Soll die Kirche Einfluss auf die Politik nehmen?

Hallo sober,

Weltkirche

ist erstens die römisch-katholische; sodann sehen praktisch alle christlichen Gemeinschaften in sich die Kirche Jesu Christi ansatzweise verwirklicht, Er hat gesagt „geht hin zu allen Völkern“. -Sodann verneint die kirchliche Philosophie den vermeintlichen

Rückzug

Der „Syllabus errorum“ nach 1860 zeigt, dass katholischerseits gemäss

rein menschlicher Erkenntis

bei gutem Willen eine Gottesahnung möglich sei (1. Irrtum „Syllabus“).

Gruss
Mike

Guten Tag,

wieso stellst Du die Frage so, als ob die Kirche keinen Einfluss hätte? In manchen Bundesstaaten bestimmt die Kirche mit, ob ein Lehrer an einer weltlichen Schule fähig ist zu unterrichten, Bischöfe bekommen Gehälter vom Staat (also von Deinen und meinen Steuergeldern), Kirchensteuer wird vom Staat eingezogen, der inzwischen abgetretene Bundespräsident empfiehlt, noch mehr die Bibel zu lesen, selbst linke Typen wie Gysi erklären, er sei ein besserer Christ als Jesus selbst, Soldaten werden gesegnet, wenn sie auf „Friedensmission“ ins Ausland gehen. Noch mehr Beispiele gefällig?

Moin,

Ist es
richtig, dass die Kirche etwa im Namen der
Menschenfreundlichkeit oder Menschenwürde Asylschutz für
Scheinasylanten gefordert hat?

Warum nicht? Wer sollte denn sonst noch Werte wie Menschenfreundlichkeit oder Menschenwürde hochhalten, wenn nicht die Religionen?

Dabei ist (wenigstens innerkirchlich) die Konstante die
Menschenfreundlichkeit und Menschenwürde, jedoch ob der
Asylschutz (manchmal unmenschlich) die richtige Lösung ist und
was der Begriff „Scheinasylant“ fallweise für eine
Berechtigung haben kann, bleibt theologisch und damit auch
religionswissenschaftlich offen.

Was ich auch völlig in Ordnung finde. Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft sollte sich nicht daran orientieren, welcher politische oder sonstige Status einem Menschen zugewiesen wird, sondern einzig und allein daran, ob dieser Mensch in Not ist.

Gruß
Marion

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