Stimmt - bis vor kurzem war das beispielsweise bei intersexuellen Menschen der Fall.
Diese hatten nämlich nicht wie ein Alg2-Bezieher eine nur bescheidene finanzielle Existenzgrundlage, sondern ihre gesamte Existenz wurde von der Gesellschaft geleugnet.
Abgesehen davon ist es völlig unsinnig, verschiedene Minderheiten gegeneinander auszuspielen. Ken Alg2-Bezieher hätte auch nur einen Cent mehr in der Tasche, wenn Intersexuelle weiterhin gezwungen wären, entweder als männlich oder als weiblich ins Standesamtregister eingetragen zu werden.
Noch einmal, weil es noch immer nicht durchgedrungen zu sein scheint: Die einzige offizielle Änderung ist die Möglichkeit,als Geschlecht „divers“ ins Personenstandsregister eintragen zulassen, sofern ein medizinisches Gutachten bestätigt, dass die jeweilige Person intersexuell ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Divers Die Umstellung von Formularen und Software mag zwar etwas kosten, aber im Vergleich zur Gesamtsumme an Verwaltungskosten ist das noch nicht einmal Pippifax.
Es gibt keine offizielle Einführung von dritten Toiletten in Schulen oder sonstwo, da es keine offizielle Regelung durch auch nur ein Schulamt, Kultusministerium oder sonstwas diesbezüglich gibt. Tatsächlich wurde bislang lediglich an einigen wenigen Schulen darüber gesprochen, aber es hat bislang nirgendwo eine konkrete Planungsphase erreicht - das Ganze wurde nur in den Medien und insbesondere in den dunklen Ecken des Internet ins Groteske aufgeblasen.
Es ist immer noch möglich, sich um mehrere Probleme gleichzeitig zu kümmern - insbesondere da die Anerkennung von Intersexuellen kaum Aufwand kostet. Mit dem „Argument“, dass es ja noch Schlimmeres gibt, kann man jegliches Vorhaben zum Erliegen bringen und sich letztendlich um gar nichts mehr kümmern - selbst wenn ich jetzt beispielsweise mit der Patentlösung für Altersarmut um die Ecke käme, könntest du ja immer noch sagen, dass die Umweltverschmutzung aber ein viel wichtigeres Problem sei.