5,- Euro mehr bei Hartz IV und nichts für die kids

Alternative?

ich weiß, aber es nervt mich langsam, dass die, die nichts in
den Topf einzahlen, bei der Verteilung immer am lautesten HIER
schreien.

Hi Joshi,

wo ist das Geld besser aufgehoben: Beim Bäcker, der den Harzvierempfaengern das tägliche Brot verkauft, oder beim Polizisten, der den gekürzten Harzvierempfänger vom Brotstehlen abhält?

Gruss, Marco

Hallo,

1.) Auch ALG2 Empfänger zahlen Abgaben wie Mineralölsteuer,
Tabaksteuer, Mehrwertsteuer, etc. etc.

Sicher, aber von dem Geld, was andere Steuerzahler, die
arbeiten, zuerst erarbeitet haben und dem ALG2-Empfänger dann
über Vermittlung des Staates zugeflossen ist. Das heißt, auch
dieses Geld wurde von der arbeitenden Bevölkerung erarbeitet,
und nicht von dem ALG2-Empfänger.

es nervt mich, wenn Leute Kommentare zu Sachen abgeben, die sie nicht durchblicken. Ein großer Anteil von ALG2 Beziehern sind Aufstocker, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, davon aber schlichtweg nicht leben können. Es dürfte sich hierbei um rund 25% aller ALG2 Empfänger handeln. Bei 4,8 Millionen ALG2 Empfängern reden wir also von rund 1,2 Millionen, die durchaus eigenes Einkommen haben, was sie versteuern. Diese werden, nicht nur von Dir, einfach in den großen Topf der faulen Schreihälse geworfen, die ständig in unverschämter Weise mehr Geld fordern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstocker#Sozialstatistik

Gruß

S.J.

Aber C.,

das ganze Hartz4 Proleten TV tagsüber (leider kam ich durch einen gebrochenen Zeh in den Genuss für fast 2 Wochen) ist doch nur im Suff zu ertragen.

Schon daher müsste dies nicht gestrichen werden, sondern drastisch erhöht, weil der kleine Anteil nicht für einen ordentlichen konstanten Promille-Pegel reicht.

Gruss I.

Wahrscheinlich liesse sich die Zahl der Aufstocker deutlich reduzieren wenn man endlich einen Mindestlohn in Deutschland einführen würde.
Aber den scheut man hier ja wie der Teufel das Weihwasser obwohl er auch in anderen europäischen Ländern nicht den Untergang des Abendlands eingeläutet hat.

Moin,

Moin,

ersteinmal vielen Dank für den Link. Mir war es trotz eines mehrenfachen an Klicks nicht vergönnt den zu finden. Einfach mal beim BMAS nachschauen,- das Leben könnt so einfach sein…

  • der 15 % der Bevölkerung die am wenigsten Einkommen haben
    (das schließt auch die ein, deren Einkommen unterhalb der
    Armutsgrenze liegt und die mit Sozialleistungen Aufstocken
    müssen),

Nein. Es sind die untersten 20% der nach dem
Haushaltsnettoeinkommen geschichteten Haushalte ohne
die vorab ausgeschlossenen SGBII/XII-Empfänger

Das verstehe ich anderes, denn das BMAS sagt was anderes:

„Damit keine Zirkelschlüsse auftreten können, werden alle Haushalte herausgerechnet, die ausschließlich von staatlichen Transferleistungen leben: nämlich von…“

Eine entsprechende Formulierung findet sich auch auf den Grafiken, auch wenn mans dort kaum lesen kann:
„Herausgerechnet werden alle Empfänger von Grundsicherungsleistungen ohne zusätzliche Einkünfte.“

Die Haushalte mit einem eigenständigen Einkommen unter der Armutsgrenze sind also in der Rechnung berücksichtigt. Hätte man die nicht auch rausrechnen müssen? Die 15% geistern scheinbar unwiedersprochen durch die Medien. Nach BMAS sind es 19,5 %.

Was ist mit der Neuberechnung des Grundbedarfs für Kinder?..

[http://www.bmas.de/portal/47956/2010__09__26__regels…](http://www.bmas.de/portal/47956/2010 09 26 regelsaetze sgb2.html)

Ganz nach unten scrollen, da sind die Ergebnisse der
Einkommens- und Verbraucherstichproben von Familien mit
Kindern in den entsprechenden Altersklassen, sowie
Einpersonenhaushalte.

Aha, man hat sich also angeschaut wieviel die Eltern mit geringem Einkommen für ihre Kinder ausgeben und das zum Grundbedarf erklärt. Das ist also der Grundbedarf eines Kindes in unserer Gesellschaft oder ist das eben nur das was sich Eltern mit geringem Einkommen leisten können? Gibt es hier möglicherweise einen Unterschied?

Von dem Regelsatz für Erwachsene kann man leben, auch wenn das definitiv nicht leicht ist. Soll es ja auch nicht sein. Es wäre allerdings sinnvoll wenn man Arbeitslosen eine höhere Mobilität gewähren würde (z. B. durch eine Monatskarte), da das u. a. ihre Bewerbungschancen erhöhen würde.

Für Kinder fehlt es allerdings an allen Ecken. Hier geht es nicht nur um ein menschenwürdiges Dasein, sondern um Chancengleichheit.

Gruß
Grin

Wahrscheinlich liesse sich die Zahl der Aufstocker deutlich
reduzieren wenn man endlich einen Mindestlohn in Deutschland
einführen würde.

Dem stimme ich 100%ig zu.

Aber den scheut man hier ja wie der Teufel das Weihwasser
obwohl er auch in anderen europäischen Ländern nicht den
Untergang des Abendlands eingeläutet hat.

Das ist doch verständlich. Heute Morgen hat irgend so ein FDP Affe aus SH im Interview auf NDR Info die 5 Euro Erhöhung damit gerechtfertigt, dass es so viele Leute gebe, die für unwesentlich mehr arbeiten gehen würden. Diese (schwachsinnige) Argumentation würde ja nicht mehr möglich sein, wenn in D endlich angemessene Löhne gezahlt würden.

Gruß

S.J.

Moin,

es nervt mich, wenn Leute Kommentare zu Sachen abgeben, die
sie nicht durchblicken.

Wie hältst du es nur mit dir aus?

Ein großer Anteil von ALG2 Beziehern
sind Aufstocker, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, davon
aber schlichtweg nicht leben können.

Es dürfte doch aus meinem Posting eindeutig hervorgegangen sein, dass ich mich auf HartzIVler bezog, die keinerlei Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt leisten.

Gruß
Marion

Hallo,

es nervt mich, wenn Leute Kommentare zu Sachen abgeben, die
sie nicht durchblicken.

Wie hältst du es nur mit dir aus?

Über kurz oder lang, besonders wenn die sachlichen Argumente ausgehen, wird hier ja gerne persönlich beleidigt, später kommt dann ein Vergleich mit dem Nationalsozialismus.

Es dürfte doch aus meinem Posting eindeutig hervorgegangen
sein, dass ich mich auf HartzIVler bezog, die keinerlei
Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt leisten.

Aha. Na ja. Ich kann das nicht eindeutig daraus erkennen. Aber wenn etwas missverständlich ist, liegt dass natürlich nie an dem Verfasser sondern immer an dem, der es nicht versteht.

Schon mal daran gedacht, Dich einfach verbindlicher auszudrücken?

Gruß

S.J.

s.o.
Hallo,

ich verstehe nicht ganz, warum Du oben einen neuer Thread zum selben Thema eröffnet hast. Wie auch immer: Thema bitte „oben diskutieren“. Hier sperre ich jetzt.

[MOD] Thomas

Hallo

Demanch gilt für Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus, …

Ich zitire mal aus der verlinkten Broschüre:
„Das Merkmal „sozialer Status“ berücksichtigt Informationen über
den Bildungsstand (Schulbildung, Berufsausbildung), die aktuelle
bzw. die letzte berufl iche Stellung der Eltern sowie das Haushaltsnettoeinkommen.“
Von Hartz 4 ist da nirgends die Rede.
Es geht da mehr um den Bildungsstand der Eltern, und das aktuelle Haushaltsnettoeinkommen.

Der Bildungsstand von Hartz-4-Empfängern muss nicht zwangsläufig niedrig sein.

Man weiß auch nicht, wie bei dieser Studie der Bildungsstand und das Einkommen gewichtet sind. Möglicherweise wird ja ein Hartz-4-Empfänger mit Hochschulabschluss da wie ein mittlerer Angstellter gewertet.

Zweitens ist es so gut wie nie gut für Kinder, wenn deren Eltern bevormundet und nicht mit Respekt behandelt werden.

Auch hier irrst du dich. Leute die ihre Kinder verwahrlosen lassen …

Das ist schon klar, ich denke aber, dass das die Ausnahme darstellt.

MfG

Guten Abend!

diese Kommentare amüsieren mich immer wieder. Alkohol und
Nikotin sind für die Grundsicherung nicht erforderlich, weil
sie weder zur Ernährung noch zur Kleidung noch zum Wohnen usw.
gehören sind (wenn man von denen absieht, die einen Hauptteil
ihrer Kalorien über geistige Getränke zu sich nehmen). Anders
formuliert: es gibt kein Recht auf Rausch.

Ich würde dir raten, einen Artikel sorgsam zu lesen bevor du ihn beantwortest. Danns wirds vielleicht auch niveauvoller.

Mir ging es mit keinem Wort um ein „Recht auf Rausch“, sondern eher um ein „Recht auf Realität“.
Denn die vergleichsweise läppischen 18 Euro irgendwas vorher, die für Alkohol und Tabak angesetzt waren, wird der größte Phantast nicht mit einem „Recht auf Rausch“ in Verbindung bringen. Aber es gab diesen Posten.
Jetzt, da die Berechnung an realen Konsummustern (ermittelt in einer groß angelegten Studie) angelehnt sein soll, fällt gerade dieser Posten weg. Das ist absurdes Theater. Ein idealistisches, weltfremdes Theater, weil dieser einfach wegdefiniert wird.

Á propos „Recht auf Rausch“. Gestern hab ich noch von den gspinnerten Weltverbesserern der WELT geschrieben. Heute bestätigen sie das schon im Titel:
http://www.welt.de/die-welt/politik/article9920693/K…

E.T.

Wahrscheinlich liesse sich die Zahl der Aufstocker deutlich
reduzieren wenn man endlich einen Mindestlohn in Deutschland
einführen würde.

Der Haken an der Geschichte ist, dass momentan niemand so richtig einschätzen kann, wie viele Menschen dann den Job verlieren, weil bestimmte Leistungen nur durch Dumpinglöhne wettbewerbsfähig angeboten werden können. Man kann nun natürlich sagen, dass ein Marktteilnehmer, der nur durch solche Bedingungen am Markt ist, dort nichts zu suchen hat. Nur heisst das dann im Umkehrschluss, dass keine ergänzenden Zahlungen erfolgen sondern die ganze Unterstützung vom Staat zu tragen ist.

Letztendlich könnte (Konjunktiv!) ein Mindestlohn den Staat also teurer kommen als die momentane Methode, Mindestlohn nur für besonders betroffene Berufsgruppen einzuführen.

Gruß

ALex

P.S.: Momentan erlebe ich es in vielen Bereichen, dass Investoren, die Tariflohn oder mehr bezahlen wollen, aus anderen Gründen niedergemacht werden. Hier die zwei Beispiele, die mir spontan einfallen:

http://www.ln-online.de/artikel/2856578
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article951970…
Es bleibt immer die Frage, wie viel man zu opfern bereit ist, um Arbeitsplätze zu bekommen.

sondern
eher um ein „Recht auf Realität“.

Nein, ging es nicht. Ich habe den entscheidenden Passus aus dem Urteil zitiert. Du reitest ein totes Pferd.

Á propos „Recht auf Rausch“. Gestern hab ich noch von den
gspinnerten Weltverbesserern der WELT geschrieben. Heute
bestätigen sie das schon im Titel:

Naja, immerhin scheinen sie das Urteil des BVerfG verstanden zu haben.

Hallo,

Mir ging es mit keinem Wort um ein „Recht auf Rausch“, sondern
eher um ein „Recht auf Realität“.

Die Logik des posts läßt m.E. aber eher auf einen Anspruchscharakter schließen, denn auf die Realität des Machbaren. Streng betrachtet beinhaltet die Aussage nämlich schlicht einen Ansatz zur klassenkämpferischen Umverteilung.
Denn natürlich ist es Realität, dass sich mancher mehr leisten kann, als ein Anderer - seien es Fernreisen, große Autos etc. Die Logik aber, dass demzufolge dann auch Bezieher von Sozialleistungen Anspruch auf einen Polynesienurlaub haben müßten, ist getragen vom Prinzip der neidischen Gier und verfehlt gänzlich den Aspekt des Transfers.

sondern
eher um ein „Recht auf Realität“.

Nein, ging es nicht. Ich habe den entscheidenden Passus aus
dem Urteil zitiert. Du reitest ein totes Pferd.

In MEINEM Artikel ging es um eine Art „Recht auf Realität“. Mein Bezug auf das BVerfG war rein polemischer Natur. Da ich deinem Passus dazu nicht widersprochen habe, darfst du davon ausgehen, dass ich das nicht anders sehe.

Bitte mehr sorgsames Lesen, weniger Polemik. Danke! Das erspart manch sinnlose Replik.

Zitat E.T.:" Mir ging es … eher um ein „Recht auf Realität“

E.T.

Guten Tag!

Mir ging es mit keinem Wort um ein „Recht auf Rausch“, sondern
eher um ein „Recht auf Realität“.

Die Logik des posts läßt m.E. aber eher auf einen
Anspruchscharakter schließen

Ja, in der Tat, ABER erstens nicht auf einen monetären Anspruch (mir gings nur um die Art der Berechnung, nicht um die Summe), und zweitens nicht auf einen speziellen Anspruch der betroffenen Hartz-Empfängern. Dieses Muster, dass dem Regieren Ideale zu Grunde gelegt werden statt Realitäten, das ist im Raumschiff Berlin heute gang und gäbe geworden, während es früher eher eine rein linksliberale Krankheit war.

Streng betrachtet beinhaltet die Aussage nämlich
schlicht einen Ansatz zur klassenkämpferischen Umverteilung.

Damit verstehst du mich völlig miss.
Ich fände es auch reichlich absurd, Klassenkampf mittels der Finanzierung von Alkohol und Tabak betreiben zu wollen :wink:

E.T.

Nein, ging es nicht. Ich habe den entscheidenden Passus aus
dem Urteil zitiert. Du reitest ein totes Pferd.

In MEINEM Artikel ging es um eine Art „Recht auf Realität“.
Mein Bezug auf das BVerfG war rein polemischer Natur.

Nein, war er nicht. Er war Ausgangsbasis Deiner Argumentation:
Ich darf zitieren:
Ich dachte, das BVG hätte die Maßgabe ausgegeben, der Bedarf müsse sich an der REALITÄT orientieren.

Das stimmt schlicht und ergreifend nicht.

Da ich
deinem Passus dazu nicht widersprochen habe, darfst du davon
ausgehen, dass ich das nicht anders sehe.

Und warum wiederholst Du dann in jedem Artikel, daß sich die Grundsicherung an der Realität zu orientieren habe und deshalb (!) die Abstriche bei Alkohol und Tabak widersinnig sind?

Bitte mehr sorgsames Lesen, weniger Polemik. Danke! Das
erspart manch sinnlose Replik.

Sinnlos wurden Deine Repliken schon, als Du anfingst, die falsche Behauptung von der Orientierung an der Realität zu wiederholen.

C.

wo ist das Geld besser aufgehoben: Beim Bäcker, der den

Harzvierempfaengern das tägliche Brot verkauft, oder beim
Polizisten, der den gekürzten Harzvierempfänger vom
Brotstehlen abhält?

Hi Marco

wenn Hartz4 noch um 2.000€ aus einer „Reichensteuer“ aufgestockt wird bleibe ich morgens auch im Bett.

Gruß, Joshi

wo ist das Geld besser aufgehoben: Beim Bäcker, der den
Harzvierempfaengern das tägliche Brot verkauft, oder beim
Polizisten, der den gekürzten Harzvierempfänger vom
Brotstehlen abhält?

Setzt dieser Gedanke nicht voraus, dass es überhaupt einen Bäcker gibt, der bereit ist, morgens um drei Uhr aufzustehen, obwohl er damit nicht wesentlich mehr hat im Vergleich zu seinem „Anspruch“ auf Transferleistungen?
Und setzt es nicht auch einen Polzisten voraus, der bereit ist, sich aufs Maul hauen zu lassen, obweohl er damit nicht wesentlich mehr hat im vergleich zu seinem „Anspruch“ auf Transferleistungen?

Ach, ich vergaß - die Milch kommt ja aus dem Supermarkt und der Strom kommt aus der Steckdose.

MFG Cleaner

… von Statistiken und Verleumdungen…

Hallo,

Aber ich wette das mehr als 70% die 5 Euro nicht sinnvoll einsetzen würden.

und Du hast auch eine fundierte Statistik parat, auf die sich
diese Deine Meinung gründet?

Gruß

=^…^=

Hallo.

Was ist eine fundierte Statistik für dich? Wer muss diese verfasst und abgesegnet haben?

Reicht es dir, wenn dir jemand aus seiner Tätigkeit in bestimmten Ämtern erzählt? Und Kollegen in 7 Städten nennen kann, die seine Meinung bestätigen?

Unterhalte dich vielleicht mal mit Leuten die nahe an diesen Sachen dran sind, in mehr als einem Ort.

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80% der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind, alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes Klischee.

Ich bestreite nicht, dass es solche Leute unter den Leistungsempfängern gibt, aber sie sind nicht die Merheit.

Oder hast Du eine fundierte Statistik?

Viele Grüße