Möglicherweise soll er das ja gar nicht
Daran, dass der Junge offenbar nirgendswo hin gehen kann, ohne detailierte „Gebrauchsanweisung“ für ihn, für die betreuenden Personen. Das ist, was ich aus dem UP lese.
Vielleicht hatte der Junge auch schon lebensgefährliche Erkrankungen.
Ich fände es interessant, die Beweggründe zu erfahren, die die Mutter so handeln lassen.
Schon wieder ganz viel gelesen und nichts verstanden. Oder einfach in die falsche Glaskugel geschaut? Aber Du hast hier zumindest für Erheiterung gesorgt.
Für einen Kontrollfreak wäre unser Au-Pair-Einsatz der blanke Horror gewesen. Kinder schon kurz nach der Geburt täglich stundenlang einem zunächst fremden, jungen Menschen anzuvertrauen, und außer ein paar ganz grundsätzlichen Dingen, dem freie Bahn zu lassen, setzt eine erhebliche (Fehler-)Toleranz und Gelassenheit voraus.
Und nein, wir haben nicht zigfach täglich Kontrollanrufe gemacht/erwartet, nicht ständig SMS/Wassnlos/Mails gewechselt, täglich große Listen zum abhaken ausgegeben und zum abendlichen Rapport geblasen. Genauer gesagt, haben wir dies genau nie gemacht, und war zusätzliche Kommunikation zwischen Au-Pairs und uns in Bezug auf „wer ist wann wo“, oder „wer hat wann was gemacht“, … die absolute Ausnahme (nicht täglich, nicht mal wöchentlich). Und zwar immer nur dann, wenn sich mal ganz konkrete Planungen geändert hatten/ändern mussten. Hätten wir die Mädels als Kontrollfreaks dauernd genervt und gegängelt, wären die uns heute sicher nicht mehr so eng verbunden, sondern hätten schnellstmöglich fluchtartig die Weite gesucht.
„Verlängerte Arme“, also absolute Fehlanzeige!
Und während besagte Mutter seit einem Jahr den Schulweg per Fahrrad dergestalt übt, dass Sohnemann minutengenaue Vorgaben für jede Straßenecke bekommt, und erst nach fünffacher Einhaltung in Folge bis zur nächsten Straßenecke darf (und bei „Versagen“ das Spiel von vorne los geht, weshalb der überschaubare Schulweg bis heute nicht geschafft ist), stellen wir unserem Sohnemann seit seinem 1. Tag auf der Schule frei, für seinen deutlich längeren Schulweg aufs Rad zu wechseln, gerade damit er hierdurch mehr zeitliche Flexibilität gewinnt, und spontan mal länger in der Stadt bleiben kann.
Er hat übrigens kein eigenes Handy, sondern kann lediglich bei von ihm selbst gesehenen Bedarf ein museumsreifes Altgerät von uns greifen, ist für uns daher unterwegs regelmäßig nicht erreich- und kontrollierbar. Ein „Luxus“, den heute nur noch wenige Kinder genießen, während der Rest ständig an der digitalen elterlichen Leine hängt.
Und Sohnemann kreist ohnehin ständig um den Grill, und wartet immer nur auf die Gelegenheit, sich daran betätigen zu dürfen. Insoweit werde ich da keine große Aufforderung brauchen. Die beiden anderen Kumpels die ich da im Blick habe, ebenso wenig. Die fühlen sich hier zuhause, und werden es ihm sicher nur zu gerne gleich tun, wenn ich ihnen dies gestatte.
Hi,
Es ist sicher nicht das bewusste Ziel der Mutter, dass ihr Sohn ewig allein und ohne Freunde bleibt. Aber in der Praxis läuft ihr Verhalten darauf hinaus.
Die Franzi