Liebe alle,
ich habe neulich in Geomorphologie gehört, dass junges Land, das durch die Verlandung eines Gleitufers entstanden ist, gute landwirtschaftliche Nutzfläche sei, da es viele pflanzenrelevante Nährstoffe (verschiedene Ionen) enthalte.
Der einzige Mechanismus, wie es dazu kommen kann, der mir einfällt, steht auf tönernen Füßen und ist auch nur für den Fall gültig, dass der Fluss hauptsächlich grundwassergespeist ist (oder ggf. auch zwischenabflussgespeist). In diesem Fall werden die Ionen aus dem Boden ausgewaschen, gelangen ins Grundwasser und von dort aus in den Vorfluter. Im Unter- oder Mittellauf des Flusses werden die ausgewaschenen Ionen dann wieder am Gleithang abgelagert. Das Problem an dieser Erklärung ist, dass ich nicht sagen kann, weswegen die Ionen nicht bevorzugt dem Fluss folgen. anstatt sich abzulagern (sie sind doch gelöst). Diese Frage stellt sich um so mehr, weil ich bei der Recherche der Antwort auf die Eingangsfrage gelegentlich auf die Erklärung traf, der Fluss selbst wasche die Nährstoffe aus, was er hauptsächlich im Oberlauf mache, wegen der höheren Fließgeschwindigkeit dort. Der einzige Reim, den ich mir daraus machen kann, ist, dass der Fluss die Ionen durch Erosion aufnimmt. Dann gehen sie jedoch in Lösung und ich sehe keinen Grund, weswegen sie wieder abgelagert werden sollten, wenn die übrige Fracht des Flusses abgelagert wird.
Kann mir jemand helfen?
Gruß,
Matthias