein quantenmechanisches
Phänomen: in einem Supraleiter verhindert die kohärente
kollektive Dynamik der Elektronen spontan das Eindringen
eines äußeren störenden Magnetfeldes.

Gruß
Oliver

Hallo Oliver,

mit einem Physik-Studenten lege ich mich besser nicht an :smile:

Der Meissner-Effekt ist definitiv kein Induktionseffekt. Das
erkennt man daran, dass das Feld auch dann verdrängt wird,
wenn man einen Magneten in die nähe eines noch nicht
supraleitenden Materials bringt und erst dann die Temperatur
unter die Sprungtemperatur abkühlt. Weil sich bei der
Abkühlung der magnetische Fluß ja nicht ändert, kann auch
kein Induktionsstrom generiert werden.

Ich habe bis jetzt immer nur gelesen, dass man den SL erst auf Sprungtemperatur abkühlt und ihn dann dem Magnetfeld aussetzt, dass es aber auch so funktioniert wußte ich nicht. Deswegen hielt ich meine Erklärung bisher für plausibel.
Wie verhält sich das dann bei den SL vom Typ II, bei denen m.W. Feldlinien in bestimmte Bereiche eindringen können?

MfG Dirk