Hurra: Baden und Württemberg endlich frei!

Ich stehe voll hinter MacGuffins Kommentar!! Sein Post war absolut beispielhaft für eine sachliche, neutrale und vor allem unaggressive Meinungsäußerung. Wenn alle so argumentieren würden, dann wäre dies das Paradies des Meinungsaustauschs.

@Cleaner: In diesem Sinne möchte ich doch sehr darum bitten, dass Du tatsächlich in der gleichen bleidigenden Weise antwortest. :o)

Moin,

Das glaubst Du doch selbst nicht. Es waren hunderttausende auf
den Straßen, und ich wage stark zu bezweifeln, dass sie das
gemacht haben, weil ein Tritin sie dazu aufgefordert hat.
Öffne doch mal die Augen und erkenn die Realität.

es waren hunderttausende auf der Straße, weil es um die
Projektion der Situation in Japan auf Deutschland ging,

genau das meine ich mit „Realität nicht erkennen“! Atomgegner und immer mächtigere (umfangreichere) Demonstrationen gegen AKW, Kastortransporte, Zwischen- und Endlager gab es schon lange vor den Katastrophen in Japan. Die kann man eigentlich nicht übersehen haben, wenn man am öffentlichen Leben wenigstens ein wenig Teil hat. Womit möchtest Du die zerreden?

wodurch vorrangig die vermeintliche Selbstbetroffenheit in den
Blick geriet. Es war also kaum eine Befassung aufgrund der
Sympathie mit Japan, als vielmehr eine konkret „deutsche“
Problematik.

Es macht nach außen den Eindruck, als würdest Du verzweifelt versuchen, diese real existierende Bewegung mit allen Mitteln zu leugnen. Aber es gibt sie, schon viele Jahre. Zugegeben, sie wurde durch Fukushima enorm verstärkt. Doch nicht durch hysterisches, künstliches Aufbauschen, sondern durch das Eindringen der Fakten in das Bewusstsein der Menschen, dass ein Unglück auch hier passieren kann - aber niemals darf. Es geht nicht um die Wahrscheinlichkeit, wie viele anzunehmen scheinen.

Die humanitäre Situation der Erdbeben- und Tsunamiopfer, die
auf etwa 500 Quadratkilometern gerade leiden wie die Hunde,
geriet darüber beinahe völlig in Vergessenheit.

Wenn Du so schnell vergisst, dann tut mir auch das leid.

VG,
Micha

Hallo,

:genau das meine ich mit „Realität nicht erkennen“! Atomgegner

und immer mächtigere (umfangreichere) Demonstrationen gegen
AKW, Kastortransporte, Zwischen- und Endlager gab es schon
lange vor den Katastrophen in Japan. Die kann man eigentlich
nicht übersehen haben, wenn man am öffentlichen Leben
wenigstens ein wenig Teil hat. Womit möchtest Du die zerreden?

Es macht nach außen den Eindruck, als würdest Du verzweifelt
versuchen, diese real existierende Bewegung mit allen Mitteln
zu leugnen. Aber es gibt sie, schon viele Jahre. Zugegeben,
sie wurde durch Fukushima enorm verstärkt. Doch nicht durch
hysterisches, künstliches Aufbauschen, sondern durch das
Eindringen der Fakten in das Bewusstsein der Menschen, dass
ein Unglück auch hier passieren kann - aber niemals darf. Es
geht nicht um die Wahrscheinlichkeit, wie viele anzunehmen
scheinen.

Ich beabsichtige keineswegs, irgend etwas zu zerreden. Ich stelle lediglich die Motivationslage wie auch die Konsequenz der beteiligten Demonstranten in Frage. Dies habe ich an anderer Stelle auch bereits recht deutlich gemacht. Auch beabsichtige ich nicht, die real exisiterende Bewegung zu leugnen. Hier befasse ich mich aber u.a. auch mit der Frage der logischen Folge. Die Zusammenhänge sind nämlich insgesamt wesentlich gößer - mit einfachem abschalten der AKW wird es eben nicht getan sein.

::smiley:ie humanitäre Situation der Erdbeben- und Tsunamiopfer, die

auf etwa 500 Quadratkilometern gerade leiden wie die Hunde,
geriet darüber beinahe völlig in Vergessenheit.


Wenn Du so schnell vergisst, dann tut mir auch das leid.

Aufpassen! Würde ich so schnell vergessen, so würde ich es hier nicht explizit erwähnen. Ich beteilige mich beispielsweise momentan in dem Maße aktiv an einer Hilfe für die Erdbeben- und Tsunamiopfer, wie es mir hier vor Ort möglich ist.

MFG Cleaner

P.S.: Ein argumentum ad hominem ist eher selten ein Beweis guter Rhetorik. Ich bitte, von solcherlei Abstand zu nehmen.

Steven,

gegen Ende unserer Diskussion wird es ja doch noch richtig sachlich. Sehr schön!

Die dämlichen Jungs von der deutschen Presse können noch nicht
einmal Fakten präsentieren. Es bestätigt doch nur, dass die
deutsche Wahrheitsfindungspresse nicht näher an der Wahrheit
sein kann, wie stets behauptet („Die Japaner lügen“).

Schon vergessen?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753398,00.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34431/1.html

Wie auch immer! Ich gehe davon aus, dass die Amerikaner, selbige gehen ja davon aus, dass die japanische Regiergung samt Tepco das Problem verharmlosen, Greenpeace mit ihren neuesten Messungen und Tepco selbst, nicht ganz daneben liegen, was die Strahlung angeht. Alle Messungen zeigen krass erhöhte Werte sowohl an Land als auch im Meer. Diese ist inzwischen so hoch, dass auch ausserhalb der 20 Km Zone um das AKW inzwischen Werte erreicht werden, die in 10h die erlaubte Jahreshöchstdosis bedeuten. Wir werden es erleben, dass in den nächsten 25 Jahren niemand mehr in den 20 Km Radius zurückkehren darf. Heute sprach man bereits davon, dass die Sicherheitszone auf 80 Km ausgeweitet werden müsste (was aber erstmal nicht geschieht weil man nicht weiss wohin mit den Menschen). Das ganze ist eine Riesenscheisse und es gibt nichts aber auch gar nichts an der Situation schönzureden.

Brennelentrohren verbleibt und niemals austritt. Wenn nun aber
Cäsium gemessen wird, unter anderem im Trinkwasser, dann
müssen Brennelemente bereits vor Tagen komplett zerstört
worden sein. Und das wiederum lässt auf eine Kernschmelze
schliessen.

Komplett zerstört wurden sein. Da ist wieder diese
Absolutheitsanspruch. Derzeit wird lediglich von einer
Teilkernschmelze ausgegangen. Gewissheit verschafft man sich
nur, wenn man Zugang hat.

Entweder der Titan-Zirkonium Mantel schmilzt (bei erreichen der Schmelztemperatur) oder eben nicht. Ganz einfach! Teilschmelze bedeutet im Jargon der Kraftwerksfahrer halt nur, dass der obere Teil, der aus dem Wasser ragte, komplett geschmolzen ist. Anders ist der Nachweis von Plutonium in den nicht mit Mischoxidelementen betriebenen Reaktoren sowie die Messung von Cäsium nicht zu erklären.

Das ist ja auch löblich. Nur muss man in einer Demokratie auch
akzeptieren, dass andere Menschen dazu eine andere Meinung
haben. Was aber versucht wird ist, andere zu bekehren. Das ist
der falsche Weg und diese Quittung wird die Regierung in BW
erhalten.

Ich versuche hier niemanden zu bekehren. Ich zweifle nur langsam an der Intelligenz der deutschen Atomlobby. Nun auf den Kurs derer einzuschwenken die man Jahrzehnte lang der Schwarzmalerei bezichtigte ist dreist. Ich traue meinen Ohren ja nicht, wenn heute die FDP fordert alle 8 AKW die vom Netz sind bleiben vom Netz. Hätte nicht gedacht, dass das solche Oppurtunisten sind. Peinlich. Bisher hatte ich ja noch sowas wie einen Funken von Respekt vor Union und FDP aber nach den den letzten Wochen…

Doch schon, die Norweger machen das auf ihrem Gasfeld Sleipnir
seit 12 Jahren, praktisch ohne Leckrate. Selbst wenn es Lecks
gäbe wäre das irrelevant, dann zur Zeit bläst man es ja auch
in die Atmosphäre, was 100% Leckrate entspricht.

Beides sind keine Argumente. Wir können nicht unser CO2 nach
Norwegen schippern und das rausblasen in die Atmosphäre IST
relevant.

Nein, aber Sleipnir steht stellvertetend für hunderte identischer geologischer Formationen. Alte Erdgasfelder sind dicht, sonst wäre das Erdgas nicht drin geblieben.

Nur weil es zur Zeit jeder macht, muss es ja nicht
gut sein. Wenn man mit gutem Beispiel vorangehen will, muss
man zeigen, dass man CO2 so lagern kann, dass es nie wieder
die Umwelt belastet.

Nein, auch nicht. Man muss zeigen, dass die Leckrate so klein ist, dass die Freisetzung die Umwelt nicht belastet. Momentan blasen wir alles raus = Leckrate 100%.

Auch auf die Milliarden Jahre hin, die
man immer für die Endlager für Brennstäbe fordert.

Wie gesagt, dieses Argument ist falsch! Im Gegensatz zu hochradioaktiven Abfall muss man CO2 (wir atmen es ja mit jedem Atemzug ein) nur für eine gewisse Zeit der Atmosphäre entziehen (200 - 1000 Jahre sollte reichen). Damit ist CCS eine wirkliche Brückentechnologie.

Nur hat man ja in frenetischer Lobbyarbeit das Gegenteil in
manche Köpfe getrichtert.

Was Lobbyarbeit und politische Landschaftspflege angeht sind die Grünen Kindergartenkinder gegen das deutsche Atomforum :smile:
Dass die Betreiber der AKW ind Deutschland 80% der Aktien von TÜV Süd halten, der widerum für die Sicherheit der Anlagen verantwortlich ist, zeigt schon alles…

An diesem Problem hat Kretschmann zu
kauen. Er kann gar nicht die Forderungen der Restwähler
erfüllen, die ihn in diesen Posten gehoben haben. Und dies
werden radikalisiert zeigen, was sie von seinem Kurs halten.

Ja, da haben es Konservative einfacher. Die müssen sich nie an Ihren Zukunftsutopien messen lassen, sie formulieren einfach keine. Die Welt ist ungerecht.

Dass diese Technik nicht breit zum Einsatz kommt ist
einem Versagen der Politik geschuldet.

Eher ist es ein Versagen des Betreibers. Denn dieser soll
keine Versuchsanlagen, sondern ein vollständiges,
einsatzbereites Konzept vorstellen. Deutschland baut im
Ausland Kraftwerke. Also könnten auch CCS-Kraftwerke als
Musterlösungen gebaut werden.

Nein, Versagen der Politik. es gibt keinen Willen den Wirkungsgradverlust eines konventionellen Kraftwerks der durch CCS entsteht zu subventionieren. Damit würde Strom teurer. Zig Milliarden Subventionen für Atomstrom sind aber drin. Komisch.

Selbst der Naturschutzbund ist gegen CCS.
http://www.bund.net/ccs-gesetz-stoppen

Greenpeace ist ebenfalls nicht von dieser Technik überzeugt:
http://gruppen.greenpeace.de/potsdam/index.php?id=70…

Auch die Grünen sind gespalten. Und so lange man sich so
uneins ist über die Brückentechnologie, solange werden AKWs
benötigt.

Ic weiss, bin selber Mitglied. Die Haltung von Parteien heisst ja erstens nicht, dass sie Recht haben und zweitens nicht, dass man nicht darüber diskutieren könnte. Geht zwar nicht über Nacht der Meinungswechsel, wie bei der FDP, aber ich werde es noch erleben.

Hallo,

Ich versuche hier niemanden zu bekehren. Ich zweifle nur
langsam an der Intelligenz der deutschen Atomlobby. Nun auf
den Kurs derer einzuschwenken die man Jahrzehnte lang der
Schwarzmalerei bezichtigte ist dreist. Ich traue meinen Ohren
ja nicht, wenn heute die FDP fordert alle 8 AKW die vom Netz
sind bleiben vom Netz. Hätte nicht gedacht, dass das solche
Oppurtunisten sind. Peinlich. Bisher hatte ich ja noch sowas
wie einen Funken von Respekt vor Union und FDP aber nach den
den letzten Wochen…

ich verstehe diese Position nicht ganz. Eigentlich könnte man sich doch darüber freuen, dass nun eine Veränderung eintritt, die ganz im beabsichtigten Sinne sein sollte. Statt dessen wird verlangt, dass die FDP doch bitteschön eine „Jetzt-erst-recht-Position“ vertreten solle.
Warum das denn?
Wie könnte man’s denn recht machen?

MFG Cleaner

Danke
Ich habe den Eindruck, dass es einigen Befürwortern in dieser Diskussion vorrangig darum geht, den politischen Gegner mit bösartigen Unterstellungen, unbewiesenen Behauptungen und Pauschalurteilen abzuqualifizieren um die eigene Postion als moralisch überlegener aussehen zu lassen.

Ich werde dieses Spielchen nicht mitmachen.

Auch sind es nicht die einseitig berichtenden Medien, die den politischen Wechsel in BaWü bewirkt haben, sondern die jahrelange Atomindustrie-Nähe eines Mappus und Öttingers und die jetzige opportunistische Kehrtwende in Sachen Restlaufzeit und Abschaltungen.
Die Leute sind nicht so blöd, wie sie hier von ein paar Kombatanten dargestellt werden, seltsames Menschenbild…

Gruß MacG

Hallo,

@Cleaner: In diesem Sinne möchte ich doch sehr darum bitten,
dass Du tatsächlich in der gleichen bleidigenden Weise
antwortest. :o)

Hallo,

das werde ich nicht tun, denn ich möchte mir meinen Stil bewahren.

Die Neigung, nicht in der Sache, sondern ad hominem zu argumentieren, ist leider eine Argumentationsweise, die lediglich eine notorische Intoleranz gegenüber Vertretern von Meinungen indiziert, die nicht zu 100% auf gleicher Linie liegen.
Man beachte dabei: Meine Auffasung ist nicht diejenige, dass ich etwa fordern würde „Lasst die AKW laufen!“, sondern „Lasst uns darüber diskutieren - aber bitteschön unter Einbezug aller relvanten Zusammenhänge und Folgen“.

Solche Äußerungen, wie folgend angeführt, halte ich daher persönlich für unangemessen, da sie insbesondere auch den Kerngehalt meiner Aussagen nur selektiv berücksichtigen. Gepaart mit der Bezeichnung „Kombattant“ fühle ich mich darüber hinaus auch persönlich angegangen.


Die kann man eigentlich nicht übersehen haben, wenn man am öffentlichen Leben wenigstens ein wenig Teil hat. Womit möchtest Du die zerreden?
Es macht nach außen den Eindruck, als würdest Du verzweifelt versuchen, diese real existierende Bewegung mit allen Mitteln zu leugnen
ch habe den Eindruck, dass es einigen Befürwortern in dieser Diskussion vorrangig darum geht, den politischen Gegner mit bösartigen Unterstellungen, unbewiesenen Behauptungen und Pauschalurteilen abzuqualifizieren um die eigene Postion als moralisch überlegener aussehen zu lassen.
Die Leute sind nicht so blöd, wie sie hier von ein paar Kombatanten dargestellt werden, seltsames Menschenbild…

ohne Gruß Cleaner

Original und Kopie: finde die 10 Fehler

Warum das denn?

Ich finde es super von der FDP, dass sie ihre Atompolitik um 180 Grad ändert.

Aber wer will schon eine unglaubwürdige Kopie, wenn man das Original haben kann.

Ein gößeres Eigentor kann man von Seiten Lindner nicht schießen

MacG

Die Neigung, nicht in der Sache, sondern ad hominem zu
argumentieren, ist leider eine Argumentationsweise, die
lediglich eine notorische Intoleranz gegenüber Vertretern von
Meinungen indiziert, die nicht zu 100% auf gleicher Linie
liegen.

Dem stimme ich ausdrücklich zu und gebe dieses postwendend zurück.

„In der Sache“ interessiert mich z.B., woher Du die Kenntnis nimmst, dass die Demonstranten vom Samstag nichts oder wenig an humanitären Hilfeleistungen und Unterstützungen für die japanischenen Opfer tun, denn das hast Du ihnen ja vorgeworfen.

ohne Gruß Cleaner

mit Gruß, MacG

Hallo,

„In der Sache“ interessiert mich z.B., woher Du die Kenntnis
nimmst, dass die Demonstranten vom Samstag nichts oder wenig
an humanitären Hilfeleistungen und Unterstützungen für die
japanischenen Opfer tun, denn das hast Du ihnen ja
vorgeworfen.

Die Kenntnis nehme ich daher, dass jemand, der nicht nur sozusagen schlichter „Mitläufer“ ist, mir gegenüber geäußert hat: " … Das ist in dem Zusammenhang nicht wichtig. Wichtig ist jetzt erst mal, dass wir die AKW abschalten …".
Der konkrete Bezug war möglicherweise nicht die Demonstration, auf die du dich beziehst; einen thematischen Zusammenhang sehe ich gleichwohl.

weiterhin ohne Gruß Cleaner

Kenntnis nehme ich daher, dass jemand, der nicht nur
sozusagen schlichter „Mitläufer“ ist, mir gegenüber geäußert
hat: " … Das ist in dem Zusammenhang nicht wichtig. Wichtig
ist jetzt erst mal, dass wir die AKW abschalten …".

Das ist natürlich eine repäsentative Stichprobe. Ich nehme meine Zweifel zurück.

MacG

Hi Cleaner,

„In der Sache“ interessiert mich z.B., woher Du die Kenntnis
nimmst, dass die Demonstranten vom Samstag nichts oder wenig
an humanitären Hilfeleistungen und Unterstützungen für die
japanischenen Opfer tun, denn das hast Du ihnen ja
vorgeworfen.

Die Kenntnis nehme ich daher, dass jemand, der nicht nur
sozusagen schlichter „Mitläufer“ ist, mir gegenüber geäußert
hat: " … Das ist in dem Zusammenhang nicht wichtig. Wichtig
ist jetzt erst mal, dass wir die AKW abschalten …".

also um das mal für uns verständlich zu machen: aufgrund dieser einen Aussage eines von Dir subjektiv als „nicht schlichter Mitläufer“ empfundenen Bekannten projezierst Du diese einzelne Meinung gleichzeitig auf über zweihundertausend Demonstranten, die alle individuelle Gedanken haben, eigene Leben führen und mit Sicherheit mit unterschiedlichsten Parteien sympathisieren. Du unterstellst über 200000 Menschen, dass sie sich nicht um die Opfer in Japan scheren und fühlst Dich dann persönlich beleidigt, wenn man Dich als Kombatant bezeichnet - was übrigens keiner direkt getan hat! Ist das richtig?

Gruß

Hallo,


Es macht nach außen den Eindruck, als würdest Du verzweifelt
versuchen, diese real existierende Bewegung mit allen Mitteln
zu leugnen. Aber es gibt sie, schon viele Jahre. Zugegeben,
sie wurde durch Fukushima enorm verstärkt. Doch nicht durch
hysterisches, künstliches Aufbauschen, sondern durch das
Eindringen der Fakten in das Bewusstsein der Menschen, dass
ein Unglück auch hier passieren kann - aber niemals darf. Es
geht nicht um die Wahrscheinlichkeit, wie viele anzunehmen
scheinen.

Ich beabsichtige keineswegs, irgend etwas zu zerreden. Ich
stelle lediglich die Motivationslage wie auch die Konsequenz
der beteiligten Demonstranten in Frage. Dies habe ich an
anderer Stelle auch bereits recht deutlich gemacht. Auch
beabsichtige ich nicht, die real exisiterende Bewegung zu
leugnen. Hier befasse ich mich aber u.a. auch mit der Frage
der logischen Folge. Die Zusammenhänge sind nämlich insgesamt
wesentlich gößer - mit einfachem abschalten der AKW wird es
eben nicht getan sein.

Die humanitäre Situation der Erdbeben- und Tsunamiopfer, die
auf etwa 500 Quadratkilometern gerade leiden wie die Hunde,
geriet darüber beinahe völlig in Vergessenheit.

Wenn Du so schnell vergisst, dann tut mir auch das leid.

Aufpassen! Würde ich so schnell vergessen, so würde ich es
hier nicht explizit erwähnen.

Du hast aber auch nicht geschrieben, wer das vergessen haben soll und wie Du darauf kommst. Also muss ich davon ausgehen, dass Du Dich auf Dich selbst beziehst. Wer denn sonst? Meinst Du, dass die Nachrichtensender das vergessen, nur weil es nicht in allen Nachrichten wiederholt wird?

P.S.: Ein argumentum ad hominem ist eher selten ein Beweis
guter Rhetorik. Ich bitte, von solcherlei Abstand zu nehmen.

Möchtest Du damit andeuten, dass ich ein argentum ad hominem verwendet habe? Bitte wann denn das, habe echt keine Ahnung was Du meinst?

Mit meinem oben zitierten Eindruck von Deiner Argumentation habe ich lediglich verdeutlicht, dass Du wiederholt nicht auf unsere Argumente eingehst. Stattdessen unterstellst Du der Anti-Atom-Bewegung ganz pauschal, dass es sie aktuell nur wegen Fukushima gibt, dass DIE MEISSTEN nicht wissen wovon sie reden sondern nur auf einer aktuellen Welle reiten (obwohl Du Dich nur auf Deinen Bekannten mit einer einzelnen Meinung beziehst - und uns das nichtmal sagtest!) und dass ihnen die Opfer egal sind. Gerade das letzte ist definitiv anmaßend und ich wüsste gern, womit Du das begründest.

Gruß

:also um das mal für uns verständlich zu machen: aufgrund

dieser einen Aussage eines von Dir subjektiv als "nicht
schlichter Mitläufer" empfundenen Bekannten projezierst Du
diese einzelne Meinung gleichzeitig auf über zweihundertausend
Demonstranten, die alle individuelle Gedanken haben, eigene
Leben führen und mit Sicherheit mit unterschiedlichsten
Parteien sympathisieren. Du unterstellst über 200000 Menschen,
dass sie sich nicht um die Opfer in Japan scheren und fühlst
Dich dann persönlich beleidigt, wenn man Dich als Kombatant
bezeichnet - was übrigens keiner direkt getan hat! Ist das
richtig?

Du kannst mir durchaus glauben, dass ich mich auf jemanden beziehe, der nicht nur zu den Demos geht, weil gerade nichts im Fernsehen läuft. Es handelt sich hier also um mehr als eine rein subjektive Empfindung. Darüber hinaus wäre mir aber auch neu, dass ich dazu verpflichtet wäre, hier im Netz sämtliche meiner Informationen auch ungefragt und eigeninitiativ darlegen zu müssen.

Ach was - vergiss es ganz einfach. Ich begebe mich künftig einfach auf eine absolute hardliner-Position, damit dann auch alle unberechtigten Vorurteile schön erfüllt sind und es sich weiterhin schön schimpfen läßt.

Hi

ich verstehe diese Position nicht ganz. Eigentlich könnte man
sich doch darüber freuen, dass nun eine Veränderung eintritt,
die ganz im beabsichtigten Sinne sein sollte. Statt dessen
wird verlangt, dass die FDP doch bitteschön eine
„Jetzt-erst-recht-Position“ vertreten solle.
Warum das denn?
Wie könnte man’s denn recht machen?

Natürlich freue ich mich. Aber wenn man aus den falschen Gründen das Richtige tut, dann darf man trotzdem Kritik anbringen.
Es ist reine Wahltaktik der FDP und entspricht in keinster Weise ihrem Markenkern. Die Entscheidung folt also rein oppurtunistischen Zielen und ist damit unglaubwürdig. Genauso schnell folgt deann der Schwenk in die entgegengesetzte Richtung, wenn die FDP wieder fester im Sattel sitzen sollte.

Gruss
Tom

Du kannst mir durchaus glauben, dass ich mich auf jemanden
beziehe, der nicht nur zu den Demos geht, weil gerade nichts
im Fernsehen läuft.

Dennoch ist eine einzelne Person, dessen Meinung schon ich nicht zustimme, nicht repräsentativ sein kann für eine über Jahre gewachsene Bewegung und auch nicht für die über 200000 Demonstranten von letzter Woche.

Darüber hinaus wäre mir aber auch
neu, dass ich dazu verpflichtet wäre, hier im Netz sämtliche
meiner Informationen auch ungefragt und eigeninitiativ
darlegen zu müssen.

Du bist dazu nicht verpflichtet, es stützt aber Deinen Standpunkt.
In diesem Fall nützt das aber ohnehin nicht viel, weil unser Hauptgegenargument gegen Deine Begründung das ist, dass die Einstellung einer einzelnen Person nicht auf >200000 Menschen projeziert werden kann, nur weil sie den Atomausstieg als gemeinsames Zeil verfolgen.

Gruß