Wer in den Krieg ziehen musste bekam eine Feldpostnummer?
Das ist die Adresse für Post an den Soldaten.
Wenn Angehörige ihm schreiben wollten, dann mit dieser Nummer. Die Post (Feldpost der Wehrmacht) könnte ihn dann überall erreichen und es zustellen.
Durch diese Nummer vermeidete man, dass man als Adresse die genaue Truppeneinheit und den derzeitigen Standort auf dem Brief angeben musste.
Was aus Geheimhaltungsgründen gewünscht war.
Aktuellen Standort kannten ja oft die Angehöriger gar nicht weil Truppen auch schnell verlegt wurden.
Mit der Feldpostnummer kam der Brief (irgendwann) beim Soldaten an.
Er selbst konnte natürlich seinen Heimatbrief so adressieren wie in Friedenszeiten üblich.
MfG
duck313
wenn Angehoerige ueber den Tod informiert wurden, geschah dies auch ueber die Feldpost?
Hallo!
Ja, es konnte sein, ein Brief an den Soldaten kam ungeöffnet zurück mit einem Stempel oder Aufschrift „Gefallen für Großdeutschland“.
In der Regel kam vorher ein Schreiben vom zuständigen Kommandeur der Einheit. In manchen Fällen wurden die Angehörigen auch von örtlichen Funktionären der Partei besucht und ihnen der Tod mitgeteilt.
MfG
duck313
Mein Opa ist in Stalingrad gefallen. Ich habe gelesen, dass in russischen Archiven noch einige Kisten mit alter Feldpost lagern. Wahrscheinlich nur gegen Devisen einlesbar, wenn ueberhaupt.
was koennten Gruende sein, dass Habseligkeiten des Gefallenen nicht wieder an die Angehoerigen zurueckgeschickt werden?
Das drunter und drüber in den letzten Monaten vor der Niederlage in Stalingrad ?
Und es mag doch auch Post verlorengegangen sein.
Postflugzeug stürzt ab, brennt aus, da bleibt nicht viel übrig, selbst wenn man es findet.
Es sind viele Szenarien denkbar.
Man kann nur das zurückgeben, was man beim Toten findet(und ihm zuordnen kann) und auch nur wenn das Wehrmachtssoldaten waren, die ihn fanden. Es ab doch jede Menge Tote, die zwar vermisst und offensichtlich tot waren, aber von denen man es offiziell gar nicht definitiv wusste, weil man eben keinen Toten hatte.
also koennte es theoretisch sein, dass noch irgend etwas von dem Gefallenen uebrig ist und irgendwo lagert, weil eins nicht zum anderen findet?
Glaube ich nicht.
Warum sollte man das in russischen Archiven aufbewahren ? Mag sein, manches zu Ausstellungs- und Dokumentationszwecken. Aber sicher keine Massen von Fundstücken, so man sie überhaupt einst aufgesammelt und zusammengeführt hatte.
Russland und Deutschland arbeiten auf dem Gebiet der Kriegsgräber durchaus gut und lange zusammen. Man darf annehmen, solche Sachen wären längst an die zuständigen Stellen übergeben worden.
MfG
duck313
Hallo,
alles wesentliche ist schon gesagt worden,
Eine gängige Redensart für „Feind“ war damals „Kameraden von der anderen Feldpostnummer“.
Gruß
rakete