Hallo,
Nun was mich aber interessiert: Wenn ein Körper wie eine
Festplatte gegen eine Wand geschmissen wird, gibt es ja keine
Knautschzone oder einen messbaren Verzögerungsweg.
Doch, natürlich gibt es da auch eine Knautschzone.
Beim Aufprall treten Verformungen auf, die elastisch und plastisch
sind (letztere sind hinterher noch zu sehen).
Die Berechnung der Verzögerung ist allerdings sehr schwer. Dazu
müssten Annahmen gemacht werden (z.B. die Lage der Teile beim
Auftreffen). Ansonsten ist sowas nicht reproduzierbar.
Wie soll man dann Werte für die negative Beschleunigung
annehmen? Die Platte wird ja praktisch in fast 0 Zeit von
vMAXm/s auf 0m/s beschleunigt. Welchen Beschleunigungsweg muss
ich annehmen? Und welche Aufprallkraft Fmax entsteht.
Praktisch werden solche Versuche auf spezieller Prüftechnik durch-
geführt. Das zu prüfende Teil wird in einer Halterung auf einen
Stoßtisch montiert. Die Belastung (Beschleunigung) wird mit einem
Sensor gemessen, der auch auf den Tisch bzw. die zu prüfenden Teile
befestigt wird.
Angenommen die Platte wiegt 400g und hält nach
Herstellerangaben eine Beschleunigung von 8g aus.
Wie schnell darf sie an die Wand geworfen werden.
Bei harter Unterlage und Aufprall auf relativ steife Gehäuseteile
reicht es, das Teil aus wenigen mm Höhe fallen zu lassen
(Werfen ist also übertrieben). I eingebauten Zustand (innerhalb
eines Gehauses) spielen natürlich die Verformungen des Gehäuses
auch eine Rolle (zusätzliche Knautschzonen).
Gruß Uwi
(P.S ich setze als Material für die Wand Stahlbeton voraus.
Nicht das einer mit Verzögerungswegen in Pappmachewänden
argumentiert)