5,- Euro mehr bei Hartz IV und nichts für die kids

Ich darf zitieren:
Ich dachte, das BVG hätte die Maßgabe ausgegeben, der
Bedarf müsse sich an der REALITÄT orientieren.

Das stimmt schlicht und ergreifend nicht.

Ich weiß, dass das so simpel schlicht und ergreifend nicht stimmt. Da widerspreche ich dir doch gar nicht.
Ich weiß auch, dass diese meine simplifizierte Aussage als polemische Spitze von mir gemeint war, auch wenn du mir etwas anderes einreden möchtest.

Da ich
deinem Passus dazu nicht widersprochen habe, darfst du davon
ausgehen, dass ich das nicht anders sehe.

Und warum wiederholst Du dann in jedem Artikel, daß sich die
Grundsicherung an der Realität zu orientieren habe und deshalb
(!) die Abstriche bei Alkohol und Tabak widersinnig sind?

Weil sich die Regierungskoalition bei der Festsetzung des neuen Satzes durchaus „an der Realität“ orientiert HAT, um den Kriterien des BVerfG gerecht zu werden. Erstbester Google-Treffer von 1000 anderen möglichen:

CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich zufrieden mit den neuen Regelsätzen. Er betonte, es sei nach objektiven Gesichtspunkten vorgegangen worden, „die dann auch jeder gerichtlichen Überprüfung standhalten werden“. Die Höhe der Sätze sei gerecht und finanzpolitisch solide. Grundlage für die Berechnung der neuen Sätze war die neueste Einkommens- und Verbrauchsstatistik.

http://www.br-online.de/aktuell/hartz-iv-regelsatz-s…

Bevor du nun noch eine Replik dazu bringst, ein klärendes Wort: Ich habe nie (außer vielleicht polemisch angedeutet) behauptet, dass die Berechnung der neuen Regelsätze nicht den Kriterien des BVerfG entsprechen würden, sondern bemängelt, dass mit der Rausnahme des Postens Alkohol&Tabak die Berechnung noch weltfremder geworden ist.

E.T.

Für Hartz-4-Empfänger ist der Kindergarten doch umsonst.

Hallo,
sieh mal da, das bekommen sie also auch noch.
Gruss Helmut

Genau hier würde ich ansetzen: Arbeit soll sich ja lohnen,
warum also nicht auch hier eine Art Kontoführung, dass die
Lebensleistung gewürdigt wird?

Hallo,
als Massstab der Kontofuehrung koennte man die gezahlte Einkommensteuer nehmen. Die hat der Staat garantiert als Zahl vorliegen. Mancher gibt dem Staat alle 3 Jahre einen Neuwagen. Das duerfte so etwa der Durchschnittsverdiener sein.
Gruss Helmut

Hallo Hong,

herzlichen Glühstrumpf! Mit Deinem Beitrag hast Du Dich soeben für eine Teilnahme an Diskussionen in den Para-Brettern qualifiziert - und zwar auf Seiten der Esoterik-Anhänger.

Denn zu deren Grundausstattung gehört die felsenfeste Überzeugung, dass es nicht an demjenigen, der eine völlig aberwitzige Behauptung (wie z.B. dass 70% der Alg-Bezieher nicht mit Geld umgehen können) aufstellt, diese zu belegen, sondern an dem, der sie anzweifelt, sie zu widerlegen.

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen Bekanntenkreis beschäftigen.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000 offene Stellen gegenüber (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…). Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige, kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Hallo.

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal
mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und
einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen
Bekanntenkreis beschäftigen.

Du meinst, Aussagen von Behördenmitarbeitern und Menschen die in der Justiz arbeiten, sich untereinander ausstauschen (man kennt sich von Studium, Seminaren etc.) sind gänzlich unrepräsentativ?

Ich frage mich, wievielen Leuten diese Menschen wohl in ihrem Berufsleben begegnen.

Übrigens, fundiert war das, was ich dir zum Thema Indien vor einigen Tagen geschrieben habe. Schade, dass inhaltlich von dir nichts kam.

Ich werde die Artikel, die Du verlinkt hast, daher ebenso kommentieren wie Du meine damals. Gar nicht.

Und ganz ehrlich, ich habe keine Lust deine Aussagen zu widerlegen, da wohl dann keine Reaktion mehr kommt. Also wozu die Mühe machen und irgendwas verlinken.

Viele Grüße und schönen Abend.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen
ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert
bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000
offene Stellen gegenüber
(http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…).
Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt
also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige,
kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen
Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Hallo Hong,

Du meinst, Aussagen von Behördenmitarbeitern und Menschen die
in der Justiz arbeiten, sich untereinander ausstauschen (man
kennt sich von Studium, Seminaren etc.) sind gänzlich
unrepräsentativ?

ich meine nicht nur, sondern weiß sogar, dass sie gar nicht repräsentativ sein können. Falls Du Dir dieses Wissen auch aneignen möchtest, bitteschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A4sentativit%C3…

Ich frage mich, wievielen Leuten diese Menschen wohl in ihrem
Berufsleben begegnen.

Und ich frage mich, ob wohl die zehn ganz normalen, unauffälligen Leute genauso viel Stoff zum Tratschen in der Kaffeepause hergeben wie der eine, der dem Klischee zu entsprechen scheint.

Übrigens, fundiert war das, was ich dir zum Thema Indien vor
einigen Tagen geschrieben habe. Schade, dass inhaltlich von
dir nichts kam.

Das kann nicht ganz kürzlich gewesen sein, da ich keinerlei Erinnerung daran habe, mich in den letzten Tagen zu Indien geäußert zu haben. Abgesehen davon ist keiner hier verpflichtet, in diesem Forum zu wohnen; es ist durchaus möglich, dass einem die eine oder andere Antwort bei mehrtägiger Abwesenheit entgeht.

Ach ja, und was hat Deine mögliche Kompetenz zu Thema X mit Deiner möglichen Inkompetenz zu Thema Y sinnvoll beizutragen zu tun?

Ich werde die Artikel, die Du verlinkt hast, daher ebenso
kommentieren wie Du meine damals. Gar nicht.

Ich interpretiere das so, dass Du Dinge, die nicht Deinem Weltbild entsprechen (z.B. die offiziellen Zahlen der Arbeitsagentur), mit einem billigen Vorwand einfach ignorierst.

Und ganz ehrlich, ich habe keine Lust deine Aussagen zu
widerlegen, da wohl dann keine Reaktion mehr kommt. Also wozu
die Mühe machen und irgendwas verlinken.

Du hast es immer noch nicht verstanden: Derjenige, der eine Behauptung aufstellt - in diessem Fall die Behauptung, 70% der Alg2-Bezieher könnten nicht sinnvoll mit Geld umgehen, ist in der Pflicht, diese zu belegen.

Gruß

=^…^=

Nur für dich Katze.

Hallo Hong,

herzlichen Glühstrumpf! Mit Deinem Beitrag hast Du Dich soeben
für eine Teilnahme an Diskussionen in den Para-Brettern
qualifiziert - und zwar auf Seiten der Esoterik-Anhänger.

Denn zu deren Grundausstattung gehört die felsenfeste
Überzeugung, dass es nicht an demjenigen, der eine völlig
aberwitzige Behauptung (wie z.B. dass 70% der Alg-Bezieher
nicht mit Geld umgehen können) aufstellt, diese zu belegen,
sondern an dem, der sie anzweifelt, sie zu widerlegen.

Wo habe ich diese aberwitzige Behauptung von 70% denn aufgestellt?

Das ist nicht mein Text. „Das Hase“ hat ihn verfasst.

Hallo,

Aber ich wette das mehr als 70% die 5 Euro nicht sinnvoll einsetzen würden.

und Du hast auch eine fundierte Statistik parat, auf die sich
diese Deine Meinung gründet?

Gruß

=^…^=

Mein Text fängt hier an. Das war der erste zu diesem Thema.

Die 70% stammen nicht von mir. An einer ernsthaften Diskussion scheinst Du nicht interessiert zu sein, da Du es nötig hast mir fremde Worte in den Mund zu legen.

Hallo.

Was ist eine fundierte Statistik für dich? Wer muss diese
verfasst und abgesegnet haben?

Reicht es dir, wenn dir jemand aus seiner Tätigkeit in
bestimmten Ämtern erzählt? Und Kollegen in 7 Städten nennen
kann, die seine Meinung bestätigen?

Unterhalte dich vielleicht mal mit Leuten die nahe an diesen
Sachen dran sind, in mehr als einem Ort.

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Ich bestreite nicht, dass es solche Leute unter den
Leistungsempfängern gibt, aber sie sind nicht die Merheit.

Oder hast Du eine fundierte Statistik?

Viele Grüße

Das war mein Text. Zeig mir bitte die 70%, ich zweifle nämlich an meiner Wahrnehmung und erwäge tatsächlich einen Besuch in den Para Brettern.

Ich habe gesagt, wer behauptet, die meisten AlgII Empfänger sind bemüht und absolut unschuldig an ihrer Lage, soll mir mitteilen wie man zu der Einschätzung kommt. Also nochmal: Ich habe keine Behauptung
oder gar Zahl aufgestellt, ich fordere nur die, die es tun, mal auf es zu belegen oder zumindest zu erklären.

Daher trifft dein netter Para Vergleich wohl am ehesten auf dich selbst zu. Das Du dazu noch einen fremden Text einbringst, um dem ganzen erst einigermassen Sinn zu geben ist grenzwertig.

Da Du ja öfter behauptest, die meisten Hartzler (wie Du sie nennst) werden absolut falsch dargestellt, habe ich dem Kind hiermit mal einen Namen gegeben :

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Etwas überspitzt wollte ich damit deine Aussagen zu dem Thema darstellen.

Siehst Du es nicht so, dass 80% vorbildlich bemüht sind, ist das schön, da wir dann einer Meinung sind.

Siehst Du es doch so, interessiert es mich wieso. (fundierte Statistiken?)

Ich selbst habe keine Zahl in den Raum geworfen. Also genau das, was Du mir vorwirfst trifft gar nicht zu. Ich meine nur die vorbildlich bemühten machen keine 80% aus. Wieviel % auf die schwarzen Schafe entfällt, dazu habe ich mich nie geäussert.

Jetzt frage ich mich: Was wolltest Du mir eigentlich sagen?

Ach ja, und bei Gelegenheit solltest Du Dich vielleicht einmal
mit den Unterschieden zwischen einer fundierten Statistik und
einer winzigen, gänzlich unrepräsentativen Umfrage im eigenen
Bekanntenkreis beschäftigen.

Aber weil Du es bist, will ich Dir zumindest diesen
ZEIT-Artikel zu lesen geben, über den ich zufällig gestolpert
bin: http://www.zeit.de/2010/40/01-Hartz-IV

Ach ja, und den 6,7 Mio. Beziehern von Alg2 stehen 396000
offene Stellen gegenüber
(http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Conten…).
Dass all diese schlimmen ‚Hartzler‘ arbeitslos sind, liegt
also ganz offenkundig nur daran, dass sie bildungsunwillige,
kettenrauchende Alkoholiker sind, die sich in der sozialen
Hängematte ausruhen wollen.

Gruß

=^…^=

Nochmal:

Du hast es immer noch nicht verstanden: Derjenige, der eine
Behauptung aufstellt - in diessem Fall die Behauptung, 70% der
Alg2-Bezieher könnten nicht sinnvoll mit Geld umgehen, ist in
der Pflicht, diese zu belegen.

Sieh mal nach, wer diese Behauptung aufgestellt hat. Sollte man besser, bevor man Artikel schreibt.

Da deine ganze Argumentation auf diesen 70%, und dem Belegen dieser basiert, ist es vielleicht besser Du richtest deine Worte ab jetzt an „Das Hase“

Oder gehst vielleicht auf das ein, was ich schreibe, wenn Du mir antwortest.

Hallo Hong,

Das ist nicht mein Text. „Das Hase“ hat ihn verfasst.

das stimmt in der Tat - und Du hast dem Guten zugestimmt. Und mich, die ich seine Behauptung angezweifelt habe und ihn deshalb um Belege gebeten habe, aufgefordert, ob dieser meiner Zweifel ihn zu widerlegen.

Ich habe gesagt, wer behauptet, die meisten AlgII Empfänger
sind bemüht und absolut unschuldig an ihrer Lage, soll mir
mitteilen wie man zu der Einschätzung kommt. Also nochmal: Ich
habe keine Behauptung
oder gar Zahl aufgestellt,

Oh doch, das hast Du ebenfalls. Und hier kommt sie auch schon:

Dann wirst auch Du nicht mehr an das Märchen glauben, dass 80%
der AlgII Empfänger absolut unverschuldet reingerutscht sind,
alles tun um rauszukommen, und sich jede erdenklich Mühe
geben. Ah ja und Alkohol und Zigaretten sind ja absolutes
Klischee.

Etwas überspitzt wollte ich damit deine Aussagen zu dem Thema
darstellen.

Ach, und Du kannst bestimmt belegen, dass ich diese Zahl irgendwo genannt habe?

Siehst Du es nicht so, dass 80% vorbildlich bemüht sind, ist
das schön, da wir dann einer Meinung sind.

Siehst Du es doch so, interessiert es mich wieso. (fundierte
Statistiken?)

Das ist ein netter Trick - eine Zahl in den Raum stellen, behaupten, sie sei von mir und darauf hoffen, dass ich in Ermangelung einer passenden Statistik (Wie erfasst man denn wohl ‚ehrliches Bemühen‘? Und wie unterscheidet man es von ‚unehrlichem Bemühen‘?) Dir dann doch noch beipflichte. Funktioniert nur leider nicht.

Ich selbst habe keine Zahl in den Raum geworfen. Also genau
das, was Du mir vorwirfst trifft gar nicht zu.

Obwohl Du Dich wiederholst, merkst Du nicht, wie sehr Du Dir selbst widersprichst:

Ich meine nur
die vorbildlich bemühten machen keine 80% aus. Wieviel % auf
die schwarzen Schafe entfällt, dazu habe ich mich nie
geäussert.

Jetzt frage ich mich: Was wolltest Du mir eigentlich sagen?

Ganz einfach: Dass Du vorurteilsbeladene Klischees von Dir gibst, ohne Dich mit den Hintergründen zu beschäftigen oder gar den Betroffenen auseinanderzusetzen.

So, und jetzt gehe ich packen. Vermutlich werde ich mich in den nächsten Tagen nicht hier äußern, aber Du kannst die Zeit ja nutzen, um in Ruhe einmal über die Diskrepanz zwischen der Zahl der Arbeitslosen und der der tatsächlich offenen Stellen nachzudenken. Auch über das nachgewiesenermaßen besonders hohe Arbeitslosigkeitsrisiko von Älteren und Alleinerziehenden (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des…) könntest Du ein Weilchen meditieren.

Gruß

=^…^=

Bevor du nun noch eine Replik dazu bringst, ein klärendes
Wort: Ich habe nie (außer vielleicht polemisch angedeutet)
behauptet, dass die Berechnung der neuen Regelsätze nicht den
Kriterien des BVerfG entsprechen würden, sondern bemängelt,
dass mit der Rausnahme des Postens Alkohol&Tabak die
Berechnung noch weltfremder geworden ist.

Es geht weder um weltfremd noch um noch weltfremder. Es geht um die Sicherung des Existenzminimums und dafür sind weder Alkohol noch Tabak notwendig.

Hallo Christian,

Es geht weder um weltfremd noch um noch weltfremder. Es geht
um die Sicherung des Existenzminimums und dafür sind weder
Alkohol noch Tabak notwendig.

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit, mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu können.

Grüße

=^…^=

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten
Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen
Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit,
mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu
können.

Grüße

=^…^=

um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, braucht es kein Bier.

Wenn man beim besagten Nachbarn sitzt, und ein Glas Tee trinkt oder was Selbstgebackenes isst, kommt dies einem Ausschluß aus der Gesellschaft gleich??

Ich esse sehr gerne Schalen- und Krustentiere. Die sind teuer. Meine Freunde und Bekannte auch. Sollte ich meinen Job verlieren und nach einiger Zeit AlgII bekommen, müsste mir der Kauf von Delikatessen ermöglicht werden? Ich könnte sonst nicht wie gewohnt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Oder ist das mein Privatvergnügen? Ich könnte ja schließlich Tee und
Selbstgebackenes…

Nicht jeder isst Krustentiere, nicht jeder trinkt Bier. Mit Kultur oder Gesellschaft hat das nicht viel zu tun.

Wie ist es denn mit Stundenten? Die haben manchmal noch weniger. Die schaffen es am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Ohne fremdbezahltes Bier.

Es geht sehr viel, wenn man will. Ausserdem ist es im Moment doch so, dass es für alkoholische Getränke ausreicht.

Viele Grüße.

Studenten, da hat sich ein „n“ zuviel eingeschlichen.

Hallo,

es geht aber nicht um die Sicherung des absoluten
Existenzminimums, sondern um das des soziokulturellen
Existenzminimums, welches eine gesellschaftliche Teilhabe
ermöglicht. Und dazu gehört eventuell doch die Möglichkeit,
mit dem Nachbarn beim Fußballschauen ein Bierchen trinken zu
können.

meine Nachbarn mußten für ihr Bier hier noch nie bezahlen. Oder meinst Du, daß man dafür in die Kneipe muß? Wenn es nur um Nachbarn geht, so wohnen die doch nebenan und im Supermarkt ist das Bier doch deutlich günstiger.

Nicht ganz ernstgemeint: Alkohol enthält Kalorien ohne Ende. Mit ein paar Litern Bier lassen sich ganze Mahlzeiten (und damit auch ordentliche Beträge) einsparen.

Aber wie HongLan schon schreibt: sind etwa alle, die keinen Alkohol trinken vom sozialen Leben ausgeschlossen? Was ist mit denen, die keinen trinken wollen oder dürfen bzw. mit dem Auto anreisen? Sind die ausgeschlossen? Jemandem, bei dem zum Fußball Schauen im speziellen oder sozialen Leben im allgemeinen unbedingt Alkohol dazu gehört, würde ich das Brett Sucht und Prävention nahelegen.

Abschließend sei noch erwähnt, daß Arbeitslosigkeit für die meisten Menschen zwangsläufig Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten bedeutet. Das ist nun einmal so: weniger Kohle, weniger liebgewonnene Gewohnheiten. Wenn dem nicht so wäre, könnte man das mit dem Arbeiten auch gleich bleibenlassen.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Du scheinst da etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden zu haben: Bei der Berechnung des Warenkorbes, der das soziokulturelle Existenzminimum darstellen soll, wurden die Ausgaben herangezogen, die die Vergleichsgruppe (ob 15 oder 20 % will ich jetzt einmal außen vor lassen), im Monat durchschnittlich tätigt.

Ganz einfach gesagt: Da gibt es welche, die im Monat €40 für Tabak und Alkohol ausgeben und € 0 für ÖPNV und andere, die € 0 für Tabak und Alkohol ausgeben und dafür € 40 für ÖPNV. Herauskommen tun dann Mittelwerte, die bei dem einen oder anderen Posten eventuell den individuellen Bedarf des Einzelnen nicht abdecken; allerdings steht es auch Alg2-Beziehern frei, über die Verwendung des ihnen zur Verfügung sztehenden Geldes selbst zu entscheiden.

Sobald nun willkürlich ein Posten herausgestrichen wird, stimmt die Gesamtberechnung nicht mehr.

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso kettennrauchende Alkoholiker seien. Dabei entspricht moderater Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen Existenzminimum.

(Und einmal ganz am Rande: Wer trinkt denn Tee beim Fußballschauen - und wie lange lädt einen wohl der Nachbar ein, wenn nie eine Gegeneinladung folgt?)

Zu diskutieren wäre auch noch, ob der Betrag, der auf Grundlage der EVS ermittelt wurde, tatsächlich das Existenzminimum darstellt oder nicht vielleicht einfach nur das, was es den Beziehern niedriger Einkommen auszugeben möglich ist. Andere Berechnungen kommen zumindest auf ganz andere Beträge: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2010/Ha…

Und es wirkt zumindest einen Hauch verdächtig, dass ganz zufälligerweise die heute genannte Zahl von € 364 bereits in einer Berechnung von 2008 zu finden war: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/hartz…

Grüße

=^…^=

Hallo,

Du scheinst da etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden zu
haben:

Du irrst.

Bei der Berechnung des Warenkorbes, der das
soziokulturelle Existenzminimum darstellen soll, wurden die
Ausgaben herangezogen, die die Vergleichsgruppe (ob 15 oder 20
% will ich jetzt einmal außen vor lassen), im Monat
durchschnittlich tätigt.

Genau, und von dem, was man da ermittelt hat, zieht man das ab, das man nicht von Staats wegen bezahlen möchte. Genauer: für das man das Geld der zahlenden Bevölkerungsteile nicht ausgeben möchte, weil man - zu recht - annimmt, daß das den zahlenden Bevölkerungsteilen so auch ganz recht ist.

Sobald nun willkürlich ein Posten herausgestrichen wird,
stimmt die Gesamtberechnung nicht mehr.

Doch, die stimmt ganzt wunderbar. Die Summe beläuft sich auf das, das man nach dem Verfahren ermittelt abzgl. dessen, was man nicht bezahlen will.

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und
Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne
gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso
kettennrauchende Alkoholiker seien

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

Dabei entspricht moderater
Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich
akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen
Existenzminimum.

Das ist allein deine Meinung.

(Und einmal ganz am Rande: Wer trinkt denn Tee beim
Fußballschauen - und wie lange lädt einen wohl der Nachbar
ein, wenn nie eine Gegeneinladung folgt?)

Ich fasse zusammen: Fußball und Alkohol gehören genauso unbedingt zusammen, wie Nachbarbesuche und Alkohol. Schlimmer noch: ist der Alkohol nicht da, bleibt der Nachbar weg.

Bist Du Dir eigentlich darüber im klaren, daß Du das Vorurteil, das Du uns unterschieben willst, selber ganz kräftig mit solchen Postulaten schürst?

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Zumal letztendlich gerade das Herausstreichen von Tabak und
Alkohol nur das Klischee bedient, das sowieso gerne
gehätschelt wird - nämlich, dass Arbeitslose sowieso
kettennrauchende Alkoholiker seien

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht - wenn Du aber bekannte linksradikale Propagandablätter wie die ZEIT und den SPIEGEL verfolgst, sieht das schon ganz anders aus:

Hier ein aktuelles Beispiel: Tatsächlich sind die Zahlen berechnend, sie zielen auf öffentliche Wirkung. Absichtsvoll ist das Herausrechnen von Alkohol und Zigaretten in die Öffentlichkeit getragen worden, um die Akzeptanz für die unerwartet niedrige Fünf-Euro-Erhöhung der Erwachsenen-Sätze zu steigern (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Dabei entspricht moderater
Gebrauch von Genussmitteln durchaus allgemein gesellschaftlich
akzeptablem Verhalten, sprich: er gehört zum soziokulturellen
Existenzminimum.

Das ist allein deine Meinung.

Auch dies nicht: Die generelle Nutzung von Alkoholika sowie Tabakwaren entspricht dem gesellschaftlich anerkannten Verhalten. Diesem wurde mit einer, wenn auch geringen, Menge Rechnung getragen. (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu. (http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Gruß

=^…^=

Hallo,

Du bist die einzige, die das immer wieder in den Raum stellt.

hier in diesem Forum vielleicht

das sollte doch für den Moment mal als Maßstab herhalten.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)
(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)
(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Du verlinkst drei mal auf einen Kommentar, der in der Zeit veröffentlicht wurde. Warum? Ich kenne T. Bruns nicht, aber das ist - wie gesagt - ein Kommentar. Weder schreibt er über Tatsachen noch spricht er für die Redaktion Zeit.

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen
Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für
den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat
sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

Es geht nicht um unten oder oben, sondern darum, daß die Allgemeinheit einer nicht kleinen Personengruppe das Leben finanziert. Wer bezahlt sucht die Musik aus und ich kann mir vorstellen, daß breiter gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht, daß Nikotin und Alkohol eben nicht zum Existenzminimum gehören. Ganz unabängig davon, wie groß der Anteil der kettenrauchenden Alkoholiker (Deine Worte) in der betreffenden Personengruppe tatsächlich ist. Ist er klein, wie Du behauptest, ist die Diskussion um so absurder, denn dann wäre der Bedarf für den Alkohol- und Tabakanteil gar nicht gegeben.

Wie schon erwähnt: Deine Argumentation mit der anscheinend zwingenden Verbindung zwischen Fußball und nachbarschaftlichen Treffen und Alkohol hilft Dir in Deinem Anliegen nicht wirklich weiter.

Gruß
C.

von Alk, Haustierchen und Büchern
Hallo.

Auch dies nicht: Die generelle Nutzung von Alkoholika sowie
Tabakwaren entspricht dem gesellschaftlich anerkannten
Verhalten. Diesem wurde mit einer, wenn auch geringen, Menge
Rechnung getragen.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Das steht wo? Meinst Du die Aussage des Bier-Botschafters 2010, Volker Kauder?

Wann und in welchem Zusammenhang er das gesagt hat, kann ich irgendwie nicht rauslesen.

Da könnte man ja auch eine repräsentative Umfrage auf dem Oktoberfest durchführen, zur zwingenden Notwendigkeit alkoholischer Getränke für gesellschaftliche Akzeptanz… Das Ergebnis würde eindeutig ausfallen.

Aber Deine Denkweise entspricht dem gegenwärtigen
Diskussionsklima: Er bedient und befeuert das Muster für
den öffentlichen Umgang mit den Transfer-Beziehern. Es hat
sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

(http://www.zeit.de/kultur/2010-10/debatte-hartz-iv)

Na ja, ein Text voller drastischer Worte, sagt aber dennoch nicht viel aus.

Er stellt eigentlich nur eine Meinung dar.

Aber um den Satz aufzugreifen:

sich in unser Denken eingeschlichen: Was für die normalen
Leute gilt, steht denen da unten noch lange nicht zu.

Das hört sich ja zunächst so furchtbar böse an. Aber man bedenke doch, dass Leute die für ihren Lebensunterhalt durch Arbeit aufkommen, somit für sich selbst, ihre Familie und ihre Kinder Verantwortung übernehmen, nicht unendlich belastet werden können.

Vor allem nicht für Dinge, die rein dem Vergnügen dienen und auf die bestimmte Familien trotz Arbeit manchmal verzichten müssen.

Wenn man alle Unterschiede, die jetzt noch vorhanden sind beseitig, ist niemandem geholfen. Es geht irgendwann der Anreiz verloren.

Kindern tun auch Haustiere gut. Nur ganz ehrlich, notwendig sind sie nicht. Und zur Charakterbildung oder gesellschaftlichen Akzeptanz absolut nicht notwendig. Diese Liste kann man beliebig fortführen.

Wenn man es schafft sich Meerschweinchen, Hunde oder sonstiges zu halten und dabei auf Alkohol und Zigaretten (sind teuer soweit ich weiß) auch nicht verzichten will, wird es irgendwo nunmal knapp. Und dann heißte es, Schulbücher sind zu teuer oder die Klassenfahrt oder, oder, oder…

Das ist nicht die Schuld des Staates. Es liegt an jedem Leistungsempfänger selbst, Prioritäten zu setzen. Wenn einem als Bsp. die Bildung der eigenen Kinder oder gesunde Ernährung wichtig ist, dürfte es zu bewältigen sein, auf absolut nicht notwendige Sucht- oder Genussmittel und Haustierchen zu verzichten, und im Gegenzug Bücher zu kaufen.

Und weißt Du was? Es tut gar nicht weh. Und es gebe auch keine bösen Debatten, wenn mal jeder bei sich selbst anfangen würde.

Leute mit einem Durchschnittsverdienst, die sich ein Haus kaufen, können oft nicht mehr so leben wie zuvor. Das ist nunmal so, hat man ein Haus fällt der Urlaub oft aus. Wenn nicht, super. Alles kann man nicht haben, jedenfalls nicht auf einmal.

Die Denkweise sollten sich manche Sozialleistungsempfänger aneignen. Es bringt mehr sich mit der Situation zu arrangieren und über Besserung der Lage nachzudenken, als auf alten Feindbildern rumzureiten. Das vermittelt auch ein positives Gefühl an Kinder, sofern vorhanden.

Dann hat man auch keine Probleme mit: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsbenachteiligung…

Wenn man : http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologi…

sich mit dem mal auseinandersetzt. Sehr interessant.

Gedeihen trotz widriger Umstände ist sehr wohl möglich.

Es gibt noch sehr viel widrigere Umstände, als die derzeit in Deutschland herrschenden.

Und man sollte immer beachten, besonders bei Artikeln wie dem oben, dass das Auftreten und Verhalten der Eltern während der 4 Grundschuljahre mit einfließt. Ich denke, dass das nicht unerheblich für das Weiterkommen oder Scheitern an der höheren Schulform ist. Lehrer haben da meiner Meinung nach etwas mehr Weitblick.

Ausserdem interessant, dass diese Studie heftig kritisiert wird und erhebliche methodische Mängel vorgeworfen werden.

Was mir zum Thema Anspruchsdenken noch aufgefallen ist. Dies ist leider bei vielen sehr ausgeprägt, es gab hier im Forum mal vor einiger Zeit eine Diskussion. Es ging um die Notwendigkeit eines neuen Computers mit Zubehör. Diese Sache wurde vor Gericht ausgefochten. Wäre nett wenn jemand sich erinnert, den Artikel zu verlinken. Ein gebrauchter hätte gereicht. Aber statt zu akzeptierten, wird dann ein Gericht bemüht. Das kostet, Stichwort Prozesskostenhilfe.

Und leider ist das im Moment weit vorherrschende Denkweise. Das eigene Recht wiegt am meisten, dass dafür andere aufkommen wird gerne übersehen.

Viele Grüße und einen schönen Tag.

Computer verzweifelt gesucht
Huhu,

Was mir zum Thema Anspruchsdenken noch aufgefallen ist. Dies
ist leider bei vielen sehr ausgeprägt, es gab hier im Forum
mal vor einiger Zeit eine Diskussion. Es ging um die
Notwendigkeit eines neuen Computers mit Zubehör. Diese Sache
wurde vor Gericht ausgefochten. Wäre nett wenn jemand sich
erinnert, den Artikel zu verlinken.

das war eine der Diskussionen:
/t/was-ist-die-meinung-hier-dazu/5873269/84

Grüße

Christian