aufgrund deiner anderen postings bin ich zwar 100%ig sicher, dass du nur herumtrollen willst und gar nicht an einer antwort interessiert bist - ich probiers aber trotzdem.
dass objekte, die beschleunigt werden, dabei auch schwerer werden, weiss man schon seit dem ende des 19. jahrhunderts. bei verschiedenen experimenten mit teilchenbeschleunigern (ja - primitive formen davon gabs damals schon) ist aufgefallen, dass man mehr energie braucht, je schneller die teilchen sind. auch das mit der zeitdilletation und längenkontraktion war schon bekannt. nur erklären konnte sich die effekte keiner. der physiker lorentz hat schon eine formel entwickelt, mit der man die effekte berechnen kann. nur auch da wusste keiner genau, warum die formel funktioniert.
etwas später haben unabhängig voneinander die physiker poincaree und einstein eine theorie entwickelt, die sowohl das phänomen logisch erklärt als auch die formeln von lorentz schlüssig herleitet. einsteins theorie war etwas allgemeiner und „einfacher“ (sprich: weniger randbedingungen), wesshalb wir heute praktisch nur mehr einsteins theorie kennen, während poincaree nur noch in fachkreisen bekannt ist.
wie gesagt: gemessen wurde es schon im späten 19. jahrhundert, der theoretische unterbau kam mit der speziellen relativitätstheorie im jahr 1905.
die teilchenbeschleuniger haben sich seither dramatisch weiterentwickelt. heute kann man schon goldatome (sind für atome ziemlich schwer) auf knapp lichtgeschwindigkeit beschleunigen. wenn du dir den grossen teilchenbeschleuniger in cern anschaust: der hat ein paar kilometer durchmesser und verschlingt unmengen von energie, nur um ein goldatom auf knapp lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen (stimmt nicht ganz - es sind mehrere milliarden atome pro sekunde - aber wir wollen nicht kleinlich sein). und alle diese experimente kommen zu dem selben schluss - nämlich, dass die guten alten formeln von lorentz immer noch gültig sind und dass objekte tatsächlich schwerer erscheinen, wenn sie sich bewegen.
eine vollständige liste aller experimente, die die richtigkeit der theorie bzw. der formeln jemals bewiesen haben, ist praktisch unmöglich zu erstellen. in fast jedem hochenergielabor auf dieser welt werden tagtäglich experimente gemacht, die direkt oder indirekt einen beweis liefern. öffentlich die richtigkeit der theorie anzuzweifeln wagt nur mehr ein wissenschafter, der eh schon einen schlechten ruf hat und dringend etwas publicity für sein neues buch braucht. oder jemand, der es erfolgreich geschafft hat, der presse weiszumachen, dass er ein wissenschafter ist, obwohl er in wirklichkeit null ahnung hat.
das problem bei alledem: es gibt keine einfache erklärung. nichts, was man innerhalb von 30 min erklären könnte. man braucht schon etwas tiefgreiferendes verständnis für physik und mathematik. einstein hat raum und zeit vermutlich besser verstanden als alle anderen physiker seiner zeit und selbst er brauchte ein paar monate, um seine theorie zu formulieren. es ist aber auch keine „black magic“. von dämlichen journalisten kolportierte meldungen, wonach weltweit nur 3 personen die relativitätstheorie verstehen, sind schwachsinn. die theorie wurde bereits kurz nach formulierung in fachkreisen verstanden und akzeptiert (das verstehen ist dabei die vorbedingung für eine akzeptanz). man muss lediglich ehrgeiz und energie mitbringen, keine speziellen, verborgenen talente.
man kann also nur physikstudium beginnen - oder es einfach akzeptieren, dass es so ist.
lg
erwin