Unsere Therme ist auch 20 Jahre alt, gleiche Situation Mittelhaus und Co., und eine neue Therme (unsere läuft perfekt, außer den jährlichen Wartungskosten und ein paar Euro für Ersatzteile keine Ausgaben) würde ca. 8 TEUR kosten. Trotz der jetzt deutlich gestiegenen Gaspreise würden wir wieder eine neue Therme bestellen (keine Flächenheizsysteme vorhanden), weil alles andere hohe Investitionen bedeuten würde, die sich aufgrund steigender Preise für Strom oder unrentablen Systemen wie Luftwärmepumpen nicht rechnen würden. Die vorhandenen Installationen nutzen und nur die Therme tauschen ist imho die günstigste Variante.
…weil grad das Gas teurer wird.
Scheint irgendwie gekoppelt zu sein. Ob sich das in Zukunft mit erheblich billigerer Erzeugung durch Wind und Sonne statt doppelt so teurer Kohle, Gas und Atomkraft ändern könnte?
Moin,
Höchstwahrscheinlich ja, auch wenn es mittlerweile Wärmepumpen für Flächenheizungen und vergleichsweise hohen Vorlauftemperaturen gibt. Aber denen traue ich auch nicht so richtig über den Weg. Die Dichte einer Reihenhaussiedlung ist ebenso wenig optimal für den Einsatz einer Wärmepumpe, denn die Wärmequelle will ja kaufmännisch sinnvoll erschlossen werden.
-Luno
Eher nicht. Die Stromerzeugungskosten inkl. Mehrwertsteuer lagen 2021 im Schnitt bei 9,1Ct/kWh, der Strompreis bei 31Ct/kWh. Die Differenz sind die diversen Abgaben und das Netzentgeld, die aber alle fix sind, und nicht von den Erzeugungskosten abhängen.
Wenn du jetzt deine halben Kosten ansetzt, könnte der Preis um 4,5Ct fallen. Andererseits haben wir ja schon knapp 50% Ökostrom, wenn die schon nur mit dem halben Preis in den Erzeugungskosten drin stecken, könnten die Stromkosten durch Umstieg auf 100% nur um satte 2,25Ct/kWh fallen. Alternativ müssen die Erzeugungskosten auf 1Ct/kWh und weniger fallen.
Damit der Preis für Strom spürbar fällt muss man an die Abgaben ran, aber das… wird man nicht wollen. Im Gegenteil, ich glaube fest an die Einführung der Mineralölersatzsteuer auf Strom, um die wegfallenden Einnahmen aus dem Spritverkauf durch Wechsel auf E-Autos aufzufangen…
Ähm - doch. Die Ampel ist grad dabei, die Altmaier-verbrechen zu korrigieren. Zum Beispiel das EEG mit Bezahlung der Großverbraucher (Großindustrie) durch die Kleinverbraucher (also uns). Und der Subventionierung der Großindustrie-Windparks offshore, die Geld dafür bekommen, dass sie keine Leitungen gebaut haben.
Und wenn du jetzt auch noch berücksichtigst, dass aktuell die Verbrennungsindustrie jährlich mit über 40Mrd. subventioniert wird, könnte das schon ein wenig ändern.
Fehlt dann nur noch, endlich den Monopolisten an die Wäsche zu gehen. Also den Netzbetreibern, die angeblich ach so hohe Kosten haben. Weil sie ja die Strippen nach Bayern ziehen müssen, die nicht die Bayern, sondern selbstverständlich auch nur die Kleinabnehmer bezahlen (Großverbraucher bezahlen auch keine Netzgebühren).
Nunja. Man wird sehen, was FDP und SPD, beide gut gesponsort von der Lobbywirtschaft, vielleicht doch zulassen.
Eben dies.
Man hat die EEG-Umlage zuletzt etwas reduziert und sich dafür gefeiert, während die anderen (staatlichen) Abgaben etwas höher wurden, so dass es unterm Strich teurer wurde. Ok, wir sollen also Beifall klatschen, weil es sonst noch teurer geworden wäre.
Jetzt, grade vor dem Hintergrund Stromio &Co, überlegt man, die EEG-Umlage ganz abzuschaffen. Ob das was wird, muss sich zeigen, und auch, ob wir danach wirklich weniger zahlen, oder nur nicht sooo viel mehr.
Du scheinst prophetische Gaben zu haben wenn Du jetzt bereits weißt, wie sich die Energiepreise künftig entwickeln werden. Du könntest an der Börse Milliarden verdienen…
Ähm - ich spreche von den aktuellen Preisen. Wenn du keine Ahnung hast informier dich dich einfach vor dem posten. Wirkt dann vielleicht nicht ganz so lächerlich.
In der Theorie magst Du ja Recht haben - in der Praxis scheint nicht immer die Sonne und der Wind macht auch gelegentlich Pause. Für diese Fälle muss man Reservekraftwerke bereithalten - was beim Vergleich der Stromerzeugerkosten oft absichtlich unter dem Tisch fällt.
Das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf wird nicht weiter geplant, die Planung für das PSW Heimbach läuft extrem gebremst weiter.
Nordlink schafft Zugang zu den norwegischen Pumpspeicherkraftwerken, die als Puffer für das europäische Verbundnetz ausreichen. Anders als die im Vergleich dazu winzigen Anlagen, die in Deutschland zusätzlich hätten gebaut werden sollen, schafft Nordlink in beide Richtungen Vorteile: Norwegen wird auf diese Weise auch den Strom los, der dort zur Schneeschmelze im Überfluss anfällt.
Für „kleinere“ Schwankungen sind derzeit alleine in Deutschland immerhin 7 GW Pumpspeicherleistung installiert.
Schöne Grüße
MM
Interessant. Das ist nur etwa das Doppelte wie in Österreich. Und wir bauen gerade ein neues Pumpspeicherkraftwerk mit 1 GW.
Das ist keine Theorie, das ist eine Studie. Und sie berücksichtigt nicht mal die Folgekosten. Schon mal ausgerechnet, was ein (nicht mal existentes) Endlager in hunderttausend Jahren kostet? Sind die Kosten von Fukushima im Strompreis enthalten? Die normalerweise verpflichtende Betriebshaftpflichtversicherung würde laut Studie jährlich etwa 72Mrd€ kosten - pro AKW. Die Verbrennung wird bei uns in D jährlich ebenfalls mit Mrd€ subventioniert - ist das im Strompreis enthalten? Und was kostet eigentlich der Klimawandel?
Ich schätze, dass es von D aus „politisch“ und damit auch technisch weniger weit bis Limmern GL und Nant de Drance VS, beide zu etwa 1 GW ist; im Westen hat es dann auch noch Vianden mit 1,3 GW im Turbinenbetrieb, wo man sowas überhaupt nicht erwarten täte; Österreich wird hier wohl noch eine Menge von den Nachbarn im Südosten abfangen, wo man zwar u.a. in den Karpaten wohl viel machen könnte, aber halt nicht gemacht hat.
A propos: Ein Projekt, ein Pumpspeicherkraftwerk in Middelkerke einzurichten, von wo aus das Wasser im Pumpbetrieb in ein dafür angelegtes Bassin bei Gistel gepumpt hätte werden sollen, ist im letzten Moment daran gescheitert, dass dem beauftragten Ingenieurbüro Goossens / Roeselare bekannt wurde, dass man dafür Gefälle benötigt.
Schöne Grüße
MM
Wieso? Man hätte das Wasser doch bei Bedarf einfach in die andere Richtung zurück pumpen können. Und in die Rohre dann passende Turbinen montieren.
Ja, aber das ist technisch anspruchsvoll.
A propos:
- Warum essen Belgier keine Brezeln?
- Sie kriegen den Knoten nicht auf!
ok, halten wir fest,
der Fragestller soll ein 8GW soalranlage 2 Windräder und ein Pumpspieerwerk ansteller seiner Gashauezung bauen. Dabei die Abstandsregelung vom Nachbearn bei sein Reihnehaus beachten, dabei nicht vergessen der zusätzliche sicherheitsabstand von den Brandwänden.
Ach ja das AKW habe ich noch vergessen, nebst Endlager.
kommt mal zurück zum Kern der Frage.
Genau, eine Studie. Und da gibt es andere Studien - und wieder andere. Eine politische Dimension hat die Sache natürlich auch da man weniger von Öl- und Gaslieferanten abhängig sein will. Die Debatte wurde schon oft geführt und hier ist der unpassendste Ort dies zu wiederholen.
Nenne sie einfach. Dann schauen wir mal. Bis dahin wiederhole ich:
Du hast keinerlei Ahnung und behauptest deshalb Schwachsinn.
Zunächst vielen Dank für die eifrige Beteiligung. Wir werden nun vermutlich über eine Hybrid-Gasheizung (also ergänzend Solarthermie) oder alternativ eine Wärmepumpe nachdenken und uns beraten lassen.
Vergiss das mit der E-Auto Ladung, das reicht gerade mal für einen kleinen Kühlschrank oder für Standbay Benutzer.
Manne