Wir würden uns sicher weit besser vertragen, wenn du deine Postings einmal mehr auf abwertende Verben und Adjektive kontrollieren würdest.
Nur so…
Wir würden uns sicher weit besser vertragen, wenn du deine Postings einmal mehr auf abwertende Verben und Adjektive kontrollieren würdest.
Nur so…
Aber keinen hat es interessiert, was ich dem Mädchen geraten
habe.
Doch Tokei,
das interessiert mich/uns sehr!
Und auch ob es geholfen hat.
Leider ist dein Artikel buchstäblich am Ende verloren gegangen.
Gruß, Nemo.
Ich denke, das Problem ist: Mobbing ist heute ein Modebegriff.
Jeder, der bei seinen Kollegen zweimal aneckt, stilisiert sich
selbst zum Mobbingopfer hoch. Das ist auch ein bequemer Weg,
berechtigter Kritik aus dem Weg zu gehen.
Richtig, leider. Das ist auch der Grund, warum oftmals Konflikte in Gruppen noch weniger gut gelöst werden. Ein Grund mehr, das auch als Gruppenphänomen rechtzeitig zu begreifen.
Als ich geschrieben
habe, daß Du vermutlich noch kein wirkliches Mobbingopfer
getroffen hast, habe ich das ncht böse oder abwertend gemeint
Dem schließe ich mich an. Auch meine Aussage in der Richtung sollte kein Vorwurf sein. Ebenso der Hinweis, dass die Vorstellung fehlt, was Mobbing wirklich ist.
Eine berechtigte Kritik an einem
Kollegen, der deutliche Mängel in der Sozialkompetenz
aufweist, ist noch kein Mobbing.
Streiche das „noch“ . Eine berechtigte Kritik am Kollegen - egal wogegen - ist nie Mobbing. Das wird durch zwei Begriffe ausgeschlossen: „Eine“ impliziert, dass es sich um singuläre Ereignisse handelt (was nicht heißen soll, dass nicht häufiger kritisiert werden kann und soll, aber eben nicht systematisch) und „berechtigt“ weist darauf hin, dass ein sachlicher Grund vorliegt. Für Mobbing ist charakteristisch, dass beides nicht vorliegt (davon ausgehend, dass ich das hier jetzt weniger deinetwegen als Richtung Nemo nochmal betone
)
Trotzdem frage ich mich, was hatte Kate an sich, dass sie
derart den Hass auf sich zog, was hat sie falsch gemacht?
Vielleicht nichts. s.u.
Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: Das einzige, was
man allenfalls sagen könnte, daß bei den Opfern tendenziell
ein geringes Selbstbewusstsein besteht - wobei man selbst
darüber streiten kann, ob das nun Ursache oder Folge des
Mobbings ist.
Da gibt es wohl kein entweder oder. Es dürfte sogar ziemlich sicher sein, dass Mobbing erst einmal gewaltig am Selbstbewusstsein nagt. Wenn jemand es schafft, mit Unterstützung da hinauszukommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er / sie gestärkter ist als vorher (was nicht heißt, dass Wunden bzw. Narben bleiben). Das ändert aber auch nichts daran, dass Mobbing auch auftreten kann, wenn jemand selbstbewusst ist.
Ich selbst habe Mobbing ein Mal erfahren. Nur eine kurze Episode und noch in einem Ausmaß mit begrenztem Schaden und ohne Langzeitschaden, wobei sicherlich eine Rolle gespielt haben dürfte, dass die persönlichen, insbesondere aber auch die Voraussetzungen im Umfeld gut waren.
Von Bekannten auf eine leitende Stellung einer kleineren Einheit gehoben, die sich gerade in einer Krise befand. Man hatte mich gefragt, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und weil man - so sagte man mir - kurzfristig jemanden wollte, dem man blind vertrauen kann (sic!). Es stellte sich im Grunde innerhalb von 48 Stunden heraus, dass man nur eine Marionette wollte, um - das zu erkennen, habe ich ein paar Tage länger gebraucht - Geschäft in Grauzone abwickeln zu können. SO war Vertrauen gemeint gewesen…
Was ich da erlebt habe, war recht lehrbuchmäßig: Unterlagen wurden vorenthalten oder falsche weitergereicht; man hat „vergessen“, mir Termine mitzuteilen, zu denen ich dann nicht erscheinen konnte oder diese nur zufällig mitbekommen habe. Mir wurde, obwohl als Leiterin dafür natürlich verantwortlich, der Einblick in Buchhaltung und Kassenbuch / Kasse verweigert. Man hat mich ein extern auf Termin einzureichendes Konzept schreiben lassen - und hinter meinem Rücken ein eigenes verfasst und vor Termin abgeben. Man hat externen Partnern falsche Infos weitergegeben, mit dem „nett gemeinten“ Hinweis, die Neue hat es halt (noch) nicht drauf. Vollpfosten lässt grüßen. Und noch einige kleinere und größere Schikanen mehr.
Kern war in meinem Fall eine Assistentin (Verwaltungskraft), die eigentlich den Boss mimen wollte, dafür aber nicht qualifiziert war. Sie verfügte aber zu hervorragenden Kontakten zum Hauptkunden. Da es sich um eine „Außenstelle“ handelte, war maßgeblich, was der Inhaber dazu sagte. Dem war die (auch juristisch!) gefährliche Mauschelei wurscht, weil er den speziellen Kontakt zum Hauptkunden nutzen wollte.
Damit war trotz meiner Bemühungen, eine sachliche Lösung zu finden, nach 6 Wochen klar, dass das nichts wird. Ich bin nach nicht einmal 2 Monaten gegangen und konnte gehen, weil ich wusste, wohin. Trotzdem hatte ich zu dem Zeitpunkt schon massive Magenschmerzen, Schweißausbrüche, wache Nächte, … Ich wusste, wenngleich das einige Jährchen her ist und der Begriff Mobbing damals (in den 90ern) noch nicht im Sprachgebrauch war, sehr wohl um die Dynamik und die Ursachen solcher Prozesse. All das hat mir nur bedingt genutzt. So schnell den Absprung erwischt habe ich nur mit Hilfe guter Freunde und vor allem eines hervorragenden Hausarztes. Der hat sich schlicht geweigert, mir die von mir „angeforderten“ Pillchen zu verschreiben und hat mich mit sanftem Tritt in den Allerwertesten dynamisch auf den Topf gesetzt. Auch wissend, dass ich aus Überzeugung nicht diejenige bin, die mit Pillen Probleme löst.
Seit dem weiß ich, was für Auswirkungen solche Mechanismen haben können. Ich weiß, wie schnell das geht, so schnell, dass sich innerhalb kürzester Zeit das eigene Weltbild verkehrt, weil man gar nicht so schnell begreift, was da gerade passiert. Ich weiß, wie das ist, wenn die Selbstzweifel kommen und man selbst schon glaubt, man ist völlig bekloppt, weil das, was an Methoden angewendet wird, genau darauf ausgelegt ist.
Was meine „Schuld“ war? Ich war die falsche Person am falschen Ort. Drei Personen waren an dem Spiel beteiligt. Bei zweien hätte es vielleicht gereicht, wenn ich mich auf die Mauscheleien eingelassen hätte. Bei der Assistentin war es aber die bloße Existenz auf dem Posten, die für ein Todesurteil gereicht hat.
Es sind einige hier, die mich ganz offensichtlich nicht leiden
können und mich immer wieder zu provozieren versuchen, wo es
nur geht.
Das mag sein, dürfte aber kaum auf mich zutreffen. Sonst hätte ich mich kaum inhaltlich so intensiv mit deiner Anfrage auseinander gesetzt!
Aber da du etwas über die Täter wissen möchtest, du und Max
und noch ein paar, ihr würdet mich doch mobben, wo es nur
geht.
Bitte!? Ist das dein Ernst? Da weiß ich ja gar nicht, ob ich das als Unverschämtheit werten soll, die gedrückte Tränendrüse sprudeln lassen soll oder mich köstlich amüsieren.
Hallo Wiz,
Spannend wird es da, wo Menschen anfangen, sich in der sich bereits ergebenen Opferrolle wohl zu fühlen, und diese dadurch manifestieren, dass sie jegliche wohlmeindende Ratschläge im Sinne: „was könntest dein Anteil daran sein, in die Opferrolle geraten zu sein“, so beantworten, wie der Tenor einiger Antworten hier ist, und jegliche Selbstkritik und Bereitschaft fehlt, auch selbst etwas an den Dingen zu ändern, die ggf. mehrfach dazu geführt haben, dass jemand in so eine Opferrolle geraten ist.
Damit sind wir wieder beim Punkt der Schuldzuschreibung. Diese führt nach meiner Erfahrung in der Lösung von Mobbingprozessen nicht weiter. Und zwar ganz egal, bei wem man die (Mit-)Schuld sucht.
Es geht bei Mobbing nicht darum, dass Leute ausgegrenzt werden, weil sie sich unerwünscht verhalten oder komisch aussehen. Dass Kinder nicht mitspielen dürfen, weil sie keiner leiden kann, ist noch lange kein Mobbing. Mobbing hat System, und die betreffende Person könnte über Nacht eine Metamorphose durchlaufen und würde am nächsten Tag weiter gemobbt. Es geht nicht darum, dass die Mobber wollen, dass sich das Verhalten ändert. Es geht darum, dass man mobbt, weil man es kann.
Aber insbesondere Eltern reagieren dann regelmäßig höchst allergisch, statt gleich mal für den Hantelsatz zu sorgen, und „dem armen Kind“ seine Cola wegzunehmen, damit es von seinen Pfunden runter, und aus der Rolle als ständig Letzter im Sportunterricht weg kommt.
Das würde in einer echten Mobbingsituation nichts nützen. Die mobbende Gruppe würde die Anstrengungen nicht honorieren, sondern erst recht boykottieren. Und sollte dieses Kind es zum Sportcrack der Klasse bringen, wäre möglicherweise genau das der Grund, warum es erst recht gemobbt würde.
Heißt: Du tappst in die selbe Falle, in die die meisten Leute geraten, die sich die meiste Zeit ihres Lebens ausreichend gut behauptet haben und die um ihre Selbstwirksamkeit wissen: Du gehst davon aus, dass man nur an sich arbeiten müsse, um den Voraussetzungen für das Mobbing die Grundlage zu entziehen. Das funktioniert aber nicht.
Es ist keine Frage, dass Selbstkritik und Arbeit an den Schwächen insgesamt für ein erfolgreiches Leben unglaublich hilfreich ist. Ich gebe dir absolut Recht, dass Menschen, die sich im Selbstmitleid suhlen und ihr Leben darauf ausrichten, von anderen bemitleidet zu werden, einen starken Eigenanteil am eigenen Unglück haben.
Die Dynamik von Mobbing außer Kraft zu setzen, hat das Opfer aber nicht in der Hand. Es ist deswegen Opfer, weil sich die Machtverhältnisse so stark zu seinen Ungunsten verschoben haben, dass es selbst bei größter Anstrengung da nicht mehr alleine raus kommt. Und das kann auch Menschen passieren, die überhaupt nichts von einem „Opfer“ an sich haben. Es kommt gar nicht selten vor, dass diejenigen zum Opfer auserkoren werden, denen man das, was sie ausstrahlen und können, neidet und deren Konkurrenz man fürchtet. Diese Leute erwischt es meist besonders kalt, denn nicht selten verfügen gerade sie neben fachlicher Qualifikation über hohe Sozialkompetenz. Der Abgrund, der sich ihnen auftut, ist nicht selten besonders tief.
Eine Chance besteht nur durch Intervention von außen oder durch Verlassen der Situation. Das, was im letzteren Fall bereits mit dem Selbstwertgefühl passiert ist, kann dann bereits wieder ursächlich sein, in einer anderen Umgebung erneut die Machtgelüste anderer auf sich zu ziehen.
Schöne Grüße,
Jule
Hallo,
fehlende Selbstkritik/nicht sehen können/wollen, was ggf. an eigenen Eigenschaften mit zu einer bestimmten Situation beigetragen hat, hat für mich weder mit Schuld daran zu tun, dies - absichtlich - nicht zu wollen, noch mit Schuld an diesen Dingen selbst. Ich würde beides zunächst einmal gar nicht bewerten wollen, sondern beobachte das in Bezug auf das betroffene Opfer zunächst einmal wertneutral, genauso wenig, wie ich es in Bezug auf einen Täter als Entschuldigungsgrund sehen würde. Ich sehe darin eher ein Verstehen bestimmter (längst nicht aller) auslösender Momenten und einer darauf einsetzenden Mechanik, deren Durchbrechung aufgrund des Beibehaltens der Angriffsflächen unmöglich wird.
Ich sehe es auch ähnlich wie Du, dass man in einem bestehenden Umfeld auch durch Reduktion dieser Angriffsflächen noch lange keine Garantie für eine Verbesserung hat (wobei Du da ein Beispiel anführt, was gerade keine Reduktion der Angriffsfläche, sondern einen Austausch bedeuten würde, wenn jemand plötzlich zum Sportstar werden würde, statt es einfach nur anzugehen, in die breitere Masse einzutauchen).
Aber in der Ausgangsfrage ging es ja darum, dass Menschen mehrfach in immer wieder neuen Umfeldern in die Opferrolle geraten. Und da sehe ich schon eine große Chance darin Opfer dahin zu bringen sich selbst objektiver wahrzunehmen, und ggf. bestimmte Dinge, die Angriffsfläche bieten anzugehen, um z.B. bei einem Schulwechsel nicht gleich wieder die schlechtesten Karten in der Hand zu haben.
Das unbewegliche, dicke Grundschulkind mit der unmöglicher Opabrille und der unangenehmen Angewohnheit sich ständig die Popel aus der Nase in den Mund zu befördern hat vermutlich auf einer etwas weiter gelegenen weiterführenden Schule ganz andere Startchancen, wenn es vorab ein paar Kilo abspeckt, mit Mama und Papa täglich eine Runde um den Block macht, und mit neuer Brille und klarer Ansage zum Thema Popel da am ersten Tag auftaucht. Und ein wenig Rüstzeug von einem Psychologen in Richtung Selbstbewusstsein schadet sicher auch nicht.
Aber warum sollte dazu nicht auch gehören deutlich anzusprechen, wo es gut beeinflussbare Angriffsflächen gibt, und wie man diese ausschaltet, damit da nicht schon beim ersten Gang in die neue Klasse klar ist, wer hier das Opferkind sein wird? Ich habe aber gerade auch bei einigen Antworten zur Frage hier eher so den Eindruck, dass zwar furchtbar beklagt wird, dass man immer wieder zum Opfer wird, aber - vollkommen abgesehen vom Begriff Schuld - die Mechaniken und insbesondere die selbst beeinflussbaren Faktoren nicht erkannt werden, um nicht sogar einen gewissen Stolz auf die eigenen „Individualität“ zu unterstellen, die dummerweise dafür sorgt, dass gewisse Leute sich auch ein Schild vor die Stirn hängen könnten „freiwilliges Mobbingopfer“, wenn sie in ein neues Umfeld geraten.
Gruß vom Wiz
jammerndes opfer
Und sage jetzt nicht, dass das nicht zum Thema gehört.
du lieferst hier eine nahezu klassische fallstudie & hast deine eingangsfrage eigentlich damit dir selber beantwortet:
du stilisierst dich nun zum opfer, auch wenn du für den shitstorm selbst verantwortlich zeichnest.
es ist hier deutlich zwischen „mobbing“ und „selbstgemachtem leid“ zu unterscheiden.
insofern bist du „selber schuld“, weil die grube durch eigene provokation geschaufelt wurde.
nun weine also nicht herum, sondern nimm es wie ein mann.
e.c.
Das ist kein Mobbing.
Rivalitätskämpfe um Arbeitsplätze sind völlig normal, zumal, wenn einem plötzlich ein Fremder als Vorgesetzter vor die Nase gesetzt wird.
Es war sicher nicht die feine englische Art, aber eben kein Mobbing.
Der Grund für das Handeln war einwandfrei vorhanden und leicht erkennbar.
Ich fürchte, du hast noch nicht richtig verstanden, was Mobbing eigentlich ist.
(Bemerkenswert, sind für mich allerdings die Smilies, die du an Max schickst!)
)
mfg
Hallo,
die Frage müsste dann lauten:
„Gibt es Faktoren in der Persönlichkeit eines Menschen, die ihn eher vor Mobbing schützen, bzw. ihn zum Opfer werden lassen und ließe sich demzufolge Schutzfaktoren erlernen?“
Oder so ähnlich.
LG
Stefan
PS: Meine Antwort: Teils teils, denn es hängt mehr (aber eben nicht nur) von den gegebenen heimlichen Gruppenregeln bzw. -strukturen ab. Dennoch gibt es Dinge, die man tun kann, um eher kein Opfer zu werden.
Da fällt mir auch noch ein:
Das sogannte typische „Opferverhalten“ ist oftmals erst durch Mobbing entstanden!
Man kommt also, wenn man linear denkt nicht weiter.
Hallo.
Ich habe das mit der „Schuld“ bereits in der eigentlichen Frage revidiert. Für alle verständlich, wie mir scheint.
Mir geht da etwas im Kopf herum, mit der aggressionsverstärkenden Wirkung der Demutshaltung. Habe ich im Zusammenhang mit Kindesmisshandlung mal gelesen, möglicherweise bei Lorenz, ist mir aber leider nicht mehr so richtig im Gedächtnis.
Das Opfer nimmt Demutshaltung ein, kann aber dann nicht weglaufen und verstärkt so unbewusst und ungewollt, die Aggressionen beim Angreifer noch mehr.
Unter Tieren endet das tödlich.
mfg
Das ist kein Mobbing.
Das sagst ausgerechnet du? Der Experte in Sachen Mobbing?
Ich muss dich enttäuschen: DAS ist Mobbing! Und nicht, wenn jemand ein wenig inhaltlicher Gegenwind in einem Forum entgegen geblasen kommt, in das man selbst reingepustet hat.
Rivalitätskämpfe um Arbeitsplätze sind völlig normal, zumal,
wenn einem plötzlich ein Fremder als Vorgesetzter vor die Nase
gesetzt wird.
Lesen will gelernt sein. Das war kein normaler Rivalitätskampf und die Dame hat im Übrigen niemanden vorgesetzt bekommen, weil sei an der Wahl mit beteiligt war.
Es war sicher nicht die feine englische Art, aber eben kein
Mobbing.
Der Grund für das Handeln war einwandfrei vorhanden und leicht
erkennbar.
Aha. Weil ein Grund einwandfrei vorhanden war, ist das kein Mobbing?
Ich bin es leid! Man könnt noch ewig schreiben, das ganze Netz ist voll von fachlich vernünftigen Beschreibungen, was Mobbing ist. Aber das interessiert dich alles eine feuchten Kehricht, weil du der Experte bist. Wunder dich nur nicht, wenn es schwer wird, dich dann noch Ernst zu nehmen …
(Bemerkenswert, sind für mich allerdings die Smilies, die du
an Max schickst!)![]()
)
Bemerkenswert? Wenn du da meinst, irgendetwas bemerken zu müssen, dann hast du möglicherweise ein ernsteres Problem…
Wenn Kinder im Falle einer Misshandlung nicht weglaufen, dann dissoziieren sie. --> Dissoziation (http://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziation_(Psychologie))
So eine Art „angespannte Todesstarre“.
LG
Stefan
Hi,
ihr habt beide Recht.
Natürlich nützt es nichts, wie Wiz formuliert hat, aus dem kleinen dickerchen einen Sportcrack machen zu wollen. Was habe ich nicht alles versucht, das dem ähnelte - man kann als Opfer da einfach nichts richtig machen.
Aber was den Grundgedanken angeht, möchte ich Wiz Recht geben, auch wenn ich es vermutlich auch nicht besser formulieren kann. als Mobbingopfer tut man etwas (oder unterlässt etwas, oder beherscht etwas nicht), was dafür sorgt, dass man Opfer wird. Meiner Ansicht nach ist diese Ursache die mangelnde Fähigkeit, Konflikte zu lösen und für sich selbst einzutreten. Daher ist esa auch so fatal, wen Erwachsene / Vorgesetzte eingreifen, um dem Opfer zu helfen.
Ich habe mich immer gerechtfertigt, mich angebiedert, wollte verstanden werden, habe nachgegeben - aber ich habe mich nie mit Nachdruck einfach mal durchgesetzt, sozusagen auf die Kacke gehauen. Und das war für die anderen natürlich unterhaltsam. Ich wurde dafür ausgelacht, ich verteidigte mich, es wurde weitergenörgelt, ich war traurig, darüber wude gelacht, ich habe mich gerechtfertigt, es wurde gelacht, ich habe Lehrer zu Hilfe geholt, die schimpften, dann wurde ich ausgelacht weil ich den Lehrer geholt habe… endlos. Aus jetziger Sicht wäre es eine gute Idee gewesen, mit den Rechtfertigungen aufzuhören und einfach mich um meinen Kram zu kümmern. Das hätte mich zwar vermutlich zu niemandes Freund gemacht, aber es wäre ein erster Schritt gewsen, um Verantwortung für mich zu übernehmen (statt sie andern zu überlasen) unbd Ruhe zu bekommen.
Das gleiche funktioniert heute noch. Natürlich habe ich es nie gelernt, Konflikte zu lösen und mich durchzusetzen. Für mich war es eine Errungenschaft, das ich einen Kollegen, der mir einen blöden Spruch reingedrückt hat (er fand sich irre komisch), einfach wortlos stehen zu lassen. Er wusste gar nicht, wie ihm geschah, und sagte auch, dass er mich so gar nicht kennt,… Für mich ist es eine Leistung, eine neu gerwonnene Fähigkeit. Andere tun das tagtäglich mit großer Selbstverständlichkeit.
die Franzi
…ein natürliches Verhalten, das anscheinend tief in unseren Genen schlummert.
Dass es, wie von mir erwähnt, auch schon bei Ratten vorkommt, außerdem bei Schimpansen, Löwen und Hyänen und wer weiß wo noch, sollte uns eigentlich zu denken geben.
Ich meine damit echtes Mobbing, mit der unbewussten Absicht zu töten, wie es leider bei Kate der Fall war. Sehr zu unterscheiden, von Rang- und Machtkämpfen und anderem, was im Ansatz ähnlich wirkt. (Natürlich auch mein sogenanntes Beispiel.)
Wo der Auslöser liegt, ob beim Opfer oder bei den Tätern (deren Situation), kann ich nicht sagen, wahrscheinlich bei beiden. Jedoch gibt mir die Tatsache, dass es immer mehrere Täter sind, ebenso zu denken, wie die Tatsache, dass sich Mobbing anscheinend immer, oder zumindestens leicht, fortsetzt, auch wenn das Opfer die Gesellschaft wechselt.
Solange nun Psychologie und verwandte Wissenschaften nicht anerkennen, dass wir im Prinzip Tiere sind und auch so handeln, solange der Mensch allgemein darauf besteht, nicht den anderen Tieren, sondern seinen, selbsterfundenen, Göttern zu gleichen; solange wir denken, dass wir Entscheidungen mit dem Großhirn treffen, solange wir glauben, dass es genüge, nicht böse sein zu wollen, um nicht böse zu sein, solange die betreffende Wissenschaft immer neue Epizykel erfindet, um auf ihren nebelhaften Grundlagen weiter bauen zu können, solange wird sich auch keine befriedigende Lösung finden.
Nicht für Mobbing, nicht für Kindesmisshandlung, nicht für Genozid, nicht für Fremdenhass und nicht für Krieg und was alles Schönes den Menschen sonst noch so auszeichnet. Wobei >auszeichnet
Solange nun Psychologie und verwandte Wissenschaften nicht
anerkennen, dass wir im Prinzip Tiere sind und auch so
handeln, solange der Mensch allgemein darauf besteht, nicht
den anderen Tieren, sondern seinen, selbsterfundenen, Göttern
zu gleichen; solange wir denken, dass wir Entscheidungen mit
dem Großhirn treffen, solange wir glauben, dass es genüge,
nicht böse sein zu wollen, um nicht böse zu sein, solange die
betreffende Wissenschaft immer neue Epizykel erfindet, um auf
ihren nebelhaften Grundlagen weiter bauen zu können, solange
wird sich auch keine befriedigende Lösung finden.
Tiere suchen ja auch nicht nach befriedigenden Lösungen für soziale Fragen.
Der Kopernikus bzw. seine Vertreter, die das alles in die
richtigen Bahnen leiten könnten, sind zwar schon da, aber noch
hört, ähnlich wie damals beim Original, kaum jemand auf ihn.
Warum sollte man auch all das, was man so mühsam gelernt hat
und was so schön sphärisch ineinander passt, über Bord werfen
und nochmal neu aufbauen?
Nachdem du zuvor die falschen Wege aufgezeigt hast, solltest du sinnvollerweise auch die Lösungsansätze mitteilen.
Grüße,
Der Newweling
Ich meine damit echtes Mobbing, mit der unbewussten Absicht zu
töten, wie es leider bei Kate der Fall war. Sehr zu
unterscheiden, von Rang- und Machtkämpfen und anderem, was im
Ansatz ähnlich wirkt.
Mobbing ist bzw. ist nur, wenn die unbewusste Absicht besteht, zu töten? Und Rang- und Machtkämpfe, egal wie ausgetragen (außer mit unbewusster Tötungsabsicht) sind nie nicht Mobbing?
Dieser Rückschluss macht einen angesichts der Fülle und Inhalte der Beiträge sprachlos.
Ich schreib dir eine P/N, sonst gibt es wieder einen Rüffel wegen Aufrufes zu einer Strafbaren Handlung, wie neulich im Haustierbrett.
Dieser Rückschluss macht einen angesichts der Fülle und
Inhalte der Beiträge sprachlos.
Diese Hoffnung habe ich längst aufgegeben!
Gruß, Nemo.
Tiere suchen ja auch nicht nach befriedigenden Lösungen für
soziale Fragen.
Doch, das tun sie, freilich unbewusst. Und vielleicht ist Mobbing sogar so ein unbewusster Weg. Das ist das Fatale.
Für andere Tiere ist Totschlag oder Kindesmisshandlung eben ein normaler Weg, mit einem Problem fertig zu werden. Die Evolution fragt nicht nach der Moral, für sie ist Erfolg das einzig wichtige. Wir haben solch Verhalten längst geächtet, außer z.B. im Krieg, trotzdem findet es immer wieder statt.
Nachdem du zuvor die falschen Wege aufgezeigt hast, solltest
du sinnvollerweise auch die Lösungsansätze mitteilen.
Ich bin kein Psychologe.
Man muss, nach meiner Meinung, zunächst mal unterscheiden, zwischen zielgerichtetem Mobbing, alles was jemand einen materiellen oder vielmehr machtbezogenen Vorteil bringt und zwischen dem, zumindestens scheinbar, sinnlosen Mobbing, das etwa von Schulkindern ausgeführt wird. Sicherlich sind die Übergänge da oft fließend.
Aber wenn wir die Gründe erkennen würden, könnten wir es eventuell verhindern. Solange man aber nicht einmal behaupten darf, dass es eventuell auch am Opfer liegen könnte, weil das nicht der gängigen p-c entspricht, solange man nicht einmal fragen darf, ohne gewisse Tabus zu durchbrechen, wird das nicht gelingen.
Die Gedanken sind frei? Ja, Neese. Nur, so lange man sie für sich behält.
Ein Ansatz wäre es natürlich, bessere Erzieher, Lehrer auszubilden und ihnen in gewissen Fällen auch mehr Rechte/Macht gegen die Erziehungsberechtigten einzuräumen.
Die Erziehung der Gesellschaft muss bei den Eltern beginnen, nicht bei den Kindern. Kinder sind bereits im siebten (?) Lebensjahr charakterlich weitgehend fertig, da ist nicht mehr viel zu ändern.
Wir ändern auch nichts, wir sehen hilflos zu, wie immer neue Verbrecher heran gezogen werden und zahlen im Nachhinein lieber Unsummen für verbrechensbekämpfende Maßnahmen und Schadensbegrenzung.
mfg