Voelkermord im Gazastreifen

Hallo,

Die Neutralisierung eines Waffenlagers ist ein militärisches
Ziel…

Nur ging es nicht um ein Waffenlager, sondern um einen
Schutzraum, welche eben unter keinen Umständen angegriffen
werden darf. Hierzu muss diese Raum erst seinen status
verlieren und hier hatte ich schon Artikel 65 der Genfer
Konvention genannt.

„darf nur dann enden, wenn sie ausser ihren eigentlichen
Aufgaben den Feind schädigende Handlungen begehen oder dazu
verwendet werden
. Jedoch endet der Schutz erst, nachdem eine
Warnung, die möglichst eine angemessene Frist setzt,
unbeachtet geblieben ist.“

Das Waffenlager war ein den Feind schädigender Umstand. Die Einlagerung der Waffen die Handlung. Deswegen verlor das Gebäude den Schutzstatus. Aber - und dass hatte ich auch nicht angezweifelt - es hätte eine Warnung vorausgehen müssen. Die Warnung soll es den Zivilisten ermöglichen, dass Gebäude zu verlassen.

Es ist jedoch falsch, davon auszugehen, dass der Schutzraum nur deswegen nicht angegriffen werden darf, sofern sich hierin keine Kämpfer befinden. Man stelle sich vor, dass direkt links und rechts vom Schutzraum die Stellungen liegen, in welcher die Waffen (Geschosse, Raketen etc.) letztlich abgefeuert werden. Der Schutzraum selbst dient „nur“ als Lager. Die Zivilisten weigern sich, das Gebäude zu räumen.

Unter diesen Umständen halte ich es für theoretisch möglich, den Schutzraum als militärisches Ziel anzusehen. Letztlich werden wir uns übrigens immer auf einem theoretischen Niveau bewegen, da wir nicht alle genauen Umstände kennen.

Gruß
vdmaster

Hallo,

na dann glaubst Du evtl. anderen, dass Schulen ihren
Schutzstatus verlieren können.

Die Frage ist nicht, ob sie diesen Status verlieren können,
sondern ob sie ihn automatisch verlieren, wenn eine der
kämpfenden Parteien der Meinung ist, dass dort Bomben
versteckt werden.

Wie bereits weiter unten ausgeführt: Ja, sie verlieren ihn vom Grundsatz her. Allerdings verlieren die Zivilisten nicht ihr Anrecht darauf, gewarnt zu werden.

Dieses Anrecht ist jedoch nur dann gegeben, wenn die Zeit zur Warnung bleibt. Sie wird im Falle einer Verwendung als Lager i.d.R. zur Verfügung stehen. Würden bspw. die Soldaten unmittelbar aus dem Schutzraum heraus angegriffen werden, so gäbe es dieses Anrecht in einer Notwehrsituation nicht. Da würde sich wieder die Frage stellen, wie bedrohlich der Beschuss wäre. Falls da ein einziger Soldat aus z.B. einem Schutzraum heraus mit seiner AK-irgendwas losballert, kann man natürlich nicht den gesamten Gebäudekomplex einebnen. (Frage der Verhältnismäßigkeit)

Ich dachte, dass dieses so einfach nicht möglich ist, aber
anscheinend finden sich Experten, welche diese Ansicht
vertreten, wenn auch leider ohne Argumentation, welche man
nach voll ziehen könnte. Denn immerhin geht diese Ansicht ja
recht weit und führt den ganzen Schutz von Zivilisten im
Völkerrecht etwas ad-absurdum.

Reite doch hier nicht permanent auf dem Wort „Experten“ herum. Es nervt mit der Zeit und steht Dir nicht gut zu Gesichte, da es nur ein abwertendes Stilmittel ist. "Das Völkerrech"t ist übrigens sehr weit und facettenreich gefasst. Bzgl. des Schutzes von Zivilisten erschöpft es sich nicht auf Teil IV des I. Zusatzprotokolls der Genfer Konvention. (Und nicht in jedem Schutzraum werden Waffen gelagert)

Gruß
vdmaster

Hallo, sagt mal, ist das, was Israel mit den Palaestinensern
macht, nich Voelkermord und Kriegsverbrechen? Ueber 1000 Tote
Gazabewohner…

Wenn das ein „Völkermord“ wäre, dann würde Israel ja nicht
immer wieder das Feuer einstellen, wenn sie glauben, ihre
militärischen Ziele erst einmal erreicht zu haben.

Völkermord eher nicht, wahrscheinlicher liegt aber hier ein Kriegsverbrechen vor.

Vielleicht hast du es ja mitbekommen: Die WARNEN vor einem
Luftangriff, eben damit die Zivilisten sich in Sicherheit
bringen können.

Das wird wohl zum „Witz“ des Tages, bei der Familie Boughraz aus Gaza.

Die Hamas warnt nicht. Deshalb hätte es in Israel auch schon
viel mehr als 1000 Tote gegeben, WENN die nicht ein
funktionsfähiges Raketenabwehrsystem hätten.

Kann man nachlesen, wieviel Tote es damals, ohne Abwehrschild gab. Was ist hier los? Hamas = Palestinänser, nur weil sie gewählt wurden, aus einer Erklärung die natürlich nichts rechtfertigt? Ich hoffe den Lesern ist der Unterschied zwischen Erklärung und Rechtfertigung bekannt.

Damit man die „Erklärung“ besser nachvollziehen kann, auch zum Thema Isreal -> gezielt Bomben: "Wir haben nichts gegen die Palestinänser:
http://www.youtube.com/watch?v=iuZE9Nwpd0o

man bedenkte das Verhalten der Isrealis im Bewusstsein einer Kamera.

Peace for Israel and Palestina!!!

Ernsthaft? Einfach mal ein zehn Jahre altes Video ohne Angabe eines Zeitstempels verlinken? Nein, danke.

Ernsthaft? Einfach mal ein zehn Jahre altes Video ohne Angabe
eines Zeitstempels verlinken? Nein, danke.

Was hat das Alter des Videos mit der aktuellen Situation zu tun, glaubst du es läuft heute anders an den Checkpoints ab? Und extra für dich zur Info Yoav Shamir (der Producer) ist Isreali. Und allein das „wie“ die Doku gemacht ist, zeigt das Niveau, was man leider nur auf Arte zusehen bekommt: Ausstrahlung 27. August 2013.

Aber du schaust ja lieber NTV-Dokus, in denen irgendwelche Leute vor dunkler Kulisse sitzen und erzählen…dich nehme ich nicht ernst, sorry.

Das sehen nicht wenige Juden auch ähnlich.
Zum Beispiel diese Überlebenden der Shoah und Angehörige von Überlebenden:

http://ijsn.net/gaza/survivors-and-descendants-letter/

Gruß
Zahira

Hallo,

na dann glaubst Du evtl. anderen, dass Schulen ihren Schutzstatus verlieren können.

http://www.hrw.org/de/news/2014/08/01/dispatch-gazas…
„Die militärische Nutzung von Schulen – als Stützpunkt, Unterkunft, Feuerposition, Gefängnis oder Waffen- und Munitionslager – kann sie zu legitimen Zielen eines Angriffs werden lassen.“

http://www.dw.de/der-angreifer-darf-nicht-blind-loss…
"Wenn der Gegner in einem bewaffneten Konflikt diese Gebäude für militärische Zwecke nutzt, dann verlieren sie ihren grundsätzlichen Schutz nach dem humanitären Völkerrecht und werden, wie es im humanitären Völkerrecht heißt, „zulässige militärische Ziele“. "

http://embassies.gov.il/berlin/AboutIsrael/the-middl…
Offizielles Dokument der israelischen Regierung mit dem Titel „Israels Antwort auf den Terror der Hamas“

Und ich als Laie antworte hierauf mit einem klaren: Nein,
dieses wäre ein Kriegsverbrechen. Und alle bislang hier
vorgelegten Rechtsquellen stützen dieses.

Mit dieser Einschätzung liegst Du eben falsch. Solltest Du dies anders sehen, dann belege es bitte.

Gruß
vdmaster

ein Bild
Hallo Ultra,

Leider scheint es
so zu sein, dass die Hamas zivile Opfer in Kauf nimmt.

Dazu ein Bild:

Die Hamas,
das ist ein Serienmörder, der sich von der Polizei umzingelt zu Hause verbarrikadiert hat. Er nimmt seinen eigenen Sohn als Geisel und hält ihn als Schutzschild vor sich, während er auf die Polizei schießt.

Die israelische Armee,
das ist die Polizeitruppe, die aus allen Rohren ballert, den Serienmörder tötet, den Jungen tötet und andere Familienmitglieder verwundet.

Gruß
Carlos

Moin Carlos!

Ein Gutes hat dein Bild. Denn bezogen auf die Ausgangsfrage führt es wenigstens zu der Erkenntnis, dass Völkermord-Vorwürfe oder ähnliches gegen Israel unberechtigt sind.

Ansonsten geht es wohl in die Richtung, dass die Militäraktionen übertrieben seien und man doch lieber verhandeln solle. Doch es wird dabei immer vergessen, dass es irgendwann auch einen Punkt gibt, an dem Verhandlungen nicht mehr helfen. Wir hatten ja auch mal einen, mit dem alles verhandeln sinnlos gewesen wäre…

Ich kann dir nicht verbieten, eine solche Position zu vertreten. Dennoch nehme ich zumindest für mich persönlich eine realistische Sichtweise im Hinblick auf die Frage in Anspruch, ob Verhandlungen angesichts der Gesamtumstände den besseren Weg zum Erfolg darstellen würden. Manchmal ist das mit den politischen Lösungen auch schnell dahergesagt. Vor allem, wenn man selbst aus einer ganz anderen Lage urteilt.

Viele Grüße
Ultra

Hallo,
letzte Woche bei A. Will ging es um das gleiche Thema,
Auch dabei war der Ex- Richter Totenhöfer, der zuvor 4 Tage im Kriegsgebiet war.
Er nannte es ein Kriegsverbrechen was dort geschieht und zog den Vergleich zwischen IRA und UK oder ETA und Spanien. Bei allen schlimmen Anschlägen wurde weder auf ETA noch auf die IRA gebombt.
Außerdem verlangte er, dass die Kriegsverbrecher vor ein internationales Gericht gestellt werden.

grusspeke

Hallo, sagt mal, ist das, was Israel mit den Palaestinensern
macht, nich Voelkermord und Kriegsverbrechen? Ueber 1000 Tote
Gazabewohner…

nein, das kann man so sicher nicht sagen. Israel geht eher
gezwungenermaßen gegen Ziele im Gaza-Streifen vor. Der Einsatz
Israels ist von der Hamas provoziert worden. Leider scheint es
so zu sein, dass die Hamas zivile Opfer in Kauf nimmt.

Anscheinend auch die UN. Wahrscheinlich auch eine Terrororganisation, wie auch die Krankenhäuser und Schulen. Alles Terroristen.

Es soll
also gerade der Eindruck erweckt, dass ein Völkermord
vorliegt.

Gute Inszenierung - Hollywoodreif.

Sei mir nicht böse, aber deine Frage legt nahe, dass
du möglicherweise auf dieses Spiel reingefallen bist.

Wie lautet denn das Spiel?

Dennoch nehme ich zumindest für mich persönlich
eine realistische Sichtweise im Hinblick auf die Frage in
Anspruch, ob Verhandlungen angesichts der Gesamtumstände den
besseren Weg zum Erfolg darstellen würden.

Was wäre denn der „Erfolg“…?

Kann man sich in etwa so vorstellen: Ich schlag dich, du ziehst ein Messer, ich ziehe meine Gun und erschieß dich. Danach behaupte ich, du hättest mich mit einer Waffe bedroht.
Mein Recht auf Verteidigung.

So wie man in den Wald hineinschreit…

Man muss sich aber auch folgendes vor Augen halten:

  • würde die Hamas nichts tun (sprich keine Attentate,
    Raketenbeschuss, Mörserangriffe etc) würde auch Israel nichts
    tun

International werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten überwiegend als völkerrechtswidrig angesehen. Das Völkerrecht gestatte die vorübergehende Beschlagnahmung von Land in besetzten Gebieten ausschließlich für militärische Zwecke, nicht jedoch für die dauerhafte Niederlassung eigener Staatsbürger, Landwirtschaft und andere zivile Nutzungen. Israel hat eine andere Beurteilung der juristischen Lage, steht damit allerdings international isoliert da. In mehreren Resolutionen haben die Vereinten Nationen Israel vergebens aufgefordert, den Siedlungsbau einzustellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Israel#Siedlungspolitik

Dennoch nehme ich zumindest für mich persönlich
eine realistische Sichtweise im Hinblick auf die Frage in
Anspruch, ob Verhandlungen angesichts der Gesamtumstände den
besseren Weg zum Erfolg darstellen würden.

Was wäre denn der „Erfolg“…?

Also ich fände zum Beispiel Frieden in der Region eine supi Sache.

Ansonsten verweise ich auf Penegrins zutreffende Antwort.

International werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in
den besetzten palästinensischen Gebieten überwiegend als
völkerrechtswidrig angesehen. Das Völkerrecht gestatte die…

http://de.wikipedia.org/wiki/Israel#Siedlungspolitik

Welche Siedlungen im Gaza-Streifen sorgen denn aktuell für Verdruss?

Dennoch nehme ich zumindest für mich persönlich
eine realistische Sichtweise im Hinblick auf die Frage in
Anspruch, ob Verhandlungen angesichts der Gesamtumstände den
besseren Weg zum Erfolg darstellen würden.

Was wäre denn der „Erfolg“…?

Also ich fände zum Beispiel Frieden in der Region eine supi
Sache.

Aber für die israelische Waffenindustrie wäre das nicht gut. Das würde Israel schwächen, da es von Feinden umzingelt ist.

Betrachtest du nicht gerne die - ich zitiere: „Gesamtumstände“ ?

[MOD] Ursprungsfrage
Moin!

Bitte konzentriert euch auf die Ursprungsfrage und vermeidet ausufernde Dialoge.

Grüße fribbe [MOD]