5,- Euro mehr bei Hartz IV und nichts für die kids

Hallo Hong,

herzlichen Glühstrumpf! Mit Deinem Beitrag hast Du Dich soeben für eine Teilnahme an Diskussionen in den Para-Brettern qualifiziert - und zwar auf Seiten der Esoterik-Anhänger.

Denn zu deren Grundausstattung gehört die felsenfeste Überzeugung, dass es nicht an demjenigen, der eine völlig aberwitzige Behauptung (wie z.B. dass 70% der Alg-Bezieher nicht mit Geld umgehen können) aufstellt, diese zu belegen, sondern an dem, der sie anzweifelt, sie zu widerlegen.

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen Bekanntenkreis beschäftigen.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000 offene Stellen gegenüber (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…). Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige, kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Hallo.

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal
mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und
einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen
Bekanntenkreis beschäftigen.

Du meinst, Aussagen von Behördenmitarbeitern und Menschen die in der Justiz arbeiten, sich untereinander ausstauschen (man kennt sich von Studium, Seminaren etc.) sind gänzlich unrepräsentativ?

Ich frage mich, wievielen Leuten diese Menschen wohl in ihrem Berufsleben begegnen.

Übrigens, fundiert war das, was ich dir zum Thema Indien vor einigen Tagen geschrieben habe. Schade, dass inhaltlich von dir nichts kam.

Ich werde die Artikel, die Du verlinkt hast, daher ebenso kommentieren wie Du meine damals. Gar nicht.

Und ganz ehrlich, ich habe keine Lust deine Aussagen zu widerlegen, da wohl dann keine Reaktion mehr kommt. Also wozu die Mühe machen und irgendwas verlinken.

Viele Grüße und schönen Abend.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen
ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert
bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000
offene Stellen gegenüber
(http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…).
Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt
also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige,
kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen
Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Hallo Hong,

Du meinst, Aussagen von Behördenmitarbeitern und Menschen die
in der Justiz arbeiten, sich untereinander ausstauschen (man
kennt sich von Studium, Seminaren etc.) sind gänzlich
unrepräsentativ?

ich meine nicht nur, sondern weiß sogar, dass sie gar nicht repräsentativ sein können. Falls Du Dir dieses Wissen auch aneignen möchtest, bitteschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A4sentativit%C3…

Ich frage mich, wievielen Leuten diese Menschen wohl in ihrem
Berufsleben begegnen.

Und ich frage mich, ob wohl die zehn ganz normalen, unauffälligen Leute genauso viel Stoff zum Tratschen in der Kaffeepause hergeben wie der eine, der dem Klischee zu entsprechen scheint.

Übrigens, fundiert war das, was ich dir zum Thema Indien vor
einigen Tagen geschrieben habe. Schade, dass inhaltlich von
dir nichts kam.

Das kann nicht ganz kürzlich gewesen sein, da ich keinerlei Erinnerung daran habe, mich in den letzten Tagen zu Indien geäußert zu haben. Abgesehen davon ist keiner hier verpflichtet, in diesem Forum zu wohnen; es ist durchaus möglich, dass einem die eine oder andere Antwort bei mehrtägiger Abwesenheit entgeht.

Ach ja, und was hat Deine mögliche Kompetenz zu Thema X mit Deiner möglichen Inkompetenz zu Thema Y sinnvoll beizutragen zu tun?

Ich werde die Artikel, die Du verlinkt hast, daher ebenso
kommentieren wie Du meine damals. Gar nicht.

Ich interpretiere das so, dass Du Dinge, die nicht Deinem Weltbild entsprechen (z.B. die offiziellen Zahlen der Arbeitsagentur), mit einem billigen Vorwand einfach ignorierst.

Und ganz ehrlich, ich habe keine Lust deine Aussagen zu
widerlegen, da wohl dann keine Reaktion mehr kommt. Also wozu
die Mühe machen und irgendwas verlinken.

Du hast es immer noch nicht verstanden: Derjenige, der eine Behauptung aufstellt - in diessem Fall die Behauptung, 70% der Alg2-Bezieher könnten nicht sinnvoll mit Geld umgehen, ist in der Pflicht, diese zu belegen.

Gruß

=^…^=

Nur für dich Katze.

Hallo Hong,

herzlichen Glühstrumpf! Mit Deinem Beitrag hast Du Dich soeben
für eine Teilnahme an Diskussionen in den Para-Brettern
qualifiziert - und zwar auf Seiten der Esoterik-Anhänger.

Denn zu deren Grundausstattung gehört die felsenfeste
Überzeugung, dass es nicht an demjenigen, der eine völlig
aberwitzige Behauptung (wie z.B. dass 70% der Alg-Bezieher
nicht mit Geld umgehen können) aufstellt, diese zu belegen,
sondern an dem, der sie anzweifelt, sie zu widerlegen.

Wo habe ich diese aberwitzige Behauptung von 70% denn aufgestellt?

Das ist nicht mein Text. „Das Hase“ hat ihn verfasst.

Hallo,

Aber ich wette das mehr als 70% die 5 Euro nicht sinnvoll einsetzen würden.

und Du hast auch eine fundierte Statistik parat, auf die sich
diese Deine Meinung gründet?

Gruß

=^…^=

Mein Text fängt hier an. Das war der erste zu diesem Thema.

Die 70% stammen nicht von mir. An einer ernsthaften Diskussion scheinst Du nicht interessiert zu sein, da Du es nötig hast mir fremde Worte in den Mund zu legen.

Hallo.

Was ist eine fundierte Statistik für dich? Wer muss diese
verfasst und abgesegnet haben?

Reicht es dir, wenn dir jemand aus seiner Tätigkeit in
bestimmten Ämtern erzählt? Und Kollegen in 7 Städten nennen
kann, die seine Meinung bestätigen?

Unterhalte dich vielleicht mal mit Leuten die nahe an diesen
Sachen dran sind, in mehr als einem Ort.

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Ich bestreite nicht, dass es solche Leute unter den
Leistungsempfängern gibt, aber sie sind nicht die Merheit.

Oder hast Du eine fundierte Statistik?

Viele Grüße

Das war mein Text. Zeig mir bitte die 70%, ich zweifle nämlich an meiner Wahrnehmung und erwäge tatsächlich einen Besuch in den Para Brettern.

Ich habe gesagt, wer behauptet, die meisten AlgII Empfänger sind bemüht und absolut unschuldig an ihrer Lage, soll mir mitteilen wie man zu der Einschätzung kommt. Also nochmal: Ich habe keine Behauptung
oder gar Zahl aufgestellt, ich fordere nur die, die es tun, mal auf es zu belegen oder zumindest zu erklären.

Daher trifft dein netter Para Vergleich wohl am ehesten auf dich selbst zu. Das Du dazu noch einen fremden Text einbringst, um dem ganzen erst einigermassen Sinn zu geben ist grenzwertig.

Da Du ja öfter behauptest, die meisten Hartzler (wie Du sie nennst) werden absolut falsch dargestellt, habe ich dem Kind hiermit mal einen Namen gegeben :

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Etwas überspitzt wollte ich damit deine Aussagen zu dem Thema darstellen.

Siehst Du es nicht so, dass 80% vorbildlich bemüht sind, ist das schön, da wir dann einer Meinung sind.

Siehst Du es doch so, interessiert es mich wieso. (fundierte Statistiken?)

Ich selbst habe keine Zahl in den Raum geworfen. Also genau das, was Du mir vorwirfst trifft gar nicht zu. Ich meine nur die vorbildlich bemühten machen keine 80% aus. Wieviel % auf die schwarzen Schafe entfällt, dazu habe ich mich nie geäussert.

Jetzt frage ich mich: Was wolltest Du mir eigentlich sagen?

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal
mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und
einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen
Bekanntenkreis beschäftigen.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen
ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert
bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000
offene Stellen gegenüber
(http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…).
Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt
also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige,
kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen
Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Nochmal:

Du hast es immer noch nicht verstanden: Derjenige, der eine
Behauptung aufstellt - in diessem Fall die Behauptung, 70% der
Alg2-Bezieher könnten nicht sinnvoll mit Geld umgehen, ist in
der Pflicht, diese zu belegen.

Sieh mal nach, wer diese Behauptung aufgestellt hat. Sollte man besser, bevor man Artikel schreibt.

Da deine ganze Argumentation auf diesen 70%, und dem Belegen dieser basiert, ist es vielleicht besser Du richtest deine Worte ab jetzt an „Das Hase“

Oder gehst vielleicht auf das ein, was ich schreibe, wenn Du mir antwortest.

Hallo Hong,

Das ist nicht mein Text. „Das Hase“ hat ihn verfasst.

das stimmt in der Tat - und Du hast dem Guten zugestimmt. Und mich, die ich seine Behauptung angezweifelt habe und ihn deshalb um Belege gebeten habe, aufgefordert, ob dieser meiner Zweifel ihn zu widerlegen.

Ich habe gesagt, wer behauptet, die meisten AlgII Empfänger
sind bemüht und absolut unschuldig an ihrer Lage, soll mir
mitteilen wie man zu der Einschätzung kommt. Also nochmal: Ich
habe keine Behauptung
oder gar Zahl aufgestellt,

Oh doch, das hast Du ebenfalls. Und hier kommt sie auch schon:

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Etwas überspitzt wollte ich damit deine Aussagen zu dem Thema
darstellen.

Ach, und Du kannst bestimmt belegen, dass ich diese Zahl irgendwo genannt habe?

Siehst Du es nicht so, dass 80% vorbildlich bemüht sind, ist
das schön, da wir dann einer Meinung sind.

Siehst Du es doch so, interessiert es mich wieso. (fundierte
Statistiken?)

Das ist ein netter Trick - eine Zahl in den Raum stellen, behaupten, sie sei von mir und darauf hoffen, dass ich in Ermangelung einer passenden Statistik (Wie erfasst man denn wohl ‚ehrliches Bemühen‘? Und wie unterscheidet man es von ‚unehrlichem Bemühen‘?) Dir dann doch noch beipflichte. Funktioniert nur leider nicht.

Ich selbst habe keine Zahl in den Raum geworfen. Also genau
das, was Du mir vorwirfst trifft gar nicht zu.

Obwohl Du Dich wiederholst, merkst Du nicht, wie sehr Du Dir selbst widersprichst:

Ich meine nur
die vorbildlich bemühten machen keine 80% aus. Wieviel % auf
die schwarzen Schafe entfällt, dazu habe ich mich nie
geäussert.

Jetzt frage ich mich: Was wolltest Du mir eigentlich sagen?

Ganz einfach: Dass Du vorurteilsbeladene Klischees von Dir gibst, ohne Dich mit den Hintergründen zu beschäftigen oder gar den Betroffenen auseinanderzusetzen.

So, und jetzt gehe ich packen. Vermutlich werde ich mich in den nächsten Tagen nicht hier äußern, aber Du kannst die Zeit ja nutzen, um in Ruhe einmal über die Diskrepanz zwischen der Zahl der Arbeitslosen und der der tatsächlich offenen Stellen nachzudenken. Auch über das nachgewiesenermaßen besonders hohe Arbeitslosigkeitsrisiko von Älteren und Alleinerziehenden (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des…) könntest Du ein Weilchen meditieren.

Gruß

=^…^=

Bevor du nun noch eine Replik dazu bringst, ein klärendes
Wort: Ich habe nie (außer vielleicht polemisch angedeutet)
behauptet, dass die Berechnung der neuen Regelsätze nicht den
Kriterien des BVerfG entsprechen würden, sondern bemängelt,
dass mit der Rausnahme des Postens Alkohol&Tabak die
Berechnung noch weltfremder geworden ist.

Es geht weder um weltfremd noch um noch weltfremder. Es geht um die Sicherung des Existenzminimums und dafür sind weder Alkohol noch Tabak notwendig.

Hallo Christian,

Es geht weder um weltfremd noch um noch weltfremder. Es geht
um die Sicherung des Existenzminimums und dafür sind weder
Alkohol noch Tabak notwendig.

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit, mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu können.

Grüße

=^…^=

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten
Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen
Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit,
mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu
können.

Grüße

=^…^=

um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, braucht es kein Bier.

Wenn man beim besagten Nachbarn sitzt, und ein Glas Tee trinkt oder was Selbstgebackenes isst, kommt dies einem Ausschluß aus der Gesellschaft gleich??

Ich esse sehr gerne Schalen- und Krustentiere. Die sind teuer. Meine Freunde und Bekannte auch. Sollte ich meinen Job verlieren und nach einiger Zeit AlgII bekommen, müsste mir der Kauf von Delikatessen ermöglicht werden? Ich könnte sonst nicht wie gewohnt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Oder ist das mein Privatvergnügen? Ich könnte ja schließlich Tee und
Selbstgebackenes…

Nicht jeder isst Krustentiere, nicht jeder trinkt Bier. Mit Kultur oder Gesellschaft hat das nicht viel zu tun.

Wie ist es denn mit Stundenten? Die haben manchmal noch weniger. Die schaffen es am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Ohne fremdbezahltes Bier.

Es geht sehr viel, wenn man will. Ausserdem ist es im Moment doch so, dass es für alkoholische Getränke ausreicht.

Viele Grüße.

Studenten, da hat sich ein „n“ zuviel eingeschlichen.

Hallo,

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten
Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen
Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit,
mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu
können.

meine Nachbarn mußten für ihr Bier hier noch nie bezahlen. Oder meinst Du, daß man dafür in die Kneipe muß? Wenn es nur um Nachbarn geht, so wohnen die doch nebenan und im Supermarkt ist das Bier doch deutlich günstiger.

Nicht ganz ernstgemeint: Alkohol enthält Kalorien ohne Ende. Mit ein paar Litern Bier lassen sich ganze Mahlzeiten (und damit auch ordentliche Beträge) einsparen.

Aber wie HongLan schon schreibt: sind etwa alle, die keinen Alkohol trinken vom sozialen Leben ausgeschlossen? Was ist mit denen, die keinen trinken wollen oder dürfen bzw. mit dem Auto anreisen? Sind die ausgeschlossen? Jemandem, bei dem zum Fußball Schauen im speziellen oder sozialen Leben im allgemeinen unbedingt Alkohol dazu gehört, würde ich das Brett Sucht und Prävention nahelegen.

Abschließend sei noch erwähnt, daß Arbeitslosigkeit für die meisten Menschen zwangsläufig Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten bedeutet. Das ist nun einmal so: weniger Kohle, weniger liebgewonnene Gewohnheiten. Wenn dem nicht so wäre, könnte man das mit dem Arbeiten auch gleich bleibenlassen.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Du scheinst da etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden zu haben: Bei der Berechnung des Warenkorbes, der das soziokulturelle Existenzminimum darstellen soll, wurden die Ausgaben herangezogen, die die Vergleichsgruppe (ob 15 oder 20 % will ich jetzt einmal außen vor lassen), im Monat durchschnittlich tätigt.

Ganz einfach gesagt: Da gibt es welche, die im Monat €40 für Tabak und Alkohol ausgeben und € 0 für ÖPNV und andere, die € 0 für Tabak und Alkohol ausgeben und dafür € 40 für ÖPNV. Herauskommen tun dann Mittelwerte, die bei dem einen oder anderen Posten eventuell den individuellen Bedarf des Einzelnen nicht abdecken; allerdings steht es auch Alg2-Beziehern frei, über die Verwendung des ihnen zur Verfügung sztehenden Geldes selbst zu entscheiden.

Sobald nun willkürlich ein Posten herausgestrichen wird, stimmt die Gesamtberechnung nicht mehr.

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso kettennrauchende Alkoholiker seien. Dabei entspricht moderater Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen Existenzminimum.

(Und einmal ganz am Rande: Wer trinkt denn Tee beim Fußballschauen - und wie lange lädt einen wohl der Nachbar ein, wenn nie eine Gegeneinladung folgt?)

Zu diskutieren wäre auch noch, ob der Betrag, der auf Grundlage der EVS ermittelt wurde, tatsächlich das Existenzminimum darstellt oder nicht vielleicht einfach nur das, was es den Beziehern niedriger Einkommen auszugeben möglich ist. Andere Berechnungen kommen zumindest auf ganz andere Beträge: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2010/Ha…

Und es wirkt zumindest einen Hauch verdächtig, dass ganz zufälligerweise die heute genannte Zahl von € 364 bereits in einer Berechnung von 2008 zu finden war: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/hartz…

Grüße

=^…^=

Hallo,

Du scheinst da etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden zu
haben:

Du irrst.

Bei der Berechnung des Warenkorbes, der das
soziokulturelle Existenzminimum darstellen soll, wurden die
Ausgaben herangezogen, die die Vergleichsgruppe (ob 15 oder 20
% will ich jetzt einmal außen vor lassen), im Monat
durchschnittlich tätigt.

Genau, und von dem, was man da ermittelt hat, zieht man das ab, das man nicht von Staats wegen bezahlen möchte. Genauer: für das man das Geld der zahlenden Bevölkerungsteile nicht ausgeben möchte, weil man - zu recht - annimmt, daß das den zahlenden Bevölkerungsteilen so auch ganz recht ist.

Sobald nun willkürlich ein Posten herausgestrichen wird,
stimmt die Gesamtberechnung nicht mehr.

Doch, die stimmt ganzt wunderbar. Die Summe beläuft sich auf das, das man nach dem Verfahren ermittelt abzgl. dessen, was man nicht bezahlen will.

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und
Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne
gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso
kettennrauchende Alkoholiker seien

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

Dabei entspricht moderater
Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich
akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen
Existenzminimum.

Das ist allein deine Meinung.

(Und einmal ganz am Rande: Wer trinkt denn Tee beim
Fußballschauen - und wie lange lädt einen wohl der Nachbar
ein, wenn nie eine Gegeneinladung folgt?)

Ich fasse zusammen: Fußball und Alkohol gehören genauso unbedingt zusammen, wie Nachbarbesuche und Alkohol. Schlimmer noch: ist der Alkohol nicht da, bleibt der Nachbar weg.

Bist Du Dir eigentlich darüber im klaren, daß Du das Vorurteil, das Du uns unterschieben willst, selber ganz kräftig mit solchen Postulaten schürst?

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und
Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne
gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso
kettennrauchende Alkoholiker seien

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht - wenn Du aber bekannte linksradikale Propagandablätter wie die ZEIT und den SPIEGEL verfolgst, sieht das schon ganz anders aus:

Hier ein aktuelles Beispiel: Tatsächlich sind die Zahlen berechnend, sie zielen auf öffentliche Wirkung. Absichtsvoll ist das Herausrechnen von Alkohol und Zigaretten in die Öffentlichkeit getragen worden, um die Akzeptanz für die unerwartet niedrige Fünf-Euro-Erhöhung der Erwachsenen-Sätze zu steigern (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Dabei entspricht moderater
Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich
akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen
Existenzminimum.

Das ist allein deine Meinung.

Auch dies nicht: Die generelle Nutzung von Alkoholika sowie Tabakwaren entspricht dem gesellschaftlich anerkannten Verhalten. Diesem wurde mit einer, wenn auch geringen, Menge Rechnung getragen. (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu. (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Gruß

=^…^=

Hallo,

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht

das sollte doch für den Moment mal als Maßstab herhalten.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)
(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)
(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Du verlinkst drei mal auf einen Kommentar, der in der Zeit veröffentlicht wurde. Warum? Ich kenne T. Bruns nicht, aber das ist - wie gesagt - ein Kommentar. Weder schreibt er über Tatsachen noch spricht er für die Redaktion Zeit.

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen
Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für
den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat
sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

Es geht nicht um unten oder oben, sondern darum, daß die Allgemeinheit einer nicht kleinen Personengruppe das Leben finanziert. Wer bezahlt sucht die Musik aus und ich kann mir vorstellen, daß breiter gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht, daß Nikotin und Alkohol eben nicht zum Existenzminimum gehören. Ganz unabängig davon, wie groß der Anteil der kettenrauchenden Alkoholiker (Deine Worte) in der betreffenden Personengruppe tatsächlich ist. Ist er klein, wie Du behauptest, ist die Diskussion um so absurder, denn dann wäre der Bedarf für den Alkohol- und Tabakanteil gar nicht gegeben.

Wie schon erwähnt: Deine Argumentation mit der anscheinend zwingenden Verbindung zwischen Fußball und nachbarschaftlichen Treffen und Alkohol hilft Dir in Deinem Anliegen nicht wirklich weiter.

Gruß
C.

von Alk, Haustierchen und Büchern
Hallo.

Auch dies nicht: Die generelle Nutzung von Alkoholika sowie
Tabakwaren entspricht dem gesellschaftlich anerkannten
Verhalten. Diesem wurde mit einer, wenn auch geringen, Menge
Rechnung getragen.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Das steht wo? Meinst Du die Aussage des Bier-Botschafters 2010, Volker Kauder?

Wann und in welchem Zusammenhang er das gesagt hat, kann ich irgendwie nicht rauslesen.

Da könnte man ja auch eine repräsentative Umfrage auf dem Oktoberfest durchführen, zur zwingenden Notwendigkeit alkoholischer Getränke für gesellschaftliche Akzeptanz… Das Ergebnis würde eindeutig ausfallen.

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen
Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für
den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat
sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Na ja, ein Text voller drastischer Worte, sagt aber dennoch nicht viel aus.

Er stellt eigentlich nur eine Meinung dar.

Aber um den Satz aufzugreifen:

sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

Das hört sich ja zunächst so furchtbar böse an. Aber man bedenke doch, dass Leute die für ihren Lebensunterhalt durch Arbeit aufkommen, somit für sich selbst, ihre Familie und ihre Kinder Verantwortung übernehmen, nicht unendlich belastet werden können.

Vor allem nicht für Dinge, die rein dem Vergnügen dienen und auf die bestimmte Familien trotz Arbeit manchmal verzichten müssen.

Wenn man alle Unterschiede, die jetzt noch vorhanden sind beseitig, ist niemandem geholfen. Es geht irgendwann der Anreiz verloren.

Kindern tun auch Haustiere gut. Nur ganz ehrlich, notwendig sind sie nicht. Und zur Charakterbildung oder gesellschaftlichen Akzeptanz absolut nicht notwendig. Diese Liste kann man beliebig fortführen.

Wenn man es schafft sich Meerschweinchen, Hunde oder sonstiges zu halten und dabei auf Alkohol und Zigaretten (sind teuer soweit ich weiß) auch nicht verzichten will, wird es irgendwo nunmal knapp. Und dann heißte es, Schulbücher sind zu teuer oder die Klassenfahrt oder, oder, oder…

Das ist nicht die Schuld des Staates. Es liegt an jedem Leistungsempfänger selbst, Prioritäten zu setzen. Wenn einem als Bsp. die Bildung der eigenen Kinder oder gesunde Ernährung wichtig ist, dürfte es zu bewältigen sein, auf absolut nicht notwendige Sucht- oder Genussmittel und Haustierchen zu verzichten, und im Gegenzug Bücher zu kaufen.

Und weißt Du was? Es tut gar nicht weh. Und es gebe auch keine bösen Debatten, wenn mal jeder bei sich selbst anfangen würde.

Leute mit einem Durchschnittsverdienst, die sich ein Haus kaufen, können oft nicht mehr so leben wie zuvor. Das ist nunmal so, hat man ein Haus fällt der Urlaub oft aus. Wenn nicht, super. Alles kann man nicht haben, jedenfalls nicht auf einmal.

Die Denkweise sollten sich manche Sozialleistungsempfänger aneignen. Es bringt mehr sich mit der Situation zu arrangieren und über Besserung der Lage nachzudenken, als auf alten Feindbildern rumzureiten. Das vermittelt auch ein positives Gefühl an Kinder, sofern vorhanden.

Dann hat man auch keine Probleme mit: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsbenachteiligung…

Wenn man : http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologi…

sich mit dem mal auseinandersetzt. Sehr interessant.

Gedeihen trotz widriger Umstände ist sehr wohl möglich.

Es gibt noch sehr viel widrigere Umstände, als die derzeit in Deutschland herrschenden.

Und man sollte immer beachten, besonders bei Artikeln wie dem oben, dass das Auftreten und Verhalten der Eltern während der 4 Grundschuljahre mit einfließt. Ich denke, dass das nicht unerheblich für das Weiterkommen oder Scheitern an der höheren Schulform ist. Lehrer haben da meiner Meinung nach etwas mehr Weitblick.

Ausserdem interessant, dass diese Studie heftig kritisiert wird und erhebliche methodische Mängel vorgeworfen werden.

Was mir zum Thema Anspruchsdenken noch aufgefallen ist. Dies ist leider bei vielen sehr ausgeprägt, es gab hier im Forum mal vor einiger Zeit eine Diskussion. Es ging um die Notwendigkeit eines neuen Computers mit Zubehör. Diese Sache wurde vor Gericht ausgefochten. Wäre nett wenn jemand sich erinnert, den Artikel zu verlinken. Ein gebrauchter hätte gereicht. Aber statt zu akzeptierten, wird dann ein Gericht bemüht. Das kostet, Stichwort Prozesskostenhilfe.

Und leider ist das im Moment weit vorherrschende Denkweise. Das eigene Recht wiegt am meisten, dass dafür andere aufkommen wird gerne übersehen.

Viele Grüße und einen schönen Tag.

Computer verzweifelt gesucht
Huhu,

Was mir zum Thema Anspruchsdenken noch aufgefallen ist. Dies
ist leider bei vielen sehr ausgeprägt, es gab hier im Forum
mal vor einiger Zeit eine Diskussion. Es ging um die
Notwendigkeit eines neuen Computers mit Zubehör. Diese Sache
wurde vor Gericht ausgefochten. Wäre nett wenn jemand sich
erinnert, den Artikel zu verlinken.

das war eine der Diskussionen:
/t/was-ist-die-meinung-hier-dazu/5873269/84

Grüße

Christian

Hallo Christian,

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht

das sollte doch für den Moment mal als Maßstab herhalten.

es mag Dich vielleicht erschüttern, dies zu lesen, aber wer-weiss-was ist nicht die Welt.

Du verlinkst drei mal auf einen Kommentar, der in der Zeit
veröffentlicht wurde.

Oh, ich habe zwar auch noch auf anderes verlinkt, aber ich will mich trotzdem vielmals dafür entschuldigen, dass ich meinen Rechner mitsamt den aktuellen Lesezeichen nicht eingepackt habe und an eines anderen Leuts Gerät nicht zu viel Zeit auf die Suche verwenden wollte.

Warum?

Weil Du kundgetan hast, dass ich die Einzige sei, die diesen Eindruck hat und äußert. Dem ist aber nicht so - und da genügt eigentlich auch schon ein einziger entsprechender Kommentar in einer renommierten Zeitung.

Aber weil Du es bist, reiche ich gerne noch etwas nach:

Das ist einmal mehr Stimmungsmache gegen ALG-II-Empfänger, wie wir sie schon seit Jahresbeginn beobachten. (http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Sozia…)

Der eigentliche Skandal der Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze ist, dass die Regierung sich zur Rechtfertigung ihrer Sparpläne ganz ungeniert einer üblen Sozialschmarotzer-Polemik bedient. (http://www.stern.de/politik/deutschland/geaenderte-s…)

Eine Minderheit in der Bevölkerung wird in Zukunft unter den Primat einer willkürlich definierten moralischen Lebensführung gestellt, die für die Mehrheit nicht gelten soll. Schließlich ist der Alkohol- und Nikotinkonsum nicht verboten. Die Herausnahme des Nikotin- und Alkoholkonsums aus dem ALG 2 Warenkorb ist somit keine Kleinigkeit. Es macht aus der Sozialpolitik eine moralische Besserungsanstalt. (http://www.weissgarnix.de/2010/09/27/hartz-iv-als-mo…)

Ich kenne T. Bruns nicht, aber das ist - wie gesagt - ein Kommentar. Weder schreibt er über Tatsachen noch spricht er für die Redaktion Zeit.

Auch Du gibst hier nur Deine Meinung wieder.

Es geht nicht um unten oder oben, sondern darum, daß die
Allgemeinheit einer nicht kleinen Personengruppe das Leben
finanziert. Wer bezahlt sucht die Musik aus

Es geht darum, dass die Besitzstandswahrer - welche im Zweifelsfall schon bei der leisesten Kritik an manchen, anderen durchaus überzogen erscheinenden Zahlungen in anderen Bereichen (z.b. Rettungsschirm, Boni) lautstark ‚Neiddebatte, Neiddebatte!‘ rufen - offenkundig die Grundprinzipien des Sozialstaates und die christlichen Werte (auf die sich in diesen unseren Tagen in anderen Debatten doch so gerne berufen wird) über Bord geworfen haben und den Ärmsten der Armen in unserem Land fast schon nicht mehr die Butter auf dem Brot gönnen. Man könnte es fast als eine besonders ekelerregende Art von Neid ansehen …

und ich kann mir vorstellen, daß breiter gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht, daß Nikotin und Alkohol eben nicht zum Existenzminimum gehören.

Nun, zumindest ist die Gesundheitsbeauftragte der Bundesregierung der Ansicht, dass Genussmittel in geringem Umfang durchaus zum Existenzminimum gehören: http://www.tagesspiegel.de/politik/drogenbeauftragte…

Ganz unabängig davon, wie groß der
Anteil der kettenrauchenden Alkoholiker (Deine Worte) in der
betreffenden Personengruppe tatsächlich ist. Ist er klein, wie
Du behauptest, ist die Diskussion um so absurder, denn dann
wäre der Bedarf für den Alkohol- und Tabakanteil gar nicht
gegeben.

Der Haken liegt, wie gesagt, in der Berechnung: Die unteren Einkommensgruppen haben so wenig Geld zur Verfügung, dass keines angespart werden kann, sondern das gesamte Einkommen auch ausgegeben wird (wie man auch der EVS entnehmen kann). Will man nun unbedingt einen Posten herausnehmen, so wäre es notwendig, eine Vergleichsgruppe zu wählen, die keine Ausgaben für diesen Posten hat und zu ermitteln, welche anderen Ausgaben sie stattdessen tätigt. Geschieht dies - wie in diesem Fall - nicht, so wird willkürlich auch denen der Bedarfssatz um diesen Betrag gekürzt, die diese Ausgabe gar nicht hätten.

Ach ja, und noch am Rande: etwa zwei Drittel der Alg2-Bezieher gehen einer - wenn auch nicht unbedingt sozialversicherungspflichtigen - Tätigkeit nach: http://www.welt.de/politik/deutschland/article988785… (siehe Grafik)

Wie schon erwähnt: Deine Argumentation mit der anscheinend
zwingenden Verbindung zwischen Fußball und nachbarschaftlichen
Treffen und Alkohol hilft Dir in Deinem Anliegen nicht
wirklich weiter.

Ich habe dieses Beispiel gewählt, weil derlei Freizeitaktivitäten - ein Bier beim Fußballschauen oder beim Grillen mit dem Nachbarn - durch alle Gesellschafzsschichten hindurch üblich und verbreitet ist (ja, auch bei Akademikern!).

Hätte ich das Glas Wein, das die alleinerziehende Mutter bei den regelmäßigen Treffen des Elternbeirates trinkt, genannt, hättest Du dieses Beispiel vermutlich als dem HartzIV-Leben völlig fremd bezeichnet.

Gruß

=^…^=

Hallo,

Auch dies nicht: Die generelle Nutzung von Alkoholika sowie
Tabakwaren entspricht dem gesellschaftlich anerkannten
Verhalten. Diesem wurde mit einer, wenn auch geringen, Menge
Rechnung getragen.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Das steht wo?

das steht da oben - inkl. der Quellenangabe.

Meinst Du die Aussage des Bier-Botschafters 2010, Volker Kauder?

Nein, ich meine das, was ich zitiert habe. Das mit dem Leseverständnis wirst Du noch üben müssen.

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen
Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für
den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat
sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Na ja, ein Text voller drastischer Worte, sagt aber dennoch
nicht viel aus.

Habe ich das mit dem Leseverständnis schon erwähnt?

Das hört sich ja zunächst so furchtbar böse an. Aber man
bedenke doch, dass Leute die für ihren Lebensunterhalt durch
Arbeit aufkommen, somit für sich selbst, ihre Familie und ihre
Kinder Verantwortung übernehmen, nicht unendlich belastet
werden können.

Dir ist bewusst, dass ein großer Teil der Bezieher von Alg2 aufgrund von Kinderbetreuung, gesundheitlichen Einschränkungen oder Pflege von Angehörigen gar nicht arbeiten kann oder berufsttätig ist und nur ergänzend Alg2-Leistungen erhält?

Vor allem nicht für Dinge, die rein dem Vergnügen dienen und
auf die bestimmte Familien trotz Arbeit manchmal verzichten
müssen.

Auch ‚Vergnügen‘ gehört in geringem Maße zum soziokulturellen Existenzminimum.

Wenn man alle Unterschiede, die jetzt noch vorhanden sind
beseitig, ist niemandem geholfen. Es geht irgendwann der
Anreiz verloren.

Ist der mangelnde Anreiz schuld an der enormen Diskrepanz zwischen den Arbeitslosenzahlen und den tatsächlich offenen Stellen?

Und sagt Dir das Stichwort Mindestlohn etwas?

Ganz abgesehen davon, dass entgegen der öffentlichen Meinung derjenige, der arbeitet, immer mehr hat als der, der nicht arbeitet.

Das ist nicht die Schuld des Staates. Es liegt an jedem
Leistungsempfänger selbst, Prioritäten zu setzen. Wenn einem
als Bsp. die Bildung der eigenen Kinder oder gesunde Ernährung
wichtig ist, dürfte es zu bewältigen sein, auf absolut nicht
notwendige Sucht- oder Genussmittel und Haustierchen zu
verzichten, und im Gegenzug Bücher zu kaufen.

Tja, und wenn man willkürlich einen möglichen Posten herausstreicht und Chipkarten für Kinder verteilt, nimmt man den Alg2-Beziehern genau diese Entscheidungsautonomie. So, als seien sie geistig minderbemittelt oder unmündig.

Dann hat man auch keine Probleme mit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsbenachteiligung…

Ich hoffe, Du hast den Abschnitt, in dem dargelegt wird, dass Schüler unterer Einkommensklassen bei gleicher Leistung deutlich schlechter beurteilt werden als die höherer (http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsbenachteiligung…), gründlich kontempliert.

Gedeihen trotz widriger Umstände ist sehr wohl möglich.

Das ist ja schon zynisch. Kinder von Alg2-Beziehern gedeihen wohl besonders gut, wenn man ihnen das Leben so unangenehm wie möglich macht?

Und man sollte immer beachten, besonders bei Artikeln wie dem
oben, dass das Auftreten und Verhalten der Eltern während der
4 Grundschuljahre mit einfließt. Ich denke, dass das nicht
unerheblich für das Weiterkommen oder Scheitern an der höheren
Schulform ist. Lehrer haben da meiner Meinung nach etwas mehr
Weitblick.

Lehrer haben Vorurteile, so wie andere Leute auch. Was auch hier immer wieder sehr schön zu beobachten ist.

Gruß

=^…^=

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht

das sollte doch für den Moment mal als Maßstab herhalten.

es mag Dich vielleicht erschüttern, dies zu lesen, aber
wer-weiss-was ist nicht die Welt.

Ist mir auch schon aufgefallen. Ich habe es halt anders verstanden. Also zur Klarstellung: in diesem Artikelbaum bist Du die einzige, die immer wieder in den Raum stellt, die Bevölkerung sei der Ansicht, alle Hartz IV-Empfänger seien kettenrauchende Alkoholiker und auch außerhalb dieses Artikelbaumes ist mir bei wer-weiss-was nicht aufgefallen, daß diese Meinung vorherrschte oder auffällig häufig vertreten würde.

Du verlinkst drei mal auf einen Kommentar, der in der Zeit
veröffentlicht wurde.

Oh, ich habe zwar auch noch auf anderes verlinkt,

Im fraglichen Artikel steht dreimal der gleiche Link. Ob Du in Deinem Leben oder außerhalb von wer-weiss-was (man muß ja inzwischen vorsichtig sein) auf etwas anderes verlinkt hast, kann ich nicht abschließend beurteilen und erachte ich für den Moment auch als irrelevant.

aber ich
will mich trotzdem vielmals dafür entschuldigen, dass ich
meinen Rechner mitsamt den aktuellen Lesezeichen nicht
eingepackt habe und an eines anderen Leuts Gerät nicht zu viel
Zeit auf die Suche verwenden wollte.

Was soll der Spruch? Ich kann doch nur das zur Kenntnis nehmen, was mir serviert wird. Warum in dem Artikel nicht das steht, was Deiner Ansicht nach drinstehen sollte, kann ich weder beurteilen noch kann ich ahnen, daß dem so ist.

Warum?

Weil Du kundgetan hast, dass ich die Einzige sei,

Sie oben: ich ging von wer-weiss-was aus. Was die restlichen 80 Mio. Menschen vor sich hinreden, kann ich nicht beurteilen.

Eindruck hat und äußert. Dem ist aber nicht so - und da genügt
eigentlich auch schon ein einziger entsprechender Kommentar in
einer renommierten Zeitung.

Ein Kommentar in einer Zeitung, so renommiert sie auch sein mag, ist kein Beleg dafür, was die Bevölkerung denkt. Speziell in der Zeit kommt so ziemlich jeder auf den Kommentarseiten zu Wort, was auch zum Konzept dieser Publikation gehört.

Aber weil Du es bist, reiche ich gerne noch etwas nach:

Das ist einmal mehr Stimmungsmache gegen ALG-II-Empfänger,
wie wir sie schon seit Jahresbeginn beobachten.

(http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Sozia…)

Ich sprach von wer-weiss-was (siehe oben), das dort zitierte ist eine Mutmaßung und die interviewte Politikerin ist nun wahrlich nicht neutral oder gar eine Meinungsforscherin.

Der eigentliche Skandal der Neuberechnung der
Hartz-IV-Sätze ist, dass die Regierung sich zur Rechtfertigung
ihrer Sparpläne ganz ungeniert einer üblen
Sozialschmarotzer-Polemik bedient.

(http://www.stern.de/politik/deutschland/geaenderte-s…)

Ich sprach von wer-weiss-was (siehe oben) und die Autorin schreibt ständig reißerisch-populistische Artikel und steht so weit links, daß man sie schon aus dem Auge verliert, wenn man nur in der Mitte steht.

Eine Minderheit in der Bevölkerung wird in Zukunft unter
den Primat einer willkürlich definierten moralischen
Lebensführung gestellt, die für die Mehrheit nicht gelten
soll. Schließlich ist der Alkohol- und Nikotinkonsum nicht
verboten. Die Herausnahme des Nikotin- und Alkoholkonsums aus
dem ALG 2 Warenkorb ist somit keine Kleinigkeit. Es macht aus
der Sozialpolitik eine moralische Besserungsanstalt.

(http://www.weissgarnix.de/2010/09/27/hartz-iv-als-mo…)

Keine Ahnung, wer das ist, aber ich sprach trotzdem von wer-weiss-was (siehe oben). Mir ist auch nicht ganz klar, was Du mir jetzt eigentlich beweisen willst. Was ein paar Journalisten schreiben (oder Personen, die sich dafür halten), ist eigentlich irrelevant. Wenn Du mit Deiner niedlichen Linksammlung belegen willst, daß die gesamte Bevölkerung glaubt, alle Hartz IV-Empfänger seien kettenrauchende Alkoholiker, ist Dir das nicht gelungen. Die Menschen sind durchaus in der Lage, zwischen kettenrauchenden Alkoholikern und Sozialschmarotzern auf der einen Seite und alleinerziehenden Müttern oder unverschuldet arbeitslos gewordenen Personen jenseits der 55 auf der anderen Seite zu unterscheiden.

Wenn Du das nicht glaubst, ist das eher allein Dein Problem.

Sozialstaates und die christlichen Werte (auf die sich in
diesen unseren Tagen in anderen Debatten doch so gerne berufen
wird) über Bord geworfen haben und den Ärmsten der Armen in
unserem Land fast schon nicht mehr die Butter auf dem Brot
gönnen. Man könnte es fast als eine besonders ekelerregende
Art von Neid ansehen …

Es geht nicht um die Butter auf dem Brot, sondern um den Alk in der Pulle und die Fluppe in der Hand.

und ich kann mir vorstellen, daß breiter gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht, daß Nikotin und Alkohol eben nicht zum Existenzminimum gehören.

Nun, zumindest ist die Gesundheitsbeauftragte der
Bundesregierung der Ansicht, dass Genussmittel in geringem
Umfang durchaus zum Existenzminimum gehören:
http://www.tagesspiegel.de/politik/drogenbeauftragte…

Soll ich Dir den Unterschied zwischen breitem gesellschaftlichem Konsens und der Äußerung eines Politikers erklären?

Ganz unabängig davon, wie groß der
Anteil der kettenrauchenden Alkoholiker (Deine Worte) in der
betreffenden Personengruppe tatsächlich ist. Ist er klein, wie
Du behauptest, ist die Diskussion um so absurder, denn dann
wäre der Bedarf für den Alkohol- und Tabakanteil gar nicht
gegeben.

Der Haken liegt, wie gesagt, in der Berechnung: Die unteren
Einkommensgruppen haben so wenig Geld zur Verfügung, dass
keines angespart werden kann, sondern das gesamte Einkommen
auch ausgegeben wird (wie man auch der EVS entnehmen kann).
Will man nun unbedingt einen Posten herausnehmen, so wäre es
notwendig, eine Vergleichsgruppe zu wählen, die keine Ausgaben
für diesen Posten hat und zu ermitteln, welche anderen
Ausgaben sie stattdessen tätigt. Geschieht dies - wie in
diesem Fall - nicht, so wird willkürlich auch denen der
Bedarfssatz um diesen Betrag gekürzt, die diese Ausgabe gar
nicht hätten.

Und deswegen das Geld für etwas anderes verwenden könnten, was nach der Berechnung für den Lebensunterhalt nicht notwendig wäre.

Ach ja, und noch am Rande: etwa zwei Drittel der Alg2-Bezieher
gehen einer - wenn auch nicht unbedingt
sozialversicherungspflichtigen - Tätigkeit nach:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article988785…
(siehe Grafik)

Ja, und?

Wie schon erwähnt: Deine Argumentation mit der anscheinend
zwingenden Verbindung zwischen Fußball und nachbarschaftlichen
Treffen und Alkohol hilft Dir in Deinem Anliegen nicht
wirklich weiter.

Ich habe dieses Beispiel gewählt, weil derlei
Freizeitaktivitäten - ein Bier beim Fußballschauen oder beim
Grillen mit dem Nachbarn - durch alle Gesellschafzsschichten
hindurch üblich und verbreitet ist (ja, auch bei
Akademikern!).

Das will ich gar nicht bestreiten, aber bei denen reicht die Kohle dann auch dafür und es ist dazu noch ihre eigene.

Hätte ich das Glas Wein, das die alleinerziehende Mutter bei
den regelmäßigen Treffen des Elternbeirates trinkt, genannt,
hättest Du dieses Beispiel vermutlich als dem HartzIV-Leben
völlig fremd bezeichnet.

Ich habe nur geschrieben, daß ich es verwunderlich finde, daß Du die erwähnten sozialen Kontakte (Fußball, Nachbarbesuche und nun Grillen) von Hartz IV-Empfänger zwingend mit Alkohol in Verbindung setzt und daß Dir das nicht wirklich bei Deiner Argumentation hilft.

Gruß
C.