Aufprall einer Festplatte

Hi,

Im Archive dieses Forums fand ich einen Beitrag über den Aufprall eines Autos auf eine Wand (/t/auto-trifft-auf-mauer-in-newton/505100/7
Wie soll man dann Werte für die negative Beschleunigung annehmen? Die Platte wird ja praktisch in fast 0 Zeit von vMAXm/s auf 0m/s beschleunigt. Welchen Beschleunigungsweg muss ich annehmen? Und welche Aufprallkraft Fmax entsteht.

Angenommen die Platte wiegt 400g und hält nach Herstellerangaben eine Beschleunigung von 8g aus.
Wie schnell darf sie an die Wand geworfen werden.

(P.S ich setze als Material für die Wand Stahlbeton voraus. Nicht das einer mit Verzögerungswegen in Pappmachewänden argumentiert)

Danke im voraus ,
Walter

Hallo,

Nun was mich aber interessiert: Wenn ein Körper wie eine
Festplatte gegen eine Wand geschmissen wird, gibt es ja keine
Knautschzone oder einen messbaren Verzögerungsweg.

Doch, natürlich gibt es da auch eine Knautschzone.
Beim Aufprall treten Verformungen auf, die elastisch und plastisch
sind (letztere sind hinterher noch zu sehen).
Die Berechnung der Verzögerung ist allerdings sehr schwer. Dazu
müssten Annahmen gemacht werden (z.B. die Lage der Teile beim
Auftreffen). Ansonsten ist sowas nicht reproduzierbar.

Wie soll man dann Werte für die negative Beschleunigung
annehmen? Die Platte wird ja praktisch in fast 0 Zeit von
vMAXm/s auf 0m/s beschleunigt. Welchen Beschleunigungsweg muss
ich annehmen? Und welche Aufprallkraft Fmax entsteht.

Praktisch werden solche Versuche auf spezieller Prüftechnik durch-
geführt. Das zu prüfende Teil wird in einer Halterung auf einen
Stoßtisch montiert. Die Belastung (Beschleunigung) wird mit einem
Sensor gemessen, der auch auf den Tisch bzw. die zu prüfenden Teile
befestigt wird.

Angenommen die Platte wiegt 400g und hält nach
Herstellerangaben eine Beschleunigung von 8g aus.
Wie schnell darf sie an die Wand geworfen werden.

Bei harter Unterlage und Aufprall auf relativ steife Gehäuseteile
reicht es, das Teil aus wenigen mm Höhe fallen zu lassen
(Werfen ist also übertrieben). I eingebauten Zustand (innerhalb
eines Gehauses) spielen natürlich die Verformungen des Gehäuses
auch eine Rolle (zusätzliche Knautschzonen).
Gruß Uwi

(P.S ich setze als Material für die Wand Stahlbeton voraus.
Nicht das einer mit Verzögerungswegen in Pappmachewänden
argumentiert)

naja, der fehler ist, dass man einfach alltagserleben auf diffizile technik überträgt.

es treten tatsächlich beschleunigungen auf, die ein vielhundertfache der erdbeschleunigung betragen. allerdings sind oftmals innen auch die trägen massen nicht sehr groß, so dass die auftretenen kräfte recht klein sind. ergo ist innen nicht unbedingt totaler schrott

f=m*a

beim gegen die wand schmeißen gehn die übrigens auch kaputt.

Hallo Walter

Angenommen die Platte wiegt 400g und hält nach
Herstellerangaben eine Beschleunigung von 8g aus.
Wie schnell darf sie an die Wand geworfen werden.

Das kann man so pauschal nicht sagen, denn ob die Festplatte
danach Matsch ist entscheidet die Energie die dahintersteht
und nicht die Beschleunigung.
Bsp. ein selbstschlagender Körner erzeugt Beschleunigungen bis zu
10000g (kein Witz!!). Es steckt aber praktisch keine Energie dahinter
sodaß sich die „Zerstörung“ auch in Grenzen hält :wink:.

Gruß Andi

Hi,

Festplatte gegen eine Wand geschmissen wird, gibt es ja keine
Knautschzone oder einen messbaren Verzögerungsweg.

wie schon gesagt wurde ist dieser Weg natürlich schon vorhanden, aber sehr klein. Und das ist das Problem bei Festplatten. Denn die Verzögerung berechnet sich aus a=v^2/(2xs) . Wird s (der Weg) sehr klein, wird die Verzögerung sehr groß.
Festplatten sind so gebaut, dass der Lesekopf SEHR dicht über der Platte schwebt. Bei hohen Beschleunigungen berührt er die Platte die dann dabei beschädigt wird.

Wie soll man dann Werte für die negative Beschleunigung
annehmen?

Festplatten halten ca bis zu 75g im Ruhezustand aus, im Betrieb natürlich weit weniger

Jame~

falsche Betrachtung
Hallo,

Deine Betrachtung ist so nicht richtig. Es ging nicht darum,
welche Wirkung ein Körper verursacht, der auf die Platte fällt.
Die Fragestellung steht ja im 1. Satz eindeutig.

**> > Angenommen die Platte wiegt 400g und hält nach

Herstellerangaben eine Beschleunigung von 8g aus.
Wie schnell darf sie an die Wand geworfen werden.**

Demnach ist eindeutig die Bremsbeschleunigung der entscheidende
Parameter! Wieviel Energie mann zum Werfen braucht, ist dabei
sekundär (natürlich von der Masser der Platte abhängig).
8g sind eben 8g, egal mit wieviel Energie.
Gruß Uwi

Das kann man so pauschal nicht sagen, denn ob die Festplatte
danach Matsch ist entscheidet die Energie die dahintersteht
und nicht die Beschleunigung.
Bsp. ein selbstschlagender Körner erzeugt Beschleunigungen bis
zu
10000g (kein Witz!!). Es steckt aber praktisch keine Energie
dahinter
sodaß sich die „Zerstörung“ auch in Grenzen hält :wink:.

Hallo Uwi

Demnach ist eindeutig die Bremsbeschleunigung der
entscheidende
Parameter! Wieviel Energie mann zum Werfen braucht, ist dabei
sekundär (natürlich von der Masser der Platte abhängig).

Von der Energie die zum werfen nötig ist red ich ja auch nicht.

Ich meine die Engergie die bei der Verzögerung „auftritt“.
Wenn diese Festplatte an die Wand knallt, treten ja wie du sagst verformungen in der Platte auf. Das führt dazu, dass du bei verschiedenen Geschwindigkeiten gleiche max. Beschleunigungen erhalten kannst. Die Energie die „vernichtet“ wurde ist aber eine
andere. Wenn du Verzögerung über Zeit misst, dauert es bei höherer Geschwindigkeit länger die Energie abzubauen, die maximale Verzögerung ist aber die gleiche.
Man kann also nicht pauschal sagen soundso schnell ergibt 8g

Gruß Andi