Was bedeutet Kuvert Gebühr in Hotelrestaurants?

Was bedeutet es wenn in Reisekatalogen die Rede von Kuvert Gebühren im Hotel Restaurant ist?

In Italien ist es das „coperto“ und wird wie folgt definiert:

„Sie haben gegessen und als guter Deutscher, der Sie sind, haben Sie, noch bevor der Kellner die Rechnung bringt, bereits die Preise aller verspeisten Leckereien summiert. Jetzt erwarten Sie eigentlich nur noch die Bestätigung Ihrer Rechenleistung, müssen aber eine Überraschung erleben: der Kellner will mehr, als Sie errechnet haben! Beschuldigen Sie ihn jetzt nicht der Unehrlichkeit, der Grund ist nämlich im Kleingedruckten auf der Speisekarte zu finden, das Sie wahrscheinlich übersehen haben: „Coperto 2 €“ könnte da zum Beispiel gestanden haben. „Coperto“ ist eine Art Benutzungsgebühr für Teller, Gläser, Besteck, Tischdecken, Servietten und vielleicht auch für die Atemluft im Restaurant, so genau weiß das niemand. Ein „Coperto“ wird jedenfalls immer dazugerechnet, pro Person versteht sich, unabhängig davon, was und wie viel Sie gegessen haben.“ http://www.reise-nach-italien.de/italienische-restau…

Hallo,
Kuvert kommt aus dem Französischen und bedeutet Gedeck. Man zahlt für das Material und die Arbeitsleistung beim Eindecken des Tisches.
Gibt es übrigens auch bei uns, wenn beispielsweise ein Gast zu seiner Geburtstagsfeier Kuchen selbst mitbringt. Dann berechnet das Restaurant einen Gedeckpreis pro Gast, um nicht auf seinen Kosten (Personal, Immobilie, Energie usw.) sitzen zu bleiben.

Grüße aus Thüringen
Jens Hauptmann / Hotel Alte Molkerei Kölleda

Hallo,

ich kenne diese Abzocke nur aus Italien. Ist mir sonst in keinem Land der Welt begegnet.

MFG
Pkuto

If in Rome, do as the Germans do???
Servus,

ist es Abzocke, wenn in deutschen Geschäften für Getränke in Flaschen 5 - 25 Cent mehr kassiert werden, als am Regal als Preis ausgezeichnet ist? Na siehste.

In Griechenland ist das „Couvert“ ebenfalls in Restaurants ganz üblich, in Spanien und Portugal ebenfalls: Das geht ums halbe Mittelmeer, die Italiener sind da keineswegs allein; genauso wenig übrigens wie mit unterschiedlichen Preisen für Getränke an der Theke oder am Tisch.

In Frankreichs Gastronomie gibt es immer noch die „prix nets“ - das bezieht sich nicht auf TVA, sondern darauf, dass die Preise auf der Karte ohne den Anteil für die Bedienung stehen. Abzocke oder nicht?

Und wenn man jetzt wie in den USA hergeht und den Anteil für die Bedienung nicht nur nicht auszeichnet, sondern ins Ermessen der Gäste stellt: Abzocke oder nicht?

Ich finde es schön, dass ich nicht überall auf der Welt Jägerschnitzel mit Pommes und einem „Beilagensalat“ in Essigessenz und Kondensmilch serviert bekomme.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

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do as the Austrians do
Hallo,

ich kenne diese Abzocke nur aus Italien. Ist mir sonst in
keinem Land der Welt begegnet.

Mag sein, dass wir manchmal nicht von dieser Welt sind, aber in Österreich gibt es „das Couvert“ sehr sehr oft - gerade in den Touristengebieten und da in den hochpreisigen Lokalen.

http://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g190454-d6…
http://www.qype.at/place/378242-Plachutta-Hietzing-Wien

Übrigens wird in Wien in schöner Regelmäßigkeit diskutiert, ob man für das berühmte Glasl Wasser zum Kaffee nicht ebenfalls was berechnen dürfte und manche (Traditions-)kaffeehäuser und Restaurants machen es schon knallhart.

http://derstandard.at/1373512978294/Cafe-Landtmann-W…
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&sti…

Gruß aus dem Waldviertel, Maresa

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Moin,
du magst recht haben, vergisst aber dass immer mehr Restaurants Steak servieren, sprich du suchst dir eins aus nach Gewicht und bezahlst -> 25 €.
Salat und Kartoffeln bezahlst du extra. Das mein lieber Blumepeder ist auch ein Coperto. Also nicht immer auf die Anderen schimpfen - im Ausland.
Gruß
Anguille

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Übrigens wird in Wien in schöner Regelmäßigkeit diskutiert, ob
man für das berühmte Glasl Wasser zum Kaffee nicht ebenfalls
was berechnen dürfte und manche (Traditions-)kaffeehäuser und
Restaurants machen es schon knallhart.

Ist doch ein Schwachsinn ohnegleichen; in Wiener Traditionscafes wird ein Glas Wasser zu jedem Kaffee serviert, und das ist natürlich im Preis des Kaffees inbegriffen…

Verrechnet wird gelegentlich der Aufwand für das „Glas Wasser“ ohne Kaffeekonsumation.

Gruß
nicolai

Moin,

wie wird auf eurem Exoplaneten denn die Sache mit dem Leitungswasser sonst üblicherweise gehandhabt? :wink:
Man bestellt ein Essen und bekommt eine Karaffe voll dazu? Oder man bestellt einen Kaffee und bekommt ein Gläserl dazu? Oder man bestellt nüschte und will 'nen kostenlosen Eimer voll dazu?

Fragt sich,
J~
(hier im Ausland bekommt man meist auf Nachfrage ein Glas Leitungswasser zu einer anderen Bestellung kostenlos dazu. Zu einem Kaffee oder Wein eh)

Servus,

beim glasl wasser zum kaffee hat der chef der verlängerten kantine meines arbeitsplatzes (cafe landtmann) einen rückzieher gemacht, als der sturm im wasserglas ausbrach. Probiert hat er es.
Aber wenn du zum essen nur wasser trinken willst, was in wien dank der exzellenten wasserqualität durchaus möglich ist und auch kostenlos üblich war, verlangt er 2, 5o für den halben liter. Und ob das berechtigt ist, darüber wird herzhaft gestritten.
Genauso machen es andere kaffeehäuser und restaurants auch.
Lieben Gruß, j

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Salut C.,

die über meinen Beitrag verteilten Fragen „Abzocke oder nicht“ sind natürlich allesamt rhetorisch. Selbstverständlich handelt es sich nicht um „Abzocke“ - ich glaubte, das wäre mit dem Hinweis auf das Hl. Schweineschnitzel, das vorpaniert im Bauch des gleichen Flugzeugs ans „All-Inclusive“ Strandhotel geflogen wird, in dem oben drin die Pauschalurlauber sitzen, schon deutlich geworden.

Wenn man über alles maulen will, was irgendwo anders anders ist als zu Hause, ist es nützlich, wenn man zu Hause bleibt: Dann gibt es keine Überraschungen.

Ich kann mir das „Abzocke“-Geschrei schon vorstellen, das sich erhebt, wenn es ein böser Italiener wagt, seine deutschen Pauschalgäste zuerst mit billigen Nudeln sattzufüttern, bevor er die guten Sachen auf den Tisch bringt, die dann niemand mehr essen mag, der sich vorher im Expresstempo pfundweise Spaghetti reingeschaufelt hat („Mir esse wie mir schaffe!“).

Oder wenn ein böser Franzose als „Gemüse des Tages“ z.B. ein Kartoffelgratin serviert, so dass die „abgezockten“ Gäste dann noch extra ein teures Gemüse bestellen müssen, weil sie ja bloß eine „Beilage“ bekommen haben.

Eigentlich sind ja sowieso fast alle Gastwirte außerhalb von „Janine’s Schnitzel’paradie’s“ böse Abzocker, weil sie, wenn man z.B. Fleisch oder Fisch bestellt, bloß Fleisch oder Fisch mit ein bissel Verzierungen auf den Teller tun, so dass das Essen dann viel teurer kommt, als es auf dem Menu aussieht, weil man alles extra bestellen muss, was man essen möchte. Und dann sind es noch ganz verschlafene Penner, weil sie alles in Abständen nacheinander bringen, so dass man sich den Teller gar nicht richtig vollschaufeln kann: Und das Auge isst ja bekanntlich mit - in Janine’s Schnitzel’paradie’s geht das ja auch, dass man auf das Schnitzel obendrauf noch zwei Pfund Pommes schaufelt, das sieht dann nach was aus und man bekommt auch was fürs Geld. Einschließlich dem feinsinnigen Humor von Janine, die das dann auf ihrer Karte als „Fuhre Mist“ anpreist.

Wahrlich, die Welt ist voller böser Abzocker!

Schöne Grüße

MM

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Ist doch ein Schwachsinn

Warum denn so uncharmant?
Ich habe doch die probezeit hautnah miterlebt und hätte nicht der wiener tourimusverband sein veto eingelegt, hätten wir es schon.
Wenn die schützende hand des wtv wefällt, fällt auch noch die letzte bastion traditioneller kaffeehauskultur-davon bin ich uberzeugt, umso mehr, als die wasserkosten ja immer weiter steigen.
G.M.

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Krieg im Wasserglas
Ei,

und wenn man dem Herrn Querfeld im Gegenzug eine Gebühr für anteiligen Verbrauch des Hochstrahlbrunnens auf die Wasserrechnung setzte, den er bisher gratis anschauen kann, wenn er Zeit hat und mag? Dann kämen doch irgendwie alle auf ihre Kosten –

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Moin,

Probiert hat er es.

unglaublich sowas… :wink:

Aber wenn du zum essen nur wasser trinken willst, was in wien
dank der exzellenten wasserqualität durchaus möglich ist und
auch kostenlos üblich war, verlangt er 2, 5o für den halben
liter.

2,50 für ein großes Glas voll ist ja schon reichlich. Bei Getränkepreise spielt der Warenwert natürlich nur eine kleine Rolle, aber ganz umsonst so wie bei Wasser sind die nun auch wieder nicht.

Und ob das berechtigt ist, darüber wird herzhaft
gestritten.

Und wer hat gerade die Oberhand?

VG!
J~

Servus,

Ich will dir ja als profundem Kaffeehauskenner nicht zu nahe treten, aber könnte es sein, dass du jetzt zwei Kaffeehäuser verwechselst? Der Hochstrahlbrunnen ist am Schwarzenbergplatz und vom Café gleichen Namens aus zu besichtigen. Der Herr Querfeld hingegen sitzt neben dem Burgtheater:smile:)

Lieben Gruß aus dem Waldviertel, J.

Servus,

neinnein, ans Theater an der Wien wollt ich dich nicht versetzen (zumal das auch nichts hülfe, weil man da zwar weniger weit, aber immer noch um zu viele Ecken herum schauen müsste) - die Verbindung zum Hochstrahlbrunnen findet in meinem Vorschlag mehr über die Wiener Wasserversorgung (also unterirdisch) statt, und auch bloß, falls der Herr Kaffeehausbesitzer einmal an diesem stolzen Monument für das öffentliche Wasser vorbeikommen sollte, das er gern schluckweise schnöde verschachern möchte.

Weil man schlecht überprüfen kann, ob er das tut, und ob er dann den Hochstrahlbrunnen auch mit gebührender Bewunderung gratis anschaut, könnte die anteilig für das dort veröffentlichte Wasser erhobene Gebühr auch ein wenig tiefer angesetzt werden, z.B. 2,50 € / Woche. Damit wäre dann auch gewährleistet, dass sie nicht mehr einbringt, als ihre Erhebung und Verwaltung kostet, so dass sie ihren eigentlichen Zweck erfüllen könnte, nämlich die Herstellung einer Art Wasserkostengerechtigkeit und Vertreibung der Händler aus dem Tempel der öffentlichen Dienste, und sie nicht zu einer ungerechtfertigten Bereicherung der Wiener Wasserversorgung führte.

So vielleicht?

MM

Servus,

2,50 für ein großes Glas voll ist ja schon reichlich. Bei
Getränkepreise spielt der Warenwert natürlich nur eine kleine
Rolle, aber ganz umsonst so wie bei Wasser sind die nun auch
wieder nicht.

Im Griechenbeisl € 3,10 (1/2 Liter)
Kuchldragoner auch zum Kaffee Wasser 1,80 (1/4) und wird auf der Getränkekarte ausgepreist. Und in dem Lokal wird auch noch extra Couvert verlangt (um zu Ursprungsfrage zurückzukommen).
Café Museum und Café Mozart 1/2 L € 2,50 auf der Getränkekarte ausgezeichnet mit dem Text: „Der beste Durstlöscher“
(Mein Wissensstand von Ende Juli 2013)

Argumentiert wird ja nicht so sehr mit den Wasserkosten, obwohl die auch gestiegen sind, sondern mit dem Material-und „Menschen“-Aufwand. Das Glas oder die Karaffe muss ja ebenfalls gereinigt und auch serviert werden.

Wie auch immer, im Moment ist eher Ruhe im Wasserglas. Aber einige Restaurants haben „das Wasser an sich“ auch auf die Getränkekarte genommen und konnten es so preisauszeichnen - damit war auch dem Gesetz genüge getan.

Die meisten Beiseln und Gaststätten halten es - bislang - aber noch wie früher.
Die Wirtschaftskammer erklärt, dass etwa 30% der Wirte Geld für Wasser verlangen.

Ist halt bei uns oft so - zuerst verlang’ ma was, dann klopft uns wer auf die Finger, dann lassmas wieder und kommen durch die Hintertüre doch wieder dazu:smile:)

Dafür dürfen wir in den Autobahnraststätten noch Gratispipi machen:smile:) Da wurde das Geldeintreiben („freiwillige Spenden“) per Gerichtsbeschluss wieder gekippt

Lieben Gruß aus dem Waldviertel, J.

Auch servus,

gut repliziert, man könnte auch sagen: die Kurve grad noch gekratzt:smile:)

Soweit ich weiß wird der Hochstrahlbrunnen, der ja zur Eröffnung der ersten Wiener Hochquellwasserleitung errichtet wurde, noch immer von Hochquellwasser gespeist.

Ich hatte, ehe ich mich mal mit der Geschichte der Hochquellwasserleitung beschäftigt habe, immer angenommen, dass der Brunnen - obwohl Eröffnungsbrunnen - mittlerweile eben aus Kostengründen vom dort überwölbten Wienfluss gespeist würde.
Mein Verdacht wurde auch dadurch genährt, dass beim Hochstrahlbrunnen ja Trinkverbot herrscht.
Jetzt habe ich mich gerade nochmal ein wenig schlauer gemacht:
in Ausnahmefällen wird aus Tiefbrunnen in der Lobau Wasser zugeführt (kann täglich ca. 80.000m³ liefern) und aus dem Wasserwerk Moosbrunn.

Könnt also durchaus sein, dass der Hochstrahlbrunnen nimmer vom mittlerweile kostenintensiven Hochquellwasser gespeist wir - dann hätt’ der Herr Kaffeesieder (gäbert’s den noch) auch keinen Grund mehr:smile:

Lieben Gruß aus dem Waldviertel, wo wir auch (noch) mit reinem, billigen Wasser versorgt werden und die Wirte nix verlangen, J.

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Hallo,

Dafür dürfen wir in den Autobahnraststätten noch Gratispipi
machen:smile:)

so sieht es da aber auch aus. Ich konnte es mir verkneifen, aber die Damentoilette muß ausgesehen haben wie sau.

Gruß
C.

Hallo,

du magst recht haben, vergisst aber dass immer mehr
Restaurants Steak servieren, sprich du suchst dir eins aus
nach Gewicht und bezahlst -> 25 €.

wo war das denn? 1995 oder bei Maredo? Die Zeiten, in denen das höchste der Gefühle ein Hüftsteak aus deutscher Masttierhaltung war, das in der Pfanne zu Tode gebraten wurde, sind doch zum Glück vorbei. „Dummerweise“ hat sich das auch im Preis niedergeschlagen und wenn man eben nicht in der Systemgastronomie oder in Erna’s Pausenklause speisen will, steht bei einem gescheiten Steak von um die 250 Gramm gerne mal eine 4 ganz vorne. Was auch kein Wunder ist, denn das gleiche Stück Fleisch kostet im Supermarkt ab 50 Euro/Kilo aufwärts.

Von Abzocke kann da insofern auch keine Rede sein. Und ganz ehrlich: was will ich bei einem genialen Steak, das mit etwas Kräuterbutter oder einer hausgemachten Barbecue-Sauce serviert wird, mit einer Beilage? Da kommt doch allenfalls noch eine Ofenkartoffel in Frage und die kostet selten mehr 3/4 Euro.

Gruß
C.