Steven,
gegen Ende unserer Diskussion wird es ja doch noch richtig sachlich. Sehr schön!
Die dämlichen Jungs von der deutschen Presse können noch nicht
einmal Fakten präsentieren. Es bestätigt doch nur, dass die
deutsche Wahrheitsfindungspresse nicht näher an der Wahrheit
sein kann, wie stets behauptet („Die Japaner lügen“).
Schon vergessen?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753398,00.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34431/1.html
Wie auch immer! Ich gehe davon aus, dass die Amerikaner, selbige gehen ja davon aus, dass die japanische Regiergung samt Tepco das Problem verharmlosen, Greenpeace mit ihren neuesten Messungen und Tepco selbst, nicht ganz daneben liegen, was die Strahlung angeht. Alle Messungen zeigen krass erhöhte Werte sowohl an Land als auch im Meer. Diese ist inzwischen so hoch, dass auch ausserhalb der 20 Km Zone um das AKW inzwischen Werte erreicht werden, die in 10h die erlaubte Jahreshöchstdosis bedeuten. Wir werden es erleben, dass in den nächsten 25 Jahren niemand mehr in den 20 Km Radius zurückkehren darf. Heute sprach man bereits davon, dass die Sicherheitszone auf 80 Km ausgeweitet werden müsste (was aber erstmal nicht geschieht weil man nicht weiss wohin mit den Menschen). Das ganze ist eine Riesenscheisse und es gibt nichts aber auch gar nichts an der Situation schönzureden.
Brennelentrohren verbleibt und niemals austritt. Wenn nun aber
Cäsium gemessen wird, unter anderem im Trinkwasser, dann
müssen Brennelemente bereits vor Tagen komplett zerstört
worden sein. Und das wiederum lässt auf eine Kernschmelze
schliessen.
Komplett zerstört wurden sein. Da ist wieder diese
Absolutheitsanspruch. Derzeit wird lediglich von einer
Teilkernschmelze ausgegangen. Gewissheit verschafft man sich
nur, wenn man Zugang hat.
Entweder der Titan-Zirkonium Mantel schmilzt (bei erreichen der Schmelztemperatur) oder eben nicht. Ganz einfach! Teilschmelze bedeutet im Jargon der Kraftwerksfahrer halt nur, dass der obere Teil, der aus dem Wasser ragte, komplett geschmolzen ist. Anders ist der Nachweis von Plutonium in den nicht mit Mischoxidelementen betriebenen Reaktoren sowie die Messung von Cäsium nicht zu erklären.
Das ist ja auch löblich. Nur muss man in einer Demokratie auch
akzeptieren, dass andere Menschen dazu eine andere Meinung
haben. Was aber versucht wird ist, andere zu bekehren. Das ist
der falsche Weg und diese Quittung wird die Regierung in BW
erhalten.
Ich versuche hier niemanden zu bekehren. Ich zweifle nur langsam an der Intelligenz der deutschen Atomlobby. Nun auf den Kurs derer einzuschwenken die man Jahrzehnte lang der Schwarzmalerei bezichtigte ist dreist. Ich traue meinen Ohren ja nicht, wenn heute die FDP fordert alle 8 AKW die vom Netz sind bleiben vom Netz. Hätte nicht gedacht, dass das solche Oppurtunisten sind. Peinlich. Bisher hatte ich ja noch sowas wie einen Funken von Respekt vor Union und FDP aber nach den den letzten Wochen…
Doch schon, die Norweger machen das auf ihrem Gasfeld Sleipnir
seit 12 Jahren, praktisch ohne Leckrate. Selbst wenn es Lecks
gäbe wäre das irrelevant, dann zur Zeit bläst man es ja auch
in die Atmosphäre, was 100% Leckrate entspricht.
Beides sind keine Argumente. Wir können nicht unser CO2 nach
Norwegen schippern und das rausblasen in die Atmosphäre IST
relevant.
Nein, aber Sleipnir steht stellvertetend für hunderte identischer geologischer Formationen. Alte Erdgasfelder sind dicht, sonst wäre das Erdgas nicht drin geblieben.
Nur weil es zur Zeit jeder macht, muss es ja nicht
gut sein. Wenn man mit gutem Beispiel vorangehen will, muss
man zeigen, dass man CO2 so lagern kann, dass es nie wieder
die Umwelt belastet.
Nein, auch nicht. Man muss zeigen, dass die Leckrate so klein ist, dass die Freisetzung die Umwelt nicht belastet. Momentan blasen wir alles raus = Leckrate 100%.
Auch auf die Milliarden Jahre hin, die
man immer für die Endlager für Brennstäbe fordert.
Wie gesagt, dieses Argument ist falsch! Im Gegensatz zu hochradioaktiven Abfall muss man CO2 (wir atmen es ja mit jedem Atemzug ein) nur für eine gewisse Zeit der Atmosphäre entziehen (200 - 1000 Jahre sollte reichen). Damit ist CCS eine wirkliche Brückentechnologie.
Nur hat man ja in frenetischer Lobbyarbeit das Gegenteil in
manche Köpfe getrichtert.
Was Lobbyarbeit und politische Landschaftspflege angeht sind die Grünen Kindergartenkinder gegen das deutsche Atomforum 
Dass die Betreiber der AKW ind Deutschland 80% der Aktien von TÜV Süd halten, der widerum für die Sicherheit der Anlagen verantwortlich ist, zeigt schon alles…
An diesem Problem hat Kretschmann zu
kauen. Er kann gar nicht die Forderungen der Restwähler
erfüllen, die ihn in diesen Posten gehoben haben. Und dies
werden radikalisiert zeigen, was sie von seinem Kurs halten.
Ja, da haben es Konservative einfacher. Die müssen sich nie an Ihren Zukunftsutopien messen lassen, sie formulieren einfach keine. Die Welt ist ungerecht.
Dass diese Technik nicht breit zum Einsatz kommt ist
einem Versagen der Politik geschuldet.
Eher ist es ein Versagen des Betreibers. Denn dieser soll
keine Versuchsanlagen, sondern ein vollständiges,
einsatzbereites Konzept vorstellen. Deutschland baut im
Ausland Kraftwerke. Also könnten auch CCS-Kraftwerke als
Musterlösungen gebaut werden.
Nein, Versagen der Politik. es gibt keinen Willen den Wirkungsgradverlust eines konventionellen Kraftwerks der durch CCS entsteht zu subventionieren. Damit würde Strom teurer. Zig Milliarden Subventionen für Atomstrom sind aber drin. Komisch.
Selbst der Naturschutzbund ist gegen CCS.
http://www.bund.net/ccs-gesetz-stoppen
Greenpeace ist ebenfalls nicht von dieser Technik überzeugt:
http://gruppen.greenpeace.de/potsdam/index.php?id=70…
Auch die Grünen sind gespalten. Und so lange man sich so
uneins ist über die Brückentechnologie, solange werden AKWs
benötigt.
Ic weiss, bin selber Mitglied. Die Haltung von Parteien heisst ja erstens nicht, dass sie Recht haben und zweitens nicht, dass man nicht darüber diskutieren könnte. Geht zwar nicht über Nacht der Meinungswechsel, wie bei der FDP, aber ich werde es noch erleben.