[MOD] Falsches Brett
Hi!
Zweitens ich glaube hier dieses Forum ist nicht sehr dafür
geeignet um über die spanische Politik zu reden.
Genau, und deshalb bitte bei Bedarf im Brett Auslandspolitik…
VG
Guido
[MOD] Falsches Brett
Hi!
Zweitens ich glaube hier dieses Forum ist nicht sehr dafür
geeignet um über die spanische Politik zu reden.
Genau, und deshalb bitte bei Bedarf im Brett Auslandspolitik…
VG
Guido
nein, nicht irgend ein Geschenk; wir bekommen mal wieder was
„aufgebrummt“http://www.n-tv.de/1060293.html
Und laut Aussage des Nachrichtensprechers insbesonders Kranke,
Mütter mit Kindern und religiöse Minderheiten.
Ich sehe hier nicht ein, weshalb ausgerechnet Deutschland
jetzt noch einmal 2500 Leute auf´s Auge gedrückt bekommt. Wir
sind sowieso einer der größten Einzahler in die EU Kassen.
Alle (zumindest viele) reißen sich darum, Mitglied in der EU
zu werden; anscheinend aber nur, um abzukassieren. Wenn es um
Verpflichtungen geht, hält man sich dann gepflegt heraus.
Bei uns wird am Sozialen hinten und vorne gespart, aber hier
hat Frau Merkel anscheinend noch genug Geld in der Tasche.
Verstehe ich nicht so ganz und bitte um ein paar Meinungen.
ich warte auf den tag, an dem die amerikaner die fluechtlinge aufnehmen, die aus dem land kommen, welchen sie ueberfallen.
und ich warte auf den tag, an dem die afghanische bevoelkerung an die tuer der eu klopft. das dauert nicht mehr lange.
nur 2500, NUR!
Hallo Karl-Heinz,
Und laut Aussage des Nachrichtensprechers insbesonders Kranke,
Mütter mit Kindern und religiöse Minderheiten.
Der Punkt ist folgender. Hunderttausende sind aus dem Irak geflohen. Besonders hart trifft es Christen, die fliehen mussten, weil sie definitv mit der Ermordung bedroht werden. Die Flüchtlinge sind hauptsächlich in benachbarten Ländern wie Jordanien, Libanon oder Syrien gelandet, die nicht damit wirtschaftlich und ökonomisch umgehen können. Das sind also Kranke, Mütter mit Kinder und in der Region unbeliebte Christen. Sollen diese Menschen deiner Meinung nach elendig verrecken? Wer soll sich deiner Meinung nach um diese Menschen kümmern? Andere?
Von diesem Flüchtlingsstrom soll nun ein lächerlich kleiner Anteil nach Europa. 2500 Menschen sind im Vergleich zu früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland vernachlässigbar gering.
Es fängt gerade wieder die Weihnachtszeit an, wo es angeblich um Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht. Und da wird eine Diskussion angefangen, dass es eine Zumutung ist Kranke, Mütter und Kinder zu retten. Mich gruselts.
Gruß
Carlos
Fühle Dich besternt! (owt)
=^…^=
dito (owT)
=8^)
Hallo
Das sind also Kranke, Mütter mit Kinder und in der Region
unbeliebte Christen. Sollen diese Menschen deiner Meinung nach
elendig verrecken? Wer soll sich deiner Meinung nach um diese
Menschen kümmern? Andere?
Wir erinnern uns an die Tage vor dem Krieg:
(gekürzt und mit Quellenangabe versehen)
http://209.85.129.132/search?q=cache:IAgR1BDeub0J:ww…
==>
[Glaube + Heimat | Im Blickpunkt] 3 Nr. 50 vom 15. Dezember 2002
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DER WESTEN WIRD HIER ALLES ZERSTÖREN
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von Rainer Lang
Irak: Die Christen im Zweistromland haben Angst vor einem Krieg,
beten für den Frieden – und helfen den Ärmsten der Armen
Die Mobilmachung der Armee in den USA für einen möglichen Angriff wird von der
Bevölkerung im Irak mit großer Sorge verfolgt. Auch die christliche Minderheit
in dem Zweistromland fürchtet den Tod der Menschen und eine schlimmere Versorgungslage.
Doch bereits die akute Bedrohung verstärkt den Druck auf die bislang relativ
unbehelligten Glaubensgemeinschaften.
Die Gottesdienstbesucher sind tief ins Gebet versunken. Ein alter Mann kniet in der
Kirchenbank und hat die Hände vor seinem gesenkten Kopf gefaltet. Es ist ganz still
geworden in der protestantischen Kirche im irakischen Kirkuk. Die Menschen hier bitten
um Frieden, darum, dass es keinen Krieg geben werde. »Wir wissen, dass Christus immer
bei uns ist«, sagt Haitham A. Al Jazrawi, der seit zehn Jahren Pastor der pres-
byterianischen Gemeinde ist, der rund 110 Familien angehören. Wenn die Menschen
auch beteuern, dass sie keine Angst haben, ist doch die Ungewissheit zu spüren,
die auf allen lastet. Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Akram AI Jazrawi,
der Vater des Pastors und einer der Kirchenältesten in der presbyterianischen
Gemeinde, sagt, das wichtigste, was die irakischen Christen jetzt brauchen,
seien die Gebete der Christen im Westen.
Das sagt auch Weihbischof Jshlemon Warduni in Bagdad von den mit der katholischen
Kirche unter dem Papst unierten Chaldäern: »Betet für uns.«
Auf Initiative der chaldäische Kirche, der rund 80 Prozent der 600 000 bis
800 000 irakischen Christen angehören, hat es Ende November landesweit in allen
Kirchen an einem Tag ein Friedensgebet gegeben.
»Wir haben es bislang hier gut gehabt«, beschreibt Pastor Witham A. Al Jazrawi
die Situation der Christen im Irak. Ihnen wird die Freiheit der Religionsausübung
gewährt. »Es gibt keine Beschränkungen von seiten der Regierung«, sagt Al Jazrawi.
Berichte, dass Christen im Land verfolgt werden, seien nicht wahr. Und der Theologe
weist auf die generell guten Beziehungen zwischen Christen und Muslimen hin.
»Der Westen wird hier alles zerstören«, befürchtet der presbyterianische Geistliche.
Die 14 Kirchen und christlichen Gemeinschaften werden seit fast zwei Jahrzehnten
von Sami Elia betreut, Abteilungsleiter im Ministerium für religöse Angelegenheiten
in Bagdad. Stolz präsentiert er Fotos von Kirchen und Klöstern, die in seinem Büro
hängen. Der Staat schenkt den christlichen Gemeinden Land und fördert den Bau von
Kirchen und Klöstern. Elias Frau ist syrisch orthodoxe Christin, er selbst besucht
regelmäßig den Gottesdienst in der presbyterianischen Gemeinde in Bagdad.
»Wir sind glücklich in unserem Land», sagt Dawood Potrus über die Stimmung der
Christen, der für die Finanzen der Gemeinde verantwortlich ist und zugleich
Präsident der evangelischen Versammlung des Irak ist. Im Gegenzug für die Wohltaten
fordert der Staat aber auch von den Christen wie von allen Bürgern unbedingten
Gehorsam. Oppositionelle werden unerbittlich verfolgt. Im Land herrscht deshalb
ein Klima der Angst. Zu politischen Themen will sich niemand öffentlich äussern.
Präsident Saddam Hussein ist allgegenwärtig - sei es als Statue oder auf Plakaten.
Doch der drohende Krieg stellt alles andere in den Hintergrund. Manche Christen
hegen die Befürchtung, dass ein Krieg die guten Beziehungen zwischen Christen
und Muslimen im Irak zerstören könnte und in einen religiösen Konflikt umschlagen
könnte. Eine Ahnung davon haben sie schon im Golfkrieg von 1991 bekommen. Schon
damals seien Christen als »Freunde der USA« verunglimpft worden, sagt ein Pfarrer
in Basra, der zweitgrössten Stadt des Landes im Süden des Irak. Schon jetzt werden
allerdings Veränderungen im generell toleranten Klima zwischen Christen und Muslimen
registriert. Neue Moscheen entstehen im Irak. Eine leichte Zunahme radikaler
Strömungen unter Muslimen ist zu beobachten.
Viele Iraker verlassen ihr Land - auf der Suche nach Arbeit. Auch viele Christen
sind ausgewandert oder denken an Auswanderung. Seitdem die UN-Sanktionen gegen den
Irak nach dem Golfkrieg im Jahr 1991 verhängt worden sind, ist es im Land wirtschaftlich
stetig hergab gegangen. In den Geschäften und auf den Märkten gibt es alles zu kaufen,
aber die meisten können es sich nicht leisten.
Die Fabriken und öffentlichen Einrichtungen sind in einem maroden Zustand. Die meisten
Fabriken mussten schließen, weil die Ersatzteile für die Maschinen wegen der UN-Sanktionen
fehlen. Ebenso ist es in den Kraftwerken, wo die Mehrzahl der Turbinen nicht funktioniert.
Das Wasser ist nicht mehr trinkbar, weil Pumpen zu alt und die Anlagen verrostet sind.
Die Folge sei ein sprunghafter Anstieg von Durchfallerkrankungen, sagt Ahmed Tarik vom
irakischen Roten Halbmond. Die norwegische Diakonie, Mitglied des LutherischenWeltbundes
(LWB) und der globalen Allianz »Kirchen helfen gemeinsam« (ACT), setzt zur Zeit sieben
Wasseraufbereitungsanlagen im Land instand -- ein Tropfen auf den heißen Stein, denn der
Bedarf ist riesig.
Während sich in Kirkuk wegen der dortigen Öl- und Gasindustrie ein bescheidener Wohlstand
entwickelt hat, ist die Situation im Rest des Landes bedrückend. Edward und seine Fran Nadja
zum Beispiel, Mitglieder der Apostolischen Kirche des Ostens, leben mit ihren zwei kleinen
Kindern in einem Zimmer. Seit zehn Monaten hat Edward keine Arbeit mehr. An einen regulären
Arbeitsplatz wagt er ohnehin nicht zu denken, nur an Gelegenheitsjobs.
Auch in Basra sieht es ähnlich aus. Mehr als 35 Prozent der Einwohner seien arm, sagt der
chaldäische Erzbischof Gabriel Kassab. Das bedeute, dass sie nichts haben. In der Stadt
gebe es keine Jobs, kein Trinkwasser und nur wenige Stunden Strom am Tag. Nach zwei
Kriegen - dem iranisch-irakischen von 1980 bis 1988 und dem Golfkrieg 1991 sowie den
anschließenden UN-Sanktionen - ist die einst blühende Stadt zum Armenhaus geworden.
Verwahrloste und bettelnde Kinder sind überall.
Die schwierige Situation in Basra hat auch viele Christen zur Auswanderung bewegt. Die 1980
noch 2700 Mitglieder umfassende chaldäische Gemeinde ist seitdem unaufhörlich geschrumpft.
Aber auch in der Hauptstadt Bagdad ist die Armut unübersehbar. Alte Menschen betteln,
Kinder durchwühlen den Müll. Auch hier unterstützen die Kirchen die Armen. So verteilt
die armenisch orthodoxe Kirche in Bagdad jeden Monat Fleisch an 400 arme Familien. Die
Amerikanerin Peggy Gish, eine Mennonitin, ist seit einigen Wochen in Bagdad und verteilt
jede Woche in einem Altenheim Lebensmittel. Die alleinstehenden alten Menschen haben praktisch
nichts; sagt sie. Die Amerikanerin will als Mitglied einer dortigen Friedensgruppe mit ihrer
Präsenz im Land ihre Opposition gegen einen Krieg zeigen. Ein Krieg, sagt Peggy Gish,
würde wie die Sanktionen vor allem diejenigen treffen, die ohnehin nichts haben.
[Bild]
Ein bettelnder alter Mann in Bagdad. Alte Menschen ohne Angehörige haben nur wenig
Aussicht auf ein ausreichendes Mahl. Vom Staat erhalten sie keine Unterstützung.
Auch wenn sie in einem staatlichen Altenheim leben, erhalten sie nur Unterkunft
und ein Essen, das gerade genügt, um das Überleben zu sichern. Deshalb unterstützen
die Kirchen im Irak unter anderem auch Altenheime, indem sie in Chaldaer oder Basra
einmal in der Woche eine Mahlzeit mit Fleisch verteilen.
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Grüße
CMБ
Absolute Zustimmung!
Hi!
Auch, wenn ich von dem ganzen Religionszeugs nichts halte, muss (was heißt hier muss? Das mache ich ausgesprochen gern) ich Dir völlig unabhängig von der Jahreszeit zu 100% zustimmen!
Selbst, wenn all diese 2500 Leute, denen man vermutlich teilweise das Leben rettet, den normalen ALGII-Satz bekommen, reden wir hier von so unglaublichen Kosten iHv ca. 1 Mio Euro im Monat.
In Zeiten, in denen darüber diskutiert wird, ob man einen kaputten Wirtschaftszweig nicht mit mehreren Milliarden € im Jahr unterstützen soll, in Zeiten, in denen unser Land eine Wirtschaftskrise mit einigen Milliarden € versucht zu begrenzen, sollte man über solche Mist wie Kosten für das Retten von Leben am besten gar nicht erst nachdenken - die paar „Peanuts“ sollten nun wirklich keinen stören!
VG
Guido
Hallo Karl-Heinz,
Sollen diese Menschen deiner Meinung nach elendig
verrecken?
Absolut Nein.
Wer soll sich deiner Meinung nach um diese Menschen
kümmern? Andere?
Mich hat die in meinen Augen Ungerechtigkeit der Verteilung in der EU gestört.
Von diesem Flüchtlingsstrom soll nun ein lächerlich kleiner
Anteil nach Europa. 2500 Menschen sind im Vergleich zu
früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland
vernachlässigbar gering.
Du sprichst mir aus dem Herzen: „sind im Vergleich zu
früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland“
Es waren nicht die einzigen und werden nicht die Letzten sein.
Es fängt gerade wieder die Weihnachtszeit an, wo es angeblich
um Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht.
Ohne ironisch zu sein, aber das enttäuscht mich. Was hat Weihnachten damit zu tun. Wenn ich eine Meinung vertrete, mache ich sie nicht abhängig von einer Jahreszeit, einem Fest oder einer sonstigen momentanen allgemeinen Stimmung.
Und da wird eine
Diskussion angefangen, dass es eine Zumutung ist Kranke,
Mütter und Kinder zu retten.
Mich gruselts.
Mich auch, wenn ich sehe, wie für Kindergärtnerinnen kein Geld mehr da ist; wie in Altenheimen an Personal, Medikamenten und Materialien eingespart wird.
Wenn ich sehe, wie viele arme Menschen auf sogenannte Tafeln angewiesen sind, um sich die Almosen abzuholen, welche unsere Wohlstandsgesellschaft nicht mehr haben will. Sie brauchen es aber im täglichen Überlebenskampf.
Da frage ich mich dann, wo sind denn HIER die erwähnten Peanuts von wenigen Millionen?
Gruß
Carlos
Gruß
Jürgen
Lieber Guido!
In Zeiten, in denen darüber diskutiert wird, ob man einen
kaputten Wirtschaftszweig nicht mit mehreren Milliarden € im
Jahr unterstützen soll, in Zeiten, in denen unser Land eine
Wirtschaftskrise mit einigen Milliarden € versucht zu
begrenzen, sollte man über solche Mist wie Kosten für das
Retten von Leben am besten gar nicht erst nachdenken - die
paar „Peanuts“ sollten nun wirklich keinen stören!
bitte ergänze der Aufrichtigkeit halber aber dann auch:
… sollte man über solchen Mist wie Kosten für das Retten von vergleichsweise unglaublich wenigen, mehr oder minder willkürlich ausgewählten Leben am besten gar nicht erst nachdenken.
Ohne es jetzt allzu sehr auf dich und Carlos beziehen zu wollen, aber eure Argumentation ist gutes Stück ‚unfair‘.
Sie bezieht seine moralische Schlagkraft daraus, dass sie das „Retten von Menschenleben“ über ökonomische Erwägungen setzt, verschweigt dabei aber, dass sie dies nur tun kann, solange sie zwar ohne Einschränkung von „Menschenleben“ spricht, sich dabei aber -um als Argument überhaupt funktionieren zu können- auf einen extem eingeschränkten Promille-Bereich allen rettbaren Menschenlebens bezieht.
_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _
Es geht hier nicht um die Rettung der Welt.
Hi!
Es geht hier ganz speziell um diese 2500 Leute - warum sollte ich mich da auf mehr beziehen?
Das wäre ein komplett anderes Thema, was sicherlich nicht weniger interessant ist - jedoch mit dieser aktuellen Nachricht nichts zu tun hat.
VG
Guido
Bekämpfung der Armut
Hallo Karl-Heinz,
Mich auch, wenn ich sehe, wie für Kindergärtnerinnen kein Geld
mehr da ist; wie in Altenheimen an Personal, Medikamenten und
Materialien eingespart wird.
Wenn ich sehe, wie viele arme Menschen auf sogenannte Tafeln
angewiesen sind, um sich die Almosen abzuholen, welche unsere
Wohlstandsgesellschaft nicht mehr haben will. Sie brauchen es
aber im täglichen Überlebenskampf.
Da frage ich mich dann, wo sind denn HIER die erwähnten
Peanuts von wenigen Millionen?
Für arme Menschen werden in Deutschland vom Staat Milliarden aufgewendet. 2006 waren es für ALG2 40,5 Milliarden.
http://de.wikipedia.org/wiki/ALG2#Empirische_Basisdaten
Daneben gibt es noch andere Maßnahmen, wie die Grundsicherung. Für die Gesamtausgaben für Arbeit und Soziales sind im nächsten Jahr 123,59 Milliarden eingeplant (42,6% des Gesamthaushalts).
Daneben gibt es viele private Initiativen, die sich darum bemühen, das Los bedürftiger Menschen zu verbessern, wie z.B. die Tafeln.
Das Aufkommen dürfte bei Hunderten von Millionen liegen.
http://www.sozialmarketing.de/Spendenaufkommen_insge…
Nur eines dürfte klar sein. Egal wie viel für die Bekämpfung der Armut. Einfaches Beispiel, 10.000 €/Jahr für 5 Millionen ALG2-Empfänger ergeben 500 Milliarden (echte Ausgaben, keine Bürgschaften oder Kredite, die mit Zinsen zurückgezahlt werden).
Wenn wir mit Rettungsaktionen darauf warten, dass die Armut in Deutschland nicht mehr existiert, wird es nie welche geben.
Gruß
Carlos
Es geht allein um die Argumentationsweise
Lieber Guido!
Es geht hier ganz speziell um diese 2500 Leute - warum sollte
ich mich da auf mehr beziehen?
Weil du dich implizit längst darauf bezogen hast.
An Carlos’ Argumentation lässt es sich anschaulicher zeigen als an deinem Post, darum so:
er begründet seine Haltung, keine Diskussion über diesen speziellen Fall zu wollen mit der Berufung auf die allgemeinen Wertprinzipien der Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
Damit setzt er aber ein allgemeines Prinzip für den Umgang mit all denjenigen Menschen, die unserer Barmherzigkeit und Nächstenliebe bedürfen um ihr Leben behalten zu können - und geht so eben über den speziellen Fall hinaus.
Denn es wäre schlicht nicht begründbar, wie diese wesentlich universellen Begriffe der B. und N. auf diese 2500 Leute begrenzt sein sollten.
Und deshalb ist der Bezug auf „mehr“ immer schon in ihnen enthalten gewesen.
Mein Argument war:
Seine Haltung, angesichts dieser Wertprinzipien bei der ökonomischen Erwägung mal alle fünfe grade sein zu lassen, kann aber nur funktionieren, wenn er den universellen Charakter der herangeführten Wertprinzipien ausblendet und auf die „nur 2500“ beschränkt, während diese Werte selbst aber wiederum nur dank ihrer universellen Geltung funktionieren können, denn Nächstenliebe nur für einige ausgewählte geht halt nicht.
Diese Widersprüchlichkeit macht sein Argument in einem rhetorischen Sinne ‚unfair‘.
Das wäre ein komplett anderes Thema, was sicherlich nicht
weniger interessant ist - jedoch mit dieser aktuellen
Nachricht nichts zu tun hat.
Nein, das ist sicher kein komplett anderes Thema.
Der Fragesteller sieht dies übrigens im Ausgangspost selbst genauso:
wir bekommen mal wieder was „aufgebrummt“
bzw. noch expliziter auch in seiner Antwort an Carlos:
Du sprichst mir aus dem Herzen: „sind im Vergleich zu
früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland“
Es waren nicht die einzigen und werden nicht die Letzten sein
Diesen Fall als Einzelfall behandeln zu wollen ist sowieso vollkommen unsinnig.
Nochmal die Passage von Carlos’:
Es fängt gerade wieder die Weihnachtszeit an, wo es angeblich um Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht. Und da wird eine Diskussion angefangen, dass es eine Zumutung ist Kranke, Mütter und Kinder zu retten.
Darauf muss einfach logisch zwingend die Frage kommen: warum diese 2500, und nicht all die anderen Millionen, deren Leben genauso zu retten wären, wenn die Rettung der 2500 mit den nicht auf diese 2500 beschränkbaren Wertprinzipien „Nächstenliebe und Barmherzigkeit“ begründet wird.
Was könnte man dann darauf noch antworten?
Man müsste irgendwelche zusätzlichen Kriterien einführen, z.B. politische oder ökonomische, und dann wäre man genau in diejenige Diskussion gelangt, die zu verhindern das explizite Ziel von Carlos’ Aussage war …
Die Aussage ist schlicht in dieser Form vollkommen unhaltbar.
_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _
Aber nicht um die meine
Hi!
Weil du dich implizit längst darauf bezogen
hast.
Sehe ich nicht.
An Carlos’ Argumentation lässt es sich anschaulicher zeigen
als an deinem Post, darum so:
Dann solltest Du Dich explizit an ihn und nicht an mich wenden - ich habe in meiner Antwort ziemlich genau das eingeschränkt, was Du als Aufhänger nutzt.
Aber weil Du mich ja irgendwie um ein Statement „bittest“:
Mal ganz grundsätzlich: Wenn Deutschland mit einem Milliardenpaket Mio Menschenleben retten würde, hätte ich damit weit weniger Probleme als mit hirnlosen Subventionen, die ein Unternehmenssterben nur verzögern und nicht verhindern.
Was genau kostet noch mal das Leben eines Menschen?
VG
Guido
Lieber Guido!
Dann solltest Du Dich explizit an ihn und nicht an mich wenden
- ich habe in meiner Antwort ziemlich genau das eingeschränkt,
was Du als Aufhänger nutzt.
Du hast ihm doch im Titel und eingangs „absolut zugestimmt“.
Und ursprünglich hatte ich ja auch dich zitiert, daher war mein Artikel so platziert.
Aber ist doch auch egal.
Aber weil Du mich ja irgendwie um ein Statement „bittest“:
Mal ganz grundsätzlich: Wenn Deutschland mit einem
Milliardenpaket Mio Menschenleben retten würde, hätte ich
damit weit weniger Probleme als mit hirnlosen Subventionen,
die ein Unternehmenssterben nur verzögern und nicht
verhindern.
Das sind wir einer Meinung.
Was genau kostet noch mal das Leben eines Menschen?
Weiß ich nicht auswendig, es gibt ja bekanntlich dazu eine Menge UNO-Zahlen im Netz.
Ich wollte dich auch weder von der Seite anmachen noch zu einem Statement drängen, sondern lediglich aufzeigen, dass man mit der Berufung auf universelle Wertprinzipien (bei Carlos sind dies Nächstenliebe und Barmherzigkeit, bei dir eben vermutlich sakuläre Prinzipien, die aber genauso gut universell sind) nicht widerspruchsfrei sagen kann ‚bei den paar Leuten lassen wir mal alle Kosten-Erwägungen weg‘, ohne zwingend implizite (und nicht benannte) Nebenbedingungen heranzuziehen, die die Einschränkung auf diese paar erlauben.
_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _
Hallo Guido,
Was genau kostet noch mal das Leben eines Menschen?
Die Frage ist falsch (negativ) gestellt. Sie sollte besser lauten, wie viel der Erhalt des Lebens wert ist.
Vetreilung und Anspruch
Mich hat die in meinen Augen Ungerechtigkeit der Verteilung in
der EU gestört.
Wobei man es vielleicht nicht rein an der Wirtschaftsleistung festmachen sollte. Geld wäre nämlich zur Not auch noch übermittelbar.
Vielmehr sollte auf Gegebenheiten wie Bevölkerungsdichte und eventuell Ausländeranteil in einem Land Bedacht genommen werden. Deutschland ist, wie Belgien und die Niederlande, schon jetzt überbevölkert. Vergleichsweise viel Platz hätten dagegen noch Frankreich, Spanien, Schweden.
Von diesem Flüchtlingsstrom soll nun ein lächerlich kleiner
Anteil nach Europa. 2500 Menschen sind im Vergleich zu
früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland
vernachlässigbar gering.Du sprichst mir aus dem Herzen: „sind im Vergleich zu
früheren Immigrations- und Flüchtlingsströmen in Deutschland“
Es waren nicht die einzigen und werden nicht die Letzten sein.
Und je mehr man heute freiwillig gibt, desto mehr wird morgen als selbstverständliche Leistung verlangt.
Grüße,
Ostlandreiter
Der Geiz derer mit dem goldenen Löffel im Mund
Moin,
vielleicht ist dir nicht ganz bewusst, dass es reiner Zufall war, dass du in einem der reichsten Länder der Welt deinen ersten Schrei getan hast und nicht in einem Flüchtlingslager im Südsudan oder Syrien. Du hast ganz genau nichts zu diesem Glück beigetragen oder gar geleistet.
Nein, es gibt keine Pflicht für uns, diesen Menschen zu helfen. Wir könnten getrost Millionen von Menschen und falls du Pech gehabt hättest auch dich irgendwo auf der Welt achselzuckend verrecken lassen. Man kann ja nicht jedem helfen, nicht wahr? Wir sind ja auch viel zu sehr damit beschäfftigt, Berge von Klamotten aus unseren Kleiderschränken zu Räumen, um Platz für die neue Frühjahrskollektion zu schaffen oder Berge von Nahrungsmitteln zu entsorgen, die in den Läden und auf den Märkten keinen Käufer gefunden haben.
Wir leben hier in einem Überfluss, der schon fast obszön ist. Unsere relativ armen Harz-IV empfänger leben auf einem Niveau, von dem die meisten Menschen auf der Welt nur Träumen können. Menschen wohlgemerkt, die 16-18 Stunden am Tag schwer arbeiten. Und womit haben wir das verdient? Mit nichts. Wir haben einfach nur das Glück gehabt, zur rechten Zeit am rechten Ort auf die Welt zu kommen.
Und weil wir schon fast krankhaft auf unseren unverdienten Wohlstand fixiert sind in ständiger Angst, wir könnten uns vielleicht mal ein par Schuhe weniger im Jahr leisten, sind wir der gleichermaßen krankhaften Meinung, alle wollen hierherkommen und natürlich uns was wegnehmen. Diese idiotischen Unkenrufe erklangen noch bei jedem Beitritt eines weniger wohlhabenden Landes in die EU oder bei der gescheiterten Einführung der Greencard. Und dann standen sie da und hofften doch wenigstens auf einen Ansturm von billigen Krankenschwestern und Küchenhelfern oder Programmierern…und kaum einer kam.
Vielleicht kommen wenigstens ein paar Tausend Iraker, die nicht mehr in ihre Heimt zurückkönnen, auch wenn sie es noch so gerne wollten. Und vielleicht gibt es hier wenigstens ein paar Anständige, die diesen Menschen einen warmen Empfang bieten, der sie vielleicht ein wenig über den Verlust ihrer Heimat, ihrer Gesundheit, ihrer Angehörigen usw. hinweg hilft.
Und vielleicht denkt der ein oder andere während seines Weihnachtskaufrausches wenigstens mal kurz daran, dass genau so gut er oder sie jetzt dort im Flüchtlingslager sitzen könnte mit nichts außer ein bisschen Hoffnung auf eine Chance.
Gruß
Marion
Danke, Marion (owt)
Hallo, Marion
es sind nicht die Menschen, die mit einem „goldenen Löffel im Mund“ geboren wurden, die Angst vor einer Konkurrenz unter den Armen haben.
vielleicht ist dir nicht ganz bewusst, dass es reiner Zufall
war, dass du in einem der reichsten Länder der Welt deinen
ersten Schrei getan hast
Richtig! Die Tatsache, dass man in einem der reichsten Länder geboren wurde, bedeutet aber nicht, dass in diesem Land alle gleich sind.
und nicht in einem Flüchtlingslager
im Südsudan oder Syrien. Du hast ganz genau
nichts zu diesem Glück beigetragen oder gar
geleistet.
Genauso wenig, wie die reichen Erben, die eine Konkurrenz unter den Ärmsten in unserer Gesellschaft am wenigsten kümmert. Im Gegenteil, profitieren sie doch davon, dass „einfache“ Arbeiten umso „preisgünstiger“ erledigt werden können, wenn mehr Arbeiter um diese Arbeiten konkurrieren.
Wir leben hier in einem Überfluss, der schon fast obszön ist.
Korrektur:
„Du und ich“ leben hier in einem Überfluss, der schon fast obszön ist.
Unsere relativ armen Harz-IV empfänger
leben auf einem Niveau, von dem die meisten Menschen auf der
Welt nur Träumen können.
Relativ zu „unserem“ (deinem und meinem) Reichtum, gibt es tatsächlich Harz-IV Empfänger, die sich nicht mal ein richtiges Bett leisten können (Das ist so, ich lese die Berichte von meiner Zeitung, die für Spenden für Arme in unserer Region werben).
(…) Und dann
standen sie da und hofften doch wenigstens auf einen Ansturm
von billigen Krankenschwestern und Küchenhelfern oder
Programmierern…und kaum einer kam.
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als in Deutschland um die Einwanderung von Krankenpflegepersonal aus anderen Ländern geworben wurde um den Pflegenotstand in Deutschland zu verringern. Es kamen viele philippinische Krankenschwestern, was zur Folge hatte, dass die Forderung der Gewerkschaften nach Lohnerhöhungen für das Krankenpflegepersonal unterhöhlt wurde, konnte man doch jederzeit Pflegepersonal aus dem Ausland anwerben.
Die Philippinen sind dabei der grosse Verlierer:
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/…
Gruß
karin
Jammern auf höchstem Niveau
Moin,
Konkurrenz der Armen?
Was ist das denn für ein absurdes Märchen?
Für wen genau meinst du denn, dass schwerst traumatisierte und Kranke, vergewaltigte und/oder alleinerziehende Frauen ohne familiäre Stütze oder gut ausgebildete christliche Iraker ohne Chance auf ein normales Leben in ihrer Heimat hier eine Konkurrenz darstellen?
Mein erstes „eigenes“ Bett nach Auszug bei Muttern war übrigens eine Matratze auf Gabelstaplerpaletten. Vermutlich war ich die meiste Zeit meines Lebens auch ganz furchtbar arm. Nur hat man vergessen, mir das zu sagen, darum hab ich mich auch nicht so gefühlt.
Merkwürdigeweise ist mir auch noch nie eine dieser zahllosen philippinischen „Krankenschwestern“ begegnet, vermutlich weil die hier wegen ihrere „Ausbildung“ gar nicht tätig werden können.
Damit will ich nicht sagen, dass an der Chancengleicheit und der Einkommensverteilung in D alles zum Besten steht. Nur haben ein paar Tausend Iraker damit gar nichts zutun. Hier wird versucht Sündenböcke für Zustände zu finden, die ganz andere zu verantworten haben. Traurig zu sehen, dass diese Ablenkungsmannöver offenbar immer noch funktionieren.
Gruß
Marion